Aquilino Fraga Guterres

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Aquilino Ribeiro Fraga Guterres, Kampfname Ete Uco (Etu Uku), ist ein Politiker aus Osttimor. Er ist Mitglied der Partido Democrático (PD).[1][2][3]

Guterres war Mitglied des Widerstandes gegen die indonesische Besatzung. Seine Aufgabe bestand zunächst darin, Informationen über die Situation in Osttimor nach außen zu bringen. In dieser Zeit arbeitete er als Fahrer der Regionalen Entwicklungsbank (Bank Pembangunan Daerah, BPD). Im Oktober 1983 wurde die indonesische Kodim (Militärdistriktkommandatur) in Dili auf ihn aufmerksam und setzte zwei Agenten auf ihn an. Guterres wurde verhaftet, verhört und mit Schlägen und Elektroschocks gefoltert. Er kam in das Gefängnis Comarca. Nachdem er wieder frei war, nahm Guterres ab 1993 in der FALINTIL die Rolle des Orgão Directiva Regional (ODIR) im Westteil von Osttimor ein, später im Conselho Nacional de Resistência Timorense (CNRT) war Guterres ab 1998 Vizesekretär der Region 4.[4]

Guterres wurde bei den Wahlen 2001 auf Platz 7 der PD-Liste in die Verfassunggebende Versammlung gewählt.[1] Mit der Unabhängigkeit Osttimors am 20. Mai 2002 wurde die Versammlung zum Nationalparlament und Guterres Abgeordneter.[5][6] Bei den Neuwahlen im Juni 2007 trat er nicht mehr an.[7]

2006 erhielt Guterres den Ordem Nicolau Lobato.[8]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b Wahllisten aller angetretenen Parteien und Liste der unabhängigen Kandidaten, August 2001, abgerufen am 27. April 2020.
  2. Annemarie Devereux: Timor-Leste’s Bill of Rights: A Preliminary History, ANU Press 2015, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  3. Nationalparlament Osttimors: Legislatura 2002-2007, abgerufen am 6. Mai 2020.
  4. Chega! Der Schlussbericht der CAVR.
  5. Liste der Abgeordneten im Nationalparlament Osttimors (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive).
  6. Nationalparlament Osttimors: Aquilino Fraga Guterres, abgerufen am 29. Juli 2020.
  7. Liste der Kandidaten 2007 von der STAE (PDF; 819 kB).
  8. Jornal da República: Ausgabe vom 20. Dezember 2006, abgerufen am 22. März 2018.