Landkreis Stendal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Stendal Deutschlandkarte, Position des Landkreises Stendal hervorgehobenKoordinaten: 52° 42′ N, 11° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Stendal
Fläche: 2.423,16 km2
Einwohner: 115.262 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: SDL, HV, OBG
Kreisschlüssel: 15 0 90
Kreisgliederung: 25 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Hospitalstraße 1–2
39576 Stendal
Webpräsenz: www.landkreis-stendal.de
Landrat: Carsten Wulfänger (CDU)
Lage des Landkreises Stendal in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel Landkreis Stendal Landkreis Börde Magdeburg Landkreis Jerichower Land Landkreis Harz Salzlandkreis Landkreis Anhalt-Bitterfeld Dessau-Roßlau Landkreis Wittenberg Saalekreis Halle (Saale) Burgenlandkreis Landkreis Mansfeld-Südharz Berlin Sachsen Thüringen Niedersachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Stendal ist ein Landkreis im Nordosten des Landes Sachsen-Anhalt. Flächenmäßig ist er der zehntgrößte Landkreis in Deutschland. Nachbarkreise sind im Norden der brandenburgische Landkreis Prignitz, im Osten die ebenfalls brandenburgischen Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Havelland, im Süden die Landkreise Jerichower Land und Börde und im Westen der Altmarkkreis Salzwedel sowie im Nordwesten der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Geographie[edit | edit source]

Der Landkreis Stendal umfasst die östliche Altmark sowie den Elbe-Havel-Winkel. Wichtigste Gewässer sind Elbe, Havel, Tanger, Biese, Aland und Uchte. Der nördlichste Punkt des Landes Sachsen-Anhalt befindet sich in der Gemeinde Aland.

Wirtschaft[edit | edit source]

Neben dem Altmarkkreis Salzwedel gehört auch der Landkreis Stendal zu den strukturschwächeren Landkreisen in Sachsen-Anhalt. Auch dieser Landkreis ist von Landwirtschaft geprägt.

Verkehr[edit | edit source]

Die Kreisstadt Stendal hat eine große Verkehrsbedeutung, hauptsächlich im Eisenbahnverkehr. Sie liegt direkt an der Berlin-Lehrter Eisenbahn und besitzt weitere wichtige Bahnverbindungen nach Magdeburg, Wittenberge, Uelzen und Salzwedel. Mit der Elbe quert eine wichtige Binnenschifffahrtsstraße das Kreisgebiet. Geplant ist auch der Bau einer Altmark-Autobahn (A 14) von Magdeburg nach Schwerin, die Stendal in Nord-Süd-Richtung berühren würde.

Der gesamte regionale Busverkehr sowie die Stadtbuslinien in Stendal und der Schülerverkehr werden seit dem 1. November 2010 von den Regionalverkehrsbetrieben Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus mit sieben Stadtlinien, 34 Regionallinien und einer Landeslinie betrieben.

In der Kreisstadt Stendal befindet sich auch der Verkehrslandeplatz Stendal (Kennung: EDOV) er ist der meistfrequentierte Flugplatz Sachsen-Anhalts. Neben der privaten Sportfliegerei wird er auch von Geschäftsfliegern, sowie von der Bundespolizei und der Bundeswehr genutzt.

Geschichte[edit | edit source]

Preußen und Deutsches Reich[edit | edit source]

Der Kreis Stendal im Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen wurde im Rahmen der Neuorganisation der Kreisgliederung in Preußen nach dem Wiener Kongress zum 1. Juli 1816 eingerichtet. Das Landratsamt befand sich in Stendal. Die Kreis gliederte sich in die drei Städte Arneburg, Bismark und Stendal sowie in Landgemeinden und – bis zu deren Auflösung im Jahre 1929 – in selbstständige Gutsbezirke.

Am 6. Oktober 1862 wurde die Colbitz-Letzlinger Heide aufgeteilt. Der Kreis Stendal erhielt die östlichen Teile der Oberförstereien Burgstall und Jävenitz. Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und seit dem 18. Januar 1871 zum Deutschen Reich.

