Der Sternwanderer

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Filmdaten
Deutscher Titel: Der Sternwanderer
Originaltitel: Stardust
Produktionsland: Großbritannien, USA
Erscheinungsjahr: 2007
Länge: 128–130 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman,
Matthew Vaughn,
Romanvorlage: Neil Gaiman
Produktion: Lorenzo di Bonaventura,
Michael Dryer,
Neil Gaiman,
Matthew Vaughn
Musik: Ilan Eshkeri
Kamera: Ben Davis
Schnitt: Jon Harris
Besetzung

Der Sternwanderer ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm von Matthew Vaughn, gedreht 2006 und 2007 im Auftrag der Paramount Pictures. Er basiert auf dem Buch Sternwanderer des englischen Autors Neil Gaiman und kam am 10. August 2007 in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Der deutsche Kinostart erfolgte am 18. Oktober 2007.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Sternwanderer spielt vor anderthalb Jahrhunderten im beschaulichen englischen Dörfchen Wall, das an der Grenze zum magischen Königreich Stormhold liegt. Der junge Tristan, der allein bei seinem Vater lebt und in einem Kaufmannsladen arbeitet, ist unsterblich in die schöne Victoria verliebt. Diese jedoch ist bereits mit Humphrey liiert. Bei einem nächtlichen Picknick beobachten Tristan und Victoria eine Sternschnuppe. Victoria verspricht ihm, ihre Verbindung mit Humphrey zu lösen, sollte Tristan die Grenzmauer nach Stormhold überqueren und innerhalb einer Woche mitsamt dem Stern wieder zurückkehren.

Mit Hilfe einer magischen Kerze, die Tristan von seiner ihm unbekannten Mutter hinterlassen wurde, gelangt er schnell zur Absturzstelle des Sterns, der mittlerweile die Gestalt von Yvaine angenommen hat. Die beiden machen sich auf den Weg zurück nach Wall.

Doch nicht nur Tristan hat Interesse an Yvaine, auch die bösen Hexengeschwister um Lamia sind hinter ihr her, verspricht doch das Verspeisen ihres Herzens ewiges Leben. Aber auch die Söhne des verstorbenen Königs von Stormhold wollen Yvaine finden, denn sie trägt ein Amulett bei sich, das den letzten Überlebenden der Sippe zur Regentschaft berechtigt. Dementsprechend sind die Prinzen genauso eifrig mit der Suche nach Yvaine beschäftigt, wie auch mit der Dezimierung ihrer Brüder.

Auf der Flucht vor ihren Verfolgern treffen Tristan und Yvaine unter anderem auf Tristans Mutter, die Prinzessin von Stormhold, die als Kind von einer Hexe entführt wurde.

Während sich Yvaine langsam in Tristan verliebt, hat dieser anfangs immer noch nur Gedanken für Victoria übrig, wird sich aber auch bald seiner Gefühle für Yvaine bewusst. Er beschließt eines Morgens, auf eigene Faust das letzte kleine Stück nach Wall zu gehen und seine "Beziehung" mit Victoria zu beenden. Als Yvaine alleine erwacht, will sie Tristan folgen, wird aber von Lamia gefangen genommen und zu ihrem Versteck gebracht.

Tristan folgt ihnen und versucht zusammen mit dem letzten verbliebenen Prinzen Septimus Yvaine aus der Gewalt der drei Hexen zu befreien. Dies gelingt nach einem harten Kampf, bei dem Septimus sein Leben lassen musste. Somit ist Tristan der letzte männliche Überlebende der Königsfamilie und zugleich im Besitz des Amulettes, was ihn berechtigt, König von Stormhold zu werden. Tristan regiert mit Yvaine an seiner Seite lange Jahre, bevor er eine weitere magische Kerze dazu verwendet, mit Yvaine zurück in ihre Heimat zu reisen um als Sterne am Nachthimmel ewig zu leben.

[Bearbeiten] Hintergründe

Eigentlich waren in den Jahren 1998 und 1999 die Rechte an einer Verfilmung von Sternwanderer an Miramax Films zugesichert worden, doch nach einer laut Autor Neil Gaiman „unbefriedigenden Zeit der Entstehung“[1] gab dieser die Rechte nicht frei. Aufgrund seiner Freundschaft mit Matthew Vaughn überließ er diesem letztlich die Aufgabe der Inszenierung.

Mark Burns, in einer kleinen Nebenrolle als Priester zu sehen, verstarb kurz vor der Veröffentlichung des Films.

Gedreht wurde von April bis Juli 2006 in England (Buckinghamshire, Hertfordshire, Norfolk, Oxfordshire, Yorkshire, Wiltshire), Schottland (Isle of Skye, Argyll), Wales (Carmarthenshire) sowie Island (Hafnarfjörður).[2]

Als Filmkomponist für Der Sternwanderer arbeitete Ilan Eshkeri, der epische Instrumentalmusik schrieb. Er verwendete u. a. die Passage Der Höllen-Cancan bzw. galop infernal aus Jacques Offenbachs Operette Orpheus in der Unterwelt. Am 11. September 2007 wurde die Filmmusik als CD veröffentlicht.

Take That komponierte und sang das Lied Rule the World mit Gary Barlow als Hauptsänger ein; es dient zur Untermalung des Abspanns, ist jedoch nicht auf dem Soundtrack zum Film enthalten. Als Single wurde Rule the World am 22. Oktober 2007 im Vereinigten Königreich sowie am 29. Oktober 2007 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Das im Vorfeld hoch gehandelte Lied galt als Favorit für einen Oscar 2008, wurde dann jedoch nicht einmal nominiert. Auch bei den Golden Globes ging das Lied leer aus.

In den Trailern zum Film ist Dimmu Borgirs Lied Eradication Instincts Defined zu hören.

[Bearbeiten] Finanzieller Erfolg

Bei einem Filmbudget von rund 70 Mio. US-Dollar nahm Paramount Pictures mit Der Sternwanderer am Eröffnungswochenende (11.–12. August 2007) 9 Mio. US-Dollar ein. Zu diesem Zeitpunkt lief der Film nur in den Vereinigten Staaten sowie Russland und dem Rest der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Nach nunmehr elf Wochen Spielzeit spielte der Film mit in Amerika 38 Mio. US-Dollar bzw. auf internationaler Ebene 131 Mio. US-Dollar seine Produktionskosten wieder ein.[3]

[Bearbeiten] Kritiken

James Berardinelli schrieb in der Filmkritik auf seiner Internetseite reelviews.net, dass Der Sternwanderer nach den großen Reihen Der Herr der Ringe und Harry Potter eine „Rückbesinnung auf das ursprüngliche Genre des Fantasyfilms“ darstelle und sich auf eine „einfachere“ Geschichte stütze. Der Filmschnitt sorge dafür, dass der Film in seinem Handlungsfluss nie zur Ruhe komme; die Charaktere seien gut besetzt. In einer Zeit der „überteuerten und zu hochgespielten Fortsetzungen“ sei der Film „frische und willkommene Unterhaltung“.[4]

Roger Ebert ist der Meinung, dass Der Sternwanderer „viele gute Dinge“ enthalte, man ihn aber nur „stückweise genießen“ könne. Er möge den Film, auch wenn nicht alle Unstimmigkeiten darin gelöst würden und er insgesamt hinter anderen Fantasyklassikern wie beispielsweise Die Braut des Prinzen (1987) zurückbleibe.[5]

„Mehr mit Witz und mit illustren Darstellern denn mit Effekten auftrumpfendes Fantasy-Märchen, das den zwischen Poesie und schwarzem Humor o[s]zillierenden Tonfall der literarischen Vorlage geschickt umsetzt.“

Kabel1 Filmlexikon[6]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ugo.com: Neil Gaiman, Stardust Interview
  2. IMDb: Filming Locations for „Stardust“
  3. boxofficemojo.com: Stardust
  4. reelviews.net: Stardust
  5. rogerebert.suntimes.com: Stardust, 10. August 2007
  6. Kabel1 Filmlexikon, Online-Ausgabe

[Bearbeiten] Weblinks

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