Valantic

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valantic GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 2012
Sitz München
Leitung Holger von Daniels
Joachim Lauterbach
Alexander Diepold
Sebastian Hauptmann
Karsten Ötschmann
Mitarbeiterzahl 2.967[1]
Umsatz 340 Mio. Euro[1]
Branche IT-Dienstleistungen inkl. Beratung und Software-Entwicklung
Website https://www.valantic.com/
Stand: 4. November 2022

Die Valantic GmbH (Eigenschreibweise valantic) ist ein IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland.

Die Valantic GmbH wurde 2012 unter dem Namen Dabero Service Group gegründet. Bis zur Umbenennung zu Valantic GmbH im Jahr 2017 akquirierte das Unternehmen IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen. Dazu gehörte unter anderem die Realtime AG, ein Unternehmen für SAP-Lösungen. Die verschiedenen akquirierten Unternehmen firmierten 2017 ebenfalls um und nutzen seitdem den Valantic Markennamen. Aus der Realtime AG wurde beispielsweise die Valantic ERP Services AG.[2]

Während der COVID-19-Pandemie und den einhergehenden wirtschaftlichen Belastungen stieg die Nachfrage nach IT-Dienstleistern, insbesondere nach Anbietern von Individualsoftware.[3] In den folgenden Jahren übernahm Valantic daraufhin weitere Unternehmen.[4][5] 2021 erschloss Valantic das europäische Ausland durch die Übernahme der niederländischen ISM eCompany und des portugiesischen Beratungshauses Abaco.[3] 2022 übernahm Valantic das Beratungsunternehmen C-Clear/Atom Ideas aus Belgien.[6]

Im Februar 2019 erwarb die DPE Deutsche Private Equity Management III GmbH (DPE) die Mehrheitsanteile an Valantic.[7][8] Dabei blieben Gründer Holger von Daniels und das weitere Management mit 25 % beteiligt.[9] Im September 2022 verkündete die DPE, 500 Millionen Euro bis 2025 in Valantic zu investieren.[10]

Unternehmensstruktur

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Valantic ist eine partnerschaftlich geführte Organisation, Partner sind Entscheidungsträger in Fragen zur Unternehmensstrategie, der Mitarbeiterentwicklung oder auch der Akquisition.[11] Dabei verfolgt Valantic einen holokratischen Ansatz.[12] Durch den Zusammenschluss mit anderen Unternehmen erweitert das Unternehmen sein Dienstleistungsangebot und erschließt internationale Märkte und Marktanteile.[3] Die erworbenen Unternehmen nutzen die Kernsysteme und Supportprozesse von Valantic, bleiben aber häufig in ihrer ursprünglichen Struktur erhalten.[13]

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 340 Millionen Euro und beschäftigte 2.967 Mitarbeiter.[1] Valantic besitzt in Deutschland sowie international über 30 Standorte.[1][9]

Dienstleistungen

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Die Valantic GmbH ist ein Beratungsunternehmen, Software-Anbieter und Implementierungspartner. Das Unternehmen bietet Leistungen in den Bereichen Digitale Strategie und Analytik (Business Intelligence und Data Science),[14] Kundenerfahrung (Customer Experience Management), SAP-Dienste,[15][16] Smart Industries (Industrie 4.0, Supply-Chain-Management sowie Produktionsplanungs- und -steuerungsprozesse)[15] und Automatisierung von Finanzdienstleistungen.[16][17]

Die Automatisierung von Finanzdienstleistungen richtet sich an Finanzdienstleister und Banken.[18] Hier wird der Automatisierungsgrad von Handels-, Arbeitsablauf- und Zahlungsprozessen gesteigert.[19] Zu den Kunden gehören unter anderem Großkonzerne, mehrere mittelständische sowie DAX-Unternehmen.[15]

Auszeichnungen (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. a b c d Valantic, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 zum 31.12.2022, veröffentlicht im Bundesanzeiger.
  2. Berthold Wesseler: IT-Gruppe Valantic neu am Start. In: IT-Zoom. MEDIENHAUS Verlag, 15. November 2017, abgerufen am 22. Februar 2023.
  3. a b c Berthold Wesseler: Valantic plant Übernahme von mm1. In: IT-Zoom. MEDIENHAUS Verlag, 9. Juli 2022, abgerufen am 22. Februar 2023.
  4. Matthias Pieringer: Digitalisierung: Intargia gehört jetzt zu Valantic. In: logistik-heute. 10. September 2018, abgerufen am 17. April 2023.
  5. Daniel Nerlich: Angetrieben von Private Equity: Digital-Beratung valantic setzt rasantes Wachstum fort. In: Consultant Career Lounge. 8. Februar 2022, abgerufen am 18. April 2023 (deutsch).
  6. William Visterin: Duitse Valantic zet voet op Belgische markt. In: Computable. 3. Juni 2022, abgerufen am 11. Mai 2023 (niederländisch).
  7. DPE investiert in valantic. In: dpe. Deutsche Private Equity, 25. Februar 2019, abgerufen am 21. April 2022.
  8. Daniel Nerlich: DPE Deutsche Private Equity investiert weitere € 700 Millionen in valantic und eraneos. 28. September 2022, abgerufen am 17. Oktober 2022 (deutsch).
  9. a b DPE investiert mit Valantic in Digitalisierung. In: Börsen-Zeitung, 23.02.2019.
  10. Silvia Reichert: Cloudflight, valantic & Co. - Private Equities investieren in IT-Dienstleister. In: Lünendonk & Hossenfelder GmbH. 6. Dezember 2022, abgerufen am 22. Februar 2023 (deutsch).
  11. Daniel Nerlich: valantic erweitert Führungskreis um vier neue Partner. 3. November 2022, abgerufen am 22. Februar 2023 (deutsch).
  12. Marc Beise: Bitte mal holokratisch. In: Süddeutsche Zeitung, 05.08.2020.
  13. Über uns und das Unternehmen. In: valantic.com. 21. Januar 2020, abgerufen am 22. Februar 2023.
  14. Digital Strategy & Analytics. In: Valantic.com. 26. November 2021, abgerufen am 17. April 2023.
  15. a b c Berthold Wesseler: Übernahme von Comsol und Do iT Lean. In: IT-Zoom. MEDIENHAUS Verlag, 21. November 2022, abgerufen am 22. Februar 2023.
  16. a b Natascha Przegendza: Unternehmensberatung wdp gehört jetzt zu Valantic. Healthcare Marketing. Fachmagazin für Gesundheitsmarken, 10. August 2021, abgerufen am 22. Februar 2023 (deutsch).
  17. Ebner Stolz berät valantic bei der Akquisition des führenden OutSystems-Partners Do iT Lean. In: ZIP-online. Zeitschrift für Wirtschaftsrecht. 21. November 2022, abgerufen am 22. Februar 2023.
  18. Neuer Name für icubic. In: Magdeburger Volksstimme, 28.11.2017.
  19. Workflow Automation. In: Valantic. Abgerufen am 18. April 2023 (englisch).
  20. a b Hall of Fame. In: Best of Swiss Web. Abgerufen am 22. Februar 2023 (englisch).
  21. Finalists and Winners | SAP Pinnacle Awards. In: SAP. Abgerufen am 22. Februar 2023 (englisch).
  22. Fair Company. In: Handelsblatt. Abgerufen am 22. Februar 2023.