Diskussion:Biometrie

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Letzter Kommentar: vor 14 Jahren von ColaBear in Abschnitt Werbung in Weblinks
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schau doch mal jmd. Kompetentes hier wegen des Löschantrags: Venenerkennung --Gerbil 22:53, 14. Feb 2006 (CET)

Tippverhalten ist reine Biometrie?

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Auch wenn die klassische Literatur es anders sieht, hier mein Problem mit der Zuordnung des Tippverhaltens zur Biometrie:

Beim Tippverhalten wird mit Hilfe eines Textes, des Anschlags und des Rhythmus auf der Tastatur die ID / Person verifiziert. Wenn ich nun EXAKT bin, so handelt es sich dabei um Biometrie plus Wissen PLUS KÖNNEN!!!

  • die Art und Weise WIE die Person schreibt ist Biometrie
  • WAS sie schreibt ist eindeutig Wissen
  • die Art und Weise der DURCHFÜHRUNG ist Können (10 Finger, 1 Finger, usw.)

Können läßt sich nicht durch Wissen, Besitz oder Biometrie ersetzen. Es kann angelernt werden, vergessen werden und ist mit Sicherheit nicht an den einen Körper gebunden! Zudem kann es von der Person, im Gegensatz zu den biometrischen Daten, selbst geändert werden.

Ich bitte um Diskussion.

Schluderbacher 21:37, 23. Jun 2006 (CEST)

Die Tippverhaltenanalyse funktioniert auch nur mit Einschränkungen: Beim Testen konnte ich im besten Selbstversuch zu 29% an das Verhalten einen unbekannten Users rankommen; ich selbst wurde vom System bei einem Versuch jedoch nur zu 7% erkannt. (nicht signierter Beitrag von 89.245.86.244 (Diskussion) 05:14, 23. Okt. 2006)


Die gängige Unterscheidung von Authentifikationsmethoden in Besitz, Wissen und Biometrie ist nicht ganz unproblematisch. Denn bei genauer Betrachtung lässt sich nur schwer eine absolute Trennlinie ziehen.
Beispiel 1: Im Prinzip ist ein Finger mit seinem Abdruck nichts anderes als ein Schlüssel mit seinem Bart ("Besitz"), nur dass erster angewachsen ist und damit zur Kategorie "Biometrie" gezählt wird.
Beispiel 2: Das Passwort (reines "Wissen") lässt sich durchaus auch als mathematischer Grenzfall von "Biometrie" ansehen. Zur Kategorie "Biometrie" gehören nämlich u.a. die Verhaltensmerkmale, und Verhalten lässt sich antrainieren, erlernen. Auch Passwörter müssen "erlernt" werden, nur dass hier die mechanische Komponente gänzlich fehlt.
Das gleiche gilt für "Können". Manches Können ist von Natur aus gegeben, es gibt aber immer auch angelernte Bestandteile. Somit setzt sich das Tippverhalten als biometrische Authentifikationsmethode zusammen aus Verhalten/Können (also "Biometrie") und Wissen. Dies entspricht durchaus der gängigen Anschauung - ich habe hier Können (weil es personenspezifisch ist) unter Biometrie eingeordnet. Dabei spielt es kaum eine Rolle, wie stark personenspezifisch das Können ist. Es gibt halt schwache und starke Merkmale, das Maß dafür ist die Falschakzeptanzrate und Falschrückweisungsrate, beide Raten sind aber auch wieder stark personenabhängig!
Wenn du also Können und Verhalten zusammenziehst, kann ich keinen Widerspruch erkennen! Fazit: Reine "Biometrie" gibt es nicht!
Manfredo (2006-12-10)

Dem Vorredner (Manfredo) ist zuzustimmen. Man kann in einer noch radikaleren Betrachtungsweise jegliches Auswerten von (physiomotorischem) "Können" und "Wissen" als Biometrie betrachten. In der Annahme, dass derlei Können und Wissen in die neurophysiologischen Muster des Individuums, in Gehirn, Nerven und motorischem System eingeprägt sind, ist eine Unterscheidung gegenüber beispielsweise in die Iris eingeprägter Farbmuster oder in die Haut der Finger eingerprägter Minutien nicht aufrecht zu erhalten. Es fehlt allein derzeit an der Sensorik, um solche biometrischen Muster in Hirn und Nervensystem direkt zu messen.

ColaBear (2006-12-12)

Unterschied Wissen vs. Biometrie

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Ich kann beiden Argumentationen (Manfredo & ColaBear) etwas abgewinnen, jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied welcher die Unterscheidung zwischen Biometrie und Wissen eindeutig regelt.

  • Wissen ist übertragbar.

Natürlich ist Wissen in unserem Gehirn gespeichert und hat damit eine biometrische Komponente, aber das war es auch schon.

  • Biometrische Muster sind definitiv nicht übertragbar.

Ein biometrisches Muster kann zwar mehrmals bei verschiedenen Personen auftreten, jedoch kann es nicht durch freien Willen auf eine andere Person übertragen werden.

  • Können ist in beiden Bereichen zuhause.

Können kann unter umständen übertragen werden, wenn die Zielperson ebenfalls über die entsprechende körperliche Voraussetzung und Veranlagung verfügt. Jedoch ist der Erfolg auch bei Zwilligen nicht garantiert.

Ich kann auch ColaBear nicht zustimmen, das Wissen ein Muster ergibt welches sich nicht mehr (nie mehr?) ändert. Jede Bewertung eines Eindrucks (Wissen) kann sich von heute auf morgen verändern. Damit verändern sich auch die Verknüpfungen innnerhalb einer Epsilon-Umgebung des Wissens und damit die biometrische Erhebung.

Schlussfolgerung: Es gibt definitiv eine Unterscheidung zwischen Wissen und Biometrie.

Schluderbacher 20:11, 12. Dez. 2006 (CET)Beantworten


Ich fürchte, die Diskussion hat jetzt einem Punkt erreicht, der keine Konvergenz mehr erwarten lässt. Grund sind die fehlenden Definitionen. Während der Artikel noch halbwegs definiert, was Biometrie ist, werden biometrische Merkmale anhand einer Auflistung erklärt. Es fehlt die Definition, und dem Leser bleibt es überlassen, Gemeinsamkeiten in Form von Eigenschaften zu finden. Solange es also kein gemeinsames Verständnis darüber gibt, was ein biometrisches Merkmal (= biometrisches Muster?) ist oder was wir unter "Übertragbarkeit" verstehen wollen, werden wir hier keine Einigung erzielen.
Somit hat Schluderbacher genauso recht, wenn er sagt "Biometrische Muster sind definitiv nicht übertragbar" wie jemand anderes, der das Gegenteil behauptet, weil er der Meinung ist
  • DNA sei einfach übertragbar
  • Fingerabdrücke hinterließen ebenfalls überall Spuren, seien also auch übertragbar
  • Die Stimme wäre per Mikrofon übertragbar (und was ist mit Stimmenimitatoren, nachdem sie eine fremde Stimme erfolgreich nachgeahmt haben?)
  • Transplantationen von biometrische relevanten Körperteilen würden eine Übertragung implizieren
  • usw.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, diesem Dilemma zu entfliehen. So könnte man DNA und ein paar andere Merkmale als biometrisches Merkmal ausschließen. Man könnte saubere Definitionen erarbeiten, die sich aber an der Praxis messen lassen müssen, damit sie nicht realitätsfern wirken. Beispiel einer solchen (indirekten) Definition für biometrische Muster könnte sein: "Biometrische Muster sind definitiv nicht übertragbar". Oder man verzichtet zum jetzigen Stand der Wissenschaft ganz einfach auf absolute Aussagen wie "definitiv nicht".
Eines hat diese Diskussion aber auf jeden Fall gebracht: Auch schon recht gute Artikel lassen sich weiter verbessern! In diesem Fall wären saubere Definitionen ein Ansatz dazu. Leider müssen wir damit noch ein wenig warten, bis sich die Standarisierungsgruppe SC 37 des ISO/IEC auf solche Definitionen geeinigt hat - das sollte aber nicht mehr lange dauern.
Letztendlich kann man aber jetzt schon sagen, dass alle Authentifikationsmethoden (Besitz, Wissen, Biomerkmale) eines gemeinsam haben: Die erforderliche Unterschiedlichkeit ist ein Stück Information! Nur der Träger der Information ist unterschiedlich ausgeprägt.
Manfredo (2006-12-12)

Was ich hier sehe ist, dass wir hier mehrere Themen vermischen:

  1. ) Biometrie
  2. ) Wie vermesse ich
  3. ) Wie kann ich mich bei der Vermessung authentifizieren
  4. ) Wie kann ich die Kontrolle zu Punkt 3 hintergehen

Zu 1) Gehen wir zurück zum Beginn: Die Biometrie (auch Biometrik, gr. Bio = Leben und Metron = Maß) behandelt die Vermessung quantitativer Merkmale von Lebewesen. Hierzu werden statistische Verfahren angewendet. OK, ich denke darüber sind wir uns einig. Ich denke können wir abhaken.

Zu 2) Wie vermesse ich, ist immer ein technischer Prozess der mit statistischen Methoden versucht nach Möglichkeit auf GENAU eine Person einzuschränken.

Zu 3) Zunächst ist es ein technischer Prozess, der eine bestimmte Prozedur erfordert (Finger auflegen, Finger durchziehen, Mit dem Auge hineinschauen, Gesicht in die Kamera richten, usw.) Da es bei der Biometrie um Menschen geht ist eine Übertragbarkeit ausgeschlossen! Ich schränke nicht auf alle Linkshänder ein oder alle Rothaarigen, sondern Siehe Punkt 2). Niemand gibt einen Finger weg! Niemand nimmt sein rechtes Auge heraus aus sagt zu seinem besten Freund: "Nimm!" NIEMAND.

Zu 4) Jetzt sind wir beim Thema. Das Fälschen von biometrischen Merkmalen bei technischen Kontrollen ist, aus meiner persönlichen Sicht, einfach solange man es nur mit einem technischen Prozess zu tun hat. Sobald eine Person damit verbunden ist, wird es schwierig. Also Grenzkontrolle mit Person => schwierig zu fälschen, PC-Kontrolle ohne Person => leicht zu fälschen (und wird auch immer leicht sein!)

Fast alle Punkte die Manfredo auflistet

  • DNA sei einfach übertragbar (JA! Ich kann ja einfach etwas anderes der Kontrolle übergeben)
  • Fingerabdrücke hinterließen ebenfalls überall Spuren, seien also auch übertragbar (JA! Ist auch sehr einfach)
  • Die Stimme wäre per Mikrofon übertragbar (JA!)
  • und was ist mit Stimmenimitatoren, nachdem sie eine fremde Stimme erfolgreich nachgeahmt haben? (NEIN, die Unterschiede sind bei der technischen Analyse zu groß!)
  • Transplantationen von biometrische relevanten Körperteilen würden eine Übertragung implizieren (JA!)

Aber eben nur zu Punkt 4 und nur wenn es keine Person dabei gibt welche die Kontrolle über die Übergabe des biometrischen Merkmals an den technischen Prozess hat.

Schluderbacher 00:22, 13. Dez. 2006 (CET)Beantworten

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Ich schlage vor, die nachfolgenden Links deutlich als Werbung zu kennzeichnen oder zu löschen:

http://www.griaule.com/

http://www.biometrix.at/

http://www.veinbiometrics.de/

http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-9860-1

http://www.psylock.de/

http://www.beel.org/epass/

Folgende Links sollten diesbezüglich einer genaueren Überprüfung unterzogen werden:

http://www.viisage.com/de/data/pdf/de_2005-01_casestudy_berlin-airports.pdf

http://www.beel.org/epass/

http://www.uni-kassel.de/fb7/oeff_recht/personen/persGH.ghk

http://www.signature-perfect.com/docs/Leitfaden_Elektronische_Signatur.pdf

http://www.igd.fhg.de/igd-a8/biometrics/

Auch sonst habe ich den Eindruck, dass einige Links (z.B. vom BSI) zusammengefasst werden könnten. Links ohne direkten Bezug auf den Wiki-Text hinterlassen den Eindruck der Zufälligkeit und sollten ebenfalls überdacht werden.

