Sandvík

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Sandvík
[ˈsanvʊik]

(dänisch Sandvig)
Sandvík auf der Färöerkarte
Position 61° 38′ N, 6° 55′ WKoordinaten: 61° 38′ 16″ N, 6° 55′ 19″ W
Einwohner
Rang
87 (2015)
Kommune Hvalbiar kommuna
Postleitzahl FO 860
Markatal -
Grammatik
Dativ (in/aus ...)
Genitiv (nach ...)

í/úr Sandvík
til Sandvíkar

Sandvík [ˈsanvʊik] ist ein kleines färöisches Dorf im äußersten Norden an der Ostküste Suðuroys. Das Dorf, das Anfang 2015 genau 87 Einwohner zählte, ist der nördlichste Ort auf der Südinsel Suðuroy.[1] Hierher führt ein 1,5 Kilometer langer Tunnel vom südlichen Nachbarort Hvalba.

Der Name Sandvík bedeutet Sandbucht und weist auf einen für die Färöer relativ seltenen Sandstrand hin. Der Namensbestandteil vík (Bucht) bringt es mit sich, dass ein Einwohner im Färöischen sandvíkingur (Aussprache [ˈsanvɪʃɪŋgʊɹ], pl. sandvíkingar) genannt wird, also Sandwikinger.

Sandvík

Der Ort ist schon in der Färingersaga erwähnt, und zwar als Zufluchtsort des färöischen Wikingerhäuptlings Sigmundur Brestisson um 1005, der hier aber sofort vom einheimischen Bauern Torgrímur Illi totgeschlagen wurde.

1349 starben alle Bewohner des Ortes an der Pest. Erst 1816 wurde er von Leuten aus Hvalba wieder besiedelt. Schon seit dem Mittelalter trug Sandvík den Namen Hvalvík („Walbucht“). Da bereits ein anderer Ort der Färöer so heißt und es bei der Postzustellung immer wieder zu Verwechslungen kam, bekam Sandvík 1911 den alten Namen zurück. Bevor 1969 der Tunnel nach Hvalba gebaut wurde, war der Ort nur vom Wasser oder zu Fuß über die Berge erreichbar.

Sehenswürdigkeiten

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Die Kirche von Sandvík wurde 1840 in Froðba errichtet, stand später in Tvøroyri und kam 1908 an ihren heutigen Ort.

Das kleine Dorfmuseum von Sandvík befindet sich in einem typischen alten Haus von 1860.

Eine schmale Straße führt von Sandvík aus an die Westküste der Insel, wo die bekannte freistehende Klippe Ásmundarstakkur (97 m) steht und tausende von Papageitauchern beobachtet werden können.

Persönlichkeiten

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Commons: Sandvík – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Fólkatalið 1985–2015, hagstova.fo