Manfred Aschke

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Manfred Aschke, 2017

Manfred Aschke, teilweise auch Aschke-Lepsius (* 21. März 1950; † 23. März 2023[1]) war ein deutscher Rechtswissenschafter. Von Mai 2014 bis März 2018 war er Präsident des Thüringer Verfassungsgerichtshofes; vorher war er Vorsitzender Richter am Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar.

Manfred Aschke war ein Sohn von Viola Aschke-Lepsius, einer Tochter des Theologen und Armenieraktivisten Johannes Lepsius. Er studierte Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie in Marburg und Genf und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gießen, an der er 1985 mit der Arbeit Übergangsregelungen als verfassungsrechtliches Problem promoviert wurde.[2] Später habilitierte er sich ebenfalls in Gießen für die Fächer Öffentliches Recht und Rechtssoziologie. Ab 2003 war er Honorarprofessor an der Universität Gießen.[3]

Aschke war seit 1982 Richter, zunächst in Hessen am Verwaltungsgericht Gießen, dann beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof. 1993 wechselte er nach Thüringen, wo er seit 1995 Vorsitzender Richter beim Thüringer Oberverwaltungsgericht war. Als Präsident des Verfassungsgerichtshofes wurde er von der thüringischen SPD-Landtagsfraktion vorgeschlagen.[4] Aschke erhielt bei der Wahl 69 von 83 abgegebenen Stimmen und folgte damit im Amt auf Joachim Lindner. Im März 2018 schied Aschke aus dem Amt aus, nachdem er die gesetzliche Altersgrenze erreicht hatte.[5] Auf ihn folgte Stefan Kaufmann.[6]

Manfred Aschke war Mitglied der Deutsch-Armenischen Gesellschaft und seit 1998 Gründungsmitglied des Fördervereins des Lepsiushauses Potsdam.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Lebenslauf in: 100 Jahre Deutsch-Armenische Gesellschaft, Seite 295: Die Autoren, Düsseldorf: Deutsch-Armenische Gesellschaft 2014, ISBN 978-3-9802408-0-2.
Commons: Manfred Aschke – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Traueranzeige auf franken-gedenkt.de (zuletzt abgerufen am 16. April 2023)
  2. siehe Daten der Dissertation in der DNB unter https://d-nb.info/861112512
  3. Vorsitzender Richter am Thüringer Oberverwaltungsgericht zum Honorarprofessor berufen Thüringer Oberverwaltungsgericht, Pressemitteilung vom 9. Mai 2003
  4. siehe Meldung der TLZ SPD-Vorschlag: Aschke soll Verfassungsgericht führen
  5. ThürVerfGH, Beschluss vom 11. April 2018, VerfGH 8/18, S. 3 und ThürVerfGH, Beschluss vom 11. April 2018, VerfGH 3/17, S. 4
  6. Lukas C. Gundling: Verfassungskrise in Thüringen abgewendet – ein Bericht, in Zeitschrift für Landesverfassungsrecht und Landesverwaltungsrecht (ZLVR), S. 105–108.