Außer der Schleifmühle

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Außer der Schleifmühle
Wappen
Straße in Bremen
Außer der Schleifmühle
Außer der Schleifmühle: Südseite
Basisdaten
Stadt Bremen
Ortsteil Ostertor
Querstraßen Am Dobben, Rembertistraße, Parkallee, Schleifmühlenweg, Dobbenweg, Schwachhauser Heerstraße
Bauwerke Geschäftshaus Außer der Schleifmühle 17, Außer der Schleifmühle 27, Außer der Schleifmühle 65
Nutzung
Nutzergruppen Autos, Fahrräder und Fußgänger
Straßen­gestaltung zwei- und vierspurige Straße
Technische Daten
Straßenlänge 400 Meter

Die Straße Außer der Schleifmühle ist eine historische Straße in Bremen im Stadtteil Bremen-Mitte, Ortsteil Ostertor. Sie führt stadtauswärts in West-Ost-Richtung von der Straße An der Weide/Am Dobben zur Bismarckstraße.

Die Querstraßen wurden benannt als Am Dobben nach einem Gewässer, Rembertistraße nach dem Erzbischof von Bremen Rembert (Rimbert, 830–888), Friedenstunnel, Parkallee nach dem angrenzenden Bürgerpark, Schleifmühlenweg nach dortigen früheren Schleifmühle und Dobbenweg nach dem Weg am Gewässer Dobben; ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.

Geschichte[edit | edit source]

Name[edit | edit source]

Wohn- und Geschäftshaus Außer der Schleifmühle 27
Nr. 2

Die Straße erhielt den Namen nach der Schleifmühle, die hier seit dem 15. Jahrhundert stand. Am 25. Juli 1459 erhielt Johann Runge vom Bremer Rat die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer wasserbetriebenen Schleifmühle. Sie entstand in der Nähe des Steinturmes (Steenthorn), der seit 1309 mit dem Pagenturm (Pagenthorn) Vorposten der Bremer Stadtbefestigung war. 1686/89 wandelte ein holländischer Müller sie zu einer Walkmühle um. Um 1725 wurde die Mühle abgebrochen, vermutlich aufgrund der Beschwerden der Bauern wegen der zu großen Wassermengen, welche die angrenzenden Wiesen und Felder überfluteten.

Entwicklung[edit | edit source]

Der Ortsteil Ostertor entwickelte sich erst nach 1849, als die Bremer Torsperre aufgehoben wurde und die Vorstadtbürger das gleiche Bürgerrecht wie die Altstadtbürger erhielten.

Mit dem Ausbau der Schwachhauser Heerstraße wurde auch diese Straße verstärkt frequentiert. Bis um 1910 war die städtische Bebauung an der Straße weitgehend abgeschlossen.

Verkehr[edit | edit source]

Die Straßenbahn Bremen kreuzt bzw. tangiert Am Dobben mit den Linien 1 (HuchtingAm BrillHauptbahnhof – S Bf Mahndorf), 4 (Lilienthal – Hauptbahnhof – DomsheideArsten) und 10 (GröpelingenWalle – Hauptbahnhof – Sebaldsbrück).

Im Nahverkehr in Bremen verkehrt auf der Straße die Buslinie 25 (Weidedamm-Süd – Osterholz).

Gebäude und Anlagen[edit | edit source]

An der Straße befinden sich überwiegend drei- bis viergeschossige Gebäude.

Bremer Baudenkmale

Erwähnenswerte Gebäude

  • Nr. 2/Parkallee 1: ein- bis zweigesch. historisierendes Gebäude von um 1880 als Polizeiwache mit Walmdach und 4-gesch. Uhrenturm, im Zweiten Weltkrieg beschädigt und wieder aufgebaut; heute u. a. Restaurant (LEOS)
  • Nr. 7: viergesch. Wohn- und Geschäftshaus von um 1910
  • Nr. 13: dreigesch. Geschäftshaus des Kunsthandwerkes von um 1900
  • Nr. 16: dreigesch. historisierendes Geschäfts- und Bürohaus
  • Nr. 18: viergesch. neoklassizistisches Büro- und Wohnhaus
  • Nr. 19 und 23: zweigesch. typische Bremer Häuser von um 1900
  • Nr. 40: zweigeschossiges neoklassizistisches Wohnhaus von 1868, für den Holzkaufmann und Konsul Heinrich de Voss gebaut, seit 1919 im Besitz des Mediziners Heinrich Widmann (18??–1959), der hier praktizierte; danach Galerie, dann ab 1979 Haus von Klaus Ziemann und u. a. auch Kunst- und Auktionshaus.[4] Heute (2018) Büro des Norddeutschen Instituts für Kurzzeittherapie.
  • Nr. 67: dreigesch. historisierendes (Neorenaissance) Bürogebäude
  • Nr. 51: viergesch Wohnhaus mit Mezzanin-Geschoss und Erker von um 1925
  • Nr. 55–61: Wohn- und Bürohaus mit dem Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bremen
  • Nr. 73: viergesch. Gebäude mit italienischem Gourmetrestaurant (Al Pappagallo)
  • Nr. 80: fünfgesch. neueres Wohn- und Geschäftshaus mit der Apotheke Außer der Schleifmühle

Gedenktafeln[edit | edit source]

Siehe auch[edit | edit source]

Literatur[edit | edit source]

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Denkmaldatenbank des LfD
  2. Denkmaldatenbank des LfD Bremen
  3. Denkmaldatenbank des LfD Bremen
  4. Gerhard Steinfeldt: Haus Widmann. In: Detlev Gross, Peter Ulrich: Bremer Häuser erzählen Geschichte, 1. Band, Döll Edition, Bremen 1998, ISBN 3-936289-30-1.

Koordinaten: 53° 4′ 47″ N, 8° 49′ 20″ O