Angka

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Angka (auch Angkar) als Kurzform von Angka padevat (deutsch: revolutionäre Organisation) war zur Zeit der Roten Khmer in Kambodscha eine allumfassende Bezeichnung, hinter der sich die Kommunistische Partei Kambodschas und damit die Roten Khmer und ihr Führer Pol Pot verbargen.

Angka („die Organisation“) wurde als Aushängeschild für die anfangs in vollständiger Geheimhaltung agierende Kommunistische Partei Kambodschas benutzt. Diese Vorspiegelung einer anonymen Organisation war Teil der umfassenden Geheimhaltung, derer sich die Kommunisten in Kambodscha bedienten. Erst in einer Rede vom 27. September 1977, also zweieinhalb Jahre nach der Machtübernahme, gab Pol Pot zu, dass sich hinter Angka die Kommunistische Partei verbarg.[1]

Unter der Herrschaft der Roten Khmer nahm Angka die Bedeutung einer allgegenwärtigen mysteriösen Macht an, die stets zu äußerster Aufmerksamkeit und Vorsicht zwingt – sonst wurde man zum Feind von Angka.

Literatur[Bearbeiten]

  • Henri Locard: Pol Pot’s Little Red Book: The Sayings of Angkar. Silkworm books, Chiang Mai 2004, ISBN 974-9575-56-3.
  • Jean-Louis Margolin: Kommunistische Regime in Asien: Zwischen Umerziehung und Massenmord; in: Stephane Courtois u. a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus. Piper, München 1998, ISBN 3-492-04053-5.
  • Pin Yathay: Stay alive, my son! Silkworm books, Chiang Mai 1987, ISBN 974-7551-26-8.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Rede des Genossen Pol Pot, Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kampucheas, am 27. September [1977] in Phnom Penh. In: Kommunismus und Klassenkampf. Nr. 11/1977, S. 486–491; Kommunistische Partei Kampucheas: Ein Kampfweg von 17 Jahren. In: Peking Rundschau. Nr. 41 vom 11. Oktober 1977, S. 45.