Lewis Stone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lewis Stone (1923)

Lewis Shepard Stone (* 15. November 1879 in Worcester, Massachusetts; † 12. September 1953 in Beverly Hills, Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der unter anderem durch seine Darstellung als Vater von Mickey Rooney in der Andy-Hardy-Reihe populär wurde.

Stone wurde als Sohn von Bertrand Stone und Philena Heald Ball in Massachusetts geboren und nahm als Soldat 1898 am Spanisch-Amerikanischen Krieg teil. 1912 war Stone erstmals am Broadway im Musikstück The Bird of Paradise zu sehen. In den folgenden Jahren trat er noch in weiteren Stücken am Broadway auf.

Ab den 1920er-Jahren war Lewis Stone, der zuvor ausschließlich als Theaterschauspieler tätig war, in zahlreichen Filmen zu sehen, darunter 1922 in einer Doppelrolle in Der Gefangene von Zenda und 1923 in Scaramouche, jeweils neben dem Leinwandpaar Ramón Novarro und Alice Terry. 1952 wirkte er ebenfalls an den Neuverfilmungen beider Werke mit Stewart Granger mit. Ab 1924 war Stone unter einem Studiovertrag bei Metro-Goldwyn-Mayer, der mit zahlreichen Verlängerungen bis zu seinem Tod lief. Er steht deshalb im Guinness Book Of World Records als Schauspieler mit dem längsten Studiovertrag. Nur gelegentlich kam es zu Loan-Outs an andere Studios, darunter für seine Rolle als Wissenschaftler im Abenteuerfilm Die verlorene Welt sowie 1928 zu Paramount Pictures, wo Lewis an der Seite von Emil Jannings in Der Patriot unter der Regie von Ernst Lubitsch spielte. Für seine Darstellung des Grafen von der Pahlen erhielt Stone bei der Oscarverleihung 1930 (April) eine Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Der Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm gelang Stone ohne Probleme. Ab Mitte der 1920er-Jahre war Stone meist als würdevolle Autoritätsperson, als älterer Berater und väterlicher Freund des Hauptdarstellers oder als onkelhafter Verehrer der Leading Lady zu sehen. Zwischen 1937 und 1946 verkörperte der weißhaarige Charakterdarsteller in 16 Filmen der Andy-Hardy-Reihe den Vater von Mickey Rooney. Sein Filmcharakter des Richters Hardy wurde ursprünglich von Lionel Barrymore in A Family Affair gespielt, ehe das Studio zahlreiche Umsbesetzungen vornahm und Stone zum Einsatz gelangte. Bekannt wurde Stone außerdem durch seine insgesamt sieben Einsätze an der Seite von Greta Garbo, darunter in Eine schamlose Frau, Wilde Orchideen, Romanze und Königin Christine.

Nach mehr als 200 Filmen starb Lewis Stone 1953 an einem Herzinfarkt, als er Jugendliche von seinem Grundstück verjagte.[1] Der Schauspieler war dreimal verheiratet. Seine erste Ehe mit Florence Oakley, aus der zwei Kinder stammten, wurde geschieden, und er heiratete 1907 Margaret Langham. Nach ihrem Tod heiratete er Hazel Elizabeth Wolf, mit der er bis zu seinem Tod zusammenblieb. Sein Grab befindet sich auf dem Kensico Cemetery in Valhalla, New York.

Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Artikel über Tod und Beerdigung von Lewis Stone (Memento des Originals vom 25. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/allanellenberger.com (englisch)