Schangatas

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Schangatas
Жаңатас (kas.) | Жанатас (rus.)
Basisdaten
Staat: Kasachstan
Oblys: Schambyl
Audan: Saryssu
Gegründet: 1964
 
Koordinaten: 43° 34′ N, 69° 45′ OKoordinaten: 43° 34′ 0″ N, 69° 45′ 0″ O
Höhe: 528 m
 
Einwohner: 25.583 (1. Jan. 2023)[1]
 
Telefonvorwahl: (+7) 72634
Postleitzahl: 080700–080703
Kfz-Kennzeichen: 08 (alt: H)
KATO-Code: 316020100
Gemeindeart: Stadt
 
Äkim (Bürgermeister): Ilijas Domalaqow
Website:
Lage in Kasachstan
Schangatas (Kasachstan)
Schangatas (Kasachstan)

Schangatas (kasachisch Жаңатас; russisch Жанатас Schanatas) ist eine Kleinstadt im Süden Kasachstans und der Verwaltungssitz des Bezirks Sarysu im Gebiet Schambyl.

Die Entwicklung von Schangatas ist eng verbunden mit dem Abbau von Phosphorit im Qaratau-Becken. Mit dem Beginn des Abbaus wurde 1964 ein Arbeiterdorf gegründet. Der Bergau in der Region wurde mit der Zeit immer weiter intensiviert, wodurch auch das Arbeiterdorf wuchs. 1969 wurde der Siedlung das Stadtrecht verliehen und in Schangatas (kasachisch für Neuer Stein) umbenannt.[2] Innerhalb weniger Jahre entstanden neue Wohngebäude und der Bergbaubetrieb wurde immer größer. 1989 lebten bereits 53.000 Menschen in der Stadt.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die wirtschaftlichen Veränderungen in Kasachstan führten dazu, dass der Bergbaubetrieb in Schangatas in große Schwierigkeiten geriet. In den frühen 1990ern wurde der Hauptbetrieb im Bergbau der Stadt geschlossen. Dies führte dazu, dass ein Großteil der Bevölkerung in andere Städte abwanderte, um Arbeit zu finden. Dies führte dazu, dass ganze Wohnblöcke verlassen waren und mit der Zeit verfielen; einige von ihnen wurden mit der Zeit abgerissen. In den letzten Jahren wurden mehrere hundert verlassene Gebäude in der Stadt abgerissen. Am südlichen Ortseingang wurde mit dem neunten Mikrobezirk ein kompletter Stadtbezirk abgerissen.

In der Stadt leben rund 25.00 Einwohner.

Einwohnerentwicklung[3]
1970 1979 1989 1999 2009 2021
11.480 30.097 53.401 25.927 20.731 25.018
Anmerkung: Volkszählungsergebnisse

In der Umgebung von Schangatas wird Phosphorit abgebaut. Das Unternehmen Kazphosphate unterhält einen Bergbaubetrieb zur Gewinnung und Verarbeitung von Phosphorit. Seit 2013 baut auch der russische Konzern EuroChem in Schangatas Phosphorit ab. EuroChem investierte mehrere hundert Millionen US-Dollar in den Aufbau einer Anlage zur Herstellung von Mineraldünger und die Entwicklung des Phosphatgesteinbeckens Qaratau.[4] Neun Kilometer südlich der Stadt wird seit Juli 2019 ein Windpark gebaut. Mit einer Leistung von 100 MW soll hier bis Mitte 2020 der größte Windpark Zentralasiens entstehen.[5]

Im Bahnhof der Stadt endet eine 177 km lange Zweigstrecke der Turkestan-Sibirische Eisenbahn (Turksib) aus Taras über Qaratau.[6]

Söhne und Töchter der Stadt

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Einzelnachweise

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  1. Численность населения Республики Казахстан в разрезе областей, городов, районов, районных центров и поселков на 1 января 2023 года. (Excel; 109 KB) new.stat.gov.kz, abgerufen am 12. März 2023 (russisch).
  2. Маленькая родина: Жанатас — город будущего, abgerufen am 9. April 2020 (russisch).
  3. Kazakhstan: Cities and towns. pop-stat.mashke.org, abgerufen am 5. August 2019 (englisch).
  4. EuroChem launches mining operations in Kazakhstan. EuroChem, abgerufen am 9. April 2020 (englisch).
  5. В Жамбылской области построят ветряную станцию за $130 млн. kapital.kz, abgerufen am 9. April 2020 (russisch).
  6. Н.П.Лагутина, Т.Ю. Набокова, Т.П. Филатова: Атлас Железные Дороги. Omsk 2010, S. 85.