OP-20-G

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

OP-20-G war die Bezeichnung einer speziellen Arbeitsgruppe der US-Navy, also der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten von Amerika, deren Hauptaufgabe während der Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Kryptanalyse und Signals Intelligence bestand. OP-20-G ist die Abkürzung für „Office of Chief of Naval Operations (OPNAV), 20th Division of the Office of Naval Communications, G Section / Communications Security“. Hauptsitz war das Navy Department building in der amerikanischen Hauptstadt Washington.

Zu den wichtigsten Aufgaben dieser Arbeitsgruppe gehörten die Beobachtung, Entzifferung und Auswertung des feindlichen Marine-Funkverkehrs, insbesondere der Kriegsgegner Japan, Italien und Deutschland. Erfolge konnte OP-20-G beispielsweise gegen den mithilfe der Schlüsselmaschine ENIGMA-M4 verschlüsselten geheimen deutschen U-Boot-Funkverkehr erzielen, wobei spezielle elektromechanisch betriebene kryptanalytische Maschinen wie „Duenna“ entwickelt und eingesetzt wurden. Die Geheimhaltung innerhalb dieser Gruppe war strenger als beim Bau der Atombombe.[1]

Aufgrund der Erfahrungen, die die Amerikaner mit der Aufsplitterung ihrer kryptanalytischen Dienste im Zweiten Weltkrieg sammelten, insbesondere wegen der Konkurrenz zwischen Navy und Army, ging OP-20-G nach dem Krieg in der neu gegründeten Nationalen Sicherheitsbehörde NSA auf.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Friedrich L. Bauer: Entzifferte Geheimnisse, Methoden und Maximen der Kryptographie. Springer, Berlin 2000 (3. Aufl.), S. 433. ISBN 3-540-67931-6