Manfredo


Nachdem keine weitere Reaktion erfolgt ist, werde ich mich jetzt mal an's Aufräumen machen, und zwar gemäß dieser Richtlinie: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Weblinks Ziel soll es sein, mit maximal 5 Links auszukommen, aber das wird sicher nicht in einem Schritt gelingen.

Der Link http://www.biometricscatalog.org/ (englisch) bietet umfangreiche Informationen, Veröffentlichungen und auch ein Firmen-/Produktverzeichnis. Damit lassen sich zumindest die Firmenseiten ersetzen. Diese Seite bietet zudem die Möglichkeit, Informationen selbst einzustellen.

Manfredo (2006-12-17)


Die beiden Bitkom-Links (Firmenverzeichnis Deutschland) sind leider ungültig und werden deshalb gelöscht.

Manfredo (2006-12-17)


Die Reisepasslinks finden sich dort wieder, wo sie hingehören: unter http://de.wikipedia.org/wiki/Reisepass. Habe deshalb die Reisepasslinks an dieser Stelle gelöscht. Außerdem besteht Biometrie nicht nur vorrangig aus Reisepassanwendungen!

Manfredo (2006-12-17)


Werde als nächstes die beiden Links zu den doch sehr speziellen Fachstudien des BSI löschen, da sie auch durch den Link http://www.bsi.de/fachthem/biometrie/index.htm erreichbar sind, zusammen mit noch einigen weiteren Studienergebnissen.

Manfredo (2006-12-17)


Ich bitte um Kommentare!

Die folgenden Links sind Ausarbeitungen, Studienarbeiten, Doktorarbeiten, Diplomarbeiten zu ganz speziellen Themen der Biometrie. Mit ist nicht klar, welchen sinnvollen Beitrag diese Links zur Biometrie im Allgemeinen liefern (könnte da gelegentlich Werbung in eigener Sache im Spiel sein?):

. Quelle: LifeGen.de

Wenn es keine guten Argumente für den Verbleib dieser Links gibt, schlage ich die Löschung vor!

Manfredo (2006-12-17)


Hallo Manfredo!

Ich denke alles was in dem Bereich älter als 1 Jahr ist meist ohnehin veraltet. Zudem muss man nach einem Jahr immer wieder die Links kontrollieren. Ohne auf den Inhalt der einzelnen Links einzugehen finde ich das Vorgehen richtig unter dem zuvor genannten Gesichtspunkt.

Stimme weiters gerne zu dass fünf Links zumeist ausreichen => Rest weggeben.

Schluderbacher 18:17, 17. Dez. 2006 (CET)Beantworten


Habe mir mal das Dokument http://www.signature-perfect.com/docs/Leitfaden_Elektronische_Signatur.pdf unter "Biometrie und elektronische Signaturen" angeschaut. Bringt auf mehr als 80 Seiten gerade mal 1 Seite über Biometrie. Unklar bleibt, warum dieses Dokument als Link angegeben ist, zumal es nur eine Anwendung von zigtausend möglichen repräsentiert. Werde deshalb die ganze Rubrik löschen!

Der Weblink http://www.ccc.de/biometrie/fingerabdruck_kopieren.xml "Fingerabdruck kopieren" ist unter http://de.wikipedia.org/wiki/Fingerabdruck besser aufgehoben und kann hier ebenfalls gelöscht werden.

Manfredo (2006-12-20)


Nachdem kein Widerspruch gekommen ist, werde ich jetzt mal mit dem Aufräumen weitermachen und die angekündigten Links entfernen. (Habe mich beim Registrieren in ManfredoX umbenannt, da Manfredo schon vergeben war.)

