Carl von Stein

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Carl von Stein (* 8. Dezember 1626 in Nordheim; † 13. September 1675 in Bayreuth) war Kanzler des Markgrafen von Bayreuth.

Leben und familiäres Umfeld[Bearbeiten]

Der dem uradligen reichsritterschaftlichen fränkischen Geschlecht der Stein zu Nord- und Ostheim entstammende Carl von Stein war Sohn des Ritterhauptmannes und Gesandten der Fränkischen Reichsritterschaft Casper von Stein (1590–1632) und der Rosina Maria von Guttenberg (1592–1639).[1]. Er studierte in Altdorf und Straßburg Rechtswissenschaft.

Verheiratet war er zweimal; in erster Ehe seit 1653 mit Maria Katharina von Oeppe (1632–1664), in zweiter Ehe seit 1668 mit Margarete Geyer Freie und Edle Herrin von Osterburg (1648–1722). Aus der ersten Ehe stammte der Oberhofmeister und Premierminister der Markgrafen von Bayreuth, Erdmann Freiherr von Stein (1662–1739), aus zweiten Ehe der Kurmainz. Premierminister und Statthalter des Deutschen Ordens der Ballei Hessen, Carl Freiherr von Stein (1673–1733). Der in Bayreuth verstorbene von Stein wurde ebenda begraben. Die bedeutende Barockdichterin Catharina Regina von Greiffenberg, die ihm wichtige Hilfeleistungen verdankte, hat ein Epicedium auf ihn verfasst.[2]

Politische Ämter[Bearbeiten]

Nach dem Studium trat er in die Dienste der Markgräfl. Brandenburgischen Verwaltung in Bayreuth. Er wurde zunächst Geheimer Rat und stieg dann zum Kanzler und Hofrichter auf [3]. Neben diesen Ämtern war er zusätzlich Gesandter der Markgrafschaft auf dem Ewigen Reichstag zu Regensburg (1663–1675). Außerdem hatte er das Amt eines Erbtruchsessen des Burggrafentums Nürnberg inne und war Komtur des Johanniterordens zu Litzen [4].

Am 3. Juli 1669 wurde Carl von Stein in den erblichen Reichsfreiherrenstand erhoben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Körner: Frankfurter Patrizier. Seiten 336/7, Ernst Vögel Verlag, München, 1971
  2. Werner Wilhelm Schnabel: Ein Adamant an Herz-Standhafftigkeiten. Catharina Regina von Greiffenberg und ihr Epicedium auf Carl von Stein (1675). In: Wolfenbütteler Barocknachrichten 19 (1992), S. 26-33
  3. Karl Sitzmann: Der markgräfl. Kanzler Carl von Stein, in: Ostmärkische Heimat, Heimatkundliche Beilage des Bayreuther Tagblatts, 15. Jahrgang(1938), Nr. 5 und 7
  4. Körner, aaO., S. 337