Portal:Billard/ehemalige Artikel des Monats

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Stephen Hendry

Stephen Hendry (* 13. Januar 1969 in Edinburgh, Schottland) ist einer der erfolgreichsten Snookerspieler aller Zeiten.

Hendry begann seine Profikarriere 1985 im Alter von 16 Jahren. Bereits 1987 gewann er mit dem Grand Prix seinen ersten Ranglistentitel als damals jüngster Turniersieger aller Zeiten (diese Altersmarke wurde später von Ronnie O’Sullivan unterboten).

In den 1990ern dominierte Hendry den Sport und führte von 1990 bis 1997 ohne Unterbrechung die Snookerweltrangliste an. Er ist Rekordträger bei den Weltmeisterschaften in Sheffield, die er siebenmal gewann (1990, 1992–1996, 1999); allein viermal im Finale gegen Jimmy White. Bei seinem ersten Erfolg 1990 war Hendry mit 21 Jahren der jüngste Weltmeister aller Zeiten. In der Saison 1990/91 stellte er mit fünf Siegen bei Ranglistenturnieren innerhalb einer Spielzeit einen Rekord auf.

Er hat die meisten offiziellen Century Breaks (über 700) und die zweitmeisten Maximum Breaks (acht) gespielt.


Snookerqueue

Mit Queue [] (Artikel: das, österr. der) wird der Spielstock bezeichnet, mit dem die Kugeln beim Billardspiel gestoßen werden. Queues setzten sich ab Mitte des 18. Jahrhunderts anstelle der bis dahin üblichen gebogenen Schläger durch.

Das Queue besteht aus Holz, (glasfaserverstärktem) Kunststoff, Aluminium oder Kohlefaser. Die Holzarten, die verwendet werden, sind unterschiedlich wie die Härtegrade, womit unterschiedliche Eigenschaften entstehen. Was hierbei besser oder schlechter ist, lässt sich nicht sagen, da es jeder Spieler individuell für sich entscheiden muss.

Tatsache ist, dass sich ein weicheres Oberteil stärker durchbiegt als ein hartes. Mit einem weichen Oberteil fällt es jedoch leichter, dem Spielball Effet mitzugeben, da es wegen seiner Elastizität länger Kontakt zum Ball hat. Je besser ein Spieler ist, desto eher tendiert er zu einem härteren Holz. Das härtere Holz erlaubt wegen der geringeren Elastizität genaueres Spiel, erfordert dafür aber eine bessere Stoßtechnik, um den jeweils erforderlichen Effekt zu bewirken.


Die Pool EM 2008 findet im hessischen Willingen statt.

Die Poolbillard-Europameisterschaft wird seit 1980 jährlich von der European Pocket-Billiard Federation ausgetragen. Im Startjahr wurden nur in den Disziplinen 8-Ball und 14 und 1 endlos Europameistertitel der Herren vergeben. Im Jahr 1981 kamen in den gleichen Disziplinen Europameistertitel der Damen hinzu. Sei 1985 wird 9-Ball als dritte Disziplin bei den Damen und Herren gespielt. Der Titel des Europameisters der Rollstuhlfahrer wird seit 1999 in den Disziplinen 8-Ball und 9-Ball ebenfalls im Rahmen der Europameisterschaft vergeben.

Der Austragungsort für die Europameisterschaften ist in allen drei Disziplinen für Herren, Damen und Rollstuhlfahrer identisch und wechselt jährlich. 2008 wird die EM nach 1980 in Alsdorf, 1987 in Stolberg und 2006 in Brandenburg an der Havel zum vierten Mal in Deutschland stattfinden. Zwischen dem 6. und 27. August wird Willingen Ausrichter der 29. Europameisterschaft sein. In der Schweiz und in Österreich fand die Europameisterschaft bisher jeweils zweimal statt: 1981 in Bern und 1990 in St. Moritz sowie 1985 in St. Johann und 2000 in Bregenz.

Titelverteidiger bei den Herren sind Oliver Ortmann, Thorsten Hohmann und Niels Feijen, bei den Damen Diana Stateczny, Eylül Kibaroğlu und Jasmin Ouschan und bei den Rollstuhlfahren Daniel Luton und Roy Kimberley.


Hier wird eine der 15 Roten gelocht.

September 2008

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Ein Maximum Break (in Deutschland auch Perfekter Frame) ist eine Besonderheit im Snooker. Locht man alle roten Kugeln (Wert 1) und jeweils die schwarze Kugel (Wert 7) abwechselnd und danach die farbigen Kugeln (Wert 27) in richtiger Reihenfolge ohne Unterbrechung (ohne dass der Gegenspieler an den Tisch kommt), so erreicht man die maximale Punktzahl von 147. Das Maximum Break gilt als herausragende Leistung eines Spielers und ist ein besonderer Höhepunkt im Spiel. Bisher wurden 66 offizielle Maximum Breaks erzielt.

Zu solch einem Break werden immer nur die direkt hintereinander erzielten Punkte eines Spielers gezählt. Gutschriften durch Fouls des Gegners werden zwar dem Punktekonto angerechnet, aber nicht zum Break hinzugezählt.

Auf ein Maximum Break ist in der Regel eine Extraprämie ausgesetzt, die bei den meisten Turnieren 20.000 Pfund beträgt. Bei den Snookerweltmeisterschaften in Sheffield beträgt die Prämie für ein Maximum Break 147.000 britische Pfund, diese teilten sich erstmals 2008 Ronnie O’Sullivan und Allister Carter, da dieses Ereignis (Zwei Maximum Breaks im selben Turnier) zum ersten Mal eintrat.


Ralf Souquet bei der Pool-EM 2008

Oktober 2008

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Ralf Souquet (* 29. November 1968 in Eschweiler) ist ein deutscher Poolbillardspieler.

Seit 1981 hat er mehr als 200 Turniere gewonnen, darunter über 40 deutsche Meisterschaften und über 30 Europameisterschaften überwiegend in der Disziplin 9-Ball. Er begann im Alter von sechs Jahren mit dem Billardspielen in der Gaststätte seiner Eltern, wo er bis zu fünf Stunden am Tag trainierte. Seinen ersten Juniorentitel gewann er bei der deutschen Meisterschaft für Junioren 1982 mit 14 Jahren.

Seine erste Europameisterschaft der Junioren schaffte er im Team 1985. 1986 folgte seiner ersten Einzeleuropameisterschaft ebenfalls noch der Juniorentitel. 1991 wurde er Profi. 1996 gewann er, als zweiter Deutscher nach Oliver Ortmann 1995, die WM im 9-Ball. 1997 wurde ihm von Roman Herzog das Silberne Lorbeerblatt überreicht.

2008 gelang Souquet schließlich mit dem gewinn der WM im 8-Ball sein zweiter Weltmeisterschaftstitel. Darüber hinaus ist er 17facher Europameister im Herreneinzel, davon zehnmal im 8-Ball (1989, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1998, 1999, 2000, 2003), viermal im 9-Ball (1995, 1997, 1998, 2006) und dreimal im 14 und 1 endlos (1995, 1996, 1997).


Steve Davis beim Paul Hunter Classic 2007

November 2008

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Steve Davis (* 22. August 1957 in Plumstead, London; Spitzname: The Nugget) ist ein englischer Snookerspieler und Officer of the Order of the British Empire. Er begann seine Profikarriere 1978 und wurde in den 1980er-Jahren sechsmal Weltmeister (1981, 1983, 1984, 1987 bis 1989). Insgesamt konnte er 28 Weltranglistenturniere gewinnen, das letzte 1995. Im Lauf seiner Karriere erspielte er bisher 5.568.680 Pfund Preisgeld.

Seine Spezialität ist sein taktisches Spiel. Er ist derzeit noch mit Erfolg bei großen Turnieren aktiv. Sein selbst gestecktes Ziel, sich an seinem 50. Geburtstag noch in den Top 16 der Weltrangliste zu befinden, hat er bei Abschluss der Saison 2006/2007 mit Platz 15 erreicht. Für die Saison 2008/2009 wird er als 29. der Weltrangliste geführt.

Trotz seiner Dominanz in den 1980er-Jahren, verbunden mit einer überbordenden Medienpräsenz, war er zu der Zeit nicht immer der Liebling des Publikums. Sein während der Spiels völlig ausdrucksloses Gesicht und seine fast maschinenhafte Spielweise brachte ihm damals den sarkastischen Spitznamen Steve „interesting“ Davis ein. Heute zeigt er mehr Emotionen beim Spiel und ist auch beim Publikum beliebter; so bekam er beispielsweise beim Gewinn des Halbfinales der UK Championship in York 2005 großen Applaus vom Publikum.

Steve Davis gelang am 11. Januar 1982 während der Lada Classics das erste im Fernsehen übertragene Maximum Break. Als Prämie erhielt er damals einen Lada, was er angesichts aktueller Prämien von bis zu 147.000 Pfund während der WM bis heute gern scherzhaft kommentiert.


Eine mögliche, korrekte Anordnung der Objektbälle vor dem Anstoß (Break)

Dezember 2008

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8-Ball bzw. 8 Ball ist eine Disziplin des Poolbillards, bei der mit fünfzehn Objektbällen (die Farbigen) und einem Spielball (die Weiße) auf einem Poolbillardtisch gespielt wird. Die Kugeln mit den Nummern 1 bis 7 sind komplett farbig und werden daher die Vollen genannt. Im Gegensatz dazu ist bei den Kugeln 9 bis 15 jeweils nur ein Streifen farbig und der Rest weiß, daher werden diese auch die Halben genannt.

Beide Spieler müssen zunächst versuchen, ihre Farbgruppe komplett zu lochen, um dann die schwarze Acht versenken zu dürfen, was bei korrekter Ausführung zum Gewinn des Spieles führt.

Die Disziplin 8-Ball entstand um 1900 aus anderen Billardvarianten und wurde zunächst mit je sieben gelben und roten sowie einer schwarzen Kugel sowie dem weißen Spielball gespielt.

Heute ist das Verwenden von Gelben und Roten Kugeln anstatt von Vollen und Halben im 8-Ball nicht mehr üblich, da man so mit dem gleichen Satz Kugeln auch andere Poolbillardvarianten wie z.B. 9-Ball oder 14 und 1 endlos spielen kann. In der, vor allem im britischen Raum, noch sehr verbreiteten Variante Blackball werden jedoch aus Tradition noch jene zwei Farben für die Objektbälle verwendet.


Ken Doherty 2005

Ken Doherty (* 17. September 1969 in Ranelagh, Dublin) ist ein irischer Snookerspieler. In seiner bisherigen Karriere hat er sechs Weltranglisten-Turniere gewonnen. Im Jahre 1997 gewann er die Snooker-WM in Sheffield gegen Stephen Hendry. 1998 erreichte er so den dritten Platz der Snookerweltrangliste. Er erreichte auch noch zwei weitere Male das Endspiel der WM: 1998 verlor er gegen John Higgins, 2003 gegen Mark Williams.

Seinen jüngsten Weltranglistenturniererfolg konnte Doherty beim Malta Cup 2006 durch einen Sieg im Finale gegen John Higgins erlangen. Er schaffte eine Aufholjagd nach einem 5-8 Rückstand und gewann auch den entscheidenden letzten Frame zum 9-8. Sein höchstes bisher erzieltes Break ist 145 bei der Daily Record Players Championship 2004. Beim Benson & Hedges Masters 2000, im Finale gegen Matthew Stevens, bot sich ihm die größte Chance auf ein Maximum Break. Nach 15 korrekt versenkten roten Bällen und der jeweils dazu gehörenden Schwarzen fehlte ihm beim Endspiel nur der letzte Ball, den er aus einfachster Position vom Spot verschoss.


Carambolagebälle

Februar 2009

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Carambolage, auch Karambol, ist der Überbegriff einer Billard-Variante, die mit drei Kugeln gespielt wird. Die Kugeln werden im Fachjargon „Bälle“ genannt, sie haben die Farben Rot, Weiß und Gelb. Alternativ wird mit einer roten und zwei weißen Kugeln gespielt, von denen eine mit einem Punkt markiert ist. Im Gegensatz zum Poolbillard oder Snooker werden hier keine Kugeln in Taschen versenkt; der Tisch hat keine Löcher. Carambolage ist eine Präzisionssportart.

Die Grundregeln sind einfach und gelten für alle Disziplinen: Jeder Spieler spielt über die gesamte Partie mit demselben Ball, seinem „Spielball“, der gelb oder weiß gefärbt ist. Er muss versuchen, diesen so zu stoßen, dass er die beiden anderen Bälle berührt („karamboliert“). Gelingt dies, zählt das einen Punkt und der Spieler darf seine Serie fortsetzen. Die Partie endet, wenn einer der Spieler eine festgelegte Punktzahl erreicht.

Ursprüngliche Variante ist die Freie Partie, in anderen Disziplinen kommen erschwerende Zusatzregeln hinzu, die das Verlassen von eingezeichneten Feldern nach bestimmten Regeln (Cadre-Disziplinen) oder das Spiel über Bande (Einband, Dreiband) fordern.


Das siegreiche Team Europa mit einigen mitgereisten Fans im Hintergrund

Beim Mosconi Cup 2008 handelt es sich um die fünfzehnte Auflage eines seit 1994 jährlich stattfindenden 9-Ball-Poolbillardturniers, bei dem ein europäisches Team gegen ein US-amerikanisches Team spielt. 2008 fand er im Hilton Hotel in Portomaso, San Ġiljan auf Malta in der Zeit vom 11. bis 14. Dezember statt. Das Team Europa gewann mit 11:5, was den vierten Sieg der Europäer bedeutete. Damit verbleibt der Mosconi Cup bis zum nächsten Turnier im Dezember 2009 im Besitz des Teams von Europa.

Für das Team Europa spielten Tony Drago, Niels Feijen, Mark Gray, Mika Immonen und Ralf Souquet sowie Alex Lely als nichtspielender Mannschaftskapitän; für Team USA traten Johnny Archer, Shane van Boening, Jeremy Jones, Rodney Morris, Earl Strickland und Nick Varner als nichtspielender Mannschaftskapitän an.


Allister Carter

Allister "Ali" Carter (* 25. Juli 1979 in Colchester, Essex) ist ein englischer Snookerspieler. Sein Spitzname lautet The Captain, welcher sich darauf bezieht, dass er eine gültige Verkehrspilotenlizenz besitzt.

Carter gab 1996 sein Profidebüt. Das erste Mal auf sich aufmerksam machte Carter, als er 1999 das Halbfinale des Grand Prix in Preston erreichen konnte. Sein größter Erfolg war bis zum Jahr 2006 der Gewinn der Benson & Hedges Championship 1999, einem Qualifikationsturnier für das Masters. 2003 wurde bei ihm Morbus Crohn festgestellt.

Bei der Snookerweltmeisterschaft 2008 erzielte er am 29. April im Viertelfinale gegen Peter Ebdon sein erstes offizielles Maximum Break. Auch erreichte er bei dieser WM erstmals in einem Weltranglistenturnier ein Finale, in dem er aber O’Sullivan mit 18:8 unterlag. Nach diesem Turnier gehörte Carter erstmals den Top 8 der offiziellen Weltrangliste an. Bei der Northern Ireland Trophy 2008 unterlag Ali Carter im Halbfinale Ronnie O’Sullivan 6:5, im Halbfinale der UK Championship 2009 unterlag er Marco Fu mit 9:7. Bei den Welsh Open 2009 zog er ins Finale ein, wo er mit einem 9:5 über Joe Swail seinen ersten Titel bei einem Weltranglistenturnier gewann.


Jasmin Ouschan

Jasmin Ouschan (* 10. Jänner 1986 in Klagenfurt) ist österreichische Poolbillardspielerin.

Ihr erster großer Erfolg war die Vizeweltmeisterschaft bei den U18-Mädchen im Jahre 2004. 2005 gewann sie das Turnier und holte außerdem die Europameisterschaft im 9-Ball und 14 und 1 endlos der Damen sowie die World Games in Duisburg. 2006 gewann sie zwei weitere Europameisterschaften (8-Ball und 14 und 1 endlos) sowie einen 3. Platz bei der Damen-Weltmeisterschaft im 9-Ball und die Weltranglistenführung.

Bei der Herren-14 und 1 Weltmeisterschaft 2008 qualifizierte sie sich auch und schied dort erst im Halbfinale aus, nachdem sie vorher unter anderem Titelverteidiger Oliver Ortmann aus dem Turnier werfen konnte. Auch für die erste offizielle Herren-10-Ball WM konnte sie sich qualifizieren und überstand dort immerhin die Vorrunde. Bei der Poolbillard-Europameisterschaft 2009 gewann sie den Titel im 9-Ball und 8-Ball, sowie Silber im 14 und 1 endlos. Zudem ist Jasmin Ouschan bereits dreifache Kärntner Sportlerin des Jahres (2006, 2007 und 2008).


Carambolagekugeln

Die Dreiband-Weltmeisterschaft wird seit 1928 in der Carambolagevariante Dreiband ausgetragen.

Die vom vom Carambolage-Weltverband UMB (Union Mondiale de Billard) ausgerichtete WM findet in der Regel einmal jährlich statt. Aktueller Titelträger ist der Italiener Marco Zanetti. Rekordsieger des Turniers ist hingegen mit weitem Abstand der Belgier Raymond Ceulemans mit 21 Titeln. Das derzeitige Turnierpreisgeld beträgt 35.200 €, wovon der Sieger 4.800 € erhält. Die nächste Weltmeisterschaft wird vom 11. bis zum 15. November 2009 in Lausanne stattfinden.

Der beste Generaldurchschnitt eines Spielers in einer WM erzielte Torbjörn Blomdahl 1997 mit 2,015. Die beste Partie bis 50 Points spielte Raymond Ceulemans 1986 in Las Vegas mit 2,631 GD. Bis 60 Points schaffte er es 1966 in Lima mit 2,500 GD.


Logo der World Series

Die World Series of Snooker ist eine Serie von Snookerturnieren, die nicht Bestandteil der Main Tour sind. John Higgins, dreifacher Weltmeister und derzeit Weltranglistenvierter ist Mitorganisator der 2008/09 erstmals ausgetragenen Turnierserie.

Die Turnierserie soll den Snookersport auch in Ländern populär machen, die nicht von der Main Tour besucht werden. Weltranglistenpunkte gibt es jedoch keine. In der ersten Saison 2008/09 fanden zunächst vier Vor-Turniere, sowie ein Finalturnier statt. Bis 2010 wollen die Veranstalter die Serie auf acht bis zehn Turniere ausdehnen.

Das Besondere an der Turnierserie ist, dass hier junge einheimische Wildcardspieler die Chance bekommen, sich unter Wettkampfbedingungen mit den Top-Profis zu messen.


Oliver Ortmann auf der EM 2008 in Willingen

Oliver Ortmann (* 11. Juni 1967 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Poolbillardspieler.

Seinen internationalen Durchbruch schaffte er 1989 durch einen überraschenden Sieg bei den US Open im 14 und 1 endlos. Diesen Erfolg konnte er 1993 noch einmal wiederholen.

Im Laufe seiner bisherigen Karriere wurde Ortmann bislang zweimal Weltmeister (1995 bei der 9-Ball WM und 2007 bei der 14 und 1 endlos WM) und vierzehnfacher Europameister, davon dreimal im 8-Ball (1996, 2006, 2007), sechsmal im 9-Ball (1993, 1994, 1996, 1999, 2002, 2003) und fünfmal 14 und 1 endlos (1987, 1989, 1990, 2000, 2006).

Außerdem vertrat er Europa neunmal beim Mosconi Cup (einmal davon als nicht-spielender Mannschaftskapitän).


Mark Selby

September 2009

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Mark Selby (* 19. Juni 1983 in Leicester) ist ein professioneller Snooker- und Poolbillardspieler aus England. Seit 1999 ist Selby Billardprofi. Sein erster größerer Erfolg auf der Snooker Main Tour war das Erreichen des Finales der Regal Regal Scottish Open 2003, in dem er David Gray unterlag. In der Snookerweltrangliste für die Saison 2005/06 gehörte er erstmals zu den Top 32.

Nachdem er bereits 2005 und 2006 die Endrunde des Weltmeisterschaftsturniers erreicht hatte, gelang ihm bei der Snookerweltmeisterschaft 2007 als nicht gesetzter Spieler der Durchmarsch bis ins Finale, was zuvor erst zwei Spieler (1979 Terry Griffiths und 2005 Shaun Murphy) geschafft hatten.

Am 20. Januar 2008 holte er seinen ersten Main-Tour-Titel bei den Masters mit einem klaren 10:3 im Finale gegen Stephen Lee. Sein erstes Weltranglistenturnier gewann Selby am 17. Februar 2008, als er sich im Finale des Welsh Open mit 9:8 gegen den zu diesem Zeitpunkt in der provisorischen Weltrangliste führenden Ronnie O’Sullivan durchsetzte.


World Games

Oktober 2009

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Billard bei den World Games − Billard ist zwar eine vom IOC anerkannte Sportart, allerdings derzeit nicht im Programm der olympischen Spiele. Stattdessen ist es aber seit 2001 Teil des Programmes der World Games, die ebenfalls alle vier Jahre vom International World Games Association (IWGA) ausgetragen werden und zuletzt 2009 in Kaohsiung stattfanden.

Im Billard werden seit 2001 die Disziplinen Snooker (Herren), Dreiband (Herren) und 9-Ball (Herren & Damen) ausgespielt. In den bisherigen drei Auflagen war der Spanier Daniel Sánchez mit zwei Goldmediallien im Dreiband der erfolgreichste Spieler, gefolgt von Dick Jaspers (NED), Ralf Souquet (GER) und Jasmin Ouschan (AUT).


Joe Davis

November 2009

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Joe Davis OBE (* 15. April 1901 in Whithwell, Derbyshire; † 10. Juli 1978) war ein englischer Billardspieler. Er war seit 1919 Billardprofi und spielte schon bald darauf insbesondere Snooker.

1927 organisierte er die erste Snookerweltmeisterschaft mit und gewann diese durch einen Sieg von 20–11 Frames gegen Tom Dennis. Das Preisgeld betrug 6,10 Englische Pfund. Davis gewann danach jede Weltmeisterschaft, bis er 1946 von diesem Turnier zurücktrat. Er hält mit 15 gewonnenen Titeln den Rekord. Trotz seines Rücktritts von der Weltmeisterschaft spielte Davis noch bis 1964 als Profi Snooker.

Er erreichte das erste offizielle Maximum Break mit 147 Punkten im Jahre 1955. Ergänzend zu seinen Erfolgen im Snooker trug er von 1928 bis 1938 den Titel World Professional Billards Champion. Ende der 1950er Jahre stellte Joe Davis Snooker Plus, eine Erweiterung des gewöhnlichen Snookers, vor. Er erhoffte sich durch zwei zusätzliche farbige Bälle ein spannenderes Spiel. Diese Erweiterung setzte sich jedoch nicht durch.


DBU-Logo

Dezember 2009

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Die Deutsche Billard-Union e.V. (DBU) ist der Fachverband für den Billardsport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Als Dachverband gehören der DBU die 15 DBU-Landesverbände und der Landesfachverband Mecklenburg-Vorpommern an, in denen über 1.500 Vereine mit etwa 80.000 Einzelmitgliedern organisiert sind. Außerdem beherbergt die Deutsche Billard-Union mit der Deutschen Billard-Jugend (DBJ) eine Abteilung für Nachwuchssport.

Die DBU wurde am 20. Juni 1992 gegründet. Sie ging aus der DBB (Deutschen Billard Bund; gegründet 1911 als Deutscher Amateur-Billard-Bund und 1955 umbenannt) und dem DPBB (Deutschen Pool-Billard Bund; 1971 gegründet) hervor.


Logo der WTC 2010

Die WPA Poolbillard-Team-Weltmeisterschaft 2010 (englisch: World Team Championship 2010; kurz WTC 2010) ist ein vom Weltverband World Pool-Billiard Association sanktioniertes Turnier, dass vom 30. Januar 2010 bis zum 6. Februar 2010 in Hannover im Rahmen der ABF-Messe stattfinden wird. Insgesamt wird ein Preisgeld von 398.000 US-$ ausgeschüttet, wobei das Siegerteam eine Summe von 100.000 US-$ erhält.

Im Gegensatz zu den schon länger existierenden Einzel-Weltmeisterschaften in den verschiedenen Poolbillard-Unterdisziplinen, wird bei dieser Weltmeisterschaft erstmals jede Nation durch eine vier- bis sechsköpfige Nationalmannschaft vertreten. Pro Nation ist nur ein Nationalteam startberechtigt, mit Ausnahme von Gastgeber Deutschland, dass zwei Mannschaften ins Rennen schickt. Gespielt werden die drei Poolbillarddisziplinen 8-Ball, 9-Ball und 10-Ball. Jedes Match besteht dabei aus sechs Sätzen; jeweils zwei in den jeweiligen Disziplinen.


John Higgins

Februar 2010

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John Higgins, MBE (* 18. Mai 1975 in Wishaw, Schottland) ist seit 1992 professioneller Snookerspieler und amtierender Weltmeister.

John Higgins (Spitzname: „The Wizard of Wishaw“) hat insgesamt 21 Weltranglistenturniere gewonnen, darunter die Weltmeisterschaften 1998, 2007 und 2009. 1998/99, 1999/00 sowie 2007/08 hatte er jeweils Platz 1 in der offiziellen Weltrangliste inne.

Higgins ist seit 1992 Profi. Er gehörte zusammen mit Stephen Hendry und Alan McManus zum schottischen Dream-Team, welches 1996 den Castrol-Honda World Cup holte und 2001 den Coalite Nations Cup gewann. In der Saison 1997/98 konnte er insgesamt vier Main Tour Turniere gewinnen - darunter auch die Weltmeistertitel, sodass er in der Weltrangliste auf Rang 1 kletterte und diesen auch in der Folgesaison verteidigte.


Logo der WM 2010

Die Dreiband-Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften wird von der Union Mondiale de Billard (UMB) in der Billardvariante Dreiband ausgerichtet und fand zum ersten Mal 1981 in Mexiko-Stadt statt. Nachdem die Weltmeisterschaften 1985 in Bordeaux (Frankreich) und 1987 in Madrid (Spanien) noch unregelmäßig stattfanden, bilden sie seit 1990 im Februar einen jährlichen Höhepunkt im Turnierkalender des Dreiband-Sports und haben mit der Festhalle in Viersen auch einen, dem Ereignis angemessenen, Austragungsort gefunden.

Die UMB und die Confédération Européenne de Billard (CEB) haben der Deutsche Billard-Union (DBU) die Austragung der Dreiband-WM bis 2014 übertragen; damit wird die WM in Viersen bleiben. Bis 2008 haben 30 verschiedene Nationen an der Weltmeisterschaft teilgenommen (davon 16 aus Europa, 7 aus Nord- und Südamerika, 6 aus Asien und 1 aus Afrika).

Amtierender Weltmeister ist die Türkei.


Ding Junhui

Ding Junhui (chinesisch 丁俊暉 / 丁俊晖, Pinyin Dīng Jùnhuī; * 1. April 1987 in Yíxīng, Provinz Jiāngsū, VR China) ist ein chinesischer Snookerspieler. Ding begann das Snookerspiel im Alter von neun Jahren, seit 2003 ist er Snookerprofi.

Mit 18 Jahren gewann er im Jahr 2005 sein erstes Profiturnier, die China Open, wobei er im Finale, das in China über 100 Millionen Zuschauer im Fernsehen verfolgten, den siebenfachen Weltmeister und Weltranglistenzweiten Stephen Hendry mit 9:5 bezwang.

Die bislang größten Erfolge seiner noch jungen Karriere waren die Siege bei der UK Championship 2005 und 2009, dem nach der Weltmeisterschaft wichtigsten und prestigeträchtigsten Turniers des Jahres. 2005 besiegte er im Finale in einem „Generationenvergleich“ den 30 Jahre älteren Spieler und sechsfachen Weltmeister Steve Davis, 2009 bezwang er John Higgins. Er ist der erste UK-Champion, der nicht von den britischen Inseln stammt.


WPBSA-Logo

Die World Professional Billiards and Snooker Association (kurz: WPBSA) ist der Weltverband für Profi-Spieler in den Billardvarianten Snooker und English Billiards.

Gegründet wurde der Verband 1968, damals noch unter dem Namen Professional Billiard Players Association. Die Hauptaufgabe der WPBSA ist die Vermarktung und Organisation der Snooker Main Tour. Dazu gehören sowohl die Weltranglistenturniere, als auch Einladungsturniere wie das Masters. Auch für die offene Serie des Nachwuchses, die Pontin’s International Open Series (PIOS), ist die WPBSA verantwortlich. Die WPBSA hält ebenso die weltweiten Vermarktungsrechte für den Sport und kümmert sich um Sponsorverträge und die Vergabe von Fernseh-Ausstrahlungsrechten.

Der Hauptsitz der WPBSA befindet sich im englischen Bristol, England. Aktueller, designierter Vorsitzender ist, nach dem Rücktritt von Sir Rodney Walker im Dezember 2009, Barry Hearn.


Kreidewürfel für Poolbillard

Die Billardkreide wird auf die Pomeranze an der Queuespitze aufgetragen. Sie sorgt für bessere Haftung zwischen Pomeranze und Spielball, insbesondere beim Spiel mit Effet.

Die Kreide wird in Form von papier-ummantelten Würfeln angeboten. Ein solcher Kreidewürfel hat üblicherweise eine Kantenlänge von ca. 2 cm.

Billardkreide wird in vielen Farben angeboten. Üblicherweise wird für Poolbillard blaue Kreide verwendet, während Snookerspieler grüne Kreide bevorzugen, die weniger sichtbare Spuren auf dem Tisch hinterlässt und feiner granuliert ist. Hauptbestandteil von Billardkreide (mit über 90%) ist Siliciumdioxid, also Quarz. Anders als oft behauptet unterscheiden sich diese nicht im Fettgehalt – sie enthalten keinen messbaren Fettanteil – sondern unterscheiden sich lediglich durch Wasseranteil, Farbstoff und Granulierung. Der Ausdruck "fettiger" beschreibt vielmehr wie stark die Kreide nach dem Stoß an der weißen Spielkugel haften bleibt.


Francisco Bustamante

Francisco Bustamante (* 29. Dezember 1963) ist ein philippinischer Poolbillardspieler.

Sein erster großer Erfolg war der Sieg bei den World Pool Masters 1998. Ein Jahr später schaffte er es bis ins Halbfinale der 9-Ball WM, wo er jedoch gegen seinen Landsmann und späteren Sieger Efren Reyes verlor. 2002 schaffte er es gar bis ins Finale der 9-Ball WM, verlor jedoch mit 17:15 gegen Earl Strickland, nachdem er im Jahr zuvor zum zweiten mal das World Pool Masters gewann.

Nach 2002 hat er unter anderem noch bei den ESPN Sudden Death 7-Ball-Turnier und – gemeinsam mit Efren Reyes als Team Philippinen – den World Cup of Pool 2006 und 2009 gewonnen. Auch bei den großen Turnieren erzielte er weiterhin gute Platzierungen; unter anderem erreichte er 2005 bei der 8-Ball WM und den US Open im 9-Ball einen Platz im Halbfinale.

2008 verpasste er erneut seinen ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft, als er im Finale der 14 und 1-WM gegen Niels Feijen verlor. Erstmals Weltmeister wurde er schließlich zwei Jahre später, als er in Doha die WPA 9-Ball-Weltmeisterschaft 2010 mit 12:7 gegen Kuo Po-Cheng gewann.

Thorsten Hohmann

Thorsten Hohmann (* 14. Juli 1979 in Fulda) ist ein deutscher Poolbillardspieler

Seinen ersten größeren Erfolg erreichte Hohmann 2000, als er das Viertelfinale Weltmeisterschaft im 8-Ball erreichte. 2003 schaffte er mit dem Gewinn der 9-Ball-Weltmeisterschaft den Durchbruch an die Weltspitze. Darüber hinaus gewann er 2003 die deutsche Meisterschaft im 14 und 1 endlos, mit dem Team und im Mixed und wurde Zweiter bei der World Pool League.

2005 holte Hohmann Silber bei den World Games in Duisburg. Bei der 9-Ball WM erreichte er immerhin das Viertelfinale. 2006 wurde er Profi und wohnt seit dem in Jacksonville, Florida. In diesem Jahr sicherte sich Hohmann den 1. Weltranglistenplatz, unter anderem durch den Gewinn der ersten offiziellen 14 und 1 endlos-WM, sowie des bis dahin höchstdotierten Poolbillard Turniers aller Zeiten, den IPT North American Open in Las Vegas.

Hohmann repräsentierte Europa bislang dreimal beim Mosconi Cup (2003, 2005 und 2009).


Neil Robertson

September 2010

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Neil Robertson (* 11. Februar 1982 in Melbourne) ist ein australischer Snookerspieler und amtierender Weltmeister. Sein Spitzname ist The Thunder from Down Under, allerdings wird er auch The Aussie Ace oder The Melbourne Machine genannt.

Neil Robertson wurde 1998 im Alter von 16 Jahren Profi. Für die Saison 2006/07 hatte Robertson die Top 16 der Welt erreicht und startete mit Weltranglistenplatz 13 in die Saison. Bis zum Gewinn der Weltmeisterschaft 2010 waren seine größten Erfolge die Turniersiege beim Grand Prix 2006 in Aberdeen, bei den Welsh Open 2007 in Newport und bei den Bahrain Championship 2008.

Bei den China Open im Frühjahr 2010 gelang ihm sein erstes offizielles Maximum Break.


Oktober 2010

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Ronald Antonio „Ronnie“ O’Sullivan (* 5. Dezember 1975 in Wordsley, West Midlands, England, Großbritannien) ist ein englischer Snookerspieler und dreifacher Weltmeister.

O’Sullivan wurde 1992 professioneller Snookerspieler und hat seitdem unter anderem die Snookerweltmeisterschaft 2001, 2004 und 2008 gewonnen und war während mehrerer Spielzeiten die Nummer eins der Weltrangliste. Während der langen Sommerpausen im Snooker spielt er auch Poolbillard. Seinen Spitznamen The Rocket verdankte er seinem schnellen Aufstieg in der Weltrangliste zu Beginn seiner Karriere. Mittlerweile ist der Name aber eine Metapher für seine aggressive und schnelle Spielweise geworden.

Ihm gelang das schnellste Maximum Break, das bisher bei offiziellen Turnieren gespielt wurde. Er spielte dieses „perfekte Break“ von 147 Punkten 1997 während der Embassy World Championship im Crucible Theatre in Sheffield innerhalb von 5:20 Minuten. Diese Leistung brachte ihm einen Eintrag in das 2005 erschienene Buch Guinness-Buch der Rekorde 2006.


Power Snooker-Logo

November 2010

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Power Snooker ist eine Variante des Snooker.

Am 30. Oktober 2010 wurde es zum ersten Mal im Rahmen der Snooker Main Tour in der indigO2-Arena in London präsentiert (allerdings ohne Weltranglistenpunkte). Das Event wurde von ITV4 und Eurosport live übertragen. (siehe Power Snooker Event) Weitere Events sollen folgen, wenn die Premiere ein Erfolg wird.

Die Regeln entsprechen denen des Snooker, allerdings mit einigen Abänderungen. So gibt es etwa statt 15 gibt es nur 9 rote Bälle, die als Diamant am pinkfarbenen Ball angeordenet werden (der mittlere Ball des Diamanten ist der sogenannte Power Ball). Wird jener gelocht, zählen für 2 Minuten alle gelochten Bälle doppelt (Power Play). Verschießt der Spieler während des Power Plays, bekommt der Gegner die verbleibende Zeit. Ein Match dauert 30 Minuten und es gewinnt der Spieler mit den meisten erspielten Punkten; die Anzahl der Frames hat keine Bedeutung …


Logo des German Masters 2010

Dezember 2010

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Die German Open wurden zwischen 1995 und 1997 ausgetragen und hatten den Status eines Weltranglistenturniers der Snooker Main Tour. Die damaligen Spielorte waren Frankfurt am Main, Osnabrück und Bingen am Rhein. Nachdem die Veranstaltung ihren Status als Weltranglistenturnier verlor, fand sie im Jahr 1998 unter dem geänderten Namen German Masters statt. Nach der Saison 1998/99 wurde sie eingestellt.

Seit 2004 wird mit dem Paul Hunter Classic wieder ein großes Snookerturnier in Deutschland durchgeführt, welches aber bislang noch keinen Status als Weltranglistenturnier besitzt.

Während der Snookerweltmeisterschaft 2010 wurde bekanntgegeben, dass im Februar 2011 ein Main Tour Event unter dem Namen German Masters im Tempodrom in Berlin stattfinden wird.


Logo des Masters

Das Masters ist ein Snookerturnier, das jährlich in London stattfindet. Da das Masters ein Einladungsturnier ist, bringt es keine Punkte für die Weltrangliste, zählt aber dennoch zur Main Tour.

Aus Prestigegründen und wegen eines Preisgeldes (derzeit geht es um ein Gesamtpreisgeld von 486.000 £, davon 150.000 £ für den Sieger), das nur bei der Weltmeisterschaft höher ist, tritt die Weltspitze jedoch in der Regel komplett an.

Erfolgreichster Spieler beim Masters ist Stephen Hendry, der bereits sechs Mal triumphieren konnte. Nur zwei Spielern ist bisher während des Masters ein Maximum Break gelungen: Kirk Stevens 1984 gegen Jimmy White und Ding Junhui 2007 gegen Anthony Hamilton.


Objektbälle im 10-Ball

Februar 2011

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10-Ball ist eine Disziplin des Poolbillards, bei der mit zehn durchnummerierten Kugeln von 1 bis 10 und dem Spielball (der Weißen) auf einem Poolbillardtisch gespielt wird. Ähnlich wie im 9-Ball, müssen die Kugeln in aufsteigender Reihenfolge angespielt werden, jedoch muss hier vor jedem Stoß angesagt werden bzw. offensichtlich sein, welche Kugel in welches Loch gespielt wird. Ziel des Spiels ist, die Kugel mit der Nummer 10 gemäß den Regeln zu versenken.

Seit 2008 gibt es auch eine Weltmeisterschaft im 10-Ball. Amtierender Titelträger ist Mika Immonen aus Finnland.


Mark J. Williams

Mark J. Williams, MBE (* 21. März 1975 in Cwm, Ebbw Vale, Wales) ist ein professioneller Snookerspieler.

Williams verfügt über große Stärken im Lochspiel, was ihm den Spitznamen „The Welsh Potting Machine“ einbrachte. Durch diese Fähigkeit ist er oft in der Lage, Ungenauigkeiten im Stellungsspiel zu korrigieren, die ihm zeitweilig unterlaufen.

1992 wurde er Profispieler und war nach Abschluss der Saison 1994/95 bereits Nummer 39 der Snookerweltrangliste. Am Ende der Saison 1995/96 verbesserte er sich auf Platz 16, unter anderem durch seinen ersten Sieg bei einem Ranglistenturnier, den Welsh Open. In der folgenden Saison gewann er mit dem Grand Prix und den British Open zwei weitere wichtige Turniere, sodass er bis auf Platz 4 vorrutschte.


Niels Feijen

Niels Feijen (* 3. Februar 1977 in Den Haag) ist ein niederländischer Poolbillardspieler.

Seinen bisher größten Erfolg errang er bei der WM im 14 und 1 endlos 2008, wo er im Finale Francisco Bustamante deutlich besiegen konnte. Im selben Jahr erreichte er bei der ersten offiziellen 10-Ball WM das Halbfinale.

2005 und 2007 erreichte er jeweils den dritten Platz bei der 8-Ball WM und kann ebenfalls einen dritten Platz bei den US Open vorweisen. Die Poolbillard-Europameisterschaft im 14 und 1 endlos gewann er bislang viermal (2002, 2003, 2004 und 2007). Darüber hinaus wurde er 2004 Vizeeuropameister im 8-Ball und hat bei der Euro-Tour schon fünf Turniersiege einfahren können.


John Parrott

John Parrott, MBE (* 11. Mai 1964 in Liverpool) ist ein englischer Snookerspieler. Der Snookerweltmeister von 1991 begann seine Profikarriere 1983.

John Parrott gewann 1982 sowie 1983 die Junior Pot Black und wurde 1983 ebenfalls Amateurweltmeister. Nach seinem Wechsel zu den Profis im selben Jahr gewann er insgesamt neun Ranglistenturniere, womit er in der ewigen Bestenliste derzeit auf Platz acht liegt. Er war 14 aufeinanderfolgende Saisons in den Top 16 der Weltrangliste und war von 1984 bis 2004 ununterbrochen bei der Weltmeisterschaft vertreten.

1989 erreichte er das WM-Finale und unterlag dort Steve Davis mit 18:3, was bis heute die höchste Finalniederlage in der neueren Geschichte des Turniers darstellt. Zwei Jahre später besiegte er dann im Finale Jimmy White und wurde Weltmeister. Es waren seine einzigen beiden WM-Finalteilnahmen.


Logo der Q School

Die Q School ist eine Serie von drei Turnieren, über die sich Snookerspieler für die Snooker Main Tour qualifizieren können. Sie ersetzt ab der Saison 2010/11 die Pontin’s International Open Series (PIOS), über die zuvor Main-Tour-Plätze vergeben wurden. Austragungsort der Turniere ist Sheffield.

Im Gegensatz zur PIOS-Tour findet die Q School nicht während, sondern nach der eigentlichen Saison statt. Dadurch haben aus der Rangliste herausgefallene Spieler die Chance sich sofort neu zu qualifizieren, anstatt wie bisher erst in der Folgesaison erst wieder für die Chance auf einen Platz in der übernachsten Saison zu bekommen. Zudem finden die drei Turniere über einen relativ kurzen Zeitraum von drei Wochen statt, und ziehen sich nicht – wie beim PIOS-System – über eine ganze Saison hin.

Zur Teilnahme berechtigt sind alle Spieler, die sich noch nicht für die Main-Tour des Folgejahres qualifiziert haben. Weitere Voraussetzung ist ein Mindestalter von 16 Jahren und das Bezahlen der Startgebühr in Höhe von 1000 £. Die zwölf Qualifikanten bekommen die Startgebühr erstattet, ein Preisgeld darüber hinaus gibt es nicht. Auch Damen sind startberechtigt.


Der Snooker World Cup (auch World Team Classic und Nations Cup genannt; teilweise mit vorangestellten Sponsoren) ist ein professionelles Snookerturnier der Main Tour.

Etabliert wurde es 1979 und fand zunächst in Birmingham statt. Den ersten World Cup gewann das Team aus Wales. Dann zog das Turnier für ein Jahr ins New London Theatre um, bevor es von 1981–1983 unter dem Namen World Team Classic in Reading stattfand. Die nächsten sechs Saisons war Bournemouth Austragungsort. Nach der Saison 1989/90 verschwand das Turnier für einige Jahre aus dem Kalender. 1996/97 kam es zu einer Neuauflage in Thailand. Das Turnier verschwand erneut für ein Jahr aus dem Kalender, bevor es noch einmal für drei Jahre unter dem neuen Namen Nations Cup in England reaktiviert wurde, wobei in den ersten beiden Jahren die Teams aus vier (statt wie zuvor aus drei) Spielern bestanden.

Nach einer Pause von elf Jahren wurde das Turnier als PTT-EGAT Snooker World Cup wieder in die Main-Tour der Snooker-Saison 2011/12 integriert. Im Jahr 2000 erzielte der Schotte John Higgins im Spiel gegen Dennis Taylor das einzige Maximum Break der Turniergeschichte.


Wu Chia-Ching (2007)

Wu Chia-Ching bzw. Wu Jia-Qing (chinesisch 吳珈慶; * 9. Februar 1989 in Taiwan) ist ein professioneller Poolbillardspieler.

Im Jahr 2005 gewann er mit nur 17 Jahren und 5 Monaten (und somit als bisher jüngster Spieler überhaupt) die Weltmeisterschaft im 9-Ball im Finale gegen seinen Landsmann Kuo Po-Cheng. Kurze Zeit später gewann er im gleichen Jahr auch die Weltmeisterschaft im 8-Ball im Finale gegen den Niederländer Nick van den Berg. Er ist somit der bislang einzige, der beide Weltmeisterschaften im gleichen Jahr gewann (allerdings wird die 8-Ball-WM auch erst seit 2004 ausgetragen).

2011 nahm Wu die Staatsbürgerschaft der Volksrepublik China an. In Zuge dessen änderte er die Schreibweise seines Namens von Wu Chia-Ching in Wu Jia-Qing. Laut Wu erfolgte dies aus sportlichen und nicht aus politischen Gründen. Bereits 2009 erwog Wu eine andere Staatsbürgerschaft – die von Singapur – anzunehmen und hatte daraufhin mit dem nationalen Verband Streitigkeiten. So kam es, dass er zwischen 2009 und 2011 kaum an Turnieren teilnehmen durfte.


Siegerfoto des PHC 2011

September 2011

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Das Paul Hunter Classic 2011 (Event 4 der Players Tour Championship 2011/12) war ein Snooker-Turnier, das vom 25. bis 28. August 2011 in Fürth und Nürnberg ausgetragen wurde. Wie bereits im Jahr zuvor war es ein offizielles Ranglistenturnier der Main-Tour und somit Bestandteil der Snooker-Saison 2011/12.

Zum ersten Mal übertrug Eurosport die Partien von Tisch 1 im etwa 500 Zuschauer fassenden abgetrennten Innenraum während der drei Haupttage live. Es war das erste Mal überhaupt, dass eines der 12 Einzelturniere der Players Tour im Fernsehen gesendet wurde. Gespielt wurde in der Fürther Stadthalle, wie in den Jahren zuvor, an insgesamt 10 Tischen.


Oktober 2011

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Judd Trump (* 21. August 1989 in Bristol) ist ein englischer Snookerspieler.

Trump galt schon in früher Jugend als großes Talent und gewann unter anderem einmal den U13- und dreimal den U15-Titel in England. Am 14. März 2004 erzielte er beim U16-Turnier in Leicester im Alter von 14 Jahren und 208 Tagen ein Maximum Break und unterbot damit die mehr als 13 Jahre alte Bestmarke von Ronnie O’Sullivan, der zum Zeitpunkt seines ersten Maximum Breaks 15 Jahre und 98 Tage alt war.

Für die Saison 2005/06 erhielt Trump eine Wildcard für die Main Tour und wurde damit bei der Turnierserie der Snookerprofis zum jüngsten Spieler aller Zeiten. Ebenso war er der jüngste Spieler, der jemals in die Hauptrunde eines Weltranglistenturniers einzog, als er bei den Welsh Open 2006 unter die letzten 32 kam. Vor allem dieses Ergebnis sicherte ihm auch den Verbleib auf der Main Tour auf Weltranglistenposition 74.


Luca Brecel

November/Dezember 2011

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Luca Brecel (* 8. März 1995 in Dilsen-Stokkem) ist ein belgischer Snookerspieler.

Brecel wurde 2009 im Alter von 14 Jahren jüngster U-19-Europameister aller Zeiten im Snooker. Er bekam eine Einladung für das Finalturnier der World Series of Snooker 2008/09 und schlug dort in der Vorrunde unter anderem völlig überraschend den mehrfachen Vizeweltmeister Jimmy White mit 4:3. Im Achtelfinale schlug er dann mit Ken Doherty den Weltmeister von 1997 (5:3) und schied in der nächsten Runde gegen einen weiteren Ex-Weltmeister (Graeme Dott) nur hauchdünn mit 4:5 aus. Seitdem gilt er als einer der vielversprechendsten Nachwuchsspieler der Welt.

Für die Saison 2011/12 erhielt er dann eine Wildcard für die Profi-Tour. Bei den ersten beiden Turnieren der Players Tour Championship 2011/12 erzielte er Achtungserfolge gegen die Top-32-Spieler Jamie Cope und Anthony Hamilton.


Januar/Februar 2012

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Marco Fu

Marco Fu (* 8. Januar 1978; eigentlich Fu Ka-Chun) ist ein Snookerspieler aus Hongkong.

Fu gab sein Profidebüt im Jahr 1998. Im selben Jahr erreichte er bereits das Finale des Grand Prix, in dem er Stephen Lee unterlag. Im Oktober 2000 gelang ihm gegen Ken Doherty bei den Scottish Open das 39. offizielle Maximum Break der Snookergeschichte. In der Weltrangliste arbeitete er sich schnell nach oben, in der Saison 2000/01 war er bereits die Nummer 15. Seitdem ist er bis heute stets unter den Top 32 der Weltrangliste gewesen.

Sein bisher bestes Ergebnis bei der Weltmeisterschaft erreichte er im Jahr 2006, als er u. a. Spieler wie Stephen Maguire und Ex-Weltmeister Ken Doherty bezwingen und ins Halbfinale einziehen konnte. Dort unterlag er trotz zweier Century Breaks und einer starken Aufholjagd (er egalisierte einen 9:15-Rückstand) Peter Ebdon knapp mit 16:17.


März/April 2012

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Stephen Maguire

Stephen Maguire (* 13. März 1981 in Glasgow) ist ein schottischer Snookerspieler.

Sein Profidebüt gab Maguire (Spitzname: Merlin of Milton) im Jahr 1998. Zu seinen ersten großen Erfolgen zählen der Sieg bei der IBSF World Championship 2000 und der Sieg beim Ranglistenturnier European Open in Malta 2004. Sein bisher größter Erfolg ist jedoch der Gewinn der Travis Perkins UK Championship 2004 in York. Schon in der Saison 2004/05 war er so auf Platz 3 der Snookerweltrangliste vorgerückt.

Nach einer enttäuschenden Saison 2005/06 fiel der Schotte jedoch auf Platz 9 zurück. Ein weiterer Turniergewinn gelang ihm dann jedoch Ende 2007 bei der Northern Ireland Trophy. Bei der darauffolgenden UK Championship erreichte er erneut das Finale, wurde aber von Ronnie O’Sullivan mit 10:3 geschlagen.


Mai/Juni 2012

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Melbourne Inman

Melbourne Sydney Inman (* 15. Juli 1878 in Brentford; † 11. August 1951 in Farnborough) war ein englischer Billard- und Snookerspieler.

Geboren wurde er als Sohn von Robert Withy Inman (1844–1919) und Annie Cross (1852–1938). Am 19. Mai 1905 heiratete er Florence Ambler (1885–1971). Mit ihr hatte er einen Sohn, Melbourne Sydney Inman, Jr. (1909–1947), der noch vor ihm verstarb. Inman wuchs in einer Billardfamilie auf. Sein Vater, zwei Onkel und drei Brüder waren schon Billardspieler.

Sein Vater leitete in London den „The Twickenharn Club“. Dort fing er im Alter von 14 Jahren mit dem Billardspielen an. Schon 1908 konnte er seinen ersten Titel bei der Professional Championship gewinnen. Diesen Titel konnte er nochmals 1909, 1912–14 und 1919 erringen. 1927 nahm er an der ersten Snookerweltmeisterschaft teil. In der ersten Runde konnte er sich mit 8:5 gegen Tom Newman durchsetzen, unterlag dann aber im Viertelfinale mit 3:8 Tom Carpenter.


Juli/August 2012

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Albert Poensgen

Albert Poensgen (* 4. Februar 1881 in Düsseldorf; † 1976 in Mannheim) war ein deutscher Finanzgerichtspräsident und international erfolgreicher Billardspieler.

Poensgens große Leidenschaft war der Billardsport und so zählte Poensgen bereits im Jahr 1911 zu den Mitbegründern des Deutschen Amateur-Billardbundes (DABB), der 1955 zum „Deutschen Billardbund“ umbenannt und ab 1992 in die Deutschen Billard-Union integriert wurde. Der DABB ernannte Poensgen später zu seinem Ehrenpräsident. In dieser Funktion war er maßgeblich mit daran beteiligt, dass der DABB im Jahr 1951 als Vollmitglied der Confédération Européenne de Billard (CEB), dem europäischen Dachverband, aufgenommen wurde und in der Folge dadurch auch in den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Diese Anerkennung führte zu einem enormen Anstieg des Billardsports und der Billardvereine. Poensgen startete unter anderem für den Billard Club Frankfurt 1912. Für seine sportlichen Verdienste erhielt Albert Poensgen 1932 das „Goldene Band“ des Verbandes der Sportjournalisten von Berlin/Brandenburg.


September/Oktober 2012

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Die World Confederation of Billiard Sports (WCBS) ist der Weltverband für alle Bereiche des Billardsports.

Die WCBS richtet keine Weltmeisterschaften aus oder gibt Regelwerke heraus, dies ist allein Aufgabe ihrer Unterorganisationen. Stattdessen kämpft sie für die Aufnahme des Billardsports in das Programm von internationalen Sportgroßereignissen. Erklärtes langfristiges Ziel der WCBS ist es, Billard als olympische Sportart zu etablieren.

Vor der Gründung der WCBS im Jahr 1992 gab es keine gemeinsame Organisation für die drei Hauptdisziplinen des Billardsports (Carambolage, Poolbillard & Snooker).

Nachdem jedoch 1988 mit der WPA ein Weltverband für Poolbillard gegründet wurde, trafen sich die Vertreter der drei Verbände erstmals im August 1990 im englischen Bristol, mit dem Ziel der Gründung eines Billard-Weltverbandes. In der Folge wurde im Januar 1992 in Yverdon-les-Baines (Schweiz) die World Confederation of Billiard Sports (WCBS) gegründet. Es wurde ein Vorstand aus neun Mitgliedern gebildet, wovon jeder der drei Verbände je drei Mitglieder stellten. Erster Präsident war André Gagnaux.

Im Juli 1996 erfolgte schließlich die vorläufige, im Jahr 1998 die endgültige Aufnahme von Billard in die olympische Familie durch das IOC. Seit 2001 ist Billard Bestandteil der World Games.


November/Dezember 2012

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Raymond Ceulemans

Raymond Ceulemans (* 12. Juli 1937 in Lier) ist ein belgischer Billardspieler.

Raymond Ceulemans ist 34-facher Weltmeister, 43-facher Europameister, war 61 Mal belgischer Meister und gilt in seinem Heimatland als Nationalheld. Er führte die von René Vingerhoedt in den 1940er und 1950er Jahren begonnene Dominanz belgischer Spitzenspieler in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren fort.

Seine einmalige Titelsammlung und die Tatsache, dass er über 40 Jahre lang die Billard-Szene mitbeherrschte und auch im Alter von heute 72 Jahren noch auf internationalem Niveau spielt, berechtigen die Bezeichnung „der weltbeste Carambolage-Billardspieler aller Zeiten“.

Januar/Februar 2013

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Pankaj Advani

Pankaj Advani (Sindhi: पंकज आडवाणी, Urdu: پنڪج آڏواڻي, Kannada: ಪಂಕಜ್ ಅಡ್ವಾಣಿ; * 24. Juli 1985 in Pune) ist ein indischer Snooker- und English-Billiards-Spieler. Seinen ersten nationalen Meistertitel im Snooker im Jugendbereich gewann er 1997. International machte er erstmals mit dem Gewinn der IBSF-Amateur-Snookerweltmeisterschaft auf sich aufmerksam. Ein Jahr später erreichte er das Finale der ACBS Snookerasienmeisterschaft, unterlag jedoch seinem Landsmann Alok Kumar.

2005 gewann er auf Malta den IBSF-Weltmeistertitel im English Billiards - sowohl im Zeit- als auch im Punkteformat. Zudem gewann er seine erste von bisher sechs Asienmeisterschaften im English Billiards. 2006 gewann er bei den Asienspielen im Herreneinzel im English Billiards; ein Erfolg, den er 2010 erfolgreich verteidigte. 2009 gewann er mit der World Billiards Championship den traditionsreichsten und wichtigsten Titel im English Billiards im Finale gegen Mike Russell.


Mai/Juni 2013

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August Tiedtke

August Tiedtke (* 3. März 1913 in Duisburg; † 11. Juli 1972 in Saarbrücken) war ein deutscher Carambolagespieler und mehrfacher Welt- und Europameister.

August Tiedtke war einer der schillerndsten deutschen Billardspieler. 1935 wurde Tiedtke zum ersten Mal deutscher Meister im Dreiband. Diesen Titel konnte er bis 1970 insgesamt 20-mal erringen.

Den ersten großen internationalen Erfolg erzielte Tiedtke bei der Fünfkampf-WM 1936 in Algier, als er sich gegen Jacques Davin den Titel sicherte. Im Jahr darauf erspielte sich Tiedtke erneut einen WM-Titel, diesmal im Kunststoß, mit 208 Punkten, und stand vor Richard Kron, der 187 Punkte erreichte, auf dem Siegerpodest. In der gleichen Saison wäre ihm fast das Kunststück gelungen, einen dritten WM-Titel zu gewinnen. Bei der Dreiband-WM verlor er allerdings das Finale nach klarer Führung knapp gegen den Franzosen Alfred Lagache mit 47:50.


Juli/August 2013

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Erich Hagenlocher

Erich Hagenlocher (* 24. Juli 1895 in Stuttgart; † 12. Dezember 1958 ebenda) war ein deutscher Carambolagespieler und mehrfacher Weltmeister.

In Stuttgart geboren war Erich Hagenlocher zunächst als Lehrling in einer Maschinenfabrik tätig. Zufällig führte ihn sein Weg mit etwa 15 Jahren in den Billardsaal Wilhelmsbau und er erhielt dort die ersten Anleitungen von den Billardmeistern Stehle und Straub. Schon nach einem Jahr spielte er auf dem großen Billard einen Durchschnitt zwischen 4 und 5. Das Billard-Spiel gefiel ihm derart, dass er seinen ursprünglich vorgesehenen Beruf aufgab.

Die Hagenlocher-Capablanca-Legende: Als Hagenlocher sich zum Jahreswechsel 1922/23 in Monte Carlo aufhielt, wohnte der kubanische Schachweltmeister José Raúl Capablanca zusammen mit ihm im gleichen Hotel. Der schach- und billardbegeisterte Hotelbesitzer erkannte seine Chance und arrangierte ein Schach-Billard-Match zwischen den beiden Weltmeistern. Diese sagten auch zu und das Match wurde auf den 31. Dezember 1922 angesetzt. Der Besitzer hatte sich mit seiner Einschätzung nicht vertan, und sein Haus war an dem Abend das bestbesuchte in der monegassischen Hauptstadt. Die Bedingungen waren schnell ausgehandelt und so gab Hagenlocher bei einer Partie auf 100 Punkte seinem Kontrahenten eine Vorgabe von 75, der seinerseits auf seinen Damenturm verzichtete.


September 2013 – Mai 2014

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Rolf Kalb

Rolf Kalb (* 29. September 1959 in Doveren bei Hückelhoven) ist ein deutscher Sportjournalist und Kommentator beim privaten Fernsehsender Eurosport.

Der in Gütersloh lebende Rolf Kalb, zweiter Sohn eines Fahrsteigers der Zeche Sophia-Jacoba, ist im heutigen Hückelhovener Stadtteil Doveren in der Nähe von Erkelenz am linken Niederrhein aufgewachsen.

Seine journalistische Karriere begann er 1973 bei der Erkelenzer Lokalausgabe der Rheinischen Post, deren Sportredakteur Hans Groob sein Mentor war. Nach dem Abitur 1978 studierte er in Bonn Informatik und Mathematik. Währenddessen war er (bis zum Jahr 1991) als Pressesprecher der Deutschen Billard-Union (DBU) im Einsatz. Ab 1982 war er beim WDR und für das ZDF tätig. Seit 1989 arbeitet er – neben seiner freiberuflichen Tätigkeit als Autor von Sachbüchern und -filmen – als Kommentator bei Eurosport. Dort kommentiert er die Bereiche Rudern, Billard, Snooker, Tanzsport, Taekwondo, Dart und Bowls, Gewichtheben, Basketball und Thaiboxen.


Juni 2014 – Januar 2015

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François Mingaud

François Mingaud (auch Mingot, Mengaud, Minguad oder einfach nur M. Mingaud;4. Januar 1771 in Le Cailar, Nîmes, Frankreich; † 23. Dezember 1847 in Rotterdam, Niederlande) war ein Carambolagespieler. Er gilt als Erfinder der Pomeranze auf dem Billard-Queue.

Wegen offener Kritik an der Napoleonischen Armee wurde Mingaud zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach seiner Entlassung aus der Bastille 1807 begann er, seine Erfindung und die „Drall-Technik“ (Effet) des Spielballs in Paris zu demonstrieren. Diese Vorführungen führten stellenweise zu extremem Entsetzen bei den Zuschauern. Die unerklärlichen Verhaltensweisen des Balls nach dem Auftreffen auf den Objektball oder die Bande, erzeugte beim Publikum das Gefühl, dass der Ball „vom Teufel besessen“ sei und deshalb beschlagnahmt werden sollte. Mingaud wird auch die Entdeckung des Masséstoßes zugeschrieben. Dabei wird das Hinterteil der Queues vertikal so weit angehoben, dass dieser fast senkrecht auf den Spielball trifft.

Januar–Juni 2015

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John Moses Brunswick (auch J. M. Brunswick) (* 6. Oktober 1819 in Bremgarten/Schweiz; † 25. Juli 1886 in den USA) war ein US-amerikanischer Unternehmer und Gründer der Brunswick Corporation, die als erstes Unternehmen der USA Billardtische herstellte.

Brunswick entstammte einer jüdisch-schweizerischen Familie. Kurz nach seiner Geburt verstarb seine Mutter und der Vater heiratete erneut. Aus dieser Ehe gingen eine Halbschwester und die Halbbrüder Joseph, Emanuel, David, Hyman und Solomon hervor.

John emigrierte 1834 im Alter von nur 15 Jahren in die USA, seine Brüder folgten ihm später. John ließ sich zunächst in New York nieder und arbeitete dort eine Zeit lang als Botenjunge für einen deutschen Metzger, bevor er in Philadelphia eine vierjährige Anstellung als Auszubildender bei einem Wagenbauer fand. 1839 zog er nach Harrisburg in Pennsylvania, wo er als Wagenbauergeselle arbeitete und Louisa Greinet heiratete. Die Brunswicks zogen 1840 nach Cincinnati, Ohio.


Juli–August 2015

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Der BC Queue Hamburg ist ein 1989 gegründeter Billardverein aus Hamburg.

Seinen ersten größeren Erfolg erreichte der Verein 1994 mit dem Finaleinzug beim Deutschen 8-Ball-Pokal. 2006 stieg er in die 1. Poolbillard-Bundesliga auf, in der nach einem knapp gesicherten Klassenerhalt in der Saison 2006/07 mit dem siebten Platz 2008 der Abstieg in die zweite Liga folgte. 2009 gewann der Verein durch einen Finalsieg gegen den 1. PBC Joker Geldern den Deutschen 8-Ball-Pokal. Nach sieben Jahren in der 2. Bundesliga, in denen der BC Queue dreimal als Zweitplatzierter den Aufstieg nur knapp verpasst hatte, gewann er in der Saison 2014/15 alle 14 Ligaspiele und stieg damit erneut in die 1. Bundesliga auf.

In der ersten Mannschaft des BC Queue Hamburg spielen derzeit neben dem mehrfachen Welt- und Europameister Oliver Ortmann die Deutschen Einzel-Meister Alexander Dremsizis und Marco Spitzky sowie Mario Stahl.


September–Oktober 2015

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Albin Ouschan junior (* 14. August 1990 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Poolbillardspieler.

1999 gewann er seinen ersten von insgesamt 16 Österreichischen Meistertiteln in der Jugend. Zudem wurde er viermal Jugend-Europameister und kam bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2004 auf den dritten Platz. Im selben Jahr wurde er erstmals Österreichischer Meister der Herren, von 2005 bis 2011 folgten zehn weitere Titel. Bei seiner ersten EM-Teilnahme erreichte er 2008 das Viertelfinale im 14/1 endlos, das er nur knapp gegen den späteren Europameister Ivica Putnik verlor. Bis zu seinem dritten Platz im 9-Ball 2014 war dies sein bestes Ergebnis bei Europameisterschaften. 2012 gewann er mit den Bosnia & Herzegovina Open erstmals ein bedeutendes internationales Billardturnier und zugleich seine erste von bislang vier Medaillen auf der Euro-Tour. Bei der 9-Ball-Weltmeisterschaft 2014 gelang ihm der Einzug ins Finale, in dem er dem Niederländer Niels Feijen nur knapp mit 10:13 unterlag. Im Juli 2015 gewann er im Finale gegen John Morra die China Open und wurde damit als erster Österreicher Weltranglistenerster. Ouschan spielt derzeit beim deutschen Bundesligisten BSV Dachau, mit dem er zweimal Vizemeister wurde. Sein Vater Albin senior und seine Schwester Jasmin sind ebenfalls erfolgreiche Poolbillardspieler.


November–Dezember 2015

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Barry Hawkins (* 23. April 1979) ist ein englischer Snookerspieler.

Er qualifizierte sich 1996 erstmals für die Main Tour und ist seit 2000 ununterbrochen Profi. Nachdem er bei den Welsh Open 2005 erstmals das Halbfinale eines Weltranglistenturniers erreicht hatte, gewann er 2012 das Snooker Shootout und nach einem Finalsieg gegen Peter Ebdon mit den Australian Goldfields Open seinen ersten Weltranglistenturniertitel. Bei der Weltmeisterschaft 2013 gelang ihm der Einzug ins Finale, in dem er jedoch Ronnie O’Sullivan mit 12:18 unterlag. Bei den beiden folgenden Weltmeisterschaften schied er jeweils im Halbfinale aus. 2014 gewann er im Finale gegen Gerard Greene die Grand Finals der Players Tour Championship. Bei den Riga Open 2015 gelang ihm sein erster Minor-Ranglistenturniersieg.

Hawkins spielte bislang zwei offizielle Maximum Breaks; beim dritten PTC-Turnier der Saison 2010/11 gegen James McGouran und bei der Championship League 2015 gegen Stephen Maguire.

Januar–Februar 2016

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Torbjörn Blomdahl (* 26. Oktober 1962 in Göteborg) ist ein schwedischer Carambolagespieler.

1985 gewann er im Finale gegen Titelverteidiger Rini van Bracht seinen ersten von insgesamt neun Europameisterschaftstiteln in der Disziplin Dreiband. Nachdem er 1986 Vizeweltmeister geworden war, wurde er 1987 erstmals Dreiband-Weltmeister. Ein Jahr später gelang es ihm, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Es folgten weitere WM-Siege in den Jahren 1991, 1997 und 2015. Darüber hinaus gewann er bislang 43 Weltcupturniere und wurde neunmal Weltmeister mit der Nationalmannschaft. Ebenso gewann er neunmal den Coupe d’Europe sowie zweimal das AGIPI Billard Masters, 24-mal die Schwedische Meisterschaft und 1987 die Weltmeisterschaft in der Carambolagedisziplin Biathlon.

Seine höchste Serie liegt bei 24 Punkten, seine beste Partie waren 50 Punkte in 9 Aufnahmen, was einen Generaldurchschnitt von 5,555 ergibt. Beim dritten Weltcupturnier 2013 spielte er mit 2,739 seinen besten Turnier-GD, der seinerzeit einen neuen Weltrekord darstellte.


März–April 2016

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Stuart Bingham (* 21. Mai 1976 in Basildon) ist ein englischer Snookerspieler.

Seine ersten großen Erfolge feierte Bingham 1996 mit dem Gewinn der Amateurweltmeisterschaft und der englischen Amateurmeisterschaft. Nachdem er 2008 das Achtelfinale der Weltmeisterschaft erreicht hatte, zog er bei den Australian Goldfields Open 2011 erstmals ins Halbfinale eines Weltranglistenturniers ein. Dort setzte er sich gegen Shaun Murphy durch und traf im Finale auf den Weltranglistenersten Mark Williams, den er mit 9:8 besiegte. 2012 gewann er zwei PTC-Turniere in Asien. 2014 gewann er mit dem Shanghai Masters zum zweiten Mal ein Weltranglistenturnier und mit den Dongguan Open sowie den Haining Open zwei weitere PTC-Turniere. Im Mai 2015 gewann er das Finale der Snookerweltmeisterschaft gegen den Weltmeister von 2005, Shaun Murphy, mit 18:15 und wurde mit knapp 39 Jahren zum drittältesten Weltmeister der Crucible-Ära.

Bingham spielte bislang drei Maximum Breaks. 1999 auf der UK Tour, 2005 in der Qualifikation zum Masters und 2012 beim Wuxi Classic


Mai–Juni 2016

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Wolfgang Rittmann (* 24. März 1947; † 29. Januar 2016 in Bottrop) war ein deutscher Billardfunktionär. Er war von 1982 bis 2002 Präsident des Deutschen Billard-Bundes beziehungsweise der Deutschen Billard-Union und von 1988 bis zu seinem Tod Präsident der Confédération Européenne de Billard.

Im Februar 1982 wurde Rittmann als Nachfolger von Herbert Faßbender Präsident des Deutschen Billard-Bundes. In seiner Präsidentschaft sicherte er die Austragung mehrerer internationaler Carambolageturniere in Deutschland.


Juli–August 2016

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Michael White (* 5. Juli 1991 in Neath) ist ein walisischer Snookerspieler.

2001 erhielt er als jüngster Spieler, der ein Century Break erzielte, einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Nachdem er 2006 bereits den IBSF World Grand Prix gewonnen hatte, qualifizierte er sich 2007 als U19-Europameister für die Main Tour. Nach der Saison 2007/08, in der er altersbedingt beim ersten Turnier nicht antreten durfte, verlor er seinen Main-Tour-Platz. Ein Jahr später gelang ihm über die nationale Rangliste die Rückkehr auf die Tour. 2013 qualifizierte er sich erstmals für die Hauptrunde der Weltmeisterschaft, bei der er nach Siegen gegen Mark Williams und Dechawat Poomjaeng das Viertelfinale erreichte und dort mit 6:13 gegen Ricky Walden ausschied. Im März 2015 gewann er seine ersten Main-Tour-Titel: Wenige Tage, nachdem er das Snooker Shoot-Out gewonnen hatte, gewann er durch einen 5:0-Finalsieg gegen Ricky Walden mit den Indian Open 2015 erstmals ein Weltranglistenturnier.

Sein bislang höchstes Break auf der Main Tour, eine Serie von 145 Punkten, erzielte Michael White in der Qualifikation zum Shanghai Masters 2011.


September–Oktober 2016

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Kyren Wilson (* 23. Dezember 1991 in Northamptonshire) ist ein englischer Snookerspieler.

2010 qualifizierte er sich über die Pontin’s International Open Series erstmals für die Main Tour. Er verlor seinen Profiplatz jedoch direkt nach seiner Debütsaison wieder. In den folgenden Jahren nahm er als Amateur an zahlreichen PTC-Turnieren teil und erreichte dabei das Viertelfinale der Kay Suzanne Memorial Trophy 2011. Über die Order of Merit der Players Tour Championship gelang ihm zur Saison 2013/14 die Rückkehr auf die Main Tour. 2014 qualifizierte er sich erstmals für die Endrunde der Weltmeisterschaft. Beim Shanghai Masters 2015 zog er zum ersten Mal in seiner Profikarriere in ein Finale ein und konnte sich dort mit 10:9 gegen Judd Trump durchsetzen. 2016 erzielte er mit dem Einzug ins Viertelfinale sein bislang bestes Ergebnis bei der Weltmeisterschaft. Bei den Indian Open 2016 verlor er sein zweites Profifinale gegen Anthony McGill.

Sein höchstes Break war ein inoffizielles Maximum-Break, das er 2009 erzielte. Auf der Main Tour war bislang eine Serie von 143 Punkten, die er bei der Snookerweltmeisterschaft 2016 spielte, sein höchstes Break.


November–Dezember 2016

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Der Dahlhausener Billard Club Bochum 1926 e.V., kurz DBC Bochum 1926, ist ein Carambolage-Billardverein aus Bochum, der am 25. Februar 1926 unter dem Namen „Unter uns“ gegründet wurde.

1963 wurde der Verein, der in den Jahren zuvor von der Bezirksliga bis in die Oberliga aufgestiegen war, bei seiner ersten Teilnahme an der deutschen Mannschaftsmeisterschaft Deutscher Meister. In den beiden folgenden Jahren gelang ihm die erfolgreiche Titelverteidigung. Bis heute wurde der Verein insgesamt 25-mal Deutscher Meister, zuletzt in den Jahren 2012, 2013, 2014 und 2016. Zudem gewann er 1995 die deutsche Pokalmannschaftsmeisterschaft und wurde 2013 Vizeeuropameister.

Bekannte Spieler des DBC Bochum sind beziehungsweise waren neben Klaus Hose, der 1970 Einzeleuropameister in der Freien Partie wurde, Volker Baten, Thomas Berger, Fabian Blondeel, Thomas Neckermann, Ludger Havlik und Sam van Etten.


Aufbau bei Cribbage mit der 15 in der Mitte

Cribbage Pool (auch Cribbage Pocket Billard, Fifteen Points, Pair Pool oder auch nur einfach Cribbage genannt) ist eine Poolbillardvariante.

Cribbage kann sowohl von 2 Einzelspielern als auch von 2 Mannschaften mit 15 Bällen an einem gängigen Poolbillardtisch gespielt werden. Münztische eignen sich bei diesem Spiel nicht, da mit einem Foul versenkte Bälle wieder auf den Tisch zurückgesetzt werden müssen. Ziel des Spiels ist es, ein Paar von Bällen zu versenken, die in der Summe 15 ergeben. Ein solches Pärchen wird Cribbage genannt.
Es sind 8 Cribbages möglich: 1-14, 2-13, 3-12, 4-11, 5-10, 6-9, 7-8 und 15.

Der Spieler/die Mannschaft mit den meisten Cribbages (5+) gewinnt. …


Filipos Kasidokostas (* 14. November 1983) ist ein griechischer Karambolagespieler und Welt- und Europameister in der Disziplin Dreiband.

2001, mit 18 Jahren, gewann Kasidokostas zum ersten Mal die Dreiband-Weltmeisterschaft der Junioren im schweizerischen Lausanne. In den folgenden zwei Jahren konnte er diesen Titel verteidigen. 2004 wurde er Europameister der Junioren, nachdem er zuvor schon Dritter (2001) und Zweiter (2002) geworden war. Ab dem Jahr 2003 spielte Kasidokostas sowohl bei den Junioren (U21) als auch bei den Senioren. So kam es, dass er in diesem Jahr auch Vizeweltmeister bei den Senioren wurde. Im WM-Finale musste er sich nur dem Türken Semih Saygıner geschlagen geben. Im folgenden Turnier schaffte er es erneut ins Finale, unterlag dort jedoch Altweltmeister (2000) Dick Jaspers aus den Niederlanden.


Liang Wenbo

Liang Wenbo (chinesisch 梁文博, Pinyin Liáng Wénbó; * 5. März 1987) ist ein chinesischer Snookerspieler.

2005 gewann Liang Wenbo die IBSF U21-Weltmeisterschaft und galt spätestens damit als eines der hoffnungsvollsten Talente Asiens. Bei den Asienspielen 2006 gewann er mit der Mannschaft die Gold- und als Einzelspieler die Silbermedaille. 2008 qualifizierte er sich durch Siege über Ben Woollaston, Rod Lawler, David Gilbert und Ian McCulloch für die Weltmeisterschaft, seine erste Endrundenteilnahme bei einem Turnier der Main Tour. Im Crucible Theatre traf er zunächst auf den ehemaligen Weltmeister Ken Doherty, den er mit 10:5 besiegte. In der zweiten Runde bezwang er Joe Swail mit 13:12 und zog ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf Ronnie O’Sullivan, gegen den er mit 7:13 das Nachsehen hatte. Nach der Saison 2008/09 – sein herausragendes Ergebnis war der Einzug ins Achtelfinale der Northern Ireland Trophy – konnte er sich in der Weltrangliste unter die Top 32 verbessern.


Choi Sung-won (auch Sung-won Choi, * 30. April 1977) ist ein professioneller südkoreanischer Carambolagespieler und Weltmeister.

Choi Sung-Won ist als schweigsamer Spieler im Billardzirkus bekannt, was unter anderem daran liegt, dass er kaum Englisch spricht. Zudem gilt er als bescheiden und sachlich, was sich auch in seinem Spielstil zeigt.

Mit dem führenden südkoreanischen Spieler Kim Kyung-roul und Cho Jae-ho bildet er die Carambolageelite seines Landes. Seit 2007 ist der Koreaner auf internationalem Parkett unter den 32 Besten platziert. Beginnend mit Platz 29 beim Dreiband-Weltcup im heimischen Seoul spielte er sich beim darauffolgenden Weltcup auf den 14. Platz vor. Noch im selben Jahr kam er erst auf den 12., dann auf den fünften Platz bei dieser Turnierserie. Seine bisher größten Erfolge sind der Gewinn der Dreiband-Weltmeisterschaft 2014 und des AGIPI Billard Masters 2011 sowie des Weltcup-Turniers 2011 in Antalya. Dort schlug er den Lokalmatador Tayfun Taşdemir knapp mit 3:2 Sätzen. Die Vizeweltmeisterschaft 2012 in Porto, wo er im Finale Eddy Merckx mit 24:40 Punkten unterlag, ergänzt sein Erfolgsportfolio.


Graeme Dott (* 12. Mai 1977 in Larkhall, Schottland) ist ein schottischer Snookerspieler, der im Jahr 2006 die Snookerweltmeisterschaft gewann.

Dott wurde 1994 Profi. 1999 erreichte er bei den British Open sein bisher einziges Maximum Break von 147 Punkten.

In der Saison 2001/02 erreichte er erstmals die Top 16 der Snookerweltrangliste. Nachdem er zunächst viermal im Finale eines Weltranglistenturniers unterlegen war – bei den Scottish Open 1999, den British Open 2001, der Weltmeisterschaft 2004 und dem Malta Cup 2005 –, gewann Graeme Dott seinen ersten Titel bei der Snookerweltmeisterschaft im Jahre 2006. In einem knappen Endspiel besiegte er Peter Ebdon mit 18:14 Frames, nachdem er nach einer 15:8-Führung seinen Gegner noch bis auf 15:13 und 16:14 hatte herankommen lassen.

Im Jahr darauf gewann er die China Open. Im Finale in Peking schlug er Jamie Cope mit 9:5. Bei der WM-Endrunde 2007 ereilte auch ihn der „Fluch von Sheffield“: Im modernen Snooker ist es noch keinem Spieler gelungen, seinen ersten WM-Titel zu verteidigen. Dott verlor bereits in der ersten Runde mit 7:10 Frames gegen Ian McCulloch.

Graeme Dott ist seit 2003 mit Elaine verheiratet und hat mit ihr einen Sohn, Lewis. Elaine ist die Tochter seines Managers Alex Lambie, der am 16. Dezember 2006 nach langem Kampf an Nierenkrebs starb. Alex managte Dott seit dessen 12. Lebensjahr. Wochen später erlitt seine Frau eine Fehlgeburt. Dott litt seit diesen zwei Ereignissen an Depressionen. So stand seine Teilnahme an der Snookerweltmeisterschaft 2008 lange Zeit in Frage. Erst kurzfristig entschloss sich Dott doch teilzunehmen, verlor aber in der ersten Runde gegen Joe Perry mit 7:10. Dies war sein sechzehntes verlorenes Match in Folge. In der Weltrangliste fiel er vom zweiten auf den dreizehnten Rang zurück.


Der 1. Billard-Club Neustadt an der Orla 1997 e. V. ist ein Sportverein aus der ostthüringischen Stadt Neustadt an der Orla.

Im Billard Carambolage ist der 1. BC Neustadt (Orla) ein wichtiger Vertreter in Thüringen. Seit der Saison 1999/ 2000 spielt der Verein mit dem AAB-Team auf nationaler Ebene in der Bundesliga (Mehrkampf) mit. Der Verein ist außerdem in allen Ligen (Landesklasse, Landes-, Ober- und Dreibandliga) sowie in den Pokalspielen in Thüringen aktiv.

In Neustadt an der Orla gab es vor dem Zweiten Weltkrieg zwei öffentlich genutzte Billardtische und einen in der Villa Becchio, privat genutzt in einem komplett exklusiv eingerichteten Billardzimmer in der August-Bebel-Straße. Dort begann Helmut Auerswald, Mitschüler der Schiller-Schule, welche die Villa als Clubhaus nutzten, Billard zu spielen. Danach schloss er sich der Sektion Billard im Sportlerheim „Eiskeller“ an, die sich 1951 als Teil der demokratischen Sportbewegung konstituiert hatte. Nun begann Neustadts organisierter Billardsport mit der Gründung durch Fritz Loos, E. Hoyen, Werner Pfeiffer und Walter Rosenkranz. Schließlich kamen mit Helmut Auerswald, dann Aribert Mußbach und P. Hirsch erstmals jugendliche Neulinge hinzu. Bei Bestenermittlungen im Kreis gegen Pößneck (Neustadts Nachbarstadt) wurden erste Erfolge erzielt. Tonangebend waren damals die alten Hochburgen Jena, Gera und Saalfeld mit hohen Mitgliederzahlen und die besonders geförderte Stahl-Mannschaft der Maxhütte.


Darren Lee Appleton (* 8. Februar 1978 in Pontefract) ist ein englischer Poolbillardspieler. Er wurde 2008 Weltmeister in der Disziplin 10-Ball und 2012 Weltmeister im 9-Ball. Zudem gewann er zweimal die US Open und 2013 die Goldmedaille bei den World Games.

Appleton begann im Alter von 12 Jahren mit dem Billardspielen. Im Juli 2000 zog er erstmals in die Finalrunde der 9-Ball-Weltmeisterschaft der WPA ein, bei der er jedoch in der Runde der letzten 64 dem Taiwaner Chang Hao-ping mit 4:9 unterlag. 2001 erreichte er bei der 8-Ball-Weltmeisterschaft der WEPF das Viertelfinale, das er mit 8:9 gegen den späteren Weltmeister Chris Melling verlor. Im Juli 2002 schied er bei der 9-Ball-WM in der Vorrunde aus. Nachdem er bei der WEPF 8-Ball-WM 2002 erneut das Viertelfinale erreicht hatte, zog er 2004 ins Finale ein, in dem er seinem Landsmann Mick Hill mit 9:11 unterlag. 2005 schied er im Viertelfinale gegen Phil Harrison aus.

Im Januar 2006 gewann Appleton seine erste Euro-Tour-Medaille; bei den Czech Open zog er ins Finale ein, in dem er dem Niederländer Nick van den Berg mit 1:9 unterlag. Bei den Germany Open 2006 schied er im Viertelfinale gegen Harald Stolka, den späteren Sieger des Turniers, aus. Im Juni 2006 schaffte er es zum zweiten Mal ins Endspiel der WEPF 8-Ball-WM, das er jedoch mit 7:11 gegen Mark Selby verlor.


Tian Pengfei (chinesisch 田鹏飞, Pinyin Tián Péngfēi; * 16. August 1987 in Dalian, Provinz Liaoning) ist ein chinesischer Snookerspieler.

Seinen größten Erfolg als Jugendlicher hatte Tian Pengfei 2005 bei der IBSF U21-Weltmeisterschaft in Bahrain, bei der er hinter seinem Landsmann Liang Wenbo den zweiten Platz belegte. Bereits in der folgenden Saison der International Open Series der Amateure hatte er seinen Durchbruch, als er zwei der acht Turniere gewinnen und sich damit für die Snooker Main Tour qualifizierte konnte. Gleich in seinem ersten Profiturnier gelang ihm bei der Northern Ireland Trophy der Einzug in die Runde der letzten 32, wo er knapp mit 4:5 an Shaun Murphy scheiterte. Bei den Asienspielen gewann Tian zwei Goldmedaillen, im Doppel mit Ding Junhui und in der Mannschaft mit Ding und Wenbo.

In seine zweite Saison startete Tian als 69. der Weltrangliste. Er ließ aber keine weiteren Höhepunkte folgen, meist scheiterte er in den ersten Qualifikationsrunden, weshalb er sich nach zwei Jahren wieder von der Main Tour verabschieden musste. Auch in den folgenden Jahren gelang ihm die Rückkehr in den Profizirkus nicht und Tian war nur noch als Wildcard-Spieler bei den chinesischen Profiturnieren vertreten. Dort gelang ihm bei den Shanghai Masters 2009 mit einem Sieg über Andrew Higginson sein zweiter Hauptrundeneinzug. Im Jahr darauf hatte er seinen bislang größten Main-Tour-Erfolg, als er bei den China Open nach einem Sieg in der Wildcardrunde über Mark Davis in der 1. Hauptrunde den Weltranglistendritten Ronnie O’Sullivan besiegen konnte.


René Gabriëls (* 18. Januar 1912; † 20. Juni 1982) war ein belgischer Carambolagespieler und Billardtischhersteller.

Im Juli 1931, Gabriëls war gerade mal 19 Jahre alt, spielte er erstmals bei der Weltmeisterschaft in der Freien Partie mit und belegte dort einen beachtlichen dritten Platz. Im Februar hatte er schon bei der Cadre 45/2-Europameisterschaft den Vizemeistertitel errungen. Erst im Finale musste er sich seinem Landsmann Gustave van Belle geschlagen geben. Dritter wurde Altweltmeister (1925) Jan Dommering aus den Niederlanden.

Bis 1951, seiner letzten WM-Teilnahme in Buenos Aires, erspielte er sich insgesamt sieben Weltmeistertitel. Dazu kommen vier Zweit- und Drittpatzierungen und zwei Europameisterschaften mit drei weiteren Zweit- und Drittpatzierungen.


John Thurston (* 1777 in England; † 1850 ebenda) war ein englischer Hersteller von Billardtischen, Erfinder, Übersetzer und Autor von Billardbüchern. Er wurde auch „The father of the billiards trade“ (deutsch: Der Vater des Billardhandels) genannt.

Er erlernte sein Handwerk in der Londoner Niederlassung von Gillow’s (of Lancaster), in der neben qualitativ hochwertigen Möbeln auch Billardtische angeboten wurden. Es wird davon ausgegangen, dass dort auch Billardtische zum Verkauf standen, als er sein eigenes Möbelgeschäft eröffnete.

1799 gründete er in der Newcastle Street in The Strand, London, seinen eigenen Billardtisch- und Möbelhandel. 1814 zog er in die Catherine Street um, ebenfalls in The Strand. Dort spezialisierte er sich dann auf Billardtische und -möbel sowie Spielsaaleinrichtungen. Damals war es üblich, die Tische als Sonderanfertigung zu bestellen. Mit der Spezialisierung allein auf Billardtische hielt Thurston, als erster Hersteller und Händler, ein Monopol.

1826 wird er zum alleinigen „Königlichen Hoflieferanten seiner Majestät König Georg IV.“ ernannt. Dessen Nachfolger William IV. erneuert diese Vereinbarung 1833 ebenso wie Königin Victoria 1837.

Thurston zeichnete sich durch wesentliche Verbesserungen der Funktionsweise des Billardtisches aus, was des Weiteren zu tiefgreifenden Änderungen der Standards, in denen das Spiel gespielt werden konnte, führte. 1799 gründete er die Firma „The House of Thurston“ als Billardtisch- und allgemeine Möbeltischlerei. Ab 1814 konzentrierte er sich ausschließlich auf die Herstellung von Billardtischen und -möbeln. Zusammen mit dem Spieler Jonathan Kentfield trieb Thurston hohen Aufwand, um die Billardtische zu verbessern.


Russisches Billard (auch Russische Pyramide) ist eine Billardvariante, die in Russland und den übrigen GUS-Staaten populärer als jede andere Billardvariante, außerhalb jedoch wenig bekannt ist.

Gespielt wird auf einem Tisch von der Größe eines Snookertisches (12 Fuß) mit insgesamt 16 Kugeln, die mit 68 mm Durchmesser noch größer sind als Carambolage-Kugeln. Die Taschen des Tisches sind so geschnitten, dass nur wenige Millimeter Platz zum Lochen der Kugeln ist. Zu Beginn des Spieles werden die 15 weißen Objektbälle in Dreiecksform angeordnet. Der rote (oder gelbe) Spielball wird im oberen Viertel positioniert. Für jede versenkte Kugel erhält man einen Punkt. Anders als in den meisten anderen Billardvarianten darf auch der Spielball gelocht werden. Für einen korrekten Stoß muss in jedem Fall eine Kollision mit mindestens einem Objektball erfolgen. Das Spiel wird üblicherweise beendet, wenn einer der Spieler 8 Punkte erreicht.

Russisches Billard wird in verschiedenen Disziplinen gespielt, die bekanntesten sind Freie Pyramide, Dynamische Pyramide und Kombinierte Pyramide, in denen regelmäßig Weltmeisterschaften ausgetragen werden.


Therese Klompenhouwer (* 3. Januar 1983 in Nijkerk) ist eine professionelle, niederländische Carambolagespielerin und Weltmeisterin in der Disziplin Dreiband.

Aufgewachsen ist Therese in Nijkerk, einer Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland, wo sie immer noch wohnt. Mit acht Jahren begann sie Billard zu spielen. Sie entstammt einer Familie von Billardspielern, schon der Großvater, Mutter, Vater und der Onkel spielten Billard. Ihr Bruder Jarno ist ebenfalls ein guter Billardspieler.

Seit September 2010 ist sie auch für die USBA tätig, um das Dreibandspiel in den USA zu fördern.

Zunächst spielte sie Freie Partie, bevor sie dann im Alter von 19 Jahren zum Dreiband wechselte, dem sie bis heute treu geblieben ist. Die 1,67 m große Niederländerin wurde von Christ van der Smissen über viele Jahre betreut und trainiert.

Bei der Damen-WM 2006 belegte sie den zweiten Platz hinter der Dauertitelträgerin Orie Hida aus Japan.

Bei ihrer ersten Teilnahme am Dreiband-Weltcup 2012 in Hurghada kam sie bis in die Qualifikationsrunde der letzten 64 und belegte den 51. Platz. Im Februar 2013 wurde sie beim Weltcupturnier in Antalya, Türkei 77.

Frédéric Caudron (* 27. Januar 1968 in Mons, Belgien) ist ein belgischer Carambolage-Billardspieler und mehrfacher Weltmeister.

Als Sohn eines vom Karambolage begeisterten Vaters begann er bereits sehr früh mit dem Billardsport und gewann mit dem belgischen Jugendteam bereits mit 10 Jahren seine ersten Turniere. Mit 18 Jahren spielte er in allen Disziplinen in den höchsten Klassen und auf Weltniveau. 1987 errang er seinen ersten Titel als Jugend-Europameister im Cadre 47/2 – 1990 folgte der erste EM-Titel im Einband, 1991 der erste WM-Titel (Cadre 71/2) und im Jahr 1994 der erste nationale Dreiband-Titel.

Seit 1990 sind die Turniersiege und Titel national sowie international ungezählt und insbesondere seine GDs definieren Frédéric Caudron als einen der besten und vielseitigsten Karambolage-Spieler der Welt. Er führt damit die mit René Vingerhoedt in den 1940er Jahren beginnende und von Raymond Ceulemans ab den 1960er Jahren fortgeführte Tradition belgischer Spitzenspieler fort.

Zu einem außergewöhnlichen Einzelduell kam es vom 27. bis 30. Juni 2012 im spanischen Marxuquera bei dem Einladungsmatch „Die 2 Titanen des Dreiband-Billiards“ zwischen Caudron (Weltranglistenerster 2012) und dem amtierenden Weltmeister Dick Jaspers.


Jamie Cope (* 12. September 1985 in Stoke-on-Trent) ist ein englischer Snookerspieler.

Mit acht Jahren begann Jamie Cope neben dem Fußball mit Snooker. Er betrieb lange beide Sportarten erfolgreich, bevor er sich mit 14 Jahren für den Billardsport entschied. Er war einer der erfolgreichsten Jugendspieler und gewann an die 50 Jugend- und Amateurturniere. 1999 erreichte er bei einem Erwachsenenturnier mit Amateuren und Profis (Pontin’s Open in Prestatyn) die Runde der letzten 32. Er war auch Teil der Jugendauswahl des englischen Snookerverbands und holte Titel in Teamwettbewerben.

In der Saison 2001/02 nahm er erfolgreich an Turnieren der WSA Open Tour teil und qualifizierte sich 2002 mit 17 Jahren für die Snooker Main Tour. Bei seinem ersten Profiturnier, dem LG Cup 2002 kam er bereits in Runde 4 und besiegte dabei unter anderem Stuart Pettman. Bei zwei weiteren Ranglistenturnieren erreichte er Runde 3. In der zweiten Saisonhälfte blieb er jedoch sieglos. Im Jahr darauf stand er bei der UK Championship in der 4. Runde. Daneben gewann er noch einige Auftaktmatches, aber insgesamt reichte es nach zwei Jahren nur für Platz 89 der Weltrangliste und er verlor seinen Profistatus wieder.


Jewgeni Jewgenjewitsch Stalew (russisch Евгений Евгеньевич Сталев, englische Transkription: Evgeny Stalev; * 19. Mai 1979 in Lytkarino, Oblast Moskau, Russische SFSR) ist ein russischer Billardspieler. Er wurde 1999 und 2000 Weltmeister in der Freien Pyramide, einer Disziplin des Russischen Billards. Darüber hinaus spielt er auch Poolbillard und gewann unter anderem ein Euro-Tour-Turnier.

Jewgeni Stalew begann im Alter von neun Jahren mit dem Billardspielen. Sein Vatereröffnete zu dieser Zeit einen Billardclub in Lytkarino, in dem Jewgeni und sein älterer Bruder Maxim gemeinsam trainierten. Seinen ersten größeren Erfolg erzielte er mit dreizehn Jahren, als er russischer Meister wurde. 1995 gewann er erstmals eine inoffizielle Weltmeisterschaft im Russischen Billard. In den folgenden Jahren war er bei fünf weiteren solcher Weltmeisterschaften erfolgreich. 1996 wurde er erneut russischer Meister.

1999 gewann Stalew die erste offizielle Austragung der Weltmeisterschaft in der Freien Pyramide. Im folgenden Jahr besiegte er in Kirkel im Finale den Kasachen Emil Mudarissow mit 7:6. Er ist damit bis heute der einzige Spieler, dem bei einer Weltmeisterschaft im Russischen Billard die Titelverteidigung gelang. Bei der WM 2001 schied er im Achtelfinale gegen Rustam Usmanow aus. Nachdem er 2002 nicht teilgenommen hatte, zog er 2003 erneut ins Finale ein, in dem er auf Jaroslaw Wynokur traf, den er in der Vorrunde mit 4:2 besiegt hatte. Im Endspiel musste er sich dem Ukrainer jedoch nach einer zwischenzeitlichen 3:0-Führung mit 5:7 geschlagen geben. Wenige Wochen später gewann Stalew durch einen 7:2-Finalsieg gegen Kanybek Sagyndykow die Asienmeisterschaft. Im selben Jahr gewann er unter anderem ein Weltcupturnier und das internationale Turnier der 16 Stärksten.


Matthew Stevens (* 11. September 1977 in Carmarthen, Großbritannien) ist ein walisischer Snookerprofi. Mit dem Masters (2000) und der UK Championship (2003) gewann er in seiner Karriere zwei der drei bedeutendsten Titel im Snooker, außerdem ist er zweifacher Vize-Weltmeister (2000, 2005).

Seit 1994 spielt Stevens auf der Snooker Main Tour. 1999 rückte er erstmals in die Top 16 der Weltrangliste vor, 2005 erreichte er mit Position 4 seine bislang beste Platzierung. Zur Saison 2011/12 gelang ihm nach vier Jahren die Rückkehr in den Kreis der 16 besten Spieler der Welt.

Matthew Stevens begann sich für Snooker zu interessieren, als er 1985 das WM-Finale zwischen Dennis Taylor und Steve Davis gesehen hatte. Mit zehn Jahren trat er in den Snooker-Club des walisischen Ex-Weltmeisters Terry Griffiths ein. Einen Trainer soll er nie gehabt haben, glaubt man den Worten seines Vaters Morrell, der seinen Sohn zu allen Juniorenturnieren begleitete. Mit elf Jahren gelang Stevens das erste Century Break und er gewann seine ersten Junioren-Titel. 1994 verließ er im Alter von 16 Jahren ohne Abschluss die Schule, um professioneller Snookerspieler zu werden.

In seiner ersten Saison auf der Main Tour kam Stevens bei keinem Ranglistenturnier über die Qualifikation hinaus. Allerdings konnte er bei der Benson & Hedges Championship – damals Qualifikationsturnier für das wichtigste Einladungsturnier, das Masters – bis ins Halbfinale vorstoßen. Er beendete die Spielzeit auf Position 236 der Snookerweltrangliste.



Michaela Tabb (* 11. Dezember 1967 in Bath) ist eine ehemalige britische Poolbillard- und Snookerschiedsrichterin.

Tabb selbst war aktive Poolspielerin. Als solche gewann sie 1997 die Frauen-Pool-Meisterschaft in Großbritannien und im Jahr darauf die Frauen-WM. Ab 1997 wurde sie Schiedsrichterin, zunächst im 9-Ball Pool, wo sie Spiele beim St. Andrew’s Cup und Mosconi Cup leitete.

Ihren ersten Auftritt bei einem Weltranglistenturnier der Snookerprofis hatte Tabb 2002 bei den Welsh Open, sie leitete die Partie zwischen Ken Doherty und James Wattana.

Bei der WM im Crucible Theatre in Sheffield kam sie das erste Mal 2003 in der Partie zwischen Mark King und Drew Henry zum Einsatz. Snookergeschichte schrieb sie am 18. Februar 2007 bei den Welsh Open: Als erste Frau leitete sie das Finale (zwischen Andrew Higginson und Neil Robertson) eines Weltranglistenturniers der Snookerprofis.

Sowohl bei Spielern als auch bei Fans genießt sie inzwischen hohes Ansehen. Einer ihrer Spitznamen lautet „(The) LadyRef“ („ref“ ist eine im Englischen gebräuchliche Abkürzung des Wortes „Referee“ für Schiedsrichter/in).

Tabb leitete am 3. und 4. Mai 2009 auch als erste Frau das Finale der Snooker-Weltmeisterschaft. Am 6. und 7. Mai 2012 war sie erneut Schiedsrichterin im Finale der Weltmeisterschaft. Im Finale der Shanghai Masters 2012 begleitete Tabb zum dritten Mal in ihrer Karriere ein Maximum Break.


Ruslan Jurjewitsch Tschinachow (russisch Руслан Юрьевич Чинахов; engl. Transkription: Ruslan Chinakhov; * 25. Januar 1992 in Moskau) ist ein russischer Poolbillardspieler. Er wurde 2017 Europameister in der Disziplin 9-Ball. Zuvor war er 2009 Vizeeuropameister im 9-Ball geworden und hatte 2010 das Halbfinale der 8-Ball-Weltmeisterschaft erreicht.

Im März 2006 verpasste Tschinachow beim 8-Ball-Wettbewerb der Herren-Europameisterschaft mit einer 5:8-Niederlage gegen Jan Dulst nur knapp den Einzug in die Finalrunde. Im August 2006 wurde er durch Finalsiege gegen Andy Fuchs und Dominic Jentsch Schülereuropameister in den Disziplinen 14/1 endlos und 9-Ball. Zudem gewann er mit der russischen Schülermannschaft den EM-Titel. Bei der Herren-EM 2007 zog der damals 15-jährige Tschinachow beim 8-Ball-Wettbewerb ins Viertelfinale ein. Nachdem er unter anderem Tomasz Kapłan und Nikos Ekonomopoulos besiegt hatte, unterlag er dort jedoch dem früheren 9-Ball-Weltmeister Oliver Ortmann mit 3:8. Beim 9-Ball-Wettbewerb schied er in der Runde der letzten 64 gegen seinen Landsmann Konstantin Stepanow aus. Bei der Schülereuropameisterschaft 2007 gewann er die Bronzemedaille im 9-Ball und die Goldmedaille mit der Mannschaft. Im September 2007 zog er bei den Netherlands Open bei seiner zweiten Teilnahme an einem Euro-Tour-Turnier erstmals in die Finalrunde ein. Anschließend besiegte er Martin Larsen, Ralf Souquet und Daryl Peach, bevor er im Halbfinale mit 8:10 gegen den späteren Turniersieger Imran Majid ausschied.


Die Confédération Européene de Billard (CEB) ist der europäische Dachverband des Carambolage-Billardsports und der UMB angegliedert.

Die offizielle Gründung der CEB unter diesem Namen datiert auf den 12. Juli 1958 in Genf. Der Vorgänger war die Fédération Internationale de Billard (FIB). Sie und die Union Internationale des Fédérations d'Amateurs de Billiard (UIFAB) konkurrierten 1957 um die Ausrichtung der Dreiband-Europameisterschaft, sodass in diesem Jahr zwei EM ausgerichtet wurden. Im darauffolgenden Jahr waren die Streitigkeiten beigelegt worden.

Die CEB ist für den Karambolage-Billardsport in Europa generell, sowie seiner angeschlossenen nationalen Verbände verantwortlich. Neben allen europäischen nationalen Verbänden sind die Verbände aus Ägypten, Israel, Libanon, Russland und Zypern der CEB untergliedert.

Die Interessen des deutschen Carambolage-Billards werden durch die Deutsche Billard-Union in der CEB vertreten.

Am 20. Mai 2017 wurde erstmal mit der Schweizerin Diane Wild (* 20. April 1960) eine Frau zur Präsidentin des größten Kontinentalverbandes gewählt. Wild war vor ihrer Wahl schon Vizepräsidentin und ist bekannt für die Auslobung und Organisation der Lausanne Billard Masters. In ihrer Antrittsrede setzt sie sich für mehr Innovationen, Transparenz und Zusammenarbeit mit den nationalen Verbänden ein. Ein Augenmerk will sie auf die Förderung und den Ausbau der Damen- und Jugendwettbewerbe, sowie eine stärkere Präsenz der Randdisziplinen des Carambolagebillardsports Kunststoß und 5-Kegel. Eine wichtige Rolle soll auch die Weiterführung der Multi-Europameisterschaften in Brandenburg an der Havel 2019 und darüber hinaus sein.


Kurt Maflin (* 8. August 1983 in London) ist ein norwegischer Snookerspieler.

Kurt Maflin begann bereits mit sieben oder acht Jahren mit dem Snookerspielen. Mit zehn Jahren trainierte er schon fast täglich. In der Saison 2001/02 schaffte es der gebürtige Engländer nach guten Ergebnissen bei Amateurturnieren auf die Snooker Main Tour. Er war damals der zweitjüngste Profispieler weltweit. Bereits nach einer Saison fiel er jedoch wieder aus der Weltrangliste heraus und 2003 zog er mit Partnerin Anita Rizutti, die ebenfalls im Snooker erfolgreich ist, nach Norwegen und ließ sich in Oslo nieder.

Damit stellte er auch das Snooker zurück und gab seine Profiambitionen auf. Erst als er 2006 einen Sponsor fand, begann er wieder intensiv mit dem Sport und kämpfte sich mit Platz 1 auf der Pontin’s International Open Series zurück auf die Main Tour. 2006 gewann er auch noch die IBSF-Amateurweltmeisterschaft. Im Jahr darauf verpasste er knapp die Qualifikation für das Masters, er verlor das Finale gegen Barry Hawkins mit 4:6. Wenig später verpasste er erneut die Qualifikation für den Verbleib auf der Profitour, schaffte dann aber 2010 die Rückkehr durch seinen Sieg bei den EBSA European Play-Offs. Gleich im ersten Turnier der in der Saison 2010/11 erstmals ausgetragenen Players Tour Championship (PTC) gelang ihm in der ersten Runde das 71. offizielle Maximum Break der Snookergeschichte. Seinen größten Erfolg bei einem Profiturnier hatte er im März 2011 mit dem Erreichen der Runde der letzten 32 bei den China Open. Seine Weltranglistenposition reichte jedoch nicht für den Verbleib auf der Main Tour aus. Malin konnte sich aber nach der Saison beim dritten Q-School-Event mit einem Sieg über Martin O’Donnell sofort wieder einen Platz unter den Profis sichern.


Eddy Merckx (* 4. September 1968 in Rumst) ist ein professioneller belgischer Carambolagespieler und mehrfacher Welt- und Europameister im Dreiband.

2006 gewann er in St. Wendel die Dreiband-Weltmeisterschaft durch einen 3:1-Finalsieg über den Griechen Nikos Polychronopoulos. 2007 folgte dann im französischen Salon de Provence der Europameisterschaftstitel in derselben Disziplin gegen den Titelverteidiger Frédéric Caudron. Bei der Dreiband-Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften 2009 erreichte er gemeinsam mit Partner Roland Forthomme das Finale, in dem man jedoch Schweden unterlag. 2012 holte er den Titel an der Seite von Caudron dann zum ersten Mal nach Belgien, im Finale wurde Gastgeber Deutschland 2:0 besiegt.

Am 8. Oktober 2011 stellte Merckx einen inoffiziellen Weltrekord auf, als er seine Bundesliga-Partie für die BSG Duisburg gegen Won Kang auf 50 Punkte in nur 6 Aufnahmen (4–9–26–7–0–4), also mit einem GD von 8,33 ausstieß (Höchstserie 26). Vom 27. August bis 1. September 2012 fand im belgischen Lommel zum fünften Mal das Einladungsturnier Cuvino Superprestige statt, bei dem die 16 besten belgischen Spieler ihren Dreiband-Champion suchen. Merckx konnte sich diesen Titel in einem spannenden Finale, er lag nach fünf Aufnahmen schon mit 4:17 hinten, nach weiteren elf Aufnahmen doch noch mit 40:33 gegen den Weltranglistenersten Caudron, erkämpfen. Sein GD lag bei 2,500, seine beste HS war 8. Genau eine Woche später, bei der WM in Porto, trafen die beiden erneut aufeinander, diesmal jedoch im Halbfinale. Auch diesmal konnte sich Merckx durchsetzen und gewann dann im Finale gegen den Koreaner Choi Sung-won seinen zweiten Einzel-WM-Titel nach 2006. Eine Woche später beim Dreiband-Weltcup im südkoreanischen Suwon kam er gemeinsam mit Dick Jaspers aus den Niederlanden auf den dritten Platz.


Jan Dommering (* 23. November 1882 in Winschoten; † 4. Oktober 1958 in Arnheim) war ein niederländischer Carambolagespieler.

Dommering wuchs in der ehemaligen Gemeinde Winschoten auf. Von seinem Vater, einem Hotelier, lernte er das Billardspielen. In Deutschland ließ er sich selbst zum Hotelier ausbilden und arbeitete anschließend in München, Genua, Nizza und Oostende. Im Jahr 1907 eröffnete er das „Hotel Bristol“ in Arnheim. Daneben wurde Dommering auch Besitzer des Hotels und Kinos „Frigge Luxor“ in Groningen und beriet unter anderem das Waldorf-Astoria Hotel in New York. Im Zweiten Weltkrieg unterstützte er den lokalen Widerstand in Arnheim und saß später für einige Zeit im Gefängnis Camp Amersfoort. Nach der Schlacht um Arnheim und der Evakuierung der Stadt wohnte er weiterhin in seinem Hotel.

Ab etwa 1910 nahm Dommering an nationalen Billardwettbewerben teil. 1920 errang er seine erste holländische Meisterschaft im Cadre 45/2. Insgesamt zehn nationale Titel in dieser Disziplin konnte Dommering sich erkämpfen, den Letzten 1937. 1925 gewann er die erste ausgetragene Europameisterschaft im Cadre 45/2. Dabei stellte er mit 193 einen neuen Europarekord in der Höchstserie auf. Bei der Weltmeisterschaft in der gleichen Disziplin, zwei Monate später im April 1925 in Paris, machte er beim Stand 397:347 für den Belgier Théo Moons mit einer Serie von 53 Punkten die Partie aus und wurde Weltmeister. Bei der niederländischen Meisterschaft im Jahr 1927 gelang ihm eine Höchstserie (HS) von 263 Bällen, womit er den Weltrekord von Ed Roudil um einem Ball brach.

Dommering war Ehrenmitglied der niederländischen „Billard Federation“ und Lehrer, unter anderem des deutschen Weltmeisters August Tiedtke. Außerdem wurde er zum Ritter des Orden von Oranien-Nassau ernannt.


Clark McConachy MBE (* 15. April 1895 in Glenorchy, Otago, Neuseeland; † 12. April 1980 in Auckland, Neuseeland) war ein neuseeländischer Snooker- und English Billiards-Spieler.

Geboren wurde Clark in der Ortschaft Glenorchy im Queenstown-Lakes District der Region Otago auf der Südinsel von Neuseeland. Er war Sohn des australischstämmigen Lagerarbeiters Peter Hill McConachy und seiner Frau Frances Lydia Stead, einer gebürtigen Engländerin. Die Familie zog kurz nach seiner Geburt nach Gore und 1905 weiter nach Timaru wo sein Vater eine Billardhalle eröffnete.

Mac, wie er genannt wurde, verließ mit 14 Jahren die Schule, um in der Billardhalle seines Vaters zu arbeiten. Unter der Anleitung von Alf Southerwood, seinem Trainer, entwickelte er seine beachtlichen Fähigkeiten für English Billiards und Snooker weiter. Schon im Alter von 17 Jahren war er so in der Lage Aufnahmen (English Billiards) von 1.000 Punkten und mehr zu machen.

Am 14. Oktober 1915 heiratete er Gertrude Emily Anderson in Wellington. McConachy und seine Frau ließen sich 1938 in Auckland nieder. Er entwickelte sich schnell zu einem der Top-5-Spieler der Welt, neben dem Australier Walter Lindrum und dem englischen Trio Joe Davis, Tom Newman und Willie Smith.


Der 1. BC Landsberg (offiziell: 1. Billard-Club Landsberg e.V.) ist ein 1993 gegründeter Billardverein aus Landsberg am Lech. Die erste Snookermannschaft des Vereins spielte von 1998 bis 2000 und von 2008 bis 2010 in der 1. Bundesliga.

Der 1. BC Landsberg wurde 1993 gegründet. In der Saison 1998/99 nahm er an der ersten Spielzeit der 1. Snooker-Bundesliga teil und belegte den vierten Platz. In der folgenden Saison stieg die Snookermannschaft jedoch als Zwölfter in die Bayernliga ab und wiederum ein Jahr später in die Bezirksliga. Dort erreichte man 2005 mit dem ersten Platz den Aufstieg in die Bayernliga. In der Saison 2005/06 gelang dort, als Zweitplatzierter mit einem Punkt Rückstand auf den SSC Fürth, der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Zwei Jahre später wurde der BC Landsberg mit nur einer Niederlage Meister der zweiten Liga und schaffte damit nach acht Jahren die Rückkehr in die erste Liga. Nachdem man dort 2009 den dritten Platz und 2010, zwölf Punkte hinter den Barmer Billardfreunden, den zweiten Platz belegt hatte, meldete der Verein seine Bundesligamannschaft ab und spielte fortan in der Bayernliga, in der er 2012 und 2014 den dritten Platz erreichte. Nach der Saison 2014/15, in der der Verein Vierter geworden war, meldete der BC Landsberg seine Snookermannschaft vom Spielbetrieb ab.


Dennis Taylor (eigentlich: Denis Taylor; * 19. Januar 1949 in Coalisland) ist ein nordirischer Snooker-Spieler und -Moderator.

Taylor wurde 1972 Profispieler und erreichte 1979 das Finale der Snookerweltmeisterschaft, was er jedoch gegen den Waliser Terry Griffiths verlor. Nachdem er mit einem 10:2 über Cliff Thorburn 1984 beim Grand Prix sein erstes Ranglistenturnier gewonnen hatte, stand er 1985 zum zweiten Mal im Finale einer Weltmeisterschaft. Er traf auf Steve Davis, der zuvor dreimal Weltmeister war. Obwohl Davis schon mit 0:7 führte, kämpfte sich Taylor zum 15:17 heran, sodass Davis nur noch einen Frame zum Sieg benötigte. Doch Taylor gelang es, beide Frames zum Decider zu gewinnen. Im Decider kämpften beide Spiele lange miteinander, sodass am Ende die schwarze Kugel über den Weltmeistertitel entscheiden sollte. Nach einer Safety-Rallye missglückte Taylor eine Safety, sodass Davis einen einfachen Stoß zu spiele hatte. Doch Davis zitterte im entscheidenden Moment und verschoss. Taylor lochte und wurde Weltmeister. Das Spiel ging als Jahrhundertmatch in die Geschichte ein und stellte mehrere Rekorde auf, unter anderem mit 18,5 Millionen Zuschauern die höchste Einschaltquote für BBC 2.

Nach seinem Main-Tour-Aus 1998 gewann er zwei Mal die Trickshot-Weltmeisterschaft und wurde 2014 in die Snooker Hall of Fame aufgenommen.mehr …

Iwan Simonis (eigentlich Yvan Jean François Dieudonné; * 6. Januar 1769 in Verviers; † 13. Januar 1829 ebenda) war ein belgischer Unternehmer und ist gleichzeitig der Name eines der renommiertesten Herstellers von Billardtüchern. Er brachte das Billardtuch gleichen Namens zu Ruhm und gilt ab 1799 auch als Wegbereiter der europäischen Festlandindustrialisierung.

Simonis war ein Sohn des Tuchfabrikanten Jacques Joseph Simonis (* 12. August 1717 in Verviers; † 3. März 1789 ebenda) und Urenkel des Firmengründers Henri Simonis, der sich auf die Produktion von Kammgarnstoff spezialisiert hatte. Unter seiner und der Leitung seines Bruders Jean Antoine Simonis spezialisierte sich der seit 1680 tätige Familienbetrieb auf die Produktion von Billard- und Snooker-Tüchern. Sie ließen 1799 durch William Cockerill, Senior ihre Webmaschinen erneuern und leiteten dadurch die Industrialisierung des europäischen Kontinents ein. Simonis war verheiratet mit Marie Agnès de Grand’Ry (1777–1837), Tochter des Eupener Bürgermeisters und Tuchfabrikanten André Joseph Grand Ry. Das Ehepaar bekam neun Kinder, Iwans Enkel war der Burggraf Alfred Simonis.


Der Billard Sportverein Wuppertal 1929 e. V. (kurz BSV Wuppertal) ist ein Sportverein aus der bergischen Großstadt Wuppertal, der bis 2011 unter dem Namen Barmer Billardfreunde (kurz Barmer BF) bekannt war. Sowohl im Snooker wie auch Pool konnten mehrfach deutsche Titel gewonnen werden.

Der BSV Wuppertal wurde 1929 gegründet und richtete zum 60. Jubiläum die deutschen Meisterschaften im Dreiband und Dreikampf aus. 1993 erreichte der Verein bundesweit die zweite Spielklasse, die er bis 2015 hielt. Ein Jahr später wurde der Club die erste Dreiband-Mannschaft Vize-Pokalsieger und erhielt damit die Spielberechtigung für den Europapokal, wo sie in der Vorrunde unter anderem auf Benfica Lissabon trafen. Zwei Jahre später gewann die Snooker-Mannschaft des Vereins als erste Mannschaft aus Barmen den deutschen Pokal. Im Jahr 2000 schaffte dann die erste Dreiband-Mannschaft den Sprung in die Erste Bundesliga, wo sie sich bis 2003 halten konnten. Im selben Jahr gewann die erste Snooker-Mannschaft das aus Meisterschaft und Pokal bestehende Double, womit der Verein seine ersten Meistertitel gewann. Im Jahr 2008 gewann der BSV Wuppertal drei Mannschaftsmeistertitel sowie ein Einzelmeistertitel, ein Jahr später waren es zwei bzw. vier Meistertitel. Im selben Jahr wurden im Rahmen des 80. Jubiläums Steve Davis, Stephen Hendry, Mark Selby und Ali Carter eingeladen. 2010 wurde die Snooker-Mannschaft zum dritten Mal in Folge Double-Sieger, wobei das Team bis 2013 dauerhaft Meister war. In der Folgesaison verloren sie auf Platz 3 hinter BC Stuttgart 1891 und SAX-MAX Dresden den Meistertitel, wobei 2013 das Team in die dritte und ein Jahr später in die vierte Liga abstieg. 2016 wurde zusätzlich auch die 87 Jahre alte Karambol-Abteilung wegen Mitgliedermangels aufgelöst.


Vereinslogo

Der Snooker Club 147 Essen e.V. (kurz: SC 147 Essen) ist ein 2009 gegründeter Snookerverein aus Essen. Die erste Mannschaft des Clubs spielt seit 2011 in der 1. Bundesliga und wurde 2016 Deutscher Meister.

Der SC 147 Essen wurde 2009 gegründet. In der Saison 2009/10 startete er in der Oberliga, in der alle 10 Saisonspiele gewonnen wurden und mit dem ersten Platz der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. In der zweiten Liga verlor man in der folgenden Saison lediglich zwei Spiele und stieg als Erstplatzierter in die 1. Bundesliga auf. In der Saison 2011/12 erreichte der SC 147 den dritten Platz, bevor er 2013, mit 12 Punkten Rückstand auf den BSV Wuppertal, erstmals deutscher Vizemeister wurde. Nachdem man 2014 Vierter geworden war, verpasste man in der Saison 2014/15 nur knapp den Meistertitel. Am vorletzten Spieltag verlor der SC 147 Essen durch eine 2:6-Niederlage gegen den 1. DSC Hannover die Tabellenführung, die am letzten Spieltag trotz eines Sieges gegen SAX-MAX Dresden nicht zurück erlangt werden konnte, da die Hannoveraner gleichzeitig gegen den 1. SC Dortmund gewannen. In der Saison 2015/16 wurde der SC 147 Essen am letzten Spieltag durch einen 6:2-Heimsieg gegen die Breakers Rüsselsheim Deutscher Meister.

Die zweite Mannschaft des SC 147 Essen schaffte in der Saison 2009/10 ohne Punktverlust den Aufstieg in die Oberliga. Nachdem sie dort 2012 Fünfter und 2013 Sechster geworden war, entging sie mit dem achten Platz in der Saison 2013/14 nur knapp dem Abstieg in die Landesliga. In der Saison 2014/15 erreichte sie den vierten Platz, 2016 den ersten Platz.


Tom Dennis (* 1881; † um 1939) war ein englischer Billardspieler, der sowohl beim Snooker als auch beim English Billiards Erfolge verzeichnen konnte.

Dennis nahm von 1927 bis 1933 an der neu gegründeten Snookerweltmeisterschaft teil und konnte viermal das Finale erreichen (1927, 1929, 1930 und 1931), musste sich jedoch jedes Mal gegen Joe Davis geschlagen geben. Sein engstes Ergebnis erreichte er bei seinem letzten Finale, dass im Hinterzimmer seines eigenen Pubs in Nottingham ausgetragen wurde. Trotz anfänglicher 14:10 und 19:16 Führung, verlor er am Ende doch noch mit 21:25 gegen Davis, der sich damit seinen fünften Titel in Folge sicherte. Er nahm noch an den zwei folgenden Weltmeisterschaften teil, kam dort aber nicht mehr bis ins Finale und verabschiedete sich dann von diesem Turnier 1933. mehr …

Als Sawtooth wird beim Poolbillard ein Stoß bezeichnet, bei dem die gespielte Kugel vor dem Fall in die Tasche mindestens zweimal jeweils gegenüberliegende Banden berührt. Der Name leitet sich aus der Analogie zu den schnell auf- und absteigenden Zähnen einer Bandsäge ab. Vereinzelt ist bei Hobbyturnieren auch der eingedeutschte Begriff „Sägezahn“ zu hören, der im Ligasport jedoch keine Rolle spielt.

Durch die mehrfache Bandenberührung gelingen derartige Stöße nur erfahrenen Spielern und werden im Erfolgsfall vom Gegner bzw. von den Zuschauern mit dem anerkennenden Ruf „Sawtooth!“ gewürdigt. Das sichere Beherrschen des Sawtooth verleiht dem Spieler taktische Vorteile, da Kugeln auch bei scheinbar aussichtslosen Stellungen versenkt werden können. Insbesondere durch Einsatz von Effet sind imposante Manöver möglich.mehr …


Oliver Marteel

Olivier Marteel (* 10. Mai 1969 in Nieuwpoort, Belgien) ist ein belgischer professioneller Schiedsrichter der Billardvariante Snooker.

Marteel ist gelernter Radiologiepfleger und selber ein aktiver Snookerspieler mit einem höchsten Break von 78 (im Training 133) Er erwarb seine Schiedsrichterlizenz 1994 und leitete 2006 mit der Masters-Qualifikation sein erstes Profispiel. 2015 leitete er als erster belgischer Schiedsrichter das Finale der Snookerweltmeisterschaft 2015, nachdem er zuvor schon mehrere andere Finale von Ranglistenturnieren geleitet hatte. Als Hobbys nannte er Fußball, Lesen von Medizinbüchern und Science Fictionfilme. Darauf angesprochen, was er als Schiedsrichter in der Tasche habe, antwortete er: 'Vier Ballmarker, eine 2 £ Münze, einen Stift und ein Bild seines verstorbenen Großvaters.(→ weiterer Artikel)

Die Liste bekannter Snookerschiedsrichter gibt einen Überblick über aktuelle und ehemalige Snooker-Schiedsrichter im Profibereich. Die Liste ist, insbesondere was ehemalige Schiedsrichter betrifft, nicht vollständig. Mindest-Voraussetzung für die Aufnahme in die Liste ist das Leiten von Spielen bei mindestens zwei Profiturnieren.(→ weiterer Artikel)

Vereinslogo

Die BF Horster-Eck Essen 1959 sind ein Billardverein (Karambolage) der im Jahr 1959 in der Gaststätte „Horster Eck“ gegründet wurde und in der Saison 1959/60 in der 2. Kreisklasse Essen startete. Heute ist der Verein mit zehn Meisterschaften in der Bundesliga Rekordmeister.

Nach der Gründung und dem 10. Platz in der 2. Kreisklasse, schafften sie es in der nächsten Saison auf den 6. Platz. Nachdem die Gaststätte Horster-Eck verpachtet wurde, ruhte der Meisterschaftsspielbetrieb für drei Jahre. Im August 1968 übernahmen Hans-Dieter Waletzeck und seine Frau Mechthild die Gaststätte. Sie hatten maßgeblichen Anteil am Aufbau des Vereins. In der Saison 1973/74 wurde der Verein Meister in der Kreisliga und stieg in die Landesliga auf. Die Dreiband-Oberliga wurde auf Landesebene in der Saison 1980/81 erreicht. Den bis dahin größten Erfolg erreichte der Verein in der Saison 1982/83 durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga, die in zwei Gruppen zu je 8 Mannschaften ausgetragen wurde. Die „BF*1 Horster Eck“ belegten in der Endtabelle den 4. Platz. In der folgenden Saison wurde der Verein Sieger der Gruppe 2 und stieg in folgender Besetzung in die 1. Bundesliga auf. Bereits nach einer Saison stieg man jedoch wieder ab. In der Saison 1983/84, als „Horster Eck“ Fünfter der Gruppe 1 in der 2. Liga wurde, kam erstmals das 15-jährige Nachwuchstalent Martin Horn zum Einsatz. Durch das Vereinsmitglied Fred Daus, der sich immer mehr als Sponsor des Vereins entpuppte, war es in der nächsten Saison möglich sich entscheidend zu verstärken. Mit Fonsy Grethen wurde ein Weltklassespieler verpflichtet. Das Resultat war der Wiederaufstieg in die 1. Liga. Zur Saison 1987/88 kam es durch weitere hochgradige Verpflichtungen zur ersten Deutschen Meisterschaft.mehr …

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Das Paul Hunter Classic (ehemals Fürth German Open) ist ein Snookerturnier, das seit 2004 in Deutschland ausgetragen wird. Ausrichter des Turniers ist seit Beginn der Snooker Sportclub Fürth e. V. Seinen neuen Namen bekam das Turnier 2007 in Erinnerung an den im Oktober 2006 verstorbenen Snookerspieler Paul Hunter, der 2004 auch der erste Sieger gewesen war.

2004 veranstaltete der SSC Fürth zu seinem fünfjährigen Vereinsjubiläum eine Veranstaltung unter der Bezeichnung Snooker Grand Prix Fürth. In dem 104 Teilnehmer starken Starterfeld waren sowohl alle deutschen Spitzenspieler als auch Spieler aus der Schweiz, Österreich, Belgien und den Niederlanden vertreten. Als Topstars konnten die beiden Profis Paul Hunter und Matthew Stevens verpflichtet werden. Hunter konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden und das Turnier gewinnen. Im folgenden Jahr wurde die Veranstaltung in Fürth German Open umbenannt, analog zu den Jahren 1995 bis 1997. Nach dem Tode des ersten Siegers, Paul Hunter, und mit Zustimmung seiner Witwe erfolgte 2007 die Umbenennung in Paul Hunter Classic. (→ weiterer Artikel)

Rekordsieger Raymond Ceulemans

Die Einband-Weltmeisterschaft wird seit 1934 in unregelmäßigen Abständen in der Karambolagevariante Einband ausgetragen. Ausgerichtet wird sie seit 1968 vom Karambolage-Weltverband UMB (Union Mondiale de Billard), davor von der UIFAB (Union Internationale des Fédérations des Amateurs de Billard). Rekordsieger ist der Belgier Raymond Ceulemans mit 6 Titeln, aktueller Titelträger ist der Belgier Frédéric Caudron. Die Turnierdistanzen waren von 1934–1937 und von 1995–2009 150 Points. Von 1968–1984 200 Points und 1992 Satzsystem bis 75 Points.

Die beste Partie spielten Francis Connesson 1978 in Brügge und Ludo Dielis 1983 in Rucphen mit 66,66 GD. Den Serienweltrekord hält ebenfalls Francis Connesson mit 199 Points (1978 Brügge). Den besten GD bei einer Einband-Weltmeisterschaft erzielte Jean Paul de Bruijn mit 16,40 in Elda (2007). Bei der Fünfkampf-Weltmeisterschaft 1972 in Gent erzielte Raymond Ceulemans allerdings sogar einen GD von 17,91 im Einband. mehr …


Siegfried Spielmann (* 7. Oktober 1921 in Düsseldorf; † 1999 ebenda) war ein deutscher Karambolagespieler in der Disziplinen Cadre, Freien Partie und Dreiband. Er war Vizeweltmeister und vielfacher Deutscher Meister.

Seine erste Deutsche Meisterschaft spielte er im April 1947 im Cadre 45/2 in Hamburg. Als 25-jähriger Nachwuchsspieler belegte er auf Anhieb einen sehr guten vierten Platz hinter den Ex-Weltmeistern August Tiedtke und Walter Lütgehetmann die Platz eins und zwei belegten. Schon hier wurde von den etablierten Gegnern sein großes Talent erkannt. Nach Platz zwei im folgenden Jahr hinter Lütgehetmann konnte er bereits bei seiner dritten Teilnahme im Oktober 1949 in Köln seinen ersten Meistertitel feiern den er im nächsten Jahr in Rheydt Nummer zwei folgen ließ.

Durch die Folgen des Zweiten Weltkriegs waren deutsche Spieler bei internationalen Meisterschaften noch nicht zugelassen. Somit dauerte es bis zum Dezember 1952 bis er an seiner ersten Europameisterschaft in Marseille teilnehmen durfte. Bei der Europameisterschaft in der Freien Partie belegte er den 7. Platz. Die Freie Partie sollte international seine erfolgreichste Disziplin werden. Er gewann hierbei insgesamt fünf Medaillen.


Stephen Lee bei den Paul Hunter Classics 2011

Stephen Lee (* 12. Oktober 1974 in Trowbridge, Wiltshire) ist ein gesperrter englischer Snookerspieler.

Stephen Lee hat in seiner Karriere 184 Century Breaks erzielt und fünf Ranglistenturniere der Snooker Main Tour gewonnen, zuletzt die Grand Finals der Players Tour Championship 2012. Hinzu kommen zwei Titel bei Minor-Ranglistenturnieren. Lee gewann 1992 die englische Amateurmeisterschaft und gab im selben Jahr sein Debüt auf der Profitour. Innerhalb von fünf Jahren stieß er in die Top 16 der Snookerweltrangliste vor.

In der Saison 1997/98 erreichte er bei den Ranglistenturnieren Scottish Open und UK Championship jeweils das Halbfinale. In der folgenden Saison gewann er durch einen Finalsieg über Marco Fu beim Grand Prix seinen ersten Titel bei einem Ranglistenturnier. Auch in der Saison 1999/2000 erreichte er zweimal ein solches Endspiel, er unterlag jedoch 1999 im Finale des China International Ronnie O’Sullivan mit 2:9 und 2000 bei den Welsh Open John Higgins mit 8:9. Andererseits gewann er 1999 mit dem Millenium Cup ein Einladungsturnier und gehörte zum siegreichen englischen Team beim Nations Cup.

Allerdings lieferte er im Jahr 2000 auch negative Schlagzeilen, als er positiv auf Cannabis getestet wurde.


Der BSC Ingolstadt (offiziell: Billard-Sport-Club Ingolstadt e.V.) ist ein Billardverein aus Ingolstadt. Der 1989 gegründete Verein wurde 1995 und 1996 deutscher Mannschaftsmeister im Poolbillard.

Der BSC Ingolstadt wurde im November 1989 gegründet. 1990 wurde er Mitglied der Deutschen Billard-Union. Ab der Saison 1990/91 nahm der Verein am Ligaspielbetrieb des Bayrischen Landesverbandes teil. In der Saison 1992/93 stieg der Verein in die 2. Bundesliga auf. In der darauffolgenden Spielzeit wurde er ungeschlagen Meister der 2. Bundesliga und stieg somit in die 1. Bundesliga auf. Dort wurde der Verein bereits in seiner ersten Saison ungeschlagen deutscher Meister. In der Saison 1995/96 konnte er den Titel erfolgreich verteidigen. 1997 wurde der BSC Ingolstadt in der Bundesliga Dritter, 1998 Zweiter und stieg 1999 in die 2. Bundesliga ab. In der Saison 2001/02 spielte der Verein erneut in der 1. Bundesliga. Für die Saison 2002/03 wurde jedoch die Bundesligamannschaft des Vereins abgemeldet.


Titel des Pot Black Magazins vom Dezember 1999

Pot Black war ein Snookerturnier, das eine wichtige Rolle bei der Popularisierung des modernen Snooker gespielt hat. Das Turnier fand zunächst von 1969 bis 1986 statt und fand 1991 bis 1993, sowie von 2005 bis 2007 eine Neuauflage. Es war zu jeder Zeit ein Einladungsturnier, daher wurden nie Weltranglistenpunkte vergeben.

Nach der Einführung des Farbfernsehens in Großbritannien 1969 suchte die BBC eine Sportart, welche die Vorteile der farbigen Darstellung herausstellte. Die Wahl fiel auf Snooker aufgrund der farbigen Bälle. Es wurde ein Knockout-Turnier mit wöchentlichen Ein-Frame-Matches ins Leben gerufen, der Pot Black.

Der Modus wurde aber immer wieder variiert. 1974 wurden einmalig zwei Frames gespielt und die Punkte aus beiden Frames zusammengezählt, ab 1978 gab es dann einen Best of Three-Modus. Mitte der 1980er Jahre waren aber die längeren Matches so populär geworden, dass der Pot Black eingestellt wurde. 1991 gab es eine einmalige Neuauflage. Bei der Neuauflage 2005 wurde wieder lediglich ein einziger Frame gespielt.


Heinrich Weingartner (* 13. Dezember 1939 in Wien) ist ein österreichischer Karambolagespieler und ehemaliger Präsident des österreichischen Billardverbandes BSVÖ. Aktuell betätigt er sich als Archivar, Verleger, Autor und Herausgeber der Fachzeitschrift „billard“. Daneben betreibt er ein Billardmuseum und eine Billardschule. Er ist Obmann und Gründungsmitglied der Wiener Billard Assoziation (WBA), eines der größten Carambolvereine Europas.

Seine Eltern Heinrich und Rosa arbeiteten im Wiener Café Niebauer in Wien-Leopoldstadt, wo sich auch ihr Sohn oft aufhielt. Es war üblich, dass in solchen Caféhäusern Billardtische standen. Sie entsprachen nicht den offiziellen Größen, sondern waren etwas kleiner (Spielfläche 95 × 190 cm). Von den Erwachsenen kaum wahrgenommen, wandte sich Heinrich schon als Bub, um 1950, dem Billardspiel zu. Er machte im Caféhaus oft seine Schulaufgaben und suchte sich immer einen Tisch direkt vor den Billards. So konnte er die, aus seiner Sicht, guten Spieler beobachten.

Im Alter von 14 Jahren nahm ihn sein Vater regelmäßig in verschiedene Billardkaffeehäuser mit. Beide befanden das vorgefundene Spielmaterial für meist schlecht und ungepflegt. Sie traten deshalb am 1. Mai 1954 dem Billardclub Wiedner Billardfreunde im Café Kolschitzky bei. Josef Pipal, ein damals recht bekannter Berufsspieler und Trainer des Clubs, erkannte das Talent des jungen Heinrich und trainierte ihn kostenlos. 1956 folgte der Wechsel zum renommierten Billard Sportklub Union (BSK Union) in Wien-Neubau. Mit der Mannschaft des BSK wurde Weingartner am 20. Juni 1965 Europacupsieger.


Yan Bingtao bei der Paul Hunter Classic 2016

Yan Bingtao (chinesisch 颜丙涛, Pinyin Yán Bǐng Tāo; * 16. Februar 2000) ist ein chinesischer Snookerspieler. Der Amateur-Weltmeister von 2014 spielt seit 2016 als Profi auf der Snooker Main Tour. In der Saison 2017/18 wurde er bei den Northern Ireland Open zum bislang jüngsten Finalisten eines Weltranglistenturniers. Zu Beginn der Saison 2019/20 gewann er mit dem Riga Masters sein erstes Weltranglistenturnier.

Im Juni 2013 nahm Yan Bingtao erstmals an einem PTC-Turnier, den Yixing Open, teil. Drei Monate später erreichte er das Achtelfinale der Zhangjiagang Open und unterlag dort seinem Landsmann Lu Chenwei mit 3:4. Im März 2014 nahm er als Wildcardspieler an den China Open teil, schied aber bereits in der Wildcard-Runde gegen John Astley aus. Im Juni 2014 erreichte er das Achtelfinale der Yixing Open und qualifizierte sich wenige Tage später beim Wuxi Classic erstmals für die Finalrunde eines Weltranglistenturniers. Dort gelang ihm der Einzug in die Runde der letzten 32, in der er dem Engländer Barry Hawkins mit 4:5 unterlag. Beim Shanghai Masters 2014 erreichte er ebenfalls die Runde der letzten 32. Bei seinen beiden weiteren Teilnahmen an Ranglistenturnieren in der Saison 2014/15 (International Championship 2014 und China Open 2015) schied er hingegen in der Wildcard-Runde aus. Im November 2014 gewann er durch einen 8:7-Sieg im Finale gegen den Pakistaner Muhammad Sajjad als bislang jüngster Spieler die Amateur-Weltmeisterschaft und sicherte sich damit einen Profi-Platz für die Main-Tour-Saisons 2015/16 und 2016/17. Da er kein Visum für das Vereinigte Königreich erhielt, wurde sein Main-Tour-Ticket um ein Jahr verschoben und galt somit für die Saisons 2016/17 und 2017/18.


entfiel

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George H. Sutton (* 1870 in Kanada; † 15. Mai 1938 in Toledo, Ohio), auch bekannt als „der handlose Spieler“ (engl. the „handless billiard player“) war ein US-amerikanischer Profi-Billardspieler des frühen 19. Jahrhunderts in der Disziplin Karambolage, der auch in Europa spielte und bekannt war. Als „Billard-Experte“ konkurrierte er mit anderen bemerkenswerten Billardprofis wie Willie Hoppe. Sutton hatte keine Arme unterhalb der Ellbogen, was seine Fähigkeit, das Spiel derart bemerkenswert zu meistern, außergewöhnlich machte. Geboren und aufgewachsen in Kanada, verlor Sutton im Alter von acht Jahren bei einem Sägewerkunfall beide Arme unterhalb der Ellenbogen. Trotz dieser Behinderung studierte er Medizin am Wisconsin State College (heute University of Wisconsin–Milwaukee). Sutton wurde ein erfolgreicher Billardspieler und soll mit seinem Können „die Leute verblüfft haben“. Seine Profikarriere dauerte 35 Jahre an. Sutton heiratete Franziska Alvin (Frances) Renk (* 1873). Sie hatten drei Kinder; Bessie Cordelia (* 1894), Lee George Jr. (1896–1965) und Earl Patrick (1898–1935). Sutton starb im Alter von 68 Jahren an einem Herzinfarkt in Toledo, Ohio. Sogar das letzte Jahr seines Lebens verbrachte er mit Tourneen. Während dieser US-Touren hielt Sutton Vorträge und trat als Mitarbeiter einer Chicagoer Billardfirma bei Ausstellungen auf. ( →mehr)

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Logo des BSC Neukirchen Vluyn/Geldern
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Der BSC Neukirchen/Geldern ist ein Billardverein aus Neukirchen-Vluyn. Er entstand 2015 durch die Fusion der Billardvereine BSC Neukirchen-Vluyn und 1. PBC Joker Geldern. Seit 2017 spielt er in der 1. Poolbillard-Bundesliga. Beide Vorgängervereine können jeweils einige Erfolge vorweisen; so wurde der 1. PBC Joker Geldern 2004 Vizemeister und der BSC Neukirchen-Vluyn unter ihrem vorherigen Namen BV Grafschafter Moers 2004 Vize-Pokalsieger im 8-Ball. Beide Vereine hatten zudem erfolgreiche Einzelspieler. Nach der Fusion übernahm der neue Verein zur Saison 2015/16 den Startplatz von Joker Geldern in der 2. Bundesliga. Die erste Mannschaft war weitgehend identisch mit der vormaligen Zweitligamannschaft des PBC Joker. In die erste Spielzeit nach der Fusion startete das Team mit einem 7:1-Sieg gegen die zweite Mannschaft des PBC Schwerte 87. Nach drei sieglosen Spielen fiel man zwischen auf den Relegationsplatz zurück, bevor man am Ende der Hinrunde den vierten Platz belegte. In der Rückrunde besiegte man unter anderem den ungeschlagenen Tabellenführer PBC Sankt Augustin. Den Klassenerhalt sicherte man sich am vorletzten Spieltag durch einen Heimsieg gegen die PBSG Wolfsburg. Zum Artikel …

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Welker Cochran (* 7. Oktober 1897 in Des Moines; † 26. Juli 1960 in Belmont) war ein amerikanischer Karambolagespieler und mehrfacher Weltmeister.

Geboren in Des Moines, Iowa, zog die Familie schon bald nach Manson, wo Welker Cochrans Karriere schon mit 13 Jahren begann. Im Restaurant seines Vaters, wo auch Billardtische standen, verkehrte auch Frank Gotch. Dieser entdeckte das Talent und sorgte dafür, dass der Junge nach Chicago fuhr und bei Lanson W. Perkins das Studium des Billardspiels aufnahm. In dieser Zeit gewann Cochran etliche Amateur-Turniere im Cadre- und Dreibandspiel. Schon mit siebzehn Jahren war es schwierig, für ihn gleichwertige Gegner zu finden. Bei einem Turnier im New York Theater traf er schließlich auf einen Gegner, den er nicht besiegte: Willie Hoppe. Diesem Duell folgte eine immer wieder aufflackernde Rivalität zwischen den beiden, die erst 1959, als Hoppe starb, ein Ende fand. Einer seiner großen Widersacher im Cadre war in den zwanziger Jahren der Deutsche Erich Hagenlocher, der es zweimal schaffte, ihm den heißumstrittenen Cadretitel der Berufsspieler zu rauben. Seinen ersten großen Cadretitel holte sich Cochran 1925. Zwei Jahre später stellte er einen Weltrekord mit einer Cadre Serie von 407 Points auf. Mit Spannung sah man seinem Auftritt mit Hoppe im Dreiband entgegen. 1933 gewann Cochran den Weltmeistertitel im Dreiband und verteidigte ihn 1935 und 1936. ( →mehr)


Eingang des Carom Café
Eingang des Carom Café

Das Carom Café ist ein Billardsalon und internationaler Turnierveranstaltungsort in Flushing, Queens, New York City. Gegründet wurde die Sportstätte im Jahr 2000 vom Welt- und US-Meister Sang Chun Lee und seinem Freund und Geschäftspartner Michael Kang, der ebenfalls ein erfolgreicher Dreibandspieler ist. Mit ca. 2.800 m² dürfte sie eine der größten Karambolage-Billard-Hallen der Welt sein. Der Salon betreibt alleine 11 Karambolagetische im Turnierformat. Seit den Verhoeven Open 2017 wurde die Anzahl der Karambolage-Tische auf 14 erhöht. Im Jahr 2005 wurde das internationale Dreiband-Turnier Sang Lee International Open (SLIO) zum Gedenken an den im Oktober 2004 verstorbenen Lee von seiner Frau Ira Lee initiiert und bis 2008 jährlich durch die United States Billiard Association (USBA) als Mitglied der Union Mondiale de Billard ausgerichtet. Aufgrund der Teilnehmerzahl von 96, des echten „Open“-Status und seines hohen Preisgeldes (2008: gesamt 125.000 US$, Sieger 25.000 US$) war es eines der größten und renommiertesten Turniere auf Weltniveau. Nach einer vierjährigen Pause wurde das Turnier 2012 unter dem neuen Namen Verhoeven Open Tournament von Cindy Lee neu aufgelegt. Promoter ist die Firma „Dragon Promotions“, deren CEO Cindy Lee seit 2005 ist. Sie ist nicht mit Sang Lee verwandt. 2017 wurde das Turnier erstmals mit einer Rekordbeteiligung von 138 Spielern ausgetragen. Das Café hat sich auch der Förderung des Behindertensportes verschrieben, so wird dort wöchentlich ein Handicapped Dreiband-Turnier ausgerichtet. Eine kleinere, aber nicht unwichtige Rolle spielt das Poolbillard und Snooker. Auch in diesen Disziplinen werden dort nationale Turniere abgehalten. Das Café ist ein von der USBA anerkannter und offizieller Austragungsort. So erhalten die US-Spieler, die an den Verhoeven Open etc. teilnehmen, Ranglistenpunkte für die nationale Wertung. Zum Artikel …


Brunswick Corporation (NYSE: BC), früher auch J.M. Brunswick Manufacturing (1845), J.M. Brunswick & Bro. (1855), J.M. Brunswick & Bros., J.M. Brunswick & Balge Co. (1874) und Brunswick-Balke-Collender Company (1878), ist eine US-amerikanische Kapitalgesellschaft, die seit 1845 verschiedenste Produkte herstellt. Lange Zeit war sie vor allem für die Herstellung von Sportgeräten in den Bereichen Billard und Bowling bekannt, heute im Schiffbau. Brunswick war der erste Billardtischhersteller der USA.

Die Brunswick Corporation wurde von John Moses Brunswick (1819–1886) gegründet. Brunswick stammte aus dem schweizerischen Bremgarten, Im Alter von nur 14/15 Jahren (unterschiedliche Angaben in den Quellen; Auswanderungsdatum unbekannt) emigrierte er in die USA.

Das Unternehmen J.M. Brunswick Manufacturing öffnete am 15. September 1845 in Cincinnati, Ohio. Ursprünglich sollte die Fabrik der Produktion von Fuhrwerken dienen. Aber nur kurze Zeit nach der Geschäftseröffnung wurde Brunswick vom Billardspiel fasziniert und entschied, dass es lukrativer sei, Billardtische herzustellen, die zu dieser Zeit noch aus England importiert wurden.

Er prägte den Ausspruch:

“If it is wood, we can build it, and we can build it better than anyone else!”

„Wenn es aus Holz ist, können wir es auch bauen, und wir können es besser bauen als irgendwer sonst!“

Brunswick Corporation: Abschnitt: History

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Mehta beim German Masters 2014
Mehta beim German Masters 2014

Aditya Snehal Mehta (* 31. Oktober 1985 in Maharashtra) ist ein indischer Snookerspieler. Zwischen 2008 und 2018 spielte er insgesamt 8 Jahre als Profi auf der Snooker Main Tour.

Aditya Mehta begann mit 12 Jahren mit dem Snookerspielen. Erstmals international auf sich aufmerksam machte er als Jugendlicher bei der U21-Weltmeisterschaft, bei der er 2003 ins Hauptturnier vorrückte. Bei der U21-Asienmeisterschaft im Jahr darauf erreichte er das Halbfinale. Bei den folgenden Turnieren kam er jeweils ins Viertelfinale und in der indischen Landesmeisterschaft stand er bei den Senioren mit 19 Jahren im Halbfinale. Nachdem er bereits Spieler wie Jamie Jones, Tian Pengfei und Mark Allen besiegt hatte, nahm er in dieser Saison auch an der Challenge Tour teil, um sich für die Profitour zu qualifizieren. Er blieb aber sieglos und gab den Versuch auf. Für Indien trat er 2006 bei den Asienspielen an und holte in der Mannschaft die Bronzemedaille. Darüber hinaus blieben die eigenen Erfolge aus und so nahm er 2007 eine Auszeit. Im Dezember trat er dann wieder bei der nationalen Meisterschaft an und erreichte das Finale, das er gegen Pankaj Advani verlor. Bei der Asienmeisterschaft 2008 gelang ihm der Revanchesieg gegen Advani im Halbfinale. Im Endspiel unterlag er mit 3:7 gegen den Chinesen Jin Long, den er in der Vorrunde noch mit 4:0 besiegt hatte. Zwar verpasste er damit die direkte Main-Tour-Qualifikation, aber als Zweitplatzierter wurde er vom asiatischen Verband für die Profisaison 2008/09 nominiert.

Die ersten beiden Partien verlor er in seinem ersten Profijahr, beim Grand Prix 2008 erreichte er aber mit Siegen über Patrick Wallace und David Morris die dritte Runde und erzielte das höchste Turnierbreak mit 140 Punkten. Das Ergebnis konnte er bei den Welsh Open und den China Open wiederholen. Trotzdem reichte es nur für Platz 84 in der Snookerweltrangliste und damit nicht für den Tourverbleib. Anschließend versuchte er die direkte Wiederqualifikation über die Pontin’s International Open Series (PIOS), er erreichte bei 8 Turnieren aber nur einmal ein Achtelfinale und in der Gesamtwertung nur einen Mittelfeldplatz. Auch bei den internationalen Amateurturnieren kam er nicht ins Finale. Dafür erreichte er bei den Asienspielen 2010 mit der Mannschaft das Finale und bekam Silber, im Einzel gewann er die Bronzemedaille. Zum Artikel …


Die Snookerweltmeisterschaft 1971 (englisch: World Snooker Championship 1971) war ein professionelles Turnier in der Billardvariante Snooker im Rahmen der Saison 1970/71, das in Australien ausgetragen wurde. Obwohl sie üblicherweise als Meisterschaft des Jahres 1971 gilt, wurde sie im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften der vergangenen und kommenden Jahre im Herbst des vorherigen Jahres abgeschlossen; sie begann am 28. September 1970 und endete am 7. November desselben Jahres. Von den neun Teilnehmern der Gruppenphase konnten sich vier Spieler für das Halbfinale qualifizieren. Im Halbfinale schied dann unter anderem der amtierende Weltmeister Ray Reardon mit 15:34 gegen John Spencer aus. Dieser besiegte im Finale Warren Simpson mit 37:29 und gewann damit den zweiten WM-Titel seiner Karriere. Das höchste Break des Turniers, also die höchste Serie von hintereinander gelochten Kugeln, war ein 129er-Break des Australiers Eddie Charlton.

Die Snookerweltmeisterschaft 1971 war die erste Weltmeisterschaft, die ganz außerhalb des Vereinigten Königreiches ausgetragen wurde. Zuvor waren schon zwei Finalspiele nach Südafrika verlegt worden. Des Weiteren war die Snookerweltmeisterschaft 1971 die erste von zwei Weltmeisterschaften in Australien, die zweite folgte 1975. Ein Großteil der Partien wurde im Bundesstaat New South Wales ausgetragen, lediglich eines der Spiele wurde in Brisbane, der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland, gespielt. Somit war die Weltmeisterschaft 1971 nach der Weltmeisterschaft 1930 die erste Weltmeisterschaft mit mehreren Austragungsorten. Für die Snookerweltmeisterschaft 1971 konnte kein Sponsor gefunden werden, nachdem der Sponsor der vorangegangenen Weltmeisterschaften, Players No. 6, abgesprungen war. ( →mehr)


Piet de Leeuw in der Mitte mit der Zeitung in der Hand
Piet de Leeuw in der Mitte mit der Zeitung in der Hand

Petrus Johannes „Piet“ de Leeuw (* 29. Dezember 1900 in Wormerveer, Niederlande; † 25. August 1963 in Amsterdam) war ein niederländischer Karambolagespieler in den Disziplinen Freie Partie und Cadre, nahm später aber auch an Einband- und Dreiband-Meisterschaften teil.

1923 gewann de Leeuw seinen ersten Titel mit der Niederländischen Cadre-45/2-Meisterschaft in der 3. Klasse. Seine erste WM-Teilnahme war 1933 im französischen Lille in der Freien Partie wo er den siebten Platz belegte, hinter Théo Moons. Im Januar 1935 belegte er den 5. Platz in Den Haag bei der Cadre-45/2-EM, vor Ernst Reicher (Österreich), Constant Côte (Frankreich) und seinem Landsmann Jan Dommering. Im gleichen Jahr nahm er noch an zwei Weltmeisterschaften teil, im März in Montpellier, Frankreich im 45/2 (6. Platz), hinter Jan Sweering, aber noch vor Joaquín Domingo aus Spanien und Ernst Reicher und im Juni im niederländischen Scheveningen im Cadre 45/1 (8. Platz). Bis zum Krieg nahm er noch vier Mal an verschiedenen Weltmeisterschaften in Montpellier, Antwerpen (2 ×) und Luik (Belgien) teil, jeweils auf den Plätzen sieben oder acht. Nach der kriegsbedingten allgemeinen Turnierpause konnte de Leeuw bei der ersten Nachkriegs-Cadre-45/1-Europameisterschaft 1947 in Montpellier endlich den erhofften Titel gegen Jean Marty aus Frankreich erringen. Im gleichen Jahr unterlag er bei der Cadre-71/2-Europameisterschaft in Amsterdamnur nur seinem Landsmann Piet van de Pol und wurde Vize-Europameister. 1948 konnte er in Amsterdam seinen Vorjahrestriumph von Montpellier wiederholen und seinen zweiten EM-Titel im Cadre 45/1 gewinnen. Zum Artikel …


Willie Smith (* 25. Januar 1886 in Darlington; † 2. Juni 1982 in Leeds) war ein englischer Snooker- und English Billiards-Spieler.

Smith war eines der größten Talente und großartiger Allrounder sowohl im English Billiards als auch im Snooker. 1920 und 1923 nahm er an den Weltmeisterschaften im English Billards teil, die er gewann. Streitigkeiten mit dem Vorstand der BACC veranlassten ihn fortan nicht mehr an diesem Turnier teilzunehmen.

Smith war der erste Profi der mit einer Messingferrule spielte. Obwohl Messingferrulen schon seit den 1880ern hergestellt wurden, erntete er zunächst von seinen Kollegen Hohn und Spott. Um 1930 aber hatten alle Profispieler darauf umgestellt. 1923 ließ sich Smith seinen Queue mit einer Ferrule aus Gold ausstatten. Wie sich später herausstellte;- nicht die beste Wahl. 1929, bei einem Spiel gegen Walter Lindrum, brach sie.

Außer zur Popularisierung der Messingferrulen trug Smith zur Verbreitung schwererer Queues, mit einem Gewicht von 18¾ Unzen (ca. 531,5 gr), bei. Gebräuchlich und „empfohlen“ waren damals Queues mit einem Gewicht von 16½–17 Unzen (ca. 467,7–481,9 gr).

Zur Saison 1928/29 wurden in England die Compositbälle eingeführt. Diese aus Chrystalate bestehenden Bälle liefen besser und so konnte Smith in dieser Saison 15 Aufnahmen mit mehr als 1.000 Punkten spielen. Die höchste Aufnahme spielte er gegen Tom Newman im November 1928 mit 2.743 Punkten. Das war ein neuer Rekord. Seine zweithöchste Aufnahme mit 2.030 Punkten gelang ihm bei einer Tour in Australien 1929 gegen Clark McConachy. ( →mehr)


Joaquin Domingo
Joaquin Domingo

Joaquín Domingo Sánchez (* 16. August 1917; † 27. Februar 1981) war ein spanischer Karambolagespieler und mehrfacher Welt- und Europameister. Seine Hauptdisziplin war das Kunststoßen.

Domingo gehört zu den erfolgreichsten spanischen Spielern, aber ebenso international. Mit 10 internationalen Goldmedaillen ist er bis dato ungeschlagen, eine Goldmedaillensammlung, die auch sein Landsmann Daniel Sánchez bisher nicht erreichen konnte. Er war ein Allroundspieler, der von der Freien Partie über Cadre und Einband bis hin zu Dreiband alle klassischen Disziplinen beherrschte. Seine Liebe galt aber dem Kunststoß oder Billard Artistique. Seine internationale Karriere begann er mit seiner Teilnahme bei der Einband-Weltmeisterschaft 1934, im Alter von nur 17 Jahren. Er spielte sich sogleich auf den fünften Platz. Seine Spielstärke nahm schnell zu und seinen ersten Titel errang er 1948 bei der Dreiband-EM vor heimischem Publikum in Madrid. Es sollte sein einziger Dreiband-Titel bleiben. 1949 folgte dann der EM-Titel im Cadre 71/2. Zum Artikel …


Erich Hagenlocher

Der BC Stuttgart 1891 (offiziell: Billard Club Stuttgart 1891 e.V.) ist ein Billardverein aus Stuttgart. Der 1891 gegründete Verein spielt seit 2013 in der 1. Snooker-Bundesliga und wurde 2014 und 2017 Deutscher Meister im Snooker. Zudem spielte er mehrere Jahre in der 2. Dreiband-Bundesliga und der 2. Poolbillard-Bundesliga.

Der BC Stuttgart wurde am 24. März 1891 als erster Billardverein Deutschlands gegründet. 1911 war er Gründungsmitglied des Deutschen Amateur-Billard-Bundes, dem Vorgänger-Verband der Deutschen Billard-Union. Nachdem wegen des Zweiten Weltkrieges kein Spielbetrieb mehr möglich gewesen war, konnte im Verein ab 1951 auf zwei Karambolagetischen gespielt werden. Die Poolbillardmannschaft des BC Stuttgarts schaffte 2012 den Aufstieg in die 2. Bundesliga, stieg eine Saison später aber wieder ab. Ebenso kam das Karambolageteam nie über die 2. Bundesliga hinaus, in der es aber immerhin einige Spielzeiten lang mitspielen konnte. Am erfolgreichsten ist der Stuttgarter Verein im Snooker. Dort spielt das Team seit geraumer Zeit in der 1. Bundesliga und konnte zweimal bereits den Meistertitel holen. Zu den bekanntesten Spielern des Vereines zählen und zählten Erich Hagenlocher, Torbjörn Blomdahl, Tomasz Skalski und Tina Vogelmann. ( →mehr)


Ian Anderson
Ian Anderson

Ian Anderson (* 2. April 1946) ist ein ehemaliger australischer Snookerspieler und heutiger Billardfunktionär, der zwischen 1973 und 1992 insgesamt 19 Jahre als Profispieler verbrachte.

Anderson begann seine Karriere mit Teilnahmen an der Australian Professional Championship und das schon, bevor er 1973 Profispieler wurde. Mit mäßigen Ergebnissen war er Mitte der 1970er-Jahre auf den unteren Rängen der Weltrangliste platziert. Zum Ende der 1970er-Jahre erreichte er das Endspiel der Australian Professional Championship 1978 und des Australian Masters 1979; während er bei ersterem Turnier gegen Eddie Charlton verlor, gewann er beim zweiten Event gegen Perrie Mans. Da er bei den wenigen anderen Profipartien, die er in diesem Zeitraum bestritt, nur wenige Spiele gewann, verlor er seinen Weltranglistenplatz.

Auch wenn sich die Erfolge in den nächsten Jahren erneut auf australische Turniere beschränkten, kehrte er nach einem Sieg in der WM-Qualifikation 1985 auf die Weltrangliste zurück. Dadurch verbesserten sich seine Ergebnisse aber keineswegs. Nach mehreren Jahren des Misserfolgs beendete Anderson 1992 nach 19 Spielzeiten seine Profikarriere. Anschließend wurde er Billardfunktionär. Aktuell ist er Präsident der World Pool-Billiard Association und der World Confederation of Billiard Sports. Zum Artikel …


Lukas Kleckers

Lukas Kleckers (* 18. Mai 1996) ist ein deutscher Snookerspieler aus Essen. Der zweimalige deutsche Meister spielt mit einem Jahr Unterbrechung seit 2017 als Profi auf der Main Tour.

Seinen ersten größeren Erfolg erzielte der sechsmalige deutsche Jugendmeister 2013, als er die nationale Meisterschaft der Herren gewann. In den folgenden Jahren sicherte er sich bei vier internationalen Amateurmeisterschaften die Bronzemedaille, darunter die EM 2015 und die WM 2015, bevor er sich 2017 als dritter Deutscher für die Profiserie qualifizierte.

Während seiner ersten beiden Profijahre erreichte Kleckers viermal die Runde der letzten 32 bei Weltranglistenturnieren und verlor schließlich seinen Profistatus. Nach einem Jahr als Amateur, in dem er unter anderem 2019 zum zweiten Mal deutscher Meister geworden war, gelang ihm über die Challenge Tour zur Saison 2020/21 die Rückkehr auf die Profiebene.

In der Bundesliga wurde Kleckers 2016 mit dem SC 147 Essen deutscher Mannschaftsmeister und wechselte anschließend zum 1. SC Mayen-Koblenz, mit dem er 2018 und 2019 erneut den Titel gewann. ( →mehr)


Vereinslogo
Vereinslogo

Der BCC Witten 1931 e.V. (Billard Club Crengeldanz) ist ein Billardsportverein, der in der Disziplin Karambolage und Pool tätig ist.

1931 in Bochum als Karambolageverein gegründet, zog der Verein 1945 in den Wittener Stadtteil Crengeldanz um und firmierte anschließend unter dem Namen Billard Club Crengeldanz. Nach den ersten Teilnahmen an überregionalen Turnieren in den 1980ern wechselte der Verein erneut seinen Namen und nahm den heutigen Titel an. Anfang der 2000er-Jahre gelang dem Verein der Aufstieg in die 2. Bundesliga Dreiband. Erst ab 2009 konnte man sich aber auch fest in der 1. Bundesliga Dreiband etablieren, in der man schnell zu den führenden Mannschaften gehörte. 2012/13 und 2013/14 konnte man die Liga sogar gewinnen, zusätzlich wurde man 2012 auch deutscher Pokalmeister. Danach folgten durchwachsenere Jahre, allerdings holte man 2017/18 den dritten Meistertitel. Zum Artikel …


John Spencer

John Spencer (* 18. September 1935 in Radcliffe, Lancashire; † 11. Juli 2006 in Greater Manchester) war ein englischer Snookerspieler, der zwischen 1967/1968 und 1994 Profispieler war. In den 1960er-Jahren einer der führenden britischen Amateure, wurde er zum Ende des Jahrzehnts hin Profi. In den folgenden Jahren war er an der Popularisierung des Snookers beteiligt. Als einer der führenden Spieler der 1970er-Jahre gewann er dreimal die Weltmeisterschaft und einmal das Masters. Zudem erreichte er den zweiten Platz der erst später eingeführten Weltrangliste und spielte 1979 ein nie offiziell anerkanntes Maximum Break.

Danach verschlechterten sich aber seine Ergebnisse. Erschwerend kam eine Diplopie als Symptom der Krankheit Myasthenia Gravis hinzu, deren Behandlung bei ihm psychische Probleme verursachte. Als er Anfang der 1990er seine Spielerkarriere beendete, war er bereits als TV-Kommentator und Verbandsvorsitzender aktiv. 2003 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert, dessen Behandlung er 2005 einstellen ließ. Er verfasste danach seine Autobiografie und sammelte bis zu seinem Tod am 11. Juli 2006 Spenden für die Myasthenia Gravis Association. 2011 wurde er in die Snooker Hall of Fame aufgenommen. ( →mehr)


Logo des Turnieres
Logo des Turnieres

Das Paul Hunter Classic 2016 war ein Snookerturnier im Rahmen der Saison 2016/17, das vom 24. bis zum 28. August 2016 in der Stadthalle in Fürth ausgetragen wurde. Es war die zehnte Ausgabe des Turniers unter dem Namen des im Oktober 2006 verstorbenen Snookerspielers Paul Hunter. Neben den Gibraltar Open 2017 war es nur eines von zwei Pro-Am-Turnier der Spielzeit, bei denen also sowohl Profispieler als auch Amateure teilnehmen durften. Nach fünf Jahren Fernsehübertragung gab es diesmal keine Berichterstattung bei Eurosport mehr. Nur die vor einiger Zeit auf der Main Tour eingeführten stationären Streaming-Kameras übertrugen kostenpflichtige Livebilder über das Internet.

Viele Topspieler blieben dem Turnier fern, nur 7 Spieler aus den Top 16 hatten sich angemeldet. Immerhin nahmen der amtierende Weltmeister Mark Selby und dessen Vorgänger Stuart Bingham teil, auch Titelverteidiger Ali Carter hatte sich angemeldet. Bingham schied aber bereits in Runde 2, Carter in Runde 3 aus. In derselben Runde spielte der Thailänder Thepchaiya Un-Nooh das erste Maximum Break seiner Karriere. Es war das 119. offizielle 147er Break im Profisnooker und das vierte beim Paul Hunter Classic. Turniersieger wurde schließlich Topfavorit Mark Selby mit einem 4:2-Finalsieg über Tom Ford. Für Selby war es bereits der dritte Sieg beim Paul Hunter Classic. Zeitgleich zum Hauptturnier wurde auch ein Paul Hunter Ladies Classic ausgetragen. Das Auftaktturnier der World Women’s Snooker Tour 2016/17 gewann Ng On Yee aus Hongkong, die im Endspiel die amtierende Weltmeisterin Reanne Evans besiegen konnte. Zum Artikel …


Van de Pol 1962 bei den niederländischen Meisterschaften im Cadre in Tilburg

Pieter „Piet“ Jacobus van de Pol, wegen seiner Statur auch Der Lange genannt, war ein niederländischer Karambolagespieler und mehrfacher Welt- und Europameister.

Mit 7 Jahren begann der Sohn eines Kaffeesieders mit dem Billardspiel an. Der fast 2 Meter große van de Pol unterrichtete Billard in der Bar seines Vaters in Charlois/Rotterdam. Er war ein Naturtalent und mit dreizehn war er Mitglied in der Billardvereinigung De Spiel. Später zog er nach De Maasstad und fand bald seine Liebe für das Cadre-Spiel.

Bei seinen Teilnahmen 1932 und 1933 an der niederländischen Meisterschaft, gewann er in beiden Jahren den Titel, dies war der Anfang seiner erfolgreichen Karriere. Seinen ersten Weltmeistertitel errang er erst im Alter von 34 Jahren 1947, es folgten zwei Europameistertitel und mehrere Titel bei den niederländischen Meisterschaften. 1951 wurde er Weltmeister in Buenos Aires, wo er ein Treffen mit Evita Perón hatte.

1958 stellte bei der 47/2-Europameisterschaft in Gent gegen den Spanier José Gálvez einen neuen Serienrekord von 400 Punkten in Folge auf. Bedeutend wird dieser Rekord vor allem durch die Tatsache dass bei dem Turnier noch mit Elfenbeinbällen gespielt wurde.


Michael Phelan
Michael Phelan

Michael Phelan (* 18. April 1817 in Castlecomer, County Kilkenny, Irland; † 7. Oktober 1871) war ein irischstämmiger US-amerikanischer Billardspieler, Unternehmer und Inhaber von Billardsalons. Er gilt als „Der Vater des US-Billards“ und war der erste „Billard-Star“ seines Landes. Im Jahr 1850 veröffentlichte er das Buch „Billiard without a Master“. Es war das erste Buch in den USA, das sich mit der Wissenschaft, Etikette und Spielregeln des Billards beschäftigte.

Daniel Webster stellte ihn einmal so vor: …Erfinder, Schriftsteller, Verleger, Spieler, Turnierveranstalter, Billardsalon-Inhaber, Promoter, Designer, Kolumnist, Unternehmer und Visionär.

Phelan wurde 1817 (einige Aufzeichnungen sagen, 1816 bzw. 1819) in Irland geboren. Sein Vater emigrierte noch im selben Jahr in die USA, zunächst ohne seine Familie, und etablierte sich im Billardgeschäft, betrieb gleichzeitig drei oder vier Billardsalons in verschiedenen Teilen von New York City. Mit viel Erfolg als Geschäftsmann und Sympathie für seine neue Heimat, holte der Vater seine Familie 1823 aus Irland nach. Phelan erinnerte sich an seine Ankunft in den USA, sowie an den Billardtisch im Zimmer seines Vaters, wie begeistert er davon war, wenn dieser ihm erlaubte die Kugeln mit der Keule („Mace“) zu schieben. Es war seine beste Billarderfahrungen zu dieser Zeit. Er war ihm nicht erlaubt, bis er 15 war, den Queue zu benutzen, um dann, fast sofort, ein exzellenter Spieler zu werden.


Li Hewen (chinesisch 李赫文; * 3. November 1981 in Liaoning) ist ein chinesischer Poolbillardspieler. Er wurde 2012 Vizeweltmeister im 9-Ball und gewann 2007 sowie 2010 gemeinsam mit Fu Jianbo den World Cup of Pool.

In den frühen 2000er-Jahren mit dem professionellen Poolbillard begonnen, konnte Li 2006 erstmals das Finale eines Events der Asian 9-Ball-Tour erreichen. Im selben Jahr stand er als erster Chinese im Halbfinale der Weltmeisterschaft im 9-Ball. Bei weiteren Poolbillard-Weltmeisterschaften der folgenden Jahre konnte er ebenfalls gute Ergebnisse erzielen. Zusammen mit Fu Jianbo feierte er zudem Erfolge im World Cup of Pool, den die beiden 2007 und 2010 gewinnen konnte. Zwei weitere Male standen sie das Halbfinale.

Im Einzel erreichte Li 2011 ein weiteres Turnierfinale, ehe er 2012 Vize-Weltmeister im 9-Ball wurde. Nur knapp verpasste er gegen Darren Appleton den Finalsieg; er verlor mit 12:13. Anschließend erzielte er auch bei anderen bedeutenden Poolbillardturnieren wie den US Open gute Ergebnisse. 2013 holte Li eine Bronzemedaille bei den Asian Indoor & Martial Arts Games. In den folgenden Jahren etablierte sich Li fest in der (erweiterten) Weltspitze, zeitweise wurde er auch auf Rang 4 der Weltrangliste geführt. Li spielt bei einem Poolbillardverein aus Shanghai. (→mehr)


Der 1. Snookerclub Essen e.V. (kurz: 1. SC Essen) ist ein 1991 gegründeter Snookerverein aus Essen, der 2001 deutscher Vizemeister wurde.

Der 1. SC Essen wurde im Dezember 1991 gegründet. 1999 stieg er erstmals in die 1. Bundesliga auf und wurde anschließend Dritter. In der Saison 2000/01 erreichte die Mannschaft mit der Vizemeisterschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Nachdem man in der darauffolgenden Saison Fünfter geworden war, meldete der Verein die Bundesligamannschaft jedoch aufgrund struktureller Probleme ab. Anschließend gelang es, aus der Oberliga in die 2. Bundesliga aufzusteigen und bereits 2004 wieder in die 1. Bundesliga zurückzukehren. Nach weiteren vier Jahren in dieser Liga, stieg der Verein 2008 als Siebter erstmals sportlich aus der 1. Bundesliga ab.

Kurz danach zog der Verein mit dem Billardcafé Snookers aus der Innenstadt zur Haedenkampstrasse. Bei diesem Umzug trennte sich ein Teil des Vereins ab und gründete einen eigenen Verein, den SC 147 Essen e.V. Anschließend stieg der Verein bis in die Oberliga ab, bevor er in der Saison 2012/13 aufgrund von Umstrukturierungen bei der DBU für eine Saison nicht mehr am Ligaspielbetrieb teilnahm.


Horace Lindrum (* 15. Januar 1912 als Horace Norman William Morrell in Paddington, abgerufen am 24. April 2012, Sydney; † 20. Juni 1974 in Dee Why, Sydney) war ein australischer Snooker- und Karambolage-Spieler.

Lindrum entstammte einer Billardfamilie. Er war der Urenkel des ersten australischen Billard-Champions, der Enkel des Billard-Coachs Frederick William Lindrum II und Neffe von Frederick William Lindrum III und des English-Billiards-Champions Walter Lindrum.

Im Alter von 16 Jahren spielte er sein erstes Century Break, 1931 wurde er Profi. 1936 stand er erstmals und 1937 erneut im Finale der Snookerweltmeisterschaft, unterlag jedoch jeweils Joe Davis. Er war damals, nach Clark McConachy aus Neuseeland, der zweite Nicht-Engländer in einem Snooker-Weltmeisterschaftsfinale. Bei der ersten WM nach dem Zweiten Weltkrieg, 1946, kam er erneut ins Finale, wurde allerdings wieder von Joe Davis geschlagen, der nach diesem Sieg als ungeschlagener Champion abtrat.


Der Billard Sportverein Dachau e. V., kurz BSV Dachau, ist ein 1987 gegründeter Poolbillardverein aus Dachau. Die erste Mannschaft des Vereins spielt seit 2004 in der 1. Bundesliga und wurde viermal deutscher Meister (2005, 2006, 2016, 2017).

Der BSV Dachau stieg 2002 nach zwei Oberligameisterschaften in Folge in die 2. Bundesliga auf, in der drei Jahre später der Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft wurde. In der Saison 2004/05, der ersten Erstligasaison des Vereins, wurde der BSV Dachau mit zwei Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger PBC Fulda erstmals deutscher Mannschaftsmeister. In der folgenden Spielzeit schaffte man es, erneut zwei Punkte vor Fulda, den Titel zu verteidigen. In den Saisons 2006/07 und 2007/08 gelang den Dachauern als Fünftplatzierter nur knapp der Klassenerhalt, 2008 punktgleich mit den Absteigern Fulda und Queue Hamburg. Nach einem vierten Platz in der Saison 2008/09 wurde der BSV Dachau 2010 mit acht Punkten Rückstand auf den BC Oberhausen deutscher Vizemeister. In den folgenden drei Spielzeiten wurde Dachau jeweils Dritter. In der Saison 2013/14 erreichte der Verein, einen Punkt hinter Titelverteidiger Oberhausen den zweiten Platz, 2015 wurde er, erneut mit einem Punkt Rückstand Vizemeister hinter Schwerte 87. In der Saison 2015/16 wurden die Dachauer am zwölften Spieltag durch einen 7:1-Sieg gegen den BC Oberhausen zum dritten Mal deutscher Meister.


Joseph Bennett (* 1842 in Town Malling, Kent, England; † 17. Januar 1905) war ein englischer Billardspieler in der Disziplin English Billiards und dreifacher Champion der English-Billiards-Weltmeisterschaft als diese noch als Herausforderungsturnier gespielt wurde. Er war auch Autor mehrerer Sachbücher übers Billard, Gründungsmitglied der Billiards Association und Billardlehrer beziehungsweise ein sogenannter Professeur.

Bennett wurde vor dem 31. März 1842 als Sohn von Joseph Bennett Senior und Eliza Ann Bennett (geb. Capon) in Town Malling, Kent, geboren. Joseph hatte fünf Geschwister namens Eliza Margaret, Emily Jane, Alfred, John und Fred. Seine drei Brüder spielten ebenfalls professionell English Billiards, waren aber lange nicht so gut wie er. John verstarb relativ jung im November 1886. 1867 heiratete Joseph Miriam Aston, von der er sich 1873 scheiden ließ. 1875 heiratete er Emily Louisa Thompson, mit der er die Tochter Josephine Louisa bekam. Seine zweite Ehe endete erst mit seinem Tod.

Bennett erlernte das Spiel schon in jungen Jahren. Sein Vater hatte seine Anstellung bei der Steuerbehörde verlassen, um den Billardraum im Eagle Hotel in der City Road in Winchester zu übernehmen. Dadurch erhielt sein Sohn wiederum die Möglichkeit, regelmäßig zu spielen. Dadurch verbesserte er sich schnell und fasste den Wunsch, Profispieler zu werden. Im väterlichen Billardsalon traf sich 1870 erstmals ein Komitee zur Erarbeitung eines gemeinsamen Regelwerks für Weltmeisterschaften. Neben Vertretern der drei führenden Tischherstellern jener Zeit – Cox & Yemen, Burroughes & Watts und Thurston’s – und einigen anderen Profispielern nahm auch Joseph an diesem Treffen teil.


Marco Zanetti (* 10. April 1962 in Bozen) ist ein italienischer Karambolagespieler.

Sein Vater Erwin, im Jahr 1960 erster italienischer Staatsmeister im Karambolspiel, war damals Präsident des Karambolvereins in Bozen. Nach mehreren Umzügen des Vereins wurde dieser 1980 aufgelöst. Im Alter von sieben Jahren fing Marco Zanetti an, Billard zu spielen und musste sich, um an den Tisch zu kommen, auf einen Stuhl stellen. Heute gilt er als brillanter Billardspieler und wird in der Billardszene für seine ehrenhafte Haltung und sein sportliches Auftreten geschätzt. Im Jahr 2007 wurde von den weltbesten Dreibandspielern eine Spielervereinigung gegründet, die Masters of Billards Association, zu der Marco Zanetti zum Präsidenten gewählt wurde. Mit seinem südländischen Temperament sparte er auch nicht mit Kritik an Verbänden und Organisatoren. Somit kam es teilweise zu gewissen Unstimmigkeiten mit diversen Funktionären.

Mit fünfzehn gewann er in Gagnano (Neapel) seine erste italienische Meisterschaft im Dreiband bei den Junioren. Damit war er der jüngste Staatsmeister in der italienischen Billardhistorie. Es folgten mehrere Staatstitel in den technischen Disziplinen des Karambolspiels (Freie Partie, Cadre und Einband). Seit 1976 verbrachte er den Großteil seiner Sommerferien beim vielfachen österreichischen Staatsmeister Heinrich Weingartner in Wien, bei dem er wie ein Sohn aufgenommen wurde. Durch viel Training mit den besten österreichischen Karambolagespielern verbesserte er ständig seine Technik.


James Warren „Jimmy“ White, MBE (* 2. Mai 1962 in London) ist ein englischer Snookerspieler. Er zählt zu den populärsten Vertretern dieses Sports.

White begann im Alter von neun Jahren mit dem Snooker. Zusammen mit Tony Meo soll er, um üben zu können, die Schule geschwänzt haben. Es heißt sogar, der Direktor seiner Schule habe ihm im Teenageralter erlaubt, dafür den Unterricht am Nachmittag ausfallen zu lassen, solange er ihn wenigstens vormittags besuchte.

Zunächst wurde er von einem Taxifahrer unterstützt und auch zu lokalen Preisgeldturnieren gefahren. Das erste Mal machte Jimmy White auf sich aufmerksam, als er die National Under 16 Championship gewann. Er galt in dieser Altersklasse als der beste Snookerspieler aller Zeiten. Mit 16 Jahren und 11 Monaten gewann er die Englischen Amateurmeisterschaften und qualifizierte sich damit für die IBSF-Amateurweltmeisterschaft, wo er bis heute (Stand: Februar 2015) der jüngste Sieger ist (er war damals 18 Jahre und 191 Tage alt).

1980 wechselte er ins Profilager. Gleich im ersten Jahr qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaft im Crucible Theatre in Sheffield. Er unterlag allerdings schon in Runde 1 dem späteren Weltmeister Steve Davis.

1981 gewann er die Northern Ireland Classic. Im Frühjahr 1982 kam er bei der Weltmeisterschaft bis ins Halbfinale, das er gegen Alex Higgins nach einer 15:14-Führung und einem vermeintlich sicheren Vorsprung im 30. Frame nach einem legendären Break von Higgins noch mit 15:16 verlor. Die Begegnung zählt zu den besten, die je bei einer Weltmeisterschaft gespielt wurden. Nach anderthalb Jahren als Profi belegte White Platz 10 der Weltrangliste.


Hans Vultink (* 13. Juni 1937 in Aalten) ist ein niederländischer Karambolagespieler und mehrfacher Welt- und Europameister.

Mit sechs Jahren begann Vultink im elterlichen Café mit dem Billardspielen. Sein Vater Frans war selbst ein erfolgreicher Billardspieler, musste jedoch schnell die Dominanz seines Sohnes anerkennen. Ende der 1960er-Jahre errang Vultink erstmals internationale Erfolge mit der Silbermedaille im Cadre 47/2 bei der Weltmeisterschaft 1967 in Kairo, dem Sieg bei der Cadre-47/2-Europameisterschaft und einem Dritten Platz bei der Cadre-47/1-EM. Seine niederländischen Konkurrenten waren seinerzeit Piet van de Pol und Henk Scholte. 1975 wurde er im heimischen Rotterdam Weltmeister im Cadre 47/1 und stellte einen neuen Serienweltrekord mit 300 auf. Er beendete seine aktive Laufbahn Anfang der 1980er-Jahre, nachdem er 1980 noch zwei Silbermedaille bei Welt- und Europameisterschaften holte. Insgesamt wurde er während seiner 20-Jährigen Karriere neben den internationalen Titeln auch 52-mal niederländischer Meister.


Ronato „Ronnie“ Alcano (* 27. Juli 1972 in Calamba City, Laguna) ist ein philippinischer Poolbillardspieler.

Seine ersten größeren Erfolge erzielte er 2002 mit fünf Turniersiegen auf der Joss Tour. Drei Jahre später folgten ein Sieg auf der Asian 9-Ball-Tour und zwei Goldmedaillen bei den Südostasienspielen. Bei der 9-Ball-WM 2006 in seinem Heimatland wurde Alcano durch einen 17:11-Finalsieg gegen den Deutschen Ralf Souquet Weltmeister. 2007 erreichte er bei der 8-Ball-WM das Finale und gewann dort mit 11:8 gegen seinen Landsmann Dennis Orcollo. Bei seinem dritten Weltmeisterschaftsfinale – 2008 im 8-Ball – musste er sich Ralf Souquet mit 9:13 geschlagen geben. Daneben erreichte er unter anderem zweimal das Endspiel der US Open (2007, 2008) und gewann zwei weitere Goldmedaillen bei den Südostasienspielen.


Henry Upton Alcock (* 22. September 1823 in Dublin; † 6. August 1912 in Melbourne, Victoria) war ein irisch-australischer Unternehmer, Erfinder, Autor und Herausgeber im Bereich Billard. Für Weiterentwicklungen und Erfindungen im Sektor Billardtische reichte er mehrere Patente ein und wurde zu Lebzeiten mit insgesamt 22 Medaillen ausgezeichnet. Er war der erste Hersteller von Billardtischen in Australien. Das World of Billiards Magazine bezeichnete ihn als „The father of australian billiards trading“. Dieser Aussage stimmte Keith Dunstan in seinem Buch Sports und Andrew Ricketts in Walter Lindrum: Billiards Phenomenon zu.

Alcock hatte 1860 im Melbourner Stadtteil Fitzroy sein Unternehmen Alcock & Co gegründet, dass Billardtische baute. Das Geschäft florierte und es entstanden Zweigestellen in Perth und Brisbane. In Melbourne führte das Unternehmen praktisch alle Prozesse der Billardtischherstellung unter einem Dach in einem Gebäude in der Russell Street. Das Nutzholz wurde als Stammware geliefert, zersägt und getrocknet; Tischgestelle wurden gebaut, Beine gedrechselt, Schiefertafeln zugeschnitten, verdübelt, verschraubt und verschliffen, die Banden gefertigt, Billardkugeln aus Elfenbein gedrechselt; Queues und andere Accessoires hergestellt etc. Daneben betätigte er sich auch in der Weiterentwicklung des Billardtisches und des Zubehörs. Das Unternehmen florierte und beschäftigte schließlich dutzende Mitarbeiter. 1903 übergab er das Geschäft an seine Söhne.


Steve Lemmens (* 8. September 1972; † 10. Oktober 2016) war ein belgischer Snookerspieler und -trainer, der 1990 die belgische Snooker-Meisterschaft gewann. Nachdem er im selben Jahr das Finale der Amateurweltmeisterschaft erreicht hatte, war er von 1991 und 1997 mit beschränktem Erfolg Profispieler. In dieser Zeit konnte er die Runde der letzten 32 der Welsh Open 1993 und das Viertelfinale zweier Events der WPBSA Minor Tour 1994/95 erreichen, kam aber nie über Platz 167 der Snookerweltrangliste hinaus. Dafür war seine weitere Karriere von verschiedenen Amateurerfolgen geprägt.

Ab Ende der 1980er gehörte Lemmens zu den führenden Juniorenspielern seines Heimatlandes Belgien. Dreimal wurde er U21-Meister, je einmal zudem belgischer Meister der Herren, belgischer Vize-Meister der Herren und belgischer Meister im Doppel. Durch diese Erfolge konnte er auch erste Erfahrungen auf dem internationalen Parkett sammeln. Der Vize-Amateurweltmeister 1990 wurde ein Jahr darauf Profispieler. Vereinzelte Erfolge konnten aber nicht über die sonst eher verhaltenen Ergebnisse hinwegtäuschen, bereits Mitte der 1990er spielte er wieder vorrangig als Amateur. In Belgien gehörte so in den nächsten zwanzig Jahren zu den führenden Amateurspielern. Drei weitere Male erreichte er das Finale der belgischen Herren-Meisterschaft, unterlag aber jedes Mal. Mehr Erfolg hatte er bei der Doppel-Meisterschaft, die er drei weitere Male gewinnen konnte. Bis zu seinem Tod im Oktober 2016 besaß der Familienvater in Tremelo einen eigenen Snookerclub. (→mehr)


Aljona Ihoriwna Afanassjewa (ukrainisch Альона Ігорівна Афанасьєва, englische Transkription: Alona Afanasyeva, auch: Alena Afanasieva, geb. Russakowa (ukrainisch Русакова); * 3. Oktober 1987 in Charkiw, Ukrainische SSR) ist eine ehemalige ukrainische Billardspielerin, die in der Billardvariante Russisches Billard antrat. Vorrangig spielte sie in der Disziplin Freue Pyramide.

Afanassjewa begann 1998 mit dem Billardspielen. 2001 wurde sie Dritte bei der Jugendweltmeisterschaft in der Disziplin Freie Pyramide, 2003 wurde sie als bislang einzige Ukrainerin Europameisterin. In den nächsten Jahren konnte sie bei vergleichbaren Turnieren ähnliche Erfolge erzielen. 2005 wurde sie Vize-Weltmeisterin, 2006 Vize-Europameisterin und 2007 mit dem ukrainischem Team Dritte bei der Mannschaftsweltmeisterschaft. 2008 konnte sie ihren zweiten Titel bei der Europameisterschaft gewinnen. Parallel gewann sie auch mehrere Meistertitel bei den ukrainischen Meisterschaften. Anfang der 2010er-Jahre zog sich Afanassjewa weitgehend vom Profisektor zurück und beendete nach 2016 ihre Karriere. Die studierte Bankkauffrau ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet nebenher als Billardtrainierin. Zum Artikel …


Karl Boyes (* 4. November 1982 in Bradford) ist ein englischer Poolbillardspieler.

Sein erster größerer internationaler Erfolg war das Erreichen des Halbfinals bei der 9-Ball-WM 2007. 2008 festigte er seinen Platz in der erweiterten Weltspitze unter anderem durch eine Halbfinalteilnahme auf der US Open sowie einen zweiten Platz bei der Costa del Sol Open in Benalmádena.

Spätestens 2010 schaffte er den endgültigen Durchbruch in die Weltspitze als er zunächst mit Großbritannien die Team-Weltmeisterschaft in Hannover und wenig später im Finale gegen Niels Feijen den Einzel-Weltmeistertitel im 8-Ball gewann. Anschließend nahm er erstmals am World Pool Masters teil und schied dort in der Runde der letzten 32 aus. Auf der Euro-Tour erreichte er bei den German Open 2010 sein zweites Finale, unterlag dem Deutschen Sascha Tege jedoch mit 6:8 im Finale. In Österreich gewann er dann aber schließlich mit den Austria Open sein erstes Euro-Tour-Turnier durch einen Finalsieg über Nick van den Berg. 2013 wurde Boyes zum zweiten Mal zum World Pool Masters eingeladen, bei dem er im Achtelfinale ausschied.



Charles Faroux (* 29. Dezember 1872 in Amiens; † 9. Februar 1957 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Motorsport- und Billardfunktionär, Renndirektor der 24 Stunden von Le Mans von 1923 bis 1956 und 3-facher Weltmeister im Cadre.

Charles Faroux kam als Sohn eines Schafhändlers zur Welt und verbrachte bis zu seinem 28sten Lebensjahr viel Zeit auf Reisen. Er besuchte die Vereinigten Staaten von Amerika und war mehrere Monate in Alaska. Dort kam er auch erstmals mit dem Journalismus in Berührung und nach seiner Rückkehr nach Frankreich 1900, begann er als Journalist für die Automobilzeitschrift l'Auto zu arbeiten. Der ausgebildete Maschineningenieur begann sich auch für den Automobilbau und den Motorsport zu interessieren. Auch als Rennfahrer war er aktiv. So beteiligte er sich 1908 an der Coppa Florio, schied mit einem Defekt an seinem Motobloc jedoch vorzeitig aus. International bekannt wurde Faroux durch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das er 1923 gemeinsam mit Georges Durand und Emile Coquille ins Leben rief. Im Billard gehörte Faroux in den 1900–1920er-Jahren zu den besten französischen Karambolagespielern. 1905 nahm er erstmals an der Weltmeisterschaft im Cadre-45/2 teil.


Clifford Charles Devlin „Cliff“ Thorburn CM (* 16. Januar 1948 in Victoria, British Columbia) ist ein ehemaliger kanadischer Snookerspieler, der zwischen 1972 und 1997 Profispieler war. Auch wenn er ebenso als Amateur erfolgreich war, datieren die meisten seiner Erfolge in diese Zeit. So gewann er als Profispieler zum Beispiel die Snookerweltmeisterschaft 1980 und drei Ausgaben des Masters. Zusätzlich war er für eine Saison Weltranglistenerster und spielte zwei Maximum Breaks.

Nach einer Zeit als herumziehender Poolbillardspieler (hustler) wurde Thorburn Anfang der 1970er-Jahre Kanadas führender Snookerspieler. Nach einigen Erfolgen in Nordamerika wurde er 1972 Profispieler, gewann aber in den folgenden Jahren mehrfach die kanadische Amateur-Meisterschaft. Als Profi stieg er binnen weniger Jahre in die Weltspitze auf. Erste Erfolge feierte er vor allem bei den Canadian Open sowie bei der Snookerweltmeisterschaft 1977 und beim Masters 1978, wo er jeweils ins Finale einzog. In den anschließenden Jahren schied der Kanadier nur selten vor einem Viertelfinale eines Turnieres aus. Eine Saison nach seinem Weltmeister-Titel wurde er auch Weltranglisten-Führender. Auch wenn er nach nur einer Saison den ersten Platz der Rangliste wieder abgeben musste, blieben ihm seine Erfolge erhalten: Dreimal siegte er in den 1980ern beim Masters, bei der WM 1983 wurde er zudem wieder Vize-Weltmeister und spielte sein erstes Maximum Break.


Cornelis (Kees oder Cees) Henricus Rochus de Ruijter auch de Ruyter (alte Schreibweise) (* 23. März 1925 in Waalwijk, Niederlande; † 10. Februar 1983 ebenda) war ein niederländischer Karambolagespieler in den klassischen Disziplinen Freie Partie und Cadre. Er ist der ältere Bruder von Henny de Ruijter, ebenfalls ein erfolgreicher Karambolagespieler.

1934 hatte Drik de Ruijter, Kees' Vater, das „Café City“ am Markt von Waalwijk eröffnet und konnte dieses durch die Organisation von Turnieren aller Art in kurzer Zeit zu einem Billardzentrum ausbauen. Kees war vom Billard so fasziniert, dass er den Mut hatte, eines Morgens alleine ins Café zu gehen und zu spielen. So wurde er von seinem Vater buchstäblich „entdeckt“, der ihn daraufhin auch tagsüber spielen ließ. Weil er noch zu klein ist, muss sich der 11-Jährige oft auf den Billardtisch legen oder benutzt eine Kiste, auf die er sich stellt, um spielen zu können. Seine Stöße verblüffen viele Besucher des Cafés. Er macht fast jeden Tag Serien von über 100 in der Freien Partie, aber Kees scheut sich auch nicht vor Cadre. „Seine Massés und Piqués sind außergewöhnlich gut“, steht 1939 in De Telegraaf. Die anderen Spieler fanden es zunächst lustig mit dem „Manneke“ und lehrten ihn Technik, Kniffe und Tricks. Bald jedoch besiegte Keesje seine Lehrer. „Keesje - das Waalwijk-Billardwunderkind“, wie er damals genannt wurde, demonstrierte oft zusammen mit seinem Bruder Henny im Café seine Billardkünste.


John Roberts Sr. (1823–1893) war ein walisischer English-Billiards-Spieler. Der Sohn walisischer Eltern erlernte English Billiards schon in seiner Kindheit. Während seine Eltern für ihn eine Ausbildung zum Schreiner planten, bevorzugte Roberts eine Karriere im Billardsport. Mit nur zwölf Jahren lief er von zuhause weg und schlug sich in den nächsten Jahren mit Wettspielen, als Leiter einer Snookerhalle und im Hotelgewerbe durch. 1849 forderte er als erster Spieler Edwin Kentfield heraus, der seit 1825 Träger des Weltmeistertitels war. Kentfield und Roberts trafen sich zu einigen freundschaftlichen Partien, einem Titelspiel ging der ältere Kentfield aber aus dem Weg. Roberts wurde daraufhin zum neuen Weltmeister ernannt.

Als Weltmeister unternahm er unter anderem Tourneen durch Australien und Neuseeland. Auch veröffentlichte er eine Art Lehrbuch zum English Billiards. 1862 spielte er in einer Aufnahme 346 Punkte, das höchste von ihm bekannte Break. Den Weltmeistertitel trug Roberts bis 1870, als er ihn an William Cook verlor. Sein eigener Sohn John Roberts jr. wurde später ebenfalls Weltmeister im English Billiards. 1885 war er an der Organisierung des Sportes und der Gründung der Billiard Association sowie der Ausarbeitung eines standardisierten Regelwerkes beteiligt. Er starb 1893 im Alter von 69 Jahren. (→Artikel lesen)


Alfredo de Oro (* 28. April 1863 in Manzanillo; † 22. oder 23. April 1948) war ein professioneller kubanischer Karambolage- und Poolspieler der mehrere Weltmeisterschaften gleichzeitig in beiden Disziplinen errang. Als einer der wenigen Nicht-US-Amerikaner wurde er posthum 1967 in die Hall of Fame des Billiard Congress of America aufgenommen. Im Billiards Digest 50 Greatest Players of the Century wird er viertbester Spieler des 20. Jahrhunderts geführt.

De Oro debütierte im Februarf 1887 im US-amerikanischen Billardzirkus und verlor bis 1908 von über 40 Partien in der Disziplin 14.1 endlos nur eine einzige. Mehrfach wurde er im Dreiband und im 14.1 endlos Weltmeister, auch mehrere US-amerikanische Meistertitel gehen auf seine Kappe. Mit dem Ende der 1910er zog er sich immer mehr aus dem professionellen Billardsport zurück. Er starb 1948 kurz vor seinem 85. Geburtstag. Sein gleichnamiger Sohn wurde ebenfalls Billardspieler und 1931 US-amerikanischer Vize-Meister der Amateure. Zum Artikel …