Ludwig von Fischer

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Ludwig Friedrich Alexander von Fischer (* 5. Oktober 1832 in Sulzbach; † 8. Januar 1900 in Augsburg) war ein deutscher Politiker. Er war von 1866 bis 1890 Bürgermeister der Stadt Augsburg. Später wurde er auch Mitglied des bayrischen Landtags und des Reichstags des Deutschen Reiches.

Fischer wurde als Sohn eines Advokaten, der sich in der Paulskirchen-Bewegung betätigte, in Sulzbach geboren. Er besuchte das Gymnasium bei St. Stephan in Augsburg und studierte von 1850 bis 1854 an den Universitäten in München und Berlin die Rechtswissenschaften. Von 1854 bis 1862 war er als Praktikant und Akzessist zunächst beim Landgericht Göggingen tätig. Später war er auch beim Kreis- und Stadtgericht Augsburg und bei der Kreisregierung tätig. Seit August 1862 war er zweiter Bürgermeister und nach der erfolgreichen Wiederwahl im Januar 1866 Bürgermeister auf Lebenszeit. Ab Mai 1866 war Fischer Erster Bürgermeister von Augsburg. Ab April 1863 war er Mitglied des Landtages für die Fortschrittspartei, für die er von 1863 bis 1869 für Immenstadt, von 1869 bis 1881 für Augsburg, von 1881 bis 1887 für Bayreuth und anschließend wieder für Augsburg ins Parlament gewählt wurde. Fischer war Mitglied im Sozialgesetzgebungsausschuß, wo er Referent für Fragen des Heimatrechts war. Im Juli 1870 stimmte er für den Bündnisfall gegen Frankreich, nach der Reichsgründung im Jahr 1871 trat er aber für bayerische Reservatrechte ein. In der Reichspolitik war er Anhänger von Bismarck. Von 1871 bis 1874 war er Mitglied des Reichstages für den Wahlkreis Augsburg, ab 1884 für Heidenheim-Ulm und seit 1898 für Bayreuth.

Im Jahr 1891 gehörte Fischer dem ersten Präsidium des Alldeutschen Verbands an.[1]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Michael Peters: Alldeutscher Verband (ADV), 1891–1939. In: Historisches Lexikon Bayerns.
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