Hochalpenwidderchen

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Hochalpenwidderchen
Hochalpenwidderchen

Hochalpenwidderchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Widderchen (Zygaenidae)
Unterfamilie: Rotwidderchen (Zygaeninae)
Gattung: Zygaena
Art: Hochalpenwidderchen
Wissenschaftlicher Name
Zygaena exulans
(Reiner & Hohenwart, 1792)
Raupe des Hochalpenwidderchens
Raupe des Hochalpenwidderchens

Das Hochalpenwidderchen (Zygaena exulans) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Widderchen (Zygaenidae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 27 bis 30 Millimetern. Sie haben pergamentartige, mattgraue (Weibchen) bis schwarzgraue (Männchen) Vorderflügel auf denen sich ein schmaler, langgezogener Fleck und vier weitere rote Flecken befinden. Der Fleck an der Flügelwurzel ist keilförmig, die übrigen sind oval oder rund.[1] Die Hinterflügel sind rot mit grauem Außenrand und schwarzen Fransen. Der Körper ist wie bei vielen Hochgebirgs-Arten dicht behaart. Eine Verwechslung mit anderen Arten scheidet wegen des Vorkommens in großen Höhen in den meisten Fällen aus. Die Eier sind relativ groß, oval, oben etwas eingedrückt und von blassgelber Farbe. Die Raupen sind bis zu 20 mm lang, teils grünlich, teils samtschwarz, mit gelblichen Segmenteinschnitten und ebenso gefärbten ovalen Seitenflecken.[2] Sie haben kurze, büschelweise gruppierte, weißliche Haare. Die Puppe ist braunschwarz und liegt in einem grauweißen, dünnschaligen Kokon.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art kommt in hochgelegenen Gebieten vor, so u. a. in den Alpen, den Pyrenäen, den Abruzzen, den Karpaten und Schottland. Das Hochalpenwidderchen ist die einzige Rotwidderchen-Art in Mitteleuropa, die ausschließlich oberhalb der Baumgrenze anzutreffen ist, in der Schweiz sogar bis über 3300 Meter[1], in Österreich etwa im Großglockner-Gebiet und in Deutschland in den höchsten Lagen des Allgäu,[3] dort in letzter Zeit aber nicht mehr beobachtet. Bevorzugte Biotope sind alpine Grasheiden und Geröllfluren.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flug- und Raupenzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter fliegen von Juni bis August, gebietsweise sind sie sehr häufig. Da sie eine zweijährige Entwicklungszeit haben, ist die Häufigkeit jedoch von Jahr zu Jahr verschieden. Die Raupen überwintern zweimal, oft in einer Ansammlung von bis zu 100 Tieren in einem lockeren Gespinst.[2] Die Verpuppung erfolgt in einem Kokon, der an Felsen angesponnen wird.

Nahrung der Raupen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Raupen finden sich an vielen Pflanzenarten, hauptsächlich jedoch an folgenden Futterpflanzen:[1][2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1, S. 56.
  2. a b c Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 3: Spinner und Schwärmer. (Bombyces und Sphinges). Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1960, DNB 456642196.
  3. Ludwig Osthelder: Die Schmetterlinge Südbayerns. Beilage zum 15. Jg. der Münchener Entomologischen Gesellschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Zygaena exulans – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien