Merda d’artista

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Merda d’artista (deutsch Künstlerscheiße) ist ein bekanntes Projekt des italienischen Konzeptkünstlers Piero Manzoni.

Im Jahre 1961 füllte Manzoni jeweils 30 g seiner eigenen Fäkalien in 90 Dosen und verschloss diese geruchsfest. Die Dosen wurden einzeln von 001 bis 090 durchnummeriert und mehrsprachig mit merda d’artista oder auch Künstlerscheiße beschriftet. Die Dosen verkaufte der Künstler schließlich zum damals aktuellen Goldpreis für 30 g. [1][2]

Manzonis Werk ist beeinflusst von Ideen der Ready-mades Marcel Duchamps. Die Aktion erntete erwartungsgemäß viel Aufsehen und wurde berühmt, für die einen aufgrund des radikalen Bruchs mit der künstlerischen Tradition, für die anderen als offensichtliches Zeichen der Degeneration und Dekadenz der modernen Kunst.

Die Dosen wurden alle verkauft und sind in verschiedenen Sammlungen auf der ganzen Welt verstreut. Sie haben heute einen deutlich höheren Wert als den von Manzoni angesetzten, eine Dose erzielte im Jahr 2008 bei Sotheby’s einen Auktionsspreis von 97.250 englischen Pfund (ca. 132.000 Euro).[3][4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Piero Manzoni , offizielle Website des Künstlers
  2. Tate etc., Ausgabe 10/2007
  3. Katalogeintrag bei Sotheby's
  4. Artikel zu diesem und anderen Werken Manzonis