Otto Unshelm

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Otto Unshelm
Personalien
Geburtstag 12. März 1891[1]
Geburtsort Solingen
Sterbedatum 20. September 1960
Sterbeort Solingen[2]
Nationalität Deutschland Deutschland
Aktive Zeit ca. 1922–1945
Erfolge
Wenn nicht anders ausgewiesen, beziehen
sich die Angaben auf die Disziplin „Dreiband“.
Bester ED: 0,833
DM Berlin 1932
Bester GD: 0,628
DM Berlin 1941
Höchstserie (HS): 9
DM Bremen 1935
Weltmeisterschaften:
Bronze 1928
Andere Turniere:
6 × Deutscher Meister
Verein(e)
  • Solinger BC 1920.

Otto Unshelm (* 12. März 1891 in Solingen; † 20. September 1960 ebenda) war ein deutscher Karambolagespieler und mehrfacher Deutscher Meister im Dreiband.

Unshelm wurde im Bergischen Land geboren und wuchs auch dort auf. Von Beruf war er Musikpädagoge und Lehrer für Violinspiel. Schon zu Anfang der 1930er-Jahre leitete er in Remscheid einen Billardsalon, später dann in Magdeburg und dann in Solingen seinen eigenen Salon.[2] Außerdem war er 1920 Gründungsmitglied des „Solinger BC“.[3]

Schon in jungen Jahren erlernte Unshelm das Billardspiel, wie damals noch üblich im Cadre. Seit 1922 nahm er regelmäßig an nationalen und internationalen Turnieren teil. Im Laufe der 1920er-Jahre begann er aber auf das Dreibandspiel umzuschwenken und nahm als erster und einziger Deutscher an der Dreiband-Weltmeisterschaft 1928 im französischen Reims teil und belegte auf Anhieb den dritten Platz. Im folgenden Jahr wurde er zum ersten Mal Deutscher Meister im Dreiband, und zwischen 1932 und 1935 war er Seriensieger des Turniers, ehe ihn der Duisburger August Tiedtke 1940 zum ersten Mal besiegte. Unshelm eroberte den Titel erneut 1941 zurück, bevor Tiedtke danach zum unangefochtenen Seriensieger wurde. Unshelm belegte aber noch einige Zweit- und Drittplatzierungen. Auch im Cadre blieb er weiterhin erfolgreich.

In einem Nachruf schrieb Albert Poensgen über ihn:[2]

„Seine größten Erfolge errang er im Dreibandspiel, in dem er es als Langballspieler zu großer Meisterschaft gebracht hat. Sechsmal wurde er Meister im Dreibandspiel, einmal sogar (1940) gegen Tiedtke, der im Jahre 1936 seiner Vorherrschaft auf diesem Gebiet ein Ende bereitet hatte. Aber auch im Cadre 45/2 war er, obwohl das Serienspiel nicht seine beste Seite war, ein turnierfester, zäher und von allen gefürchteter Gegner, dem durch sein geschicktes Verteidigungsspiel, verbunden mit einer außerordentlichen Karambolierfähigkeit, manchmal Überraschungssiege gelangen, wie ich selbst, einmal auch Walter Joachim und der so sehr viel stärkere Jean Bruno erfahren mussten.“

Albert Poensgen: Billard-Zeitung, 38. Jahrgang, November 1960[2]
  • Dreiband-Weltmeisterschaft: Bronze 1928
  • Deutsche Dreiband-Meisterschaft: Gold 1930, 1932, 1933, 1934, 1935, 1941 Silber 1931 Bronze 1936, 1937
  • Deutsche Meisterschaft im Fünfkampf: Silber 1936
  • Deutsche Meisterschaft Cadre 45/2: Silber 1925 Bronze 1922, 1924, 1927, 1930
  • Deutsche Meisterschaft Cadre 71/2: Bronze 1940
  • Deutsche Meisterschaft Einband: Silber 1939

Quellen:[1][4]

Galerie
Unshelm bei der Deutschen Meisterschaft
Nachruf
Commons: Otto Unshelm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Dieter Haase, Heinrich Weingartner: Enzyklopädie des Billardsports. 1. Auflage. Band 3. Verlag Heinrich Weingartner, Wien 2009, ISBN 978-3-200-01489-3, S. 919.
  2. a b c d Karlheinz Krienen: Billard-Zeitung. Nr. 5. München-Gladbach November 1960, S. 5.
  3. Sorgenvoller Blick in die Zukunft. solinger-tageblatt.de, archiviert vom Original am 23. Januar 2018; abgerufen am 13. August 2013.
  4. Spielerprofil. Kozoom, abgerufen am 13. August 2013.