Moltketurm (Porta Westfalica)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Moltketurm
Bild des Objektes
Der Moltketurm
Der Moltketurm
Basisdaten
Ort: Wittekindsberg, Barkhausen
Land: Nordrhein-Westfalen
Staat: Deutschland
Höhenlage: 281,4 m ü. NHN
Koordinaten: 52° 14′ 45,9″ N, 8° 53′ 25,5″ O
Verwendung: Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Aussichtsturm öffentlich zugänglich
Besitzer: Gemeinde Barkhausen
Turmdaten
Bauzeit: 1828–1829
Baustoff: Sandstein
Gesamthöhe: 15 m
Aussichts­plattform: 13,9 m
Weitere Daten
Anzahl an Treppenstufen: 77 Stufen

Positionskarte
Moltketurm (Nordrhein-Westfalen)
Moltketurm (Nordrhein-Westfalen)
Moltketurm
Lokalisierung von Nordrhein-Westfalen in Deutschland

Der Moltketurm ist ein Aussichtsturm auf dem Wittekindsberg im ostwestfälischen Wiehengebirge nahe der Porta Westfalica. Er steht auf der Gemarkung von Barkhausen, einem Stadtteil von Porta Westfalica im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke.[1]

Eine Treppe mit 77 Stufen (74 davon innen)[2] führt zur Aussichtsplattform in 13,9 m Höhe. Der Blick auf das umliegende Gebirge, das Wesertal und einen südlichen Bereich der Norddeutschen Tiefebene ist durch die hochgewachsenen Bäume eingeschränkt.

Der Turm steht auf dem Kamm direkt an der Strecke des Wittekindswegs, einem Abschnitt des europäischen Fernwanderwegs E11.

Dre Moltketurm, der 1828/1829 als Aussichtsturm „Wittekindsstein“ auf der höchsten Stelle des Wittekindsbergs (281,48 m) errichtet wurde, steht etwa 1 km (Luftlinie) westlich des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Er entstand auf Anregung des Obergeometers Johann Jacob Vorlaender (1799–1886) als Signalpunkt 1. Ordnung für die Landesvermessung auf dem Wittekindsberg. An der Finanzierung war auch Heinrich-Ludwig Schuhmacher (1779–1856) auf Gut Wedigenstein beteiligt[3], der den Turm später erhöhte und mit einer gesicherten Plattform versah. Damit war er der Öffentlichkeit zugänglich.[4] Als Baumaterial diente Portasandstein.

1906 wurde er zu Ehren des Generalfeldmarschalls Helmuth Karl Bernhard von Moltke (1800–1891), der diese Gegend 1852 besucht hat, in Moltketurm umbenannt.[5] 1941 erwarb die Gemeinde Barkhausen den Turm zum symbolischen Preis von 1 Reichsmark.[6]

Commons: Moltketurm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. Moltketurm In: chronikkarten.de
  3. Wilhelm Schröder: Die gemeinnützigen Stiftungen des Heinrich Ludwig Schumacher (1779–1856) und seines Sohnes Carl Wittekind (1817–1870) zu Wedigenstein. In: Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins. Jg. 61, 1989, ISSN 0340-188X, S. 91–104.
  4. Fritz W. Franzmeyer: Porta Westfalica, links der Weser. Überliefertes und Erlebtes aus einem geschichtsträchtigen Raum. Books on demand 2013, Seite 339
  5. Fritz W. Franzmeyer: Porta Westfalica, links der Weser. Überliefertes und Erlebtes aus einem geschichtsträchtigen Raum. Books on demand 2013, Seite 339
  6. Informationen von der Informationstafel direkt neben dem Turm