Zwergsechsaugenspinnen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
 

Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Zwergsechsaugenspinnen
Tapinesthis inermis, Weibchen

Tapinesthis inermis, Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Haplogynae
Überfamilie: Dysderoidea
Familie: Zwergsechsaugenspinnen
Wissenschaftlicher Name
Oonopidae
Simon, 1890

Die Zwergsechsaugenspinnen (Oonopidae) sind eine Familie der Echten Webspinnen und umfassen 113 Gattungen mit 1624 Arten.[1] (Stand: Juni 2016)

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungskarte der Sechsaugenspinnen

Die kleinste Vertreterin ist Orchestina saltitans, die nur 1 bis 1,5 mm groß wird. Sie hat sich in den USA weit nach Nordosten ausgebreitet, wo sie als Haustier manchmal von Lampenschirmen baumelt, im Badezimmerschrank anzutreffen ist oder über den Schreibtisch rennt. Orchestina moaba und andere Arten, wie einige der Gattungen Oonops, Opopaea, Scaphiella oder Triaeris findet man im Südwesten der USA. Die kräftig orangefarbenen Tierchen kommen zum Vorschein, wenn man den Detritus auf dem Boden untersucht.

Merkmale und Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Biologie dieser sechsäugigen, 1 bis 4 mm kleinen haplogynen, ecribellaten Spinnen ist wenig bekannt. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Tropen. Die Arten leben in der Streuschicht aus abgefallenen Laubblättern oder unter Steinen, wo sie sich von winzigen Tieren ernähren, die größere Spinnen bereits ignorieren. Viele sind leuchtend Orange und haben harte Platten auf ihrem Hinterleib, andere sind blass weißlich oder gelblich mit weicheren Hinterleiben.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Fortpflanzungsstrategie hebt sich von der anderer Familien ab. Während viele Echte Webspinnen R-Strategen sind und viele Eier produzieren, legen die Oonopidae nur wenige Eier in einem Eisack ab. Die europäische Art Onoops pulcher legt nur zwei Eier in einem Kokon ab.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der World Spider Catalog listet für die Finsterspinnen aktuell 51 Gattungen und 287 Arten.[1] (Stand: Februar 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zwergsechsaugenspinnen (Oonopidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gertsch, Willis J. 1979: American Spiders, 2nd edition. Van Nostrand Reinhold, New York. ISBN 0-442-22649-7
  • Hänggi, Ambros; Stöckli, Edi; Nentwig, Wolfgang, 1995. Lebensräume Mitteleuropäischer Spinnen. Miscellanea Faunistica Helvetiae - Centre suisse de cartographie de la faune, Neuchatel. ISBN 2-88414-008-5
  • Heimer, Stefan und Nentwig, Wolfgang; 1991: Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey Berlin. ISBN 3-489-53534-0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 17.0 – Oonopidae. Abgerufen am 6. Juni 2016