Zwergbeutelmaus

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Zwergbeutelmaus
Zwergbeutelmaus (Planigale maculata)

Zwergbeutelmaus (Planigale maculata)

Systematik
Unterklasse: Beuteltiere (Metatheria)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia)
Familie: Raubbeutler (Dasyuridae)
Gattung: Flachkopf-Beutelmäuse (Planigale)
Art: Zwergbeutelmaus
Wissenschaftlicher Name
Planigale maculata
(Gould, 1851)

Die Zwergbeutelmaus (Planigale maculata), auch Gefleckte Flachkopfbeutelmaus genannt ist ein sehr kleiner Vertreter aus der Familie der Raubbeutler.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwergbeutelmaus in Originalgröße

Die Körperlänge beträgt 5 bis 5,5 cm, die Länge des Schwanzes ca. 5,5 cm. Ihr Körpergewicht beträgt ca. 15 Gramm. Die Zwergbeutelmaus hat einen langen, abgeflachten, rotbraunen bis grauen Körper, wobei die Bauchseite etwas heller ist, mit kurzen Vorder- und Hinterbeinen, und einen langen, dünnen Schwanz.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tiere verbringen den Tag über in selbst gegrabenen unterirdischen Bauten. Nachts streifen sie durch die Strauchvegetation auf der Suche nach Nahrung (Heuschrecken, u. a.), daneben erbeuten sie manchmal größere Tiere wie kleine Vögel u. a. Diese kleinen agilen Tiere haben einen sehr hohen Stoffwechsel und verbrauchen am Tag fast soviel Nahrung wie sie selbst wiegen. Ob sie allein oder in kleinen Gruppen leben ist ungewiss.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zwergbeutelmaus kommt nur in den nördlich und östlichen Landesteilen Australiens vor.

Verbreitungskarte der Zwergbeutelmaus

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere mit einem Alter von 11 Monaten. Die Fortpflanzungsperiode dieser Art dauert von Dezember bis März. Das Weibchen bringt mit einem Wurf bis zu 12 Junge zur Welt. Die Anzahl der möglichen Geschlechtspartner, sowie der Anteil des Männchens an der Jungenaufzucht, ist ungeklärt.

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bedrohung dieser Art zählen der Verlust des Lebensraumes aufgrund der Ausbreitung von menschlichen Siedlungen, sowie die Nachstellungen durch Hauskatzen. Die IUCN stuft die Zwergbeutelmaus aber aufgrund ihrer weiten Verbreitung als nicht gefährdet (Least Concern) ein.

Quellenangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philip Whitfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere. Planet Medien AG, Zug 1992, ISBN 3-8247-8614-1. (S. 16–17) Übersetzung aus dem Englischen
  • David MacDonald (Hrsg.): Enzyklopädie der Säugetiere, Könemann 2003, ISBN 3-89731-928-4, S. 818-821

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]