Oberhofen im Inntal

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Oberhofen im Inntal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Oberhofen im Inntal
Oberhofen im Inntal (Österreich)
Oberhofen im Inntal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 18,57 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 6′ OKoordinaten: 47° 18′ 11″ N, 11° 5′ 45″ O
Höhe: 622 m ü. A.
Einwohner: 1.902 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 102 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6406
Vorwahl: 05262
Gemeindekennziffer: 7 03 35
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
HNr. 202
6406 Oberhofen im Inntal
Website: www.oberhofen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Peter Daum (ÖVP)
Lage von Oberhofen im Inntal im Bezirk Innsbruck-Land
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Über dieses Bild
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Blick auf Oberhofen
Blick auf Oberhofen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Oberhofen im Inntal ist eine Gemeinde mit 1902 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie[edit | edit source]

Oberhofen liegt im Oberinntal, auf der südlichen Talseite, nahe Telfs. Das Gemeindegebiet steigt vom 600 Meter hoch liegenden Inntal im Norden zuerst bewaldet dann über Almen nach Süden an. Höchster Punkt ist der 2884 m hohe Rietzer Grieskogel. Von den 19 Quadratkilometer Fläche sind vierzig Prozent bewaldet, ein Viertel Almen und etwas unter zwanzig Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[1]

Oberhofen konnte seinen dörflichen Charakter bewahren. Reizvoll anzusehen sind im Besonderen die aneinander gereihten Häuser entlang der alten, nun verlandeten Uferkante des Inn am nördlichen Rand des Ortszentrums.

Nachbargemeinden[edit | edit source]

Telfs
Pfaffenhofen Nachbargemeinden Flaurling
Rietz (IM) Stams (IM)

Geschichte[edit | edit source]

Ausgrabungen zeigen, dass das Gebiet schon in der späten Steinzeit und in der Bronzezeit besiedelt war. In einer Urkunde des Jahres 799 wird ein Oparinhof genannt, das der edle Gaio dem Kloster Schlehdorf in Bayern schenkt.[2] Erstmals urkundlich genannt wird der Ort als „Oberenhouen“ bereits in den Jahren 1115–1122 anlässlich einer dortigen Besitzübertragung zu Gunsten des Stifts Rottenbuch.[3]

Bereits im Jahr 1177 wird eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Nikolaus erwähnt, kirchlich gehörte Oberhofen zur Urpfarre Pfaffenhofen-Flaurling.

Im Jahr 1313 bilden die Oberhover und Pfaffenhover eine gemeinsame Steuergemeinde mit 90 Steuerzahlern. In der Folge ist Oberhofen viele Jahrhunderte über die Burg Hertenberg mit Pfaffenhofen verbunden.

Die heutige Kirche wurde nach mehrjähriger Bauzeit 1745 geweiht. Über ein Frühmessen-Benefizum 1773, eine Kuratie 1844 wurde Oberhofen 1891 eine eigenständige Pfarre.[2]

Von der Gemeinde Pfaffenhofen trennte Oberhofen sich 1786.

Bevölkerungsentwicklung[edit | edit source]

Einwohnerentwicklung von Oberhofen im Inntal

Kultur und Sehenswürdigkeiten[edit | edit source]

Kohler Kapelle
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Oberhofen im Inntal
  • Katholische Pfarrkirche Oberhofen im Inntal hl. Nikolaus: Diese wurde in den Jahren 1740–1742 vom Inzinger Baumeister Gallus Gratl errichtet.
  • Heimatmuseum: Dieses behandelt die Geschichte des Dorfes
  • Kohler Kapelle

Wirtschaft und Infrastruktur[edit | edit source]

Im Telfer Becken gelegen, ist Oberhofen ein Standort für mittelständische Betriebe mit guter Infrastruktur.