Am 1. April 1909 schied die Stadt Stendal aus dem Kreis aus und bildete einen eigenen Stadtkreis. Der Kreis Stendal wurde fortan als Landkreis bezeichnet. Zum 30. September 1929 fand auch im Kreis Stendal wie im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der alle selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden. Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 gab es ab 1. Januar 1934 eine einheitliche Kommunalverfassung für alle preußischen Gemeinden. Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt. Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr geschaffen; es galt weiterhin die Kreisordnung für die Provinzen Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen vom 19. März 1881.

Die Gemeinde Tangerhütte, die bis 1928 Vaethen hieß, erhielt 1935 das Stadtrecht.

Nach der Auflösung der preußischen Provinz Sachsen zum 1. Juli 1944 gehörte der Kreis zur neuen Provinz Magdeburg. Im Frühjahr 1945 wurde der westelbische Teil des Kreisgebietes durch die amerikanischen Streitkräfte, der ostelbische Teil durch polnische und sowjetische Streitkräfte besetzt.

Sowjetische Besatzungszone und Deutsche Demokratische Republik[edit | edit source]

Am 1. Juli 1950 kam es in der DDR zu einer ersten Verwaltungsreform, in deren Rahmen die Stadt Stendal wieder in den Landkreis Stendal eintrat.

Im Zuge der Verwaltungsreform von 1952 in der DDR wurden an der Abgrenzung des Landkreises umfangreiche Änderungen vorgenommen:[2]

1988 wurde der Kreis Tangerhütte aufgelöst und in Teilen wieder in den Kreis Stendal eingegliedert.

Bundesrepublik Deutschland[edit | edit source]

1994 wurden die Kreise Osterburg und Havelberg sowie die Verwaltungsgemeinschaft Bismark (Altmark) des Kreises Salzwedel mit dem Landkreis Stendal zunächst unter dem Arbeitstitel Landkreis Östliche Altmark vereinigt, der konstituierende Kreistag beschloss dann aber den Namen Landkreis Stendal.

Einwohnerentwicklung[edit | edit source]

Jahr Einwohner Quelle
1816 29.286 [3]
1843 37.872 [4]
1871 48.830 [5]
1890 62.393 [6]
1900 73.564 [6]
1910 54.027 [6]
1925 55.086 [6]
1939 54.523 [6]
1955 83.200 [6]
1960 77.525 [6]
1971 73.423 [7]
1981 76.491 [7]
1990 95.400 [6]
2000 140.600 [8]
2010 121.899 [9]
2014 114.668 [9]

Politik[edit | edit source]

Kreistag[edit | edit source]

Wahl des Stendaler Kreistags 2014[10]
Wahlbeteiligung: 43,3 % (2009: 40,6 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,8 %
23,8 %
17,7 %
5,8 %
3,6 %
3,6 %
2,3 %
1,4 %
Landwirted
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,6 %p
-0,1 %p
-1,0 %p
-3,3 %p
-4,0 %p
+0,4 %p
+2,3 %p
+1,1 %p
Landwirted
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Landwirte für die Region - Unabhängige Wählergemeinschaft
Sitzverteilung im
Stendaler Kreistag 2014
       
Von 48 Sitzen entfallen auf:

Am 6. Mai 1990 fanden die ersten Kommunalwahlen nach der politischen Wende von 1989 statt. Am 31. Mai konstituierte sich damit der erste freigewählte Kreistag und der Landkreis Stendal bekam mit Lothar Riedinger wieder einen Landrat.[11]

Die Fraktionsvorsitzenden der im ersten Kreistag vertretenen Parteien waren:

