Inveraray

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inveraray
schottisch-gälisch Inbhir Aora
Hauptstraße von Inveraray
Hauptstraße von Inveraray
Hauptstraße von Inveraray
Koordinaten 56° 14′ N, 5° 4′ WKoordinaten: 56° 14′ N, 5° 4′ W
Inveraray (Schottland)
Inveraray (Schottland)
Inveraray
Traditionelle Grafschaft Argyll
Einwohner 596 Zensus 2011
Verwaltung
Post town INVERARAY
Postleitzahlen­abschnitt PA32
Vorwahl 01499
Landesteil Schottland
Council area Argyll and Bute
Britisches Parlament Argyll and Bute
Schottisches Parlament Argyll and Bute
Website: http://www.inveraray-argyll.com/
Blick vom Hafen auf Loch Fyne
Duke’s Tower

Inveraray [ˌɪnvəˈrɛəri], [ˌɪnvəˈrɛərə] (gälisch: Inbhir Aora[1]) ist eine Ortschaft in der schottischen Council Area Argyll and Bute. Sie liegt am Ufer des Meeresarmes Loch Fyne an der Einfahrt der Bucht Holy Loch je etwa 32 Kilometer nordwestlich von Helensburgh und südöstlich von Oban.[2] Bei der Volkszählung 1991 wurden in Inveraray 512 Einwohner verzeichnet. Damit ist die Einwohnerzahl seit 1951 nahezu unverändert geblieben.[3] Bis 2011 war die Einwohnerzahl auf 596 angestiegen.[4]

Das ursprüngliche Inveraray befand sich etwas nördlich der heutigen Ortschaft.[5] Im Zuge des Baus von Inveraray Castle durch Archibald Campbell, den 3. Duke of Argyll in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde das heutige Inveraray als Planstadt ab 1743 errichtet. Die Gebäude der alten Siedlung nahe dem Schloss wurden zwischen 1758 und 1776 abgerissen. Als Architekten waren im Wesentlichen William Adam, John Adam und Robert Mylne für die Planung der neuen Gebäude verantwortlich.[2] Während des 2. Weltkriegs bestand ein militärisches Trainingscamp in Inveraray.[6]

Inveraray ist direkt an der A83 gelegen, welche die Halbinsel Kintyre mit dem Central Belt verbindet. Nach Norden führt die A819, die an der A85 zwischen Oban und Crianlarich bei Dalmally endet. Ein Anschluss an das Eisenbahnnetz besteht nicht und war auch in der Vergangenheit nicht vorhanden. Bis ins 20. Jahrhundert bediente ein Fährschiff aus Glasgow den Schiffsanleger regelmäßig. Der Betrieb wurde dann jedoch eingestellt.[2][7]

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region bildet Inveraray ein touristisches Zentrum.[2] Der Großteil des inneren Bereiches von Inveraray ist denkmalgeschützt. So sind alleine 23 Bauwerke oder Gebäudeensemble in der höchsten schottischen Denkmalkategorie A gelistet. Hinzu kommen zehn weitere Kategorie-A-Bauwerke auf den Ländereien von Inveraray Castle außerhalb der Ortschaft. Die Gebäude im Ortskern sind im Georgianischen Stil gebaut und oftmals mit Harl verputzt und gekalkt. Wenige Kilometer südlich der Ortschaft ist das historische Museumsdorf Auchindrain gelegen, 15 Kilometer südwestlich kann man den 40 ha großen Landschaftsgarten Crarae Garden besuchen.

Kategorie-A-Bauwerke innerhalb von Inveraray

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kategorie-A-Gebäude auf den Ländereien von Inveraray Castle

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inveraray in der Literatur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Dickson Carr hat seinen Kriminalroman Die schottische Selbstmord-Serie (1941) im Inveraray des Kriegsjahres 1940 angesiedelt.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Verzeichnis gälischer Ausdrücke
  2. a b c d Inveraray. Argyll and Bute. In: David Munro, Bruce Gittings: Scotland. An Encyclopedia of Places & Landscapes. Collins u. a., Glasgow 2006, ISBN 0-00-472466-6.
  3. Eintrag. In: Gazetteer for Scotland. 2011.
  4. Zensus 2011
  5. Inveraray, Old Village. Abgerufen am 8. August 2022.
  6. Inveraray, Newtown, Combined Operations Training Centre, Town And Avenue Camps, General. Abgerufen am 8. August 2022.
  7. Inveraray. In: Francis H. Groome: Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical. Band 4: (Har – Lib). Thomas C. Jack, Grange Publishing Works, Edinburgh u. a. 1885, S. 293–295.
Commons: Inveraray – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien