Titan(III)-phosphid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Titan(III)-phosphid
_ Ti3+ 0 _ P3−
Allgemeines
Name Titan(III)-phosphid
Andere Namen

Titanmonophosphid

Verhältnisformel TiP
Kurzbeschreibung

schwarzgrauer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12037-65-9
EG-Nummer 234-862-6
ECHA-InfoCard 100.031.680
PubChem 82856
Wikidata Q4115931
Eigenschaften
Molare Masse 78,84 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,94 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

1860 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Titan(III)-phosphid ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphide.

Gewinnung und Darstellung

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Titan(III)-phosphid kann durch Drucksynthese aus den Elementen gewonnen werden.[1]

Man kann es auch bei der Umsetzung von Monophosphan mit Titan(IV)-chlorid bei 750 °C gewinnen. Ebenfalls möglich ist die elektrolytische Darstellung eines nahezu stöchiometrisch zusammengesetztes Titan(III)-phosphid-Pulvers bei 860 °C aus einer Lösung von 10 % Titandioxid in einer Mischschmelze die neben Di- und Metaphosphat noch Natriumchlorid und Lithiumfluorid enthält.[1]

Fein gepulvertes Titanhydrid kann bei 800-1000 °C mit einer Monophosphan/Wasserstoff-Mischung zu Phosphiden mit kleineren Phosphor-Gehalten umgesetzt werden (TiP0,1-0,6).[1]

Titan(III)-phosphid ist ein schwarzgraues, metallisch aussehendes und thermisch sehr beständiges Pulver, das durch Säuren selbst bei Erwärmung wenig angreifbar ist. Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194 (a = 3,487 Å, c = 11,65 Å).[1]

Titan(III)-phosphid wird als Katalysator in organischen Synthesen verwendet.[3]

Einzelnachweise

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  1. a b c d e f g h Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1383.
  2. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 1-4398-1462-7, S. 488 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).