Anaglyphenbild

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Anaglyphenbrille nach Stephen Gibson

Eine Anaglyphe oder ein Anaglyphenbild ist ein spezielles Stereogramm, bei dem die beiden stereoskopischen Halbbilder nicht nebeneinander dargestellt, sondern – meist mit Hilfe eines Rot-Grün-Filters – überlagert werden. Man verwendet die Bezeichnung Anaglyphenbild meist für Monochrom- oder Farbanaglyphen, bei denen die Halbbilder in Komplementärfarben eingefärbt werden. Entwickelt wurde das Anaglyphenverfahren 1853 von Wilhelm Rollmann in Leipzig, der in J. C. Poggendorfs Annalen der Physik (und Chemie) eine Arbeit mit dem Titel Zwei neue stereoskopische Methoden veröffentlichte und darin das Verfahren vorstellte.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funktionsweise

Die Trennung der beiden Halbbilder erfolgt mit speziellen Anaglyphenbrillen mit entsprechend gefärbten Gläsern oder Farbfolien. Früher wurden meist Rot mit Grün oder Blau eingesetzt. Seit den späten 1970er Jahren gibt es das von Stephen Gibson patentierte Deep Vision-Verfahren, das heute meist verwendet wird. Gibson verwendet die Filterfarben Rot (linkes Auge) und Cyan (rechtes Auge). Cyan besteht zu gleichen Teilen aus Blau und Grün, und ermöglicht eine bessere Darstellung von Echtfarben. Die dänische Firma ColorCode 3-D ermöglichte mit einem neuen Verfahren (Bernstein/Blau) die Darstellung von Anaglyphen in realitätsnahen Farben.

In der Anfangszeit verwendete man die Anaglyphenbilder insbesondere in mathematischen Lehrbüchern zur Veranschaulichung der Stereometrie und Trigonometrie.

[Bearbeiten] Beispiele

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Anaglyphenbilder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Stereoskopie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • machzwei.de auf ast-ra.de - digitale 3D-Techniken, Software samt Tutorials und Problemfelder samt zahlreichen Beispielen erläutert und bereitgestellt von Ralf Fackiner

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Wilhelm Rollmann: Zwei neue stereoskopische Methoden. In: Annalen der Physik (und Chemie). Ausgabe 90, Halle, Leipzig, S. 186f. (Google Books)
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