ManfredoX 11:30, 23. Dez. 2006 (CET)Beantworten


Hier meine nächsten Löschkandidaten:

  • http://www.biometrische-systeme.org Biometrische Identifikationsverfahren und ihre Schwachstellen (keine Updates seit Fri Jan 14 15:57:32 2005)
  • www.no-racism.net Artikelsammlung zum Thema Biometrie (keine Updates seit [07. Nov 2005], Impressum kaputt, "letzte änderung" wird automatisch auf das aktuelle Datum gesetzt)
  • http://www.biometrieinfo.de Studienarbeit zum Thema Biometrie (Äußerungen wie "Bei der Analyse des Fingerabdrucks werden nur 40 Merkmale extrahiert, was einen exakten Vergleich zweier Fingerabdrücke erschwert. Das Scannen der Iris oder die Gesichtserkennung beziehen ihre Untersuchungen auf deutlich mehr Merkmale und sind somit genauer. (http://www.biometrieinfo.de/index.php?id=19)" sprechen nicht gerade für Sachkompetenz, obwohl die Ausführung dieser Webseite recht gelungen ist.)

Gibt es irgendwelche Bedenken?

ManfredoX 20:21, 1. Feb. 2007 (CET)Beantworten


Ich hatte mich gewundert warum YourEyesOnly den Link http://www.biometrie.eu (Forum und Portal für Biometrie) wieder gelöscht hat. Jetzt weiß ich warum. Habe mal einige der Texte, die gelegentlich auch vor blankem Unsinn nicht zurückschrecken, mittels Google im Internet gesucht (ca. 10 aufeinanderfolgende Worte eines Satzes in Anführungszeichen setzen). Und siehe da: Alles zusammengeklaut, natürlich ohne Quellenangaben! Außerdem gibt es bereits ein offizielles europäisches Biometrieforum (http://www.eubiometricsforum.org/). Also hochgradig suspekt, dieser Link!

ManfredoX 19:19, 16. Jan. 2008 (CET)Beantworten


Hallo,

die offenbar werbefinanzierte Seite bio-metrie.info wimmelt von sachlichen Fehlern und ist alles andere als up-to-date. Da wird beispielsweise noch Retina-Erkennung ernsthaft erörtert, obwohl die schon seit 20 Jahren in der Praxis keine Rolle mehr spielt. Überhaupt fasst die Fokussierung auf Anwendungen der Zutrittskontrolle und Authentifizierung das Thema Biometrie viel zu eng. Weitere Beispiele benenne ich auf Wunsch. Auch wenn ich die Bemühungen des Autors respektiere, denke ich nicht, dass dieser Link etwas Sinnstiftendes beiträgt.

Gruß, ColaBear 17:37, 5. Mai 2010 (CEST)Beantworten

Biometriedefinition

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Bitte um Diskussion folgenden Vorschlags für die Verbesserung des ersten Abschnitts:

"Die Biometrie (auch Biometrik, gr. Bio = Leben und Metron = Maß) beschäftigt sich mit Messungen an Lebewesen und den dazu erforderlichen Messverfahren."

Alle anderen Definitionen, die ich gefunden habe, machen einen etwas überalterten Eindruck oder engen die Biometrie unzulässig auf das Teilgebiet der Identifikation ein!

Weglassen würde ich gerne: "behandelt die Vermessung quantitativer Merkmale" (hat entweder etwas tautologisches oder schränkt die Definition unzulässig ein, soll heißen: entweder sind nur quantitative Größen messbar oder aber, wenn auch nichtquantitative Größen messbar sind, warum soll die Biometrie das nicht tun dürfen?)

"Hierzu werden statistische Verfahren angewendet." (Diese Aussage ist nur hilfreich, wenn "statistische Verfahren" irgendwo definiert sind.)

"Oft sind zur Bearbeitung große Datenmengen erforderlich, die erst mit speziellen Techniken der Informationstechnologie beherrschbar werden." (Würde ich, wenn überhaupt, woanders unterbringen. Außerdem sollte es korrekter heißen: "Oft sind große Datenmengen zu verarbeiten, ...")

ManfredoX 20:44, 27. Dez. 2006 (CET)Beantworten

  • "Hierzu werden statistische Verfahren angewendet." Wie man es auch immer bezeichnet oder beschreibt, der Hinweis dass biometrische Messungen und Vergleiche daraus nur und ausschließlich auf der Basis von Statistik erfolgen, darf keinesfalls fehlen. Das Weglassen eines Hinweises darauf führt in die Irre und ist daher nicht akzeptabel. Unter "Statistischen Verfahren" kann sich glaube ich jeder Leser etwas vorstellen. Das Beste aus meiner Sicht ist ein Link auf eine passende Beschreibung aus dem Bereich Statistik.
  • "behandelt die Vermessung quantitativer Merkmale" Was sollte man sonst vermessen? Andererseits ist es aus meiner Sicht ein guter Hinweis was vermessen wird und der Leser bekommt ein Bild. Wie wäre es mit "behandelt die Vermessung vergleichbarer quantitativer Merkmale"?

Schluderbacher 22:30, 27. Dez. 2006 (CET)Beantworten


Hallo Schluderbacher,

als Biometriker versuche ich mich hier bewusst in die Lage eines (mit entsprechender Allgemeinbildung ausgestatten) Neulings zu versetzen. Was ich mir jedoch überhaupt nicht vorstellen kann, ist, dass falsche oder mehrdeutige Aussagen den Lernprozess erleichtern. Darum antworte ich am besten mit dem Beispiel der Vermessung der Körpergröße. Wo ist hier das statistische Verfahren? Natürlich ist die Körpergröße eine statistische Größe, weil sie (scheinbar?) zufällig schwankt. Außerdem macht das Messgerät, also der Zollstock zusammen mit dem "Biometriker", einen Messfehler: auch das ein Ansatz für Statistik. Hier sieht man jetzt sehr schön den Unterschied zwischen klassischer Biometrie und biometrischer Erkennung. Während ich bei der Erkennung möglichst nur eine Messung an einer Person machen will, um aus dieser Messung auf die Person zu schließen, würde ein klassischer Biometriker eher z.B. Mittelwerte über viele Individuen bilden, um den Einfluss von Hormongaben auf den Körperwuchs zu ermitteln.

In der Regel sind biometrische Erkennungsverfahren (also Mustererkennungmethoden) deterministisch, im Gegensatz zur Messgröße. Trotzdem möchte ich den Finger nur einmal auflegen, um erkannt zu werden. Daraus folgt, dass bei absolut konstanter Messgröße auch das Ergebnis absolut reproduzierbar ist. Keine Regel ohne Ausnahme: Bei der Ermittlung der Tastenanschlagscharakteristika benötige ich pro Erkennungsversuch viele Anschläge, um eine halbwegs charakterisische Statistik zu ermitteln. Aber auch hier ist das Verfahren in dem Sinne deterministisch, dass zwar die Messgröße zufällig schwankt, nicht aber das Verfahren. Diese Verwechslung taucht auch prompt im Abschnitt "Sicherheitsaspekte biometrischer Verfahren" auf... (Es gibt auch Verfahren, die den Zufall eingebaut haben: genetische Algorithmen. Ob sowas allerdings in der Biometrie genutzt wird, weiß ich nicht.) Es sollte also definiert werden, ob ein "statistisches Verfahren" ein deterministisches Verfahren für statistische Messwerte ist, oder ob hier das Verfahren zufällig ist. Um Missverständnisse auszuschließen: unter Verfahren verstehe ich hier eine Methode zur Verarbeitung von Messwerten.

In deinem zweiten Punkt hast du mich dankenswerterweise noch auf ein weiteres Problem aufmerksam gemacht: Der Begriff "Merkmal" ist eigentlich schon eine Einengung der biometrischen Messgröße auf etwas "charakteristisches", wie es für die biometrische Erkennung wichtig ist, nicht aber für die "klassische" Biometrie