Geocache-Datenbanken
Durch die schnelle Verbreitung des Geocaching und die wachsende Anzahl an Geocaches entstand schnell die Notwendigkeit, diese in einer gemeinsamen Datenbank zu katalogisieren und den Nutzern über das Internet komfortabel zur Verfügung zu stellen.
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Geocaching.com [Bearbeiten]
Die bekannteste und umfangreichste ist geocaching.com, die seit den Anfängen im Jahr 2000 existiert und weltweit ca. 2 Millionen Geocaches enthält (Stand Februar 2013). Deren Besitzer, die Groundspeak Inc., gewährt jedem registrierten Benutzer freien Zugang zu den Cachedaten mit einem recht komfortablen Benutzer-Interface. Geocaching.com ist die einzige Geocaching-Datenbank weltweit, die keine regionale Einschränkung kennt und daher eine globale Ausübung des Sports/Spiels ermöglicht.
Kritik [Bearbeiten]
Umstritten ist der Versuch, das in der Gemeinschaft entstandene Geocaching für sich exklusiv zu schützen. Das bekannteste Beispiel dafür ist der erfolglose Versuch, das Wort „Geocache“ als Warenzeichen zu registrieren. Auf dem amerikanischen Kontinent wird geocaching.com von einem großen Teil der Geocacher genutzt. In den Vereinigten Staaten, wo die Mehrheit der Geocaching-Seiten gehostet werden, stehen Cache-Dateien unter Markenschutz, Koordinaten jedoch nicht.
Alternativen [Bearbeiten]
Überregionale Datenbanken [Bearbeiten]
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Als Alternative entwickelte sich die im März 2001 gestartete Website Navicache.com.
Terracaching.com [Bearbeiten]
Eine weitere Geocache-Datenbank ist die seit Oktober 2004 bestehende Website Terracaching.com, die zwar deutlich weniger Caches gelistet hat, dafür aber nach eigenen Aussagen mehr Wert auf Qualität derselben legt; unter anderem werden die Caches von jedem Finder bewertet. Um Mitglied zu werden, wählt man sich zwei bestehende Mitglieder als sogenannte „Sponsoren“ aus. Dies können, müssen aber nicht unbedingt, Bekannte oder Freunde sein. Die Suche nach Sponsoren erfolgt nach der Anmeldung automatisch. Hauptaufgabe der Sponsoren ist das Prüfen neuer Caches, ähnlich der Funktion der Reviewer bei geocaching.com.
Wherigo.com & Waymarking.com [Bearbeiten]
Für spezielle Geocaches gibt es zudem zwei weitere Datenbanken der Groundspeak Inc. Hierbei handelt es sich zum einen um die Wherigo.com-Datenbank, in der alle Wherigo-Caches gelistet sind. Die zweite Datenbank für so genannte Virtual Caches, Locationless Caches und Webcam Caches ist die Waymarking.com. Die Navigation auf dieser Website ist aber gewöhnungsbedürftig.
OpenCaching.com [Bearbeiten]
Seit Dezember 2010 steht mit OpenCaching.com eine weitere internationale Alternative zur Verfügung. Die Website wird vom Navigationsgerätehersteller Garmin betrieben.
Landesspezifische und Regionale Datenbanken [Bearbeiten]
Mittlerweile gibt es Angebote, die sich schwerpunktmäßig auf einzelne Länder konzentrieren und damit ein Gegengewicht zu dem anglizistisch geprägten Angebot von geocaching.com darstellen.
Opencaching [Bearbeiten]
Um einem Monopol von geocaching.com entgegenzuwirken, wurde von einer Gemeinschaft von deutschsprachigen Geocachern eine Open-Source-Software und -Datenbank opencaching.de entwickelt und im Herbst 2005 gestartet. Ziele des opencaching-Konzeptes sind besonders die Vernetzung von opencaching-Datenbanken einzelner Staaten untereinander und die Möglichkeit zur Nutzung eines Interfaces für Anwendungsentwickler von Geocaching-Software.
Ende Oktober 2006 wurde in dieser Datenbank bereits der 10.000ste deutsche Cache eingetragen, wobei die meisten Einträge jedoch Duplikateinträge von geocaching.com sind. Weitere opencaching-Datenbanken entstanden 2006 in Tschechien und Polen, dann im Jahr 2009 in Großbritannien, Schweden und Norwegen und im Jahr 2010 in den Vereinigten Staaten und Japan.
Mittlerweile enthält opencaching rund 40.000 Caches (Stand September 2010)
cistes.net [Bearbeiten]
Für den französisch sprechenden Raum gibt es ebenfalls eine große Datenbank unter cistes.net. Hier waren im September 2007 über 29.000 Geocaches in Frankreich gelistet, während es geocaching.com zu diesem Zeitpunkt in diesem Gebiet auf nur etwa 3.100 Einträge bringt. November 2009 sind es schon über 58.000. Auch in weiteren europäischen Ländern befinden sich schon Cistes.
Extrem Caching [Bearbeiten]
Für den deutschsprachigen Raum wurde Anfang 2013 die Datenbank extremcaching.de geschaffen, um Caches aufzunehmen, die von Reviewern auf geocaching.com archiviert oder gar nicht erst freigeschaltet wurden [1]. In der Datenbank sind ca. 200 Caches enthalten (Stand 27. März 2013)[2]. Hintergrund sind die erhöhten Anforderungen die geocaching.com an einen Cache stellt, bevor er freigeschaltet werden kann und die vermehrten Schließungen von Caches in Höhlen, Bunkern und Lost Places.
Probleme [Bearbeiten]
Es gibt derzeit keine übergreifende Vernetzung der verschiedenen Geocache-Datenbanken. Daher entsteht das Problem, die neuen Geocaches in mehrere der genannten Verzeichnisse einzutragen und sie dort, beispielsweise bei Änderungen des Rätsels oder der Koordinaten, zu pflegen. Ist der Cache auf mehreren Websites eingetragen, bleibt es zudem den Findern überlassen, ihre Log-Einträge auch auf allen dieser Seiten zu tätigen.
Weblinks [Bearbeiten]
- cistes.net - Geocaching-Datenbank für den französischsprachigen Raum
- Geocaching.com – Weltweit größte internationale Geocaching-Datenbank
- Navicache.com – kleinere Geocaching-Datenbank, vorwiegend amerikanisch
- OpenCaching.com – internationale Geocaching-Datenbank des Navigationsgerätehersteller Garmin
- opencaching.de – freie Geocaching-Datenbank für Caches in Deutschland, Österreich, der Schweiz
- Opencaching-Netzwerk – Übersichtsseite der freien, nicht kommerziellen Opencaching-Websites
- Terracaching.com – vorwiegend englischsprachige Datenbank für Caches „hoher Qualität“, die nicht auf den anderen Datenbanken gelistet sind
- Waymarking.com
- Wherigo.com