Bandbreitenkontrolle

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Unter Bandbreite versteht man im einfachen Sinne die Übertragungskapazität von Datenleitungen. Bandbreitenkontrolle bedeutet eine Strategie, diese Kapazität an konkurrierende Benutzer nach festgelegten Prioritäten aufzuteilen. Eine sinnvolle Strategie sollte auch dynamisch arbeiten können, d.h. Einschränkungen in der Zuteilung von Ressourcen sollten erst dann eintreten, wenn es tatsächlich eine Konkurrenzsituation gibt.

Bandbreitenkontrolle ist eine komplexe Angelegenheit, da sie auf Ebene des IP-Stacks stattfindet. Dadurch bedingt basieren Prioritätsregeln auf IP-Adressen.

Für Linux gibt es in iproute2[1] das Dienstprogramm tc, mit dessen Hilfe sich anspruchsvolle Strategien implementieren lassen; die Syntax ist allerdings etwas kompliziert. Beim Proxyserver Squid gibt es standardmäßig Parameter, mit den sich - natürlich nur für Web-Zugriffe - relativ einfach und effizient Alltagssituationen bewältigen lassen.

Bevor man Bandbreite kontrolliert, sollte man in der Lage sein, die Nutzung der vorhanden Bandbreite zu messen. Unter Linux gibt es dazu beispielsweise das Programm Iptraf, das detaillierte Messungen und Aufgliederungen erlaubt; Iptraf kann auch im Kommandozeilenmodus laufen und so unter Kontrolle von Prozeduren automatisch Messungen und Auswertungen ermöglichen. Unter Windows/Server gibt es einen Netzwerkmonitor für interaktive Messungen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Linux Foundation: Net:Iproute2