Diskussion:Mechanismus-Design-Theorie

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Letzter Kommentar: vor 5 Jahren von Hæggis in Abschnitt Verkehrsbeispiel
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Menschlicher vs. technischer (=Software) Agent

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Im Beitrag (1. Satz) heißt es: "[...] Teilgebiet der Spieltheorie, das Regeln [...] für Multiagenten-Spiele festlegt". Das ist so nicht richtig! Die Mechanismus-Design-Theorie -- siehe dazu jedwede im Beitrag zitierte Literatur -- ist für menschliche Spieler in einem Sozialsystem entwickelt worden. Bei den im Beitrag erwähnten "Multiagenten-Spielen" handelt es sich aber um Software, also technische Systeme. Hier ist der Autor einem, in der Softwareagenten-Welt häufig anzutreffenden Fehler aufgesessen! Die Theorie ist für Menschen entworfen; die Programmierer von Softwareagenten nutzen diese Theorie, um quasi mimetisch technische Softwaresysteme zu konstruieren ("Idea of a System as a Society", s. Wooldridge et al., "The Gaia methodology for agent-oriented analysis and design", in: Autonomous Agents and Multi-Agent Systems, 3(3), S. 285–312, 2000). Mitnichten ist die Theorie originär für den Zweck der Konstruktion eines technischen Systems entwickelt worden! Der Begriff "Multiagenten-Spiele", so wie er an dieser Stelle verwendet wird, ist daher falsch und wurde von mir durch den neutralen Begriff "Spiele" ersetzt. Anregung: In den Artikel kann ein Abschnitt "Nutzung der Mechanismus-Design-Theorie für die Entwicklung technischer Multiagentensysteme" aufgenommen werden. (nicht signierter Beitrag von MarcusMüller (Diskussion | Beiträge) 13:44, 9. Sep. 2013 (CEST))Beantworten

Definition

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Das englische "set" kann sowohl Satz als auch Menge bedeuten. Das Wort Menge ist in der Ökonomie gängig und bedeutet soviel wie "die Summe der Regeln". Die Übersetzung "Satz" ist in diesem Kontext irreführend. (nicht signierter Beitrag von 78.54.36.37 (Diskussion | Beiträge) 19:32, 29. Sep. 2009 (CEST)) Beantworten

Lemmafrage

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Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber in der Presse wurde vielfach im Zusammenhang der Nobelpreisträger von Mechanische Designtheorie bzw Denglisch "mechanism design"-Theorie oder auch Mechanismustheorie bzw Mechanism Design oder Mechanismus-Design-Theorie gesprochen [1] [2] [3], wie heißt die Therorie offiziell und wäre es demnach nicht besser sie dann korrekt zu verschieben?--Zaph Ansprache? 15:18, 15. Okt. 2007 (CEST)Beantworten

  • hier etwas zur babylonischen Sprachverwirrung, hab es mittlerweile angepasst--Zaph Ansprache? 15:39, 15. Okt. 2007 (CEST)Beantworten
  • Aber wieso ausgerechnet an die Nonsensschreibung vom Handelsblatt mit Bindestrich zwischen Mechanismus und Designtheorie (statt zwischen Mechanismusdesign und Theorie)? 84.177.104.165 17:44, 15. Okt. 2007 (CEST)Beantworten
    • ja Du hast Recht, man sollte eine evtl vollständige Durchkoppelung anwenden (?)--Zaph Ansprache? 18:51, 15. Okt. 2007 (CEST)Beantworten
    • Also "Mechanismus-Design-Theorie"? Das wäre eine Möglichkeit. Daran stört mich ein wenig, dass das (analog zu "Preis-Leistungs-Verhältnis", "Client-Server-System" usw.) ein bisschen so wirkt, als handele es sich um eine Theorie, in der es um das Zusammenspiel od. Verhältnis von Mechanismus und Design geht. Ich würde außerdem generell dafür plädieren, die Begriffsbildung der Wissenschaft zu überlassen, und dort wird nach meinem unmaßgeblichen Eindruck momentan von "Mechanism Design" geredet (vorhin z.B. auf HR 2), d.h. der Gegenstand der Theorie wird komplett englisch benannt. Das scheint mir auch sinnvoll, denn "Design" für sich genommen ist im Deutschen zunächst anders besetzt (Produktdesign, Grafikdesign). Die zugehörige Theorie wäre also die "Mechanism Design"-Theorie oder Mechanism-Design-Theorie. Letzteres würde ich vorziehen. MW (derselbe wie oben trotz neuer IP-Adresse) 84.177.113.126 20:35, 15. Okt. 2007 (CEST)Beantworten

Verkehrsbeispiel

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Das auf der Seite genannte Beispiel "Verkehrsführung" (Bild) ist so unsinnig. Es ist ja hier keineswegs belegt, dass das Fehlen von Regeln zum Chaos führt. Gerade die Spieltheorie wird evtl. nachweisen, das durch wiederholtes Spiel ein Lernen stattfindet, was Chaos verhindert. Je nachdem, was untersucht werden soll, gibt hier sowohl Marktlösungen als auch andere spieltheoretische Lösungen. Ich würde dafür plädieren, das Beispiel rauszunehmen oder zu überarbeiten.

  • Es ist ja hier keineswegs belegt, dass das Fehlen von Regeln zum Chaos führt.
Verkehrsregeln sind gesetzliche Maßnahmen, die implementiert wurden, um ein bestmöglichstes Ergebnis im Straßenverkehr zu erzielen. Das Fehlen von Regeln (= Mechanismen) im Straßenverkehr führt stets zu einem schlechteren Ergebnis. Bereits im Kindesalter gibt es eine Verkehrserziehung, damit die Kinder diese Verkehrsregeln lernen können. Die Lerneffekte (in diesem Fall durch Unfälle) reichen nicht aus, um das Ergebnis zu optimieren.
Klar gibt es unzählige Beispiele zu Märkte, aber nicht jeder Leser hier verfügt über einen wirtschaftstheoretischen Hintergrund, zum Beispiel über Marktgleichgewichte.
  • Ich würde dafür plädieren, das Beispiel rauszunehmen oder zu überarbeiten.
Das Beispiel kann jederzeit überarbeitet werden. Auf der Wikicommons-Seite kann eine neue Version der Abbildung hochgeladen werden. Solange es keine alternative schematische Darstellung zu dieser Theorie gibt, halte ich das Entfernen für unangebracht. -- 91.46.89.148 15:42, 9. Mai 2009 (CEST)Beantworten
Das Bild ist allerdings im Detail (rechts vor links) offensichtlich nicht korrekt (so zeigt es "links vor rechts"). Ich schreibe mal den Urheber an. --Da flow (Diskussion) 17:23, 31. Aug. 2012 (CEST)Beantworten


Wirklich regelloses Interagieren ist theoretisch schwer möglich, soweit ich die spieltheoretischen Ansätze verstanden habe. Bei allen Begegnungen legen Akteure durch ihr (potentielles) Interagieren de facto Regeln fest. Daraus entstehen bestimmte Lösungen. Auch beim ersten Bild gibt es Regeln bzw. einen Mechanismus, nur ist er im Ergebnis unbefriedigend.
Die Darstellung zeigt schematisch ein Anwendungsbeispiel der Mechanismus-Design-Theorie auf die Verkehrsführung. Fehlen sämtliche Mechanismen, so führt das Streben nach Optimum der einzelnen Verkehrsteilnehmer zum Chaos. Der Mechanismus rechts vor links kann ebenfalls nur die Hälfte des maximal möglichen Gesamtergebnisses erzielen. Erst durch den Ampel-Mechanismus wird das in diesem Beispiel größt mögliche Gesamtergebnis erreicht.

An dem Bild + Bildbeschreibung würde ich kritisieren bzw. ändern:

  1. „Ist kein Mechanismus verbindlich vorgegeben“ statt „Fehlen sämtliche Mechanismen“. Das ist freilich eine Frage der Interpretation von „Regellosigkeit“, aber auch hier kann man gerade in der Spieltheorie Entscheidungsbäume aufstellen, gefangenendilemma-artige Nash-Lösungen darstellen usw.
  2. Der Ausdruck „Chaos“ ist an der Stelle unnötig und ablenkend, „Stau“ dagegen deutlich konkreter und im Rahmen der gewünschten Aussage.
  3. Der initiale Grund dieses Beitrags: Die Vorfahrts-Regel „rechts vor links“ ist mE nur in einer bestimmten Interpretation der Grafik dargestellt. Intuitiv sieht es für mich wie eine Hauptstraßen-Nebenstraßen-Regelung aus. Rechts vor links ist nur darstellt, wenn die Fahrzeuge von norwest nach südost fahren. Das bedeutet aber Linksverkehr, wo wiederum „links vor rechts“ gelten müsste.
  4. Kontraintuitiv ist auch, dass bei der Ampellösung scheinbar immer nur ein Fahrzeug fährt, und beim Nachfolger schon wieder rot ist.

Besonders der 3. Punkt macht die Grafik stellenweise kontraproduktiv für die bildliche Unterstützung des Artikels. --Hæggis 14:35, 18. Feb. 2019 (CET)Beantworten

Mechanismus-Design der Banken?

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Hier ist von "Optimierungen" eines Systemes durch Mechanismus-Design die Rede. Mich nähme Wunder, wo dieses Design bei unserem Finanzsystem zu Tragen kommt. Banken erhalten nämlich Milliarden nahezu gratis von der Nationalbank, und können diese Geld beliebig investieren bzw. schütten es teilweise sogar ohne Cashflow an die Banker - somit eigentliche Staatsangestellte - aus und kacken danach Milliardenverluste ab. Wo also ist bei dieser Abzockerei das Mechanismus-Design geblieben? Vielleicht ist es ja da, ich verstehe es nur nicht...? --178.197.226.160 23:46, 22. Sep. 2013 (CEST)Beantworten