Purismus (Kunst)

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Kvarteret Bergsund des schwedischen Künstlers Torsten Jovinge, 1931

Purismus (von franz. pur: rein, unvermischt, pur) bedeutet in der Ästhetik ein Schwergewicht auf dem Klaren, Genauen, Regelmäßigen, auch Unverfälschten. Puristische Strömungen folgen oft auf Wellen des Manierismus und des Eklektizismus, die zum Beispiel ein Überborden des Ornamentalen mit sich bringen.

Im engeren Sinn ist der Purismus eine Richtung der Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts. Sie wurde von Amédée Ozenfant und Charles-Edouard Jeanneret (Le Corbusier) 1918 mit dem Manifest Après le cubisme (Nach dem Kubismus) gegründet.

Die Puristen strebten eine einfache funktionale Malerei und Bauweise an, in der sich Ästhetik und Maschinenwelt vereinigen sollen. Auf rationaler Grundlage sollten einfache geometrische Formen mit maschineller Präzision verwendet werden. Sie schätzen den Goldenen Schnitt als ideale Proportion. Rein dekorative Elemente lehnten sie ab.

Ähnlichkeiten mit dem Purismus hat der Minimalismus.

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