Natriumdithionat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
Strukturformel von Natriumdithionat
Allgemeines
Name Natriumdithionat
Summenformel Na2S2O6
Kurzbeschreibung
  • farbloser Feststoff[1]
  • farblose rhombische Kristalle (Dihydrat)[2]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 231-550-1
ECHA-InfoCard 100.028.682
PubChem 146045
Wikidata Q955503
Eigenschaften
Molare Masse 206,11 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

2,19 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

200 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser (13,39 Gew.% bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumdithionat ist eine anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Dithionate.

Gewinnung und Darstellung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumdithionat kann durch Reaktion von Mangandithionat (dargestellt durch Reaktion von Mangandioxid mit Schwefeldioxid) mit Natriumcarbonat gewonnen werden.[1]

Alternativ kann es auch durch Reaktion einer heißen Bariumdithionatlösung mit Natriumcarbonat oder Natriumsulfat dargestellt werden.[1]

Natriumdithionat ist ein farbloser, sehr luftbeständiger Feststoff, der leicht löslich in Wasser und unlöslich in Alkohol ist. Er liegt in Form eines Dihydrates vor, bei dessen Erhitzen zwischen 60 und 110 °C das Kristallwasser abgegeben wird. Oberhalb 200 °C findet quantitative Zersetzung in Natriumsulfat und Schwefeldioxid statt.[1][2] Das Dihydrat hat eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pnma (Raumgruppen-Nr. 62)Vorlage:Raumgruppe/62.[4] Mit der Verbindung kann metallisches Gold aus einer Goldchlorid-Lösung ausgefällt werden.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b c d e f g h Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 395.
  2. a b Eintrag zu Dithionate. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 23. Juli 2015.
  3. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 624 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).