  • Wolfgang Kühnel (CDU)
  • Siegfried Wagner (SPD)
  • Sylvia Lingner (PDS)
  • Karl-Friedrich Behrends (FDP)
  • Irmgard Schmidt (Neues Forum)[12]
Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2009
Sitze
2009
Prozent
2004
Sitze
2004
Prozent
1999
Sitze
1999
Prozent
1994
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,8 20 37,2 18 40,9 20 42,7 21 34,5
DIE LINKE. DIE LINKE. 23,8 11 23,9 11 27,8 13 17,7 9 17,1
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,7 9 18,7 9 20,4 10 31,1 15 33,2
Landwirte Landwirte für die Region - Unabhängige Wählergemeinschaft 5,8 3 9,1 4 - - - - -
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 3,6 2 3,2 2 2,6 1 1,9 1 5,2
FDP Freie Demokratische Partei 3,6 2 7,6 4 6,0 3 3,8 2 5,4
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 2,3 1 - - - - - - -
PIRATEN Piratenpartei Deutschland 0,7 - - - - - - - -
ZENTRUM Deutsche Zentrumspartei - - 0,4 - 2,4 1 0,6 - -
FWG TGM Freie Wählergemeinschaft Tangermünde - - - - - - 0,9 - 2,4
FWG TGH Freie Wählergemeinschaft (Tangerhütte) - - - - - - 0,5 - -
DSU Deutsche Soziale Union - - - - - - 0,4 - -
EB Einzelbewerber 0,8 - - - - - 0,4 - -
Sonst. Sonstige - - - - - - - - 1,7
Gesamt 100 48 100 48 100 48 100 48 100
Wahlbeteiligung in Prozent 43,3 40,6 44,4 45,0 67,5

[13] [14]

  • Die Linke ist bis 2004 als PDS angetreten.
  • Ezb.: Einzelbewerber 2014: Bernd Schulze; 1999: Werner Stahlberg.
  • Für die Wahl 1994 liegen keine Sitzverteilungen vor.

Im aktuellen Kreistag haben sich folgende Fraktionen gebildet: CDU (20 Mitglieder), DIE LINKE/GRÜNE (13 Mitglieder), SPD (9 Mitglieder) und Landwirte/FDP (5 Mitglieder). Es gibt ein fraktionsloses Kreistagsmitglied (NPD).

Landräte und Ratsvorsitzende[edit | edit source]

  • Baron von Uslar 1813–März 1816
  • Levin Friedrich Christoph August von Bismarck, März 1816–Dezember 1824
  • Friedrich Josef Johann Karl Graf von Itzenplitz, Januar 1824–Februar 1848
  • Johannes Schrader, ab März 1848 vertretungsweise, im November 1850 ernannt–Mai 1863

Verwaltung bis April 1864 durch Kreisdeputierte

  • Ludolf August von Bismarck, April 1864–Januar 1898
  • Wilhelm August von Bismarck, zunächst kommissarisch, ernannt Mai 1898–April 1919

Zwischenzeitl. Verwaltung des Amtes durch Beauftragte der Regierung ca. 18 Monate, u.a. kommissarisch durch Herrn Rosenbruch

  • Fritz Herkt, Dezember 1920–März 1926
  • Gerhard Schmidt, April 1926–April 1933
  • Heinrich Detloff von Kalben, 1933–April 1944
  • Julius Heinrich Wilhelm Grabenstein, Mai 1945–August 1945
  • August Langnickel, April 1946–Juli 1951
  • Julius Neumann, August 1951–Juli 1952

1952 Umstrukturierung Vorsitzender Rat des Kreises

  • Julius Neumann, August 1952–November 1952
  • Kurt Müller, Dezember 1952–Dezember 1956
  • Alfred Giersemehl, Januar–Dezember 1965
  • Werner Bachert, Januar 1966–Oktober 1976
  • Heinz Hoffmann, November 1976–März 1980
  • Rolf Schultze, April 1980–April 1990

1990 Wiedereinführung des Begriffs Landrat

Wappen[edit | edit source]

Zu den einzelnen Wappen im Landkreis siehe Liste der Wappen im Landkreis Stendal.
Wappen 1937-1994

Der Landkreis Stendal führte vom 31. Juli 1937 bis 1994 das Wappen mit folgender Blasonierung:

„Geteilt von Silber über Blau; oben ein wachsender goldbewehrter roter Adler; unten ein dreiblättriges goldenes Kleeblatt, bewinkelt von drei silbernen Eichenblättern.“

Der rote Adler am Spalt symbolisiert die jahrhundertelange Zugehörigkeit des Kreisgebietes zur Mark Brandenburg. Das von drei silbernen Eichenblättern bewinkelte goldene Kleeblatt in Blau ist das Wappen des wohl bekanntesten altmärkischen Adelsgeschlechts derer von Bismarck.

