Zweifelscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Zweifelscheid
Zweifelscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Zweifelscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 2′ N, 6° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 1,81 km2
Einwohner: 53 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54673
Vorwahl: 06564
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 138
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Wilfried Balmes
Lage der Ortsgemeinde Zweifelscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Zweifelscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Naturpark Südeifel im oberen Enztal. Der nördlich liegende Weiler Engelsdorf ist ein Ortsteil von Zweifelscheid, weitere Gemeindeteile sind Juckerstraße und Kokelsnaak.[2]

Zweifelscheid hat eine Fläche von 181 Hektar, von denen 69 Prozent landwirtschaftlich genutzt werden, 24 Prozent sind Waldfläche.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweifelscheid wurde erstmals 1539 als Tzwyvelschent urkundlich erwähnt.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Neuerburg im Herzogtum Luxemburg und war der Meierei Koxhausen unterstellt. Infolge der französischen Revolutionskriege wurden die Österreichischen Niederlande, zu denen Luxemburg damals gehörte, 1795 in den französischen Staat eingegliedert. Zweifelscheid war dem Kanton Neuerburg im Departement der Wälder zugeordnet.

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our 1815 zum Königreich Preußen. Zweifelscheid gehörte zur Bürgermeisterei Ammeldingen im 1816 neu errichteten Kreis Bitburg des Regierungsbezirks Trier, der von 1822 an Teil der Rheinprovinz war.

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet zum französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Zweifelscheid innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Kirchlich ist Zweifelscheid eine Filiale der Pfarrei Karlshausen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Zweifelscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 57
1835 117
1871 128
1905 178
1939 107
1950 112
Jahr Einwohner
1961 106
1970 86
1987 62
1997 53
2005 46
2015 53

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Zweifelscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Zweifelscheid
Blasonierung: „Von Gold über Rot über silbernem Schildfuß mit blauem Wellenbalken durch schräglinke rot-silberne Leisten geteilt, oben schwarzes, dreifach gezinntes Tunnelportal mit silbernem Tunnel, unten drei goldene Ähren.“[5]
Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber dokumentieren die frühere Zugehörigkeit zur luxemburgischen Herrschaft Neuerburg. Das Tunnelportal in Schwarz weist auf den 127 m langen Zweifelscheider Tunnel hin, die drei Zinnen auf die drei Ortsteile. Das blaues Wellenband symbolisiert die Enz, die drei Ähren symbolisieren den Ackerbau.

Das Wappen wurde im September 2010 von der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm genehmigt.

In Zweifelscheid geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Valentin Brück (1911–1980), deutscher Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 67 (PDF; 2,3 MB)
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappen, Flaggen, Fahnen in der Verbandsgemeinde Südeifel, S. 60 (PDF, 6,8 MB)