Oberküps

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Oberküps
Markt Ebensfeld
Koordinaten: 50° 3′ N, 11° 3′ OKoordinaten: 50° 2′ 33″ N, 11° 2′ 37″ O
Höhe: 379 m ü. NN
Einwohner: 121 (31. Dez. 2021)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Eingemeindet nach: Kleukheim
Postleitzahl: 96250
Vorwahl: 09547
Filialkirche St. Katharina in Oberküps
Filialkirche St. Katharina in Oberküps
Blick von Unterküps nach Oberküps (2019)

Oberküps ist ein Gemeindeteil des oberfränkischen Marktes Ebensfeld im Landkreis Lichtenfels.

Das Kirchdorf liegt in einem engen Tal mit bewaldeten Steilhängen östlich vom Maintal. Der Ort ist in Ost-West-Richtung angeordnet und wird vom Aschbach, einem linken Zufluss des Mains, durchflossen. Die Kreisstraße LIF 11 von Frauendorf nach Kleukheim führt durch Oberküps.

1237 wurde Oberküps erstmals urkundlich erwähnt, als Herzog Otto von Meranien dem Kloster Langheim Güter übereignete, darunter eine Hube, ein Lehen und einen Weinberg in „Cubz“.[2]

1801 gehörte das Dorf zum Gebiet des Hochstifts Bamberg, das neben der Landeshoheit die Zent, Dorf-, Gemeinde- und Flurherrschaft besaß. Der Ort hatte außer der Kirche ein Schul- und ein Gemeindehirtenhaus. Außerdem gab es 33 Lehen, davon allein 15 des Klosters Langheim, mit verschiedenen Lehenherren.[2]

1862 wurde Oberküps in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein eingegliedert. Die Landgemeinde gehörte zum Landgericht Staffelstein. Ein Gemeindeteil war das benachbarte Unterküps. 1871 hatte das Kirchdorf Oberküps 188 Einwohner und 84 Gebäude. Eine katholische Schule befand sich im Dorf, die katholische Pfarrkirche im drei Kilometer entfernten Kleukheim.[3] 1900 zählte die 663,71 Hektar große Landgemeinde 311 Einwohner, der Ort 182 Einwohner und 35 Wohngebäude[4] sowie 1925 161 Personen, von denen alle katholisch waren, in 35 Wohngebäuden.[5] 1950 hatte Oberküps 191 Einwohner und 31 Wohngebäude. Die zuständige evangelische Pfarrei war in Staffelstein.[6] Im Jahr 1970 zählte das Kirchdorf 149,[7] 1987 insgesamt 124 Einwohner sowie 32 Wohnhäuser mit 32 Wohnungen.[8]

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Staffelstein aufgelöst. Die Gemeinde Oberküps wurde nach Kleukheim eingegliedert und kam zum Landkreis Lichtenfels. Am 1. Mai 1978 folgte die Eingliederung der Gemeinde Kleukheim mit Oberküps nach Ebensfeld.

Sehenswürdigkeiten

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Die katholische Filialkirche St. Katharina wurde zwischen 1798 und 1802 nach Plänen des Bamberger Hofbaumeisters Johann Lorenz Fink durch den Staffelsteiner Baumeister Andreas Weber errichtet. Die gewestete Landkirche befindet sich in Hanglage hoch über dem Nordwestrand des Dorfes. Das Langhaus ist ein Saalraum, an den sich ein einachsiger, eingezogener Chor anschließt. Die westliche Giebelseite ist als Einturmfassade gestaltet. Der Hochaltar stammt aus der Werkstatt des Bamberger Bildhauers Georg Hoffmann. Die Seitenaltäre wurden von Franz Anton Schott von 1730 bis 1733 für die Johanniskapelle bei St. Stephan in Bamberg gefertigt. Sie wurden wie die Orgel, die 1723 der Würzburger Hoforgelbaumeister Johann Philipp Seuffert für Kloster Banz als Winterorgel gefertigt hatte, 1804 von der Gemeinde erworben.

In der Liste der Baudenkmäler in Oberküps sind weitere acht Sehenswürdigkeiten aufgeführt.

Commons: Oberküps – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Markt Ebensfeld – Ortsteile des Marktes Ebensfeld@1@2Vorlage:Toter Link/ebensfeld.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2024. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. a b Dorothea Fastnacht: Staffelstein. Ehemaliger Landkreis Staffelstein. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 5: Staffelstein. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, ISBN 978-3-7696-6861-2. S. 197f
  3. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1120, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1118 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1155 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1000 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 163 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 317 (Digitalisat).