Wappen ab 1995
Siegelmarke Amtsbezirk No. VI - Kreis Stendal / Noch mit Preußenadler

Seit 1995 führt der Landkreis auf Grund der Fusion mit den ehemaligen Landkreisen Havelberg und Osterburg ein neues Wappen mit folgender Blasonierung:

„Gespalten und halb geteilt, vorn in Silber ein roter goldbewehrter Adler am Spalt, hinten oben in Blau ein dreiblättriges goldenes Kleeblatt, bewinkelt von drei silbernen Eichenblättern, hinten unten in Schwarz drei goldene Rauten (2: 1).“

Die Genehmigung des Wappens erfolgte am 20. Dezember 1995.

Das Wappen knüpft an die Wappen der alten Landkreise Stendal und Osterburg an. So sind neben den Elementen des alten Landkreiswappens, drei goldene Rauten auf Schwarz aus dem Wappen der Grafen von Osterburg übernommen, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Herrschaft Osterburg besaßen, aber bereits im 13. Jahrhundert ausgestorben sind. Das Wappen des Grafen Siegfried von Osterburg, überliefert im Siegel an einer Urkunde von 1214, zeigt im geteilten Schild unten drei 2:1 angeordnete Rauten.

Farben des Landkreises: Blau/Weiß

Die Wappen der Verwaltungsgemeinschaften, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Stendal.

Flagge[edit | edit source]

Der Landkreis Stendal führt eine Flagge, wie nachfolgend beschrieben: blau-weiß gestreift mit aufgelegtem Kreiswappen. Die Flagge wurde zusammen mit dem Wappen am 20. Dezember 1995 genehmigt.

Religionen[edit | edit source]

Konfessionslosigkeit[edit | edit source]

Die meisten Einwohner des Landkreises sind konfessionslos.

Evangelisch-Lutherische Kirche[edit | edit source]

Die meisten konfessionell gebundenen Bürger gehören der evangelisch-lutherischen Kirche an. Die Gemeinden sind innerhalb der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland organisiert.

Römisch-Katholische Kirche[edit | edit source]

Die römisch-katholischen Gemeinden im Kreisgebiet gehören administrativ zum Dekanat Stendal des Bistums Magdeburg. Die römisch-katholische Gemeinde St. Norbert in Havelberg gehört jedoch zur Pfarrei Wittenberge (Dekanat Wittenberge) im Erzbistum Berlin. (Quelle: Schematismus für das Erzbistum Berlin 2009, hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Berlin, Niederwallstraße 8–9, 10117 Berlin)

Weitere Konfessionen[edit | edit source]

Im Kreisgebiet gibt es Gemeinden der neuapostolischen Kirche sowie verschiedener Freikirchen. Im bundesweiten Vergleich gering ist heutzutage die Anzahl der Angehörigen des Islam und des Judentums.

Städte und Gemeinden vor 1945[edit | edit source]

Stand 1945[edit | edit source]

Der Landkreis Stendal umfasste 1945 vier Städte und 92 weitere Gemeinden:[6]

Bis 1945 aufgelöste Gemeinden[edit | edit source]

Namensänderungen bis 1945[edit | edit source]

Die Gemeinde Vaethen wurde 1928 in Tangerhütte umbenannt.

Städte und Gemeinden[edit | edit source]

(Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2015[16])

Einheitsgemeinden

  1. Bismark (Altmark), Stadt (8418)
  2. Havelberg, Hansestadt (6619)
  3. Osterburg (Altmark), Hansestadt (10.076)
  4. Stendal, Hansestadt (40.269)
  5. Tangerhütte, Stadt (11.007)
  6. Tangermünde, Stadt (10.447)
Aland Aland Altmärkische Höhe Altmärkische Wische Arneburg Bismark (Altmark) Bismark (Altmark) Eichstedt Goldbeck Hassel Havelberg Hohenberg-Krusemark Hohenberg-Krusemark Iden Kamern Klein Schwechten Klietz Osterburg Rochau Sandau (Elbe) Schollene Schönhausen (Elbe) Stendal Stendal Stendal Stendal Seehausen Seehausen Tangerhütte Tangermünde Werben (Elbe) Wust-Fischbeck Zehrental Sachsen-AnhaltMunicipalities in SDL.png
Über dieses Bild

Verbandsgemeinden

(* Sitz der Verbandsgemeinde)

  1. Arneburg, Stadt (1528)
  2. Eichstedt (Altmark) (892)
  3. Goldbeck * (1449)
  4. Hassel (950)
  5. Hohenberg-Krusemark (1236)
  6. Iden (847)
  7. Rochau (1025)
  8. Werben (Elbe), Hansestadt (1142)
  1. Kamern (1212)
  2. Klietz (2484)
  3. Sandau (Elbe), Stadt (881)
  4. Schollene (1220)
  5. Schönhausen (Elbe) * (2147)
  6. Wust-Fischbeck (1307)
  1. Aland (1426)
  2. Altmärkische Höhe (1899)
  3. Altmärkische Wische (850)
  4. Seehausen (Altmark), Hansestadt * (5033)
  5. Zehrental (898)

Gebietsänderungen seit 1994[edit | edit source]

In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Stendal wie im gesamten Land Sachsen-Anhalt umfangreiche Gebietsänderungen statt.[17] Von der Kreisreform Sachsen-Anhalt 2007 blieb der Landkreis allerdings unberührt.

Von den ursprünglich 14 Verwaltungsgemeinschaften bestand am 1. Januar 2010 noch eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 135 auf 51.

Verwaltungsgemeinschaften[edit | edit source]

Eingemeindungen[edit | edit source]

Neugründungen[edit | edit source]

Namensänderungen[edit | edit source]

Schutzgebiete[edit | edit source]

Im Landkreis befinden sich zwölf ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Sprache[edit | edit source]

Im Kreisgebiet wird von Teilen der Bevölkerung im privaten Umfeld brandenburgisches Plattdeutsch gesprochen. Ansonsten hat sich weitgehend das Standarddeutsche durchgesetzt.

Kfz-Kennzeichen[edit | edit source]

Am 1. Januar 1991 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen SDL zugewiesen. Seit dem 29. November 2012 sind zudem die Unterscheidungszeichen HV (Havelberg) und OBG (Osterburg) erhältlich.

Literatur[edit | edit source]

  • Günter G. A. Marklein: 100 Jahre Landratsamt Stendal. Die Geschichte des Landratsamtes in der Altmark mit einem kurzen Abriß deutscher Geschichte seit dem 30jährigen Krieg. Bismark/Altmark 1999, ISBN 3-929743-09-4.

Weblinks[edit | edit source]

 Commons: Landkreis Stendal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. genealogy.net: Landkreis Stendal
  3. Christian Gottfried Daniel Stein: Handbuch der Geographie und Statistik des preußischen Staats. Vossische Buchhandlung, Berlin 1819, Der Regierungsbezirk Magdeburg, S. 336 (Digitalisat [abgerufen am 5. Juli 2016]).
  4. Handbuch der Provinz Sachsen. Rubachsche Buchhandlung, Magdeburg 1843, S. 159 (Digitalisat [abgerufen am 6. Juli 2016]).
  5. Königlich Statistisches Büro Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Sachsen. Verlag d. Königl. Statist. Bureaus, Berlin 1873 (Digitalisat [abgerufen am 5. Juli 2016]).
  6. a b c d e f g h i Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte: Landkreis Stendal. Abgerufen am 2. Juli 2016.
  7. a b Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Oktober 2009.
  8. Statistische Jahrbücher der Bundesrepublik Deutschland. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Juli 2016.
  9. a b Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
  10. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/kw14/erg/kreis/kw.15090.ergtab.frametab.html
  11. http://www.landkreis-stendal.de/de/index.php?cid=106004004785
  12. Sachsen-Anhalt 1991/1992: Das Jahrbuch: Übersichten, Statistiken, Chronik des Jahres, Rückblick, Tendenzen, Ausblicke, Die Stadt- und Landkreise, Firmenporträts, Halle 1992, S. 176.
  13. [1] Ergebnisse der Kreistagswahlen 2004 bis 2014
  14. [2] Ergebnisse der Kreistagswahlen 1994 und 1999
  15. Günter G. A. Marklein: 100 Jahre Landratsamt Stendal - Die Geschichte des Landratsamtes in der Altmark mit einem kurzen Abriß deutscher Geschichte seit dem 30jährigen Krieg. Bismark/Altmark 1999, S. 59f.
  16. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  17. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt