Diskussion:Arznei-Telegramm

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Letzter Kommentar: vor 1 Jahr von Dr. Hartwig Raeder in Abschnitt Prozent und Prozentpunkt
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POV

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"Trotz der in der Eigendarstellung reklamierten Neutralität und Unabhängigkeit hat der überwiegende Teil der redaktionellen Empfehlungen zu Arzneimitteln und einen kritischen und ablehnenden Charakter." - dieser quellenlose Satz zeigt wie schwierig eine neutrale, nicht wertende Darstellung ist.inhaltlich ist er unbestritten. Ausserdem ist kein Gegensatz zwischen "Neutralität und Unabhängigkeit" und "kritisch-ablehnenden Artikel" zu sehen.-- Mager 21:12, 28. Aug. 2009 (CEST)Beantworten

Die Wahrscheinlichkeit, dass der überwiegende Anteil der Artikel alle in die gleiche Richtung geht ist -abseits von den üblichen Verschwörungstheorien- durchaus gering, wenn die Berichterstattung wirklich neutral ist. --84.46.10.11 13:21, 17. Okt. 2009 (CEST)Beantworten

Bei "wissenschaftliche Fachzeitschrift" kann es sich bei diesem durch und durch tendenziösen Blatt, eindeutig nur um einen Euphemismus handeln. Die Artikel lehnen neue Arzneimittel grundweg ab (ohne nennenswerte Ausnahme), verschleiern durch Aus- und Weglassen, erwähnenswerter und die für eine neutrale Beurteilung notwendigen Aspekte. Die Artikel sind hinsichtlich vermeintlicher Gefahren reißerisch und zuweilen angsteinflößend, sodass man annehmen könnte, die für eine Zulassung verantwortlichen Behörden und Wissenschaftler könnten ihre Arbeit nicht und handelten allesamt verantwortungslos. Solch eine Vorgehensweise ist von rechten Publikationen wohl bekannt.

Molekuelorbital (Diskussion) 22:26, 28. Dez. 2019 (CET)Beantworten

Kein(e) Video(s)?

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Kann ich mir gar nicht vorstellen, dass die keine Videos produzieren? 87.79.118.202 21:41, 30. Jan. 2012 (CET)Beantworten

Kann es sein, dass der Diskussionsbeitrag im falschen Artikel gelandet ist? --Svеn Jähnісhеn 20:16, 31. Jan. 2012 (CET)Beantworten

Prozent und Prozentpunkt

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Die Redaktion unterscheidet fahrlässig nicht zwischen Prozent und Prozentpunkt. Deswegen ist die Lektüre mit Vorsicht zu genießen. Wenn sich zum Beispiel der HbA1c von 8 % um zwei Prozentpunkte auf 10 % erhöht, dann schreiben die Redakteure konsequent von einer Vergrößerung um 2 %, statt richtig von einer Erhöhung um 25 %. Die Pharmaindustrie wirbt dagegen zum Beispiel bei Diabetesmedikamenten mit einer Senkung des HbA1c-Wertes um 2 % und meint damit wirklich nur Prozent und nicht Prozentpunkte. Beispiel: Eine Senkung von 8,00 % auf 7,84 % ist eine Senkung um 2 %. Ähnliche Probleme tauchen bei der Darstellung der klinischen Studien auf. Wenn Vergleichszahlen fehlen, muss man raten, was gemeint sein könnte. Wenn sich ein Therapieerfolg von 10 % auf 11 % verbessert, dann ist das eine Verbesserung um 10 % und nicht nur um 1 %. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 15:44, 24. Nov. 2015 (CET)Beantworten

Ein aktuelles Beispiel von Seite 93 aus Heft 10/2016 vom 21. Oktober 2016: Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse kommen unter Daclizumab nur "um drei Prozent häufiger vor als unter INF beta-1a". Das wäre vernachlässigbar. Gemeint ist aber eine "Differenz" von drei Prozentpunkten ("4 % versus unter 1 %"). Das ist ein Anstieg von mehr als 300 %. Und das sind dagegen "erhebliche Sicherheitsprobleme" (Zitat Seite 94). --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 02:54, 27. Okt. 2016 (CEST)Beantworten
Noch ein aktuelles Beispiel vom 7.4.2017 auf Seite 39 von Heft 4/17: Zwei Nebenwirkungen sind beim Verum "um 1 % häufiger" als beim Placebo. Das wäre zu vernachlässigen, wenn es sich nicht um Prozentpunkte handeln würde. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 16:03, 10. Apr. 2017 (CEST)Beantworten
Noch ein aktuelles Beispiel vom 15.9.2017 auf Seite 77 von Heft 9/17: Zu intrakraniellen Blutungen kommt es unter der Dualtherapie in 0,1 % und unter der Tripeltherapie in 1,0 % der Fälle. Diese Blutungen seien unter der Dualtherapie "um 0,9 % seltener als unter der Tripeltherapie." Das ist falsch. Die Tripeltherapie führt zehnmal so oft zu Gehirnblutungen wie die Dualtherapie. Das ist eine Zunahme von 100 um 900 auf 1000 Prozent. - Außerdem ist die Wendung "um 0,9 % seltener" sprachlicher Unsinn. Korrekt wäre: "Die Wahrscheinlichkeit ist um 0,9 Prozentpunkte kleiner". Man kann Unterschiede bei der Seltenheit nicht mit der Differenz von Häufigkeiten korrekt beschreiben. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 21:34, 21. Sep. 2017 (CEST)Beantworten
Hast Du die Redaktion auf Deine Beobachtungen hingewiesen? Sie wären sicher dankbar. --KurtR (Diskussion) 21:39, 21. Sep. 2017 (CEST)Beantworten
Seit vielen Jahren, leider vergeblich. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 21:43, 21. Sep. 2017 (CEST)Beantworten
Schade, aber gut hast Du sie darauf hingewiesen. --KurtR (Diskussion) 23:41, 21. Sep. 2017 (CEST)Beantworten
Vielleicht liest das hier ja ein Redakteur? --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 00:16, 22. Sep. 2017 (CEST)Beantworten
Offenbar wurde es gelesen. Mit dem Begriff Prozentpunkt wird die Differenz von Prozentzahlen beschrieben. In Heft Nummer 10 aus 2017 findet sich auf Seite 92 jetzt die Konstruktion "HbA1c (Differenz [Δ] 0,4 % bis etwa 1 %)". Das ist korrekt, aber umständlich und zweideutig. Man weiß nicht, ob mit der Differenz eine Vergrößerung (Verschlechterung) oder eine Verkleinerung (Verbesserung) gemeint sein soll. Eindeutig wäre, der HbA1c-Wert hat sich um 0,4 bis 1,0 Prozentpunkte verkleinert. Trotzdem ist die neue Lösung der Redaktion nicht mehr falsch. So weit, so gut. Aber 24 Zeilen weiter unten fällt man im selben Artikel wieder auf den alten Fehler zurück: "Exenatid senkt das HbA1c von eingangs 8 % um 0,53 % stärker als Plazebo." - Dass durchgängig das Spatium vor dem Prozentzeichen fehlt, sei nur am Rande vermerkt. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 09:08, 18. Okt. 2017 (CEST)Beantworten
Für Heft 12/2017 findet die Redaktion auf Seite 115 eine weitere Lösung, und zwar die relative Häufigkeit. Das entspricht der Wahrscheinlichkeit mit Werten zwischen 0 und 1 ohne Einheit. So vermeidet man die Verwechslung von Prozent und Prozentpunkt. Cladribin reduziert die jährliche Schubrate "von 0,47 bis 0,57 unter Plazebo auf 0,16 bis 0,22". Das ist mathematisch korrekt, aber verwirrend, weil der Leser in Prozenten denkt. Es handelt sich also um eine Verbesserung des jährlichen Schubrisikos ("Risk Ratio") von 47 bis 57 Prozent auf einen Bereich zwischen 16 und 22 Prozent. Im Mittel also ein deutlicher Rückgang von 52 Prozent pro Jahr (um 33 Prozentpunkte) auf nur noch 19 Prozent pro Jahr. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 06:47, 14. Dez. 2017 (CET)Beantworten
Heft 6/2018 vom 8.6.2018, Seite 51: Ertugliflozin senkt "das HBA1c" (sic!) "geringfügig … um 0,5 % bis 0,7 %". Unklar ist, ob Prozente oder Prozentpunkte gemeint sind. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 11:17, 12. Jun. 2018 (CEST)Beantworten

Wäre das nicht besser, einen Leserbrief zu schreiben? Das ist hier wirklich das falsche Medium! --Mager (Diskussion) 21:53, 12. Jun. 2018 (CEST)Beantworten

Habe ich jahrelang vergeblich versucht. Sogar mein Hinweis auf die korrekte Wahlberichterstattung der Tagesjournalisten mit konsequenter Unterscheidung von Prozent und Prozentpunkt wurde konsequent ignoriert. Einmal wurde im Rahmen schlechter Arzneimittelstudien geschrieben, dass sich der Aktienkurs der Herstellerfirma deswegen um x Prozentpunkte verschlechtert hat. Hier wären aber Prozente richtig gewesen. Auch das wird konsequent nicht verstanden. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 09:12, 13. Jun. 2018 (CEST)Beantworten
Ich verstee Deinen Frust, aber er gehört hier nicht hin. Du würdest ja zB auch keinen Frust über die Telekom auf der WP-Diskussion lassen...--Mager (Diskussion) 19:20, 13. Jun. 2018 (CEST)Beantworten
Null Frust, nur Hoffnung auf Einsicht und Warnung für die Leser. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 09:56, 14. Jun. 2018 (CEST)Beantworten
Immer noch keine Besserung. Heft 4/2019, Seite 38: Blutungen sind unter Eliquis um 4,2 % seltener als unter Cumarin. Gemeint sind hier Prozentpunkte. Beweis: Die Differenz der angegeben Häufigkeiten beträgt 14,7 % minus 10,5 % gleich 4,2 %. Schwere Blutungen treten dagegen unter Eliquis um 1,5 % seltener und unter Aspirin um 1,8 % häufiger auf. Hier fehlen die Relativzahlen. Der Leser muss also raten, ob hier wirklich Prozente oder aber ebenfalls Prozentpunkte gemeint sein könnten. Wenn Prozentpunkte gemeint sind, dann kann der Leser mit den Zahlen nichts anfangen, weil er die Ausgangswahrscheinlichkeiten nicht kennt. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 18:38, 23. Apr. 2019 (CEST)Beantworten

 Info: Zu so einer Diskussion, bei der sich jemand immer wieder selbst antwortet, sagt man im Usenet traditionell: Ich mache die Ingrid. – Ich glaube ebenfalls, dass das eher etwas für einen Leserbrief oder für eine Blogpost wäre. Eine Diskussionsseite in Wikipedia hat so gut wie keine Reichweite und findet keine Beachtung.--Aschmidt (Diskussion) 22:00, 23. Apr. 2019 (CEST)Beantworten

Eine Reichweite bis zur Berliner Redaktion wäre ja ausreichend. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 03:37, 29. Dez. 2019 (CET)Beantworten

Ich kann Dr.Hartwig Raeder nur ausdrücklich dafür danken, dass er die wissenschaftlichen Fehlleistungen dieser sog. "wissenschaftlichen Fachzeitschrift" offenbart und sichtbar macht. Mit der Fülle der aufgelisteten Fehler macht er nicht "die Ingrid", sondern seine Kritik lediglich evident. Es ist für alle Leser wichtig, dass aufgezeigt, welch wissenschaftlicher Widerspruch zwischen tatsächlichen Fachleuten und diesem Blatt besteht. Deshalb: nochmals vielen Dank dafür! Molekuelorbital (Diskussion) 21:19, 29. Dez. 2019 (CET)Beantworten

Ps: "Eine Diskussionsseite in Wikipedia hat so gut wie keine Reichweite und findet keine Beachtung.", ist das Unsinnigste und Falscheste, was ich bei Wikipedia seit langer Zeit gelesen habe... Molekuelorbital (Diskussion) 21:21, 29. Dez. 2019 (CET)Beantworten

Und noch ein Beispiel aus Heft 7/20 vom 17. Juli 2020, Seite 49: "Die Gesamtmortalität an COVID-19 ist mit 21,6 % unter Dexamethason 3 % [gemeint Prozentpunkte; also richtig "um 12,2 %"] niedriger als unter alleiniger üblicher Therapie mit 24,6 %." Außerdem wird das relative Risiko nicht einmal richtig berechnet. Hier beträgt es 21,6 / 24,6 = 0,878 und nicht 0,83. Hier kann man die Fehler erkennen. Auf Seite 52 "leben nach zehn Jahren 2,8 % mehr Patienten". Hier weiß man nicht, ob Prozent oder Prozentpunkte gemeint sind. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 12:05, 23. Jul. 2020 (CEST)Beantworten
Schon wieder ein Beispiel (Heft 1/2021, S. 5): Der Unterschied zwischen 0,05 % und 0,13 % ist nicht „geringfügig“, sondern beträgt 160 Prozent. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 18:08, 30. Jan. 2021 (CET)Beantworten
Und noch ein aktuelles Beispiel: Das Koloskopie-Screening reduziert die Darmkrebssterblichkeit von 0,3 % auf 0,15 %. Das ist ein Rückgang um 50 % und nicht um 0,15 %, wie die Redaktion irrtümlich (in Nummer 11/2022 auf Seite 86 am 18.11.2022) schreibt. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 17:50, 23. Nov. 2022 (CET)Beantworten
Und wieder in Nr. 2/23 Seite 9: Thrombosen sind unter ASS um 0,8 Prozentpunkte und nicht um 0,8 Prozent häufiger als unter Enoxaparin. Eine Zunahme von 1,71 % um 0,8 Punkte auf 2,51 % ist eine Zunahme um 47 Prozent und nicht um nur 0,8 Prozent!!! --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 07:12, 25. Feb. 2023 (CET)Beantworten

Rationale Therapie

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Welche Bedeutung hat, vor dem Hintergrund der durchweg tendenziösen Artikeln des Blattes, "Handreichungen zur rationalen Therapie."

Was ist im Detail mit "rationaler Therapie" gemeint? Ist rational hier gleichzusetzen mit "was wir- und nur wir!- für richtig finden"? Molekuelorbital (Diskussion) 22:32, 28. Dez. 2019 (CET)Beantworten

Verkleinerung

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Eine Verkleinerung um mehr als das Einfache ist unmöglich. Das Arznei-Telegramm beschreibt in Nr. 7/2021 auf Seite 51 eine Reduktion „um das 1,6-Fache“. --Dr. Hartwig Raeder (Diskussion) 06:11, 18. Okt. 2021 (CEST)Beantworten