Regionalverband Großraum Braunschweig

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Der Regionalverband Großraum Braunschweig ist für die Beratung und Koordination bei übergreifenden Aufgaben, die die gesamte Region Braunschweig betreffen, zuständig. Die Städte, Gemeinden und Landkreise im Verbandsgebiet planen und gestalten jeweils ihre eigenen Gebiete.[1]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den zentralen Aufgaben gehört die Regionalplanung, also die Aufstellung und Fortschreibung übergeordneter, überörtlicher und zusammenfassender Pläne und Programme sowie die Koordination raumbedeutsamer Planungen. Die angestrebte räumliche und strukturelle Entwicklung des Planungsraums wird im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) (siehe Regionalplanung) dargestellt.

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist der Nahverkehr. Der Verband ist Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und hat damit die Aufgabe, den Nahverkehrsplan zu erstellen und umzusetzen. Für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bestellt der Verband die Verkehrsleistungen bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen. Für den ÖPNV schreibt der Verband die Verkehrsleistungen aus, die nicht von den Verkehrsunternehmen eigenwirtschaftlich erbracht werden können.

Der Regionalverband erarbeitet zurzeit unter anderem die 1. Änderung des regionalen Raumordnungsprogrammes für den Großraum Braunschweig 2008. Ziel des Verfahrens ist es, die bestehende Kulisse der „Vorrang- und Eignungsgebiete Windenergienutzung“ zu erweitern. Das Verfahren wird voraussichtlich 2019 abgeschlossen.[2]

Verbandsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband umfasst das Gebiet der kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie der Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel mit einer Gesamtfläche von 5.080 Quadratkilometern und 1,13 Millionen Einwohnern.[3]

Verbandsversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsversammlung als politisches Gremium – mit 59 Abgeordneten, die von den Stadträten bzw. Kreistagen der Verbandsglieder bestimmt wurden, ab 2021 findet die Direktwahl statt – wählt aus ihrer Mitte die/den Verbandsvorsitzende/n als repräsentative/n Vertreter/in.

Liste der Verbandsvorsitzenden
  • 2001–2006 und seit 2011: Detlef Tanke (SPD)
  • 1996–2001: Ulrike Block-von Schwartz (SPD)
  • 1991–1996 und 2006–2011: Helmut Kuhlmann (CDU)

Verbandsdirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wird von einem Direktor geleitet, den die Verbandsversammlung beauftragt.

Liste der Verbandsdirektoren

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB)

Vom 4. Dezember 1973 bis zum 31. Dezember 1978 existierte als Vorgängerverband der Großraumverband Braunschweig. Mitglieder waren die Landkreise Braunschweig (bis zu dessen Auflösung), Gifhorn, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel sowie die kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg. Damals gab es eine politische Verbandsversammlung, deren Mitglieder von den beteiligten Stadträten bzw. Kreistagen gewählt wurden.

Die am 7. Februar 1974 gewählte Führungsspitze bestand aus dem Landtagsabgeordneten Bernhard Ließ, dem juristischen Beigeordneten Jürgen Bräcklein und dem technischen Beigeordneten Reinhold Oertwig.

Der Verband hatte in etwa dieselben Aufgaben wie der daraus hervorgehende Zweckverband Großraum Braunschweig. Dieser wurde zum 22. März 2017 zum Regionalverband Großraum Braunschweig weiterentwickelt.[4] Damit geht eine Erweiterung des Aufgabenbereichs einher.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gesetz über den Regionalverband ,Großraum Braunschweig‘
  2. Weiterentwicklung der Windenergienutzung durch die 1. Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms 2008. In: regionalverband-braunschweig.de, abgerufen am 4. März 2019.
  3. 25 Jahre Großraum Braunschweig (Festschrift). Braunschweig 2017.
  4. Regionalverband: Willkommen beim Regionalverband Großraum Braunschweig