Zwölferhornseilbahn

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Koordinaten: 47° 45′ 55,6″ N, 13° 21′ 51,6″ O

Die Zwölferhornseilbahn

Die Zwölferhornseilbahn ist eine Zweiseilumlaufgondelbahn in Sankt Gilgen am Wolfgangsee. Sie wurde von 1956 bis 1957 errichtet und ist die letzte in Betrieb befindliche Zweiseilbahn nach dem System Girak, einer Abwandlung des System Wallmannsberger. Seit der Eröffnung im Jahr 1957 wurden rund 8,5 Millionen Fahrgäste befördert.

Lage und vorhandene Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Talstation befindet sich südwestlich des Ortskerns von Sankt Gilgen, die Bahn überquert unmittelbar nach der Stationsausfahrt die Wolfgangsee Straße (B 158) und erreicht über fünf Stützen die Bergstation in der Nähe des Gipfels des Aussichtsberges Zwölferhorn. Sie erschließt ein Wandergebiet, im Winter steht ein geräumter Panoramaweg zur Verfügung, ebenso gibt es Tiefschneeabfahrten und präparierte Pisten mit einer fünf Kilometer langen Talabfahrt, die jedoch mangels Beschneiungsanlage nur bei ausreichender Naturschneelage genutzt werden können. Auch von Gleitschirmfliegern wird die Bahn genutzt, es sind zwei Startplätze in Gipfelnähe mit den Startrichtungen Nord und Süd-Ost sowie eine Landewiese in der Nähe der Talstation vorhanden.

Technische Daten der Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergstation der Zwölferhornbahn
Talstation der Zwölferhornbahn (2014)

Daten zur Seilbahn:[1]

  • Bauart: kuppelbare Zweiseilumlaufbahn, System Girak
  • Hersteller: Firma Girak, Korneuburg (nach anderen Angaben die Wiener Brückenbau und Eisenkonstruktions A. G.)[2]
  • Eröffnung: 30. Juni 1957
  • Gondeln: 38 Stück für je vier Personen (Hersteller Fa. Swoboda, (heute Carvatech)), Oberweis (Laakirchen)
  • Bahnlänge: 2745 Meter
  • Höhe Talstation: 568 M.ü.A.
  • Höhe Bergstation: 1476 M.ü.A.
  • Höhendifferenz: 908 m
  • mittlere Neigung: 35,1 %
  • Tragseile: 34 mm Durchmesser
  • Zugseil: 29 mm Durchmesser
  • Antrieb: Elektromotor mit 110 kW Leistung
  • Fahrgeschwindigkeit: 2,8 m/s
  • Kabinenabstand: 168 m
  • Kabinenfolgezeit ca. 60 s
  • Fahrzeit: 16,2 min.
  • Beförderungsleistung je Richtung: ca. 250 Pers./h

Zukünftige Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seilbahnrechtliche Betriebsgenehmigung der bestehenden Bahn lief im Jahr 2017 nach 60 Betriebsjahren ab. Da die Anlage dann nicht mehr weiterbetrieben werden darf, wurden Planungen für eine Ersatzanlage eingeleitet. Es war beabsichtigt, die bestehende Bahn im Herbst 2016 einzustellen und bis Frühjahr 2017 eine neue Einseilumlaufbahn zu errichten. Statt der charakteristischen roten und gelben Vierergondeln sollen Achter-Panoramagondeln zum Einsatz kommen. Die Fahrzeit soll bei ca. 16 Minuten bleiben, jedoch die Beförderungskapazität auf 500 Personen/Stunde verdoppelt werden. Auch neue Stationsgebäude sollen errichtet werden, sowie ein Parkhaus bei der Talstation.[3] Durch fehlende Zustimmung von Grundstückseigentümern verzögerte sich die Baugenehmigung, die Betriebsgenehmigung wurde noch zweimal bis 2018 verlängert.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zwölferhorn-Seilbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wissenswertes über die Seilbahn. In: Homepage der Betreibergesellschaft, 12erhorn.at. Abgerufen am 26. August 2013.
  2. Eintrag in der Liftdatenbank von lift-world.info, abgerufen am 20. Februar 2014
  3. Meldung in ORF-Salzburg Online am 29. Dezember 2014: Zwölferhorn – Alte Gondeln müssen weichen. abgerufen am 29. Dezember 2014
  4. Letzte Frist für die 60 Jahre alte Zwölferhorn-Seilbahn. Oberösterreichische Nachrichten, 9. November 2017..