Zweifarbiger Scheidenstreifling

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Zweifarbiger Scheidenstreifling
2009-08-20 Amanita battarrae (Boud.) Bon 54495 crop.jpg

Zweifarbiger Scheidenstreifling (Amanita battarrae)

Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Wulstlingsverwandte (Amanitaceae)
Gattung: Wulstlinge (Amanita)
Art: Zweifarbiger Scheidenstreifling
Wissenschaftlicher Name
Amanita battarrae
(Boud.) Bon

Der Zweifarbige Scheidenstreifling oder kurz Zweifarbige Streifling (Amanita battarrae) ist eine Pilzart aus der Familie der Wulstlingsverwandten (Amanitaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein typisches Merkmal des Zweifarbigen Scheidenstreiflings sind die dunkelbraunen Lamellenschneiden.
Die an der Stielbasis eng anliegende Volva des Zweifarbigen Scheidenstreiflings weist rostbräunliche Flecken auf.

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gelbgrüne bis olivbraune Hut hat einen Durchmesser von 5 bis 10 cm. Im Alter beginnt der deutlich geriefte vom Rand her auszublassen. Das Hutfleisch ist dünn. Die Lamellen sind weiß und das ausfallende Sporenpulver zeigt unter Zugabe von Iodlösung keine Farbreaktion (inamyloid). Der Stiel ist meist weiß und selten etwas wie der Hut getönt. Die Stieloberfläche ist feinflockig bis schwach genattert beschaffen. Die Scheide hat eine weißliche Farbe.

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rundlichen bis leicht elliptischen Sporen messen 11–15 × 10–13 Mikrometer.

Artabgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spezies kann mit anderen Scheidenstreiflingen und dem Grünen Knollenblätterpilz verwechselt werden. Letzterer wächst ausschließlich im Laubwald und riecht im Alter bzw. beim Antrocknen süßlich nach Kunsthonig.

Ökologie, Phänologie und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zweifarbige Scheidenstreifling wächst von August bis November in Gebirgsnadelwäldern. Er ist in Deutschland lokal häufig. Er liebt saure Böden. In Europa ist die Art vor allem in Schweden und den anderen skandinavischen Ländern verbreitet.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zweifarbige Scheidenstreifling ist wie alle Scheidenstreiflinge essbar, aber nicht besonders schmackhaft. Da er eine lange Kochzeit braucht, ist er nicht zu empfehlen.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ewald Gerhardt: Der große BLV Pilzführer für unterwegs. Über 1200 Arten und über 1000 Farbfotos. 5. Auflage. BLV, München 2010, ISBN 978-3-8354-0644-5 (718 Seiten).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zweifarbiger Scheidenstreifling (Amanita battarrae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien