Zwergseeschwalbe

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Zwergseeschwalbe

Zwergseeschwalbe (Sternula albifrons)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Möwenverwandte (Laridae)
Unterfamilie: Seeschwalben (Sterninae)
Gattung: Sternula
Art: Zwergseeschwalbe
Wissenschaftlicher Name
Sternula albifrons
(Pallas, 1764)

Die Zwergseeschwalbe (Sternula albifrons, Syn.: Sterna albifrons) ist mit einem Gewicht von 45 g und einer Länge von 20 cm die kleinste Seeschwalbe.

Ihr Lebensraum sind Sandstrände und flache Kiesbänke der großen Flüsse. Früher erstreckte sich ihr Verbreitungsgebiet bis zum Bodensee. Es leben im gesamten Wattgebiet noch ca. 650 Brutpaare mit abnehmender Tendenz.

Verbreitung der Zwergseeschwalbe:
  • Brutgebiete
  • Ganzjähriges Vorkommen
  • Migration
  • Überwinterungsgebiete
  • Zusammengestellt von BirdLife International and Handbook of the Birds of the World (2019) 2019

    Das Gelege besteht aus bis zu drei Eiern, die in Sandmulden abgelegt werden. Nach 21 Tagen Brutdauer schlüpfen die Jungvögel, die als Nestflüchter innerhalb 24 Stunden das Nest verlassen. Ihre Flugfähigkeit erreichen sie nach drei Wochen, werden aber noch wochenlang von den Elterntieren gefüttert, bis sie selbst im Sturzflug fischen können.

    Gelege, Sammlung Museum Wiesbaden

    Ihre Nahrungsgründe haben die Zwergseeschwalben in den Flachwasserbereichen vor der Küste. Sie suchen aber auch in langsam fließenden Flüssen. Die Nahrung besteht aus kleinen Fischen, Krebstieren, Muscheln, Schnecken und gelegentlich auch aus Insekten.

    Gefährdung und Schutzstatus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Deutschland gilt die Art gemäß der Roten Liste der Brutvögel 2020 als vom Aussterben bedroht.[1] Sie ist im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie (RL 79/409/EWG) gelistet.

    Eponym[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Asteroid (8594) Albifrons wurde 1999 nach der Zwergseeschwalbe benannt.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Commons: Zwergseeschwalbe (Sternula albifrons) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Torsten Ryslavy, Hans-Günther Bauer, Bettina Gerlach, Ommo Hüppop, Jasmina Stahmer, Peter Südbeck & Christoph Sudfeldt: Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, 6. Fassung. In: Deutscher Rat für Vogelschutz (Hrsg.): Berichte zum Vogelschutz. Band 57, 30. September 2020.