Wirtschaftssektoren[edit | edit source]

Von den 45 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 17 im Haupt-, 25 im Nebenerwerb und drei von juristischen Personen geführt. Diese drei bewirtschafteten mehr als drei Viertel der Flächen. Von den 330 Erwerbstätigen im Produktionssektor arbeiteten 258 im Bereich Herstellung von Waren, die übrigen in der Bauwirtschaft. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Handel, soziale und öffentliche Dienste und freiberufliche Dienstleistungen.[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 45 48 36 43
Produktion 11 16 330 338
Dienstleistung 63 21 128 73

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[edit | edit source]

Von den 843 Erwerbstätigen, die 2011 in Oberhofen wohnten, arbeitete ein Fünftel in der Gemeinde, 650 pendelten aus. Mehr als 300 Menschen aus der Umgebung kamen zur Arbeit nach Oberhofen.[7]

Tourismus[edit | edit source]

Oberhofen bietet eine Vielzahl an gut begehbaren Wanderwegen sowie ein weit über 20 km umfassendes asphaltiertes Wegenetz, welches vom Inn-Radweg (dem längsten Radweg Tirols) ergänzt wird. Ebenso führt der Jakobsweg durch Oberhofen.

Besondere Ausflugsziele sind etwa die von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftete Galtalm (1614 Meter) sowie die von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftete Melkalm (1694 Meter). Letztere genießt besonders großes Ansehen bei Mountainbikern.

Verkehr[edit | edit source]

  • Straße: Auf der Straße ist die Gemeinde über die Inntalautobahn (A 12) mit der Ausfahrt Telfs-West erreichbar.
  • Bahn: Per Eisenbahn ist Oberhofen im Inntal über den Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen der Arlbergbahn zu erreichen. Seit 13. Juni 2005 hat Oberhofen zudem eine eigene Haltestelle für den Regionalverkehr. Dort verkehren im 30-Minuten-Takt alternierend Schnellbahnzüge der S-Bahn Tirol der Linien S-Bahn Tirol und S-Bahn Tirol.

Vereine[edit | edit source]

Oberhofen verfügt über ein reges Vereinsleben. Zahlreiche Bürger sind bei der hiesigen Theatergruppe, der Landjugend, dem Kirchenchor, der Freiwilligen Feuerwehr, der Musikkapelle sowie in vielen weiteren Vereinen engagiert.

Politik[edit | edit source]

Gemeinderat[edit | edit source]

In den Gemeinderat werden 13 Mandatare gewählt.

Partei 2016[8] 2010[9]
Prozent Stimmen Mandate % Mandate
Gemeinsam für Oberhofen – Bürgermeisterkandidat Peter Daum 44,27 440 6 63,65 8
JED – Alternative Zukunft für Oberhofen 20,32 202 2 36,35 5
Unabhängig für Oberhofen – UFO 35,41 352 5

Bürgermeister[edit | edit source]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[10]

Peter Daum wurde zum Bürgermeister gewählt.[11]

Wappen[edit | edit source]

Das Gemeindewappen wurde 1973 verliehen. Es zeigt eine blaue eingebogene Spitze in Silber, mit rotem Schildhaupt. Dies erinnert an das Wappen des Klosters Schlehdorf in Bayern und weist auf die früheste Namensnennung hin.[2]

Persönlichkeiten[edit | edit source]

Söhne und Töchter der Gemeinde[edit | edit source]

Weblinks[edit | edit source]

Commons: Oberhofen im Inntal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Oberhofen im Inntal, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. März 2021.
  2. a b c Geschichte. Gemeinde Oberhofen im Inntal, abgerufen am 10. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  3. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 259 Nr. 295.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Oberhofen im Inntal, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. März 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Oberhofen im Inntal, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. März 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Oberhofen im Inntal, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. März 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Oberhofen im Inntal, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. März 2021.
  8. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 10. März 2021.
  9. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 10. März 2021.
  10. [1] tirol Unser Land
  11. Oberhofen im Inntal, Bürgermeister. Abgerufen am 10. März 2021 (österreichisches Deutsch).
  12. https://www.parlament.gv.at/WWER/PARL/J1848/Wegscheider.shtml, abgerufen am 4. Oktober 2020.