Zwei dreckige Halunken

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Filmdaten
Deutscher Titel Zwei dreckige Halunken
Originaltitel There Was a Crooked Man...
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Joseph L. Mankiewicz
Drehbuch David Newman
Robert Benton
Produktion Joseph L. Mankiewicz
C.O. Erickson
Musik Charles Strouse
Kamera Harry Stradling Jr.
Schnitt Gene Milford
Besetzung

Zwei dreckige Halunken (Originaltitel: There Was a Crooked Man...) ist ein US-amerikanischer Western von Joseph L. Mankiewicz aus dem Jahr 1970 mit Kirk Douglas und Henry Fonda in den Hauptrollen. Der Film wurde von der Produktionsfirma Warner Bros. produziert.

Handlung[Bearbeiten]

Arizona 1883: Bei einem Raubüberfall hat der Bandit Paris Pitman $ 500.000 Dollar erbeutet. Vorsichtshalber versteckt er das Geld jedoch in einer Schlangengrube. Als er unverrichteter Dinge in einem Bordell durch Sheriff Woodward Lopeman verhaftet wird, ist er der einzige der das Versteck der Beute kennt, und er denkt gar nicht daran sein Wissen preiszugeben. So wird er zu 10 Jahren Knast verurteilt die er im Gefängnis von Arizona im Strafvollzug ableisten soll.

Warden LeGoff, der korrupte Gefängnisaufseher im Strafvollzug, schlägt Pitman einen Deal vor, um sich selbst ein Stück vom Beutekuchen abzuschneiden. Er hat tatsächlich vor Pitman türmen zu lassen, Pitman willigt in den Vorschlag ein, doch bevor es soweit kommt und Paris Pitman türmen kann, wird LeGoff von dem chinesischen Sträfling Ah-Ping ermordet.

Als der ehemalige Sheriff Lopeman neuer Direktor im Gefängnis wird, wittert Pitman trotz der alten Feindschaft seine Chance. Er bemüht sich um gute Führung und hilft Lopeman kontinuierlich dabei die Bedingungen im Gefängnis zu verbessern. Eines Tages macht der Gouverneur höchstselbst dem Strafvollzug seine Aufwartung, um sich über die neuen modernen Maßnahmen vor Ort zu erkundigen, da sieht Pitman seine Chance zur Flucht gekommen. Im Chaos eines verwegenen Ausbruchsversuchs, bei dem einige Mithäftlinge getötet werden, kann Pitman fliehen und begibt sich geradewegs zum Geldversteck mitten in der Wüste von Arizona. Lopeman ist dem Halunken dabei allerdings dicht auf den Fersen.

Beim Geldversteck angekommen erschießt Pitman erst einmal, um gefahrlos an das Geld zu kommen, sämtliche Schlangen in der Grube. Als er im Vorgefühl des sicheren Triumphes in den Sack nach dem Geld greift, wird er von der letzten Klapperschlange gebissen, die sich dort heimisch gemacht hat. Pitman weiß, dass er das Geld nicht mehr ausgeben wird! Lopeman findet noch den sterbenden Banditen, doch der ehemalige Sheriff behält das Geld, statt es zurückzubringen, und reitet mit der Beute lieber in den Sonnenuntergang Richtung Mexiko.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein charakterlich mieser, aber intelligenter Geldräuber sucht im Gefängnis nach einer Möglichkeit zum Ausbruch. Nach abenteuerlicher Flucht und zahlreichen Auseinandersetzungen mit Rivalen tatsächlich am Versteck seines Geldes angekommen, scheitert er an einer nicht vorhersehbaren Kleinigkeit. Parodistisch aufgelockerter Star-Western, mit Witz, aber nicht frei von Längen inszeniert.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Der Film stellt seine beiden Helden, die zwei Seiten derselben Medaille verkörpern, in eine Menagerie von unglaublich farbig erfundenen und brillant gespielten Figuren und befördert seine Moral so sorgsam wie der Sheriff einen Papageienkäfig, der in den Kugelhagel einer Schießerei geraten war: ‚Mensch – passen Sie doch auf! Der Papagei ist nicht ganz gesund.!‘“

Joe Hembus: Western Lexikon[2]

Produktionsnotizen[Bearbeiten]

Das Szenenbild schuf Edward Carrere. Die musikalische Leitung hatte Sonny Burke. Tonmeister war Al Overton Jr.. Die Ausstattung stammt von F. Keogh Gleason. Perc Westmore sowie Annabell Levy zeichneten sich für Maske und Frisuren verantwortlich. Die Kostüme lieferte Anna Hill Johnstone. Produktionsleiter war Peter V. Herald. Drehorte des Films lagen in Joshua Tree, Kalifornien in den USA.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zwei dreckige Halunken im Lexikon des internationalen Films
  2. Joe Hembus: Das Western-Lexikon - 1567 Filme von 1894 bis heute. Wilhelm Heyne Verlag. München. 3. Auflage 1995. ISBN 3-453-08121-8. S. 762