Farnair Europe

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Farnair Switzerland
Logo der Farnair Europe
ATR 42-300 der Farnair Europe
IATA-Code:
ICAO-Code: FAT
Rufzeichen: FARNER
Gründung: 1984
Sitz: Basel
Heimatflughafen:

Basel Mulhouse Freiburg

Leitung: Guy Girard (CEO)[1]
Mitarbeiterzahl: ~ 200 (Stand 2014)
Flottenstärke: 17
Ziele: National und international
Website: www.farnair.com

Farnair Switzerland ist eine Schweizer Fluggesellschaft mit Sitz in Basel und Basis auf den Flughäfen Basel Mulhouse Freiburg. Das zur Schweizer Farnair Holding gehörende Unternehmen tritt mit ihrer ungarischen Schwestergesellschaft Fanair Hungary unter der gemeinsamen Handelsmarke Farnair Europe auf.

Geschichte[Bearbeiten]

Farnair wurde 1984 als Farner Air Transport als Express-Frachtfluggesellschaft gegründet. Die Flotte bestand aus einer Piper PA-31 Chieftain sowie je einer Cessna 402, 404 und 421. 1987 wurden für die Linie Basel – Brüssel zwei Embraer EMB 110 beschafft. 1990 erhielt die Gesellschaft ihre erste Fokker F-27 für die Verbindungen Basel – Brüssel und Basel – Paris-Charles-de-Gaulle.

Von 1991 bis 1994 setzte Farnair zwei Pilatus PC-6 und eine DHC-6 Twin Otter zur logistischen Unterstützung von Swiss Medical für die Mission MINURSO der Vereinten Nationen in der Westsahara ein. 1993 kaufte Farnair die ungarische Fluggesellschaft NAWA Air Transport und benannte sie in Farner Air Transport Hungary um. 1995 ging sie ein Joint Venture mit der niederländischen Tulip Air B.V. ein. 1997 stationierte Farnair zur Unterstützung der UNO und der Schweizer Regierung eine F-27 in Tiflis. Im gleichen Jahr wurde die FARNER EUROPE AVIATION GROUP gegründet und die Flotte mit vier Airbus A300 vergrößert. 1999 gründete die Gruppe in Deutschland die EPA Express Airways mit einer Flotte von elf Short 360. Farnair wurde in zwei Profitcenter, Headquarter- und Betreibergesellschaft, restrukturiert.

Als Erstkunde erhielt Farnair im Jahr 2000 eine ATR 72-200 in Vollfrachterausführung mit großer Ladetür und zwischen Dezember 2000 und März 2001 zwei ATR 42-300 für den Personentransport.

Im Jahr 2003 wurden die Gesellschaften Farnair Germany, Farnair Netherlands und Farnair Technical Service verkauft. Auf Grund eines bilateralen Abkommens zwischen der Schweiz und der EU wurde Farnair 2004 in zwei Gesellschaften, den heutigen Farnair Switzerland und Farnair Hungary unter der Leitung der Farnair Holding aufgeteilt.

Am Morgen des 1. August 2013 landete um 04:58 Uhr Ortszeit ein ATR 72-200F der Airline als erstes Flugzeug auf dem Hauptstadtflughafen BER und brachte für UPS Airlines Fracht aus Köln-Bonn.[2]

2014 wurde die erste Boeing 737-400 in der Frachtversion übernommen, die von der Fanair Hungary betrieben werden.

Ende Oktober desselben Jahres wurde bekannt, dass die belgisch-niederländische ASL Aviation Group Farnair Europe gekauft hat und damit über 100 Flugzeuge in Europa besitzt.[3]

Flugziele[Bearbeiten]

Farnair Europe bietet mit ihren beiden Tochtergesellschaften Fracht- und Passagierflüge im Express-, Ad-hoc- oder Charterdienst an. Für UPS werden Flüge von Köln/Bonn aus zu vielen verschiedenen europäischen Flugzielen durchgeführt.

Flotte[Bearbeiten]

Eine ATR 72-200F der Farnair Europe

Mit Stand Dezember 2014 besteht die Flotte der Farnair Europe aus 17 Flugzeugen[4][5]:

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
ATR 42-300 01 betrieben für die Schweizer Luftwaffe
ATR 42-300F 01 betrieben im Charterverkehr
ATR 72-200F 013 1 betrieben für Air Niugini; 9 betrieben für UPS Airlines (1 als Farnair Hungary); 2 betrieben für DHL Aviation
Boeing 737-400SF 02 ausgeliefert 2014, zum Frachter konvertiert, 1 betrieben für TNT Airways (als Farnair Hungary)
Gesamt 17 0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FARNAIR Switzerland AG (Englisch), abgerufen am 30. Oktober 2014
  2. airliners.net - Erste Maschine bringt Luftfracht zum Hauptstadtflughafen BER
  3. aero.de - ASL schnappt sich Farnair
  4. ch-aviation.ch - Farnair Switzerland (englisch) abgerufen am 30. Oktober 2014
  5. [1] Farnair Hungary bei planespotters.net

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]