Zweckverband go.Rheinland
| Zweckverband go.Rheinland go.Rheinland GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | Zweckverband, GmbH |
| Gründung | 19. Dezember 2007 als Zweckverband Nahverkehr Rheinland |
| Sitz | Köln, |
| Leitung | Norbert Reinkober, Michael Vogel, Hans-Peter Geulen |
| Mitarbeiterzahl | 184 (2026) |
| Branche | Verkehrsverbund, ÖPNV-Aufgabenträger |
| Website | wir.gorheinland.com |
go.Rheinland ist als Zweckverband Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und zugleich die Dachmarke für Mobilität im Rheinland. Als einer von drei SPNV-Aufgabenträgern in Nordrhein-Westfalen – neben dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) – ist go.Rheinland für die Planung, Organisation, Bestellung, Finanzierung sowie Qualität und Sicherheit des Schienenpersonennahverkehrs in den Verbundräumen des Aachener Verkehrsverbunds (AVV) und des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) zuständig. Die operative Umsetzung erfolgt durch die go.Rheinland GmbH.
Geschichte
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Der Zweckverband wurde am 19. Dezember 2007 unter dem Namen Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) gegründet und nahm seine Tätigkeit am 1. Januar 2008 auf.
Die Marke go.Rheinland wurde zum 1. Januar 2023 eingeführt,[1] um die Mobilitätsangebote im Rheinland sichtbarer, einheitlicher und nutzerfreundlicher zu kommunizieren. Parallel wurde die NVR GmbH in die go.Rheinland GmbH umbenannt. Seit dem 1. April 2023 befindet sich der Sitz der go.Rheinland GmbH gemeinsam mit der VRS GmbH in Köln-Deutz.
Ab dem 1. Januar 2027 geht die Planung, Bestellung und das Controlling des Schienenpersonennahverkehrs auf die Gesellschaft Schiene.NRW über. In den Aufgabenbereich von go.rheinland fallen zukünftig nur noch regionale Tariffragen, die Infrastrukturförderung und die Koordinierung des ÖPNV-Angebotes. Go.rheinland wird Träger der neuen Gesellschaft.[2]
Ausbau der S-Bahn und Infrastrukturprojekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein zentrales Arbeitsfeld ist der langfristige Ausbau der S-Bahn Rheinland. Die Bestandsfahrzeuge der Baureihen ET 422, ET 423 und ET 424 werden bis Ende 2026 umfassend modernisiert und u. a. mit WLAN, USB-Steckdosen, neuen Sitzpolstern und verbesserten Fahrgastinformationssystemen ausgestattet. Zusätzlich werden neue, bis zu 170 Meter lange S-Bahn-Züge beschafft, die ab Ende der 2020er Jahre in den Betrieb gehen sollen.[3]
Mit dem Zielnetz 2040 verfolgt go.Rheinland eine weitreichende Weiterentwicklung des S-Bahn-Systems, darunter die Erhöhung der Linienzahl von fünf auf bis zu zehn, Taktverdichtungen auf stark frequentierten Verbindungen und Modernisierung von Stationen sowie von Leit- und Sicherungstechnik.
Zu den bedeutenden Infrastrukturmaßnahmen zählen u. a. der Ausbau der Strecke der künftigen S 13 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel, der Bau zusätzlicher Gleisinfrastruktur (z. B. „Westspange“) und Kapazitätserweiterungen am Kölner Hauptbahnhof.
Verbundgebiet
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Das Verbundgebiet umfasst die Regionen des Aachener Verkehrsverbunds (AVV) und des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) und erstreckt sich:
- westlich von Aachen über die Kreise Heinsberg und Düren
- über den Großraum Köln/Bonn
- bis in den Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Leverkusen, den Rheinisch-Bergischen Kreis und den Oberbergischen Kreis
- sowie südlich bis nach Euskirchen
Im Einzugsgebiet leben rund 4,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von rund 7.400 km² in acht Kreisen und vier kreisfreien Städten. Das SPNV-Angebot umfasst sieben S-Bahn-Linien, 15 Regionalbahn-Linien und zwölf RegionalExpress-Linien. Darüber hinaus gibt es rund 900 Buslinien und 19 Stadtbahnlinien (KVB, SWB). Insgesamt existieren im go.Rheinland-Gebiet rund 9.800 Haltestellen und Bahnhöfe.
Aufgaben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]go.Rheinland übernimmt gemäß ÖPNVG-NRW (Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen) die Aufgaben eines SPNV-Aufgabenträgers. Dazu gehören:
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Service und Vertrieb
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unter der Bezeichnung go.Center betreibt go.Rheinland ein Netz von 18 Kundencentern,[4] verteilt über das gesamte Gebiet. Die Center bieten Beratung zu Tarifen, Abonnements und Fahrplänen, den Verkauf von Nah- und Fernverkehrstickets, Unterstützung bei digitalen Vertriebswegen und Mobilitätsinformationen (z. B. zu Fahrradstellplätzen, Park+Ride, Barrierefreiheit) an.
Im gesamten Verbandsgebiet wurden seit 2025 insgesamt 330 moderne Ticketautomaten im go.Rheinland-Design installiert, die ältere Automaten der DB Vertrieb GmbH ersetzen. Die Automaten akzeptieren abhängig vom Standort zum Teil ausschließlich bargeldlose Zahlungen.
Der elektronische Tarif eezy.nrw ermöglicht kontaktloses Ein- und Auschecken per Smartphone und rechnet Fahrten nach Luftlinienentfernung ab. Er ist im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen nutzbar. go.Rheinland unterstützt und integriert den Tarif vollständig in die myGO-App.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Peter Berger: Pendler fahren ab 2023 in go.Rheinland-Zügen. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger, 5. Oktober 2022, abgerufen am 11. Februar 2026.
- ↑ SPNV-Strukturreform. In: umwelt.nrw.de. Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 12. Juni 2026.
- ↑ NRW: Alstom erhält Auftrag über 90 S-Bahnen mit WC für das Rheinland. In: lok-report.de. 24. Juli 2024, abgerufen am 11. Februar 2026.
- ↑ go.Rheinland startet Eröffnung seiner 18 Kundencenter. In: wir.gorheinland.com. go.Rheinland GmbH, 4. März 2025, abgerufen am 12. Juni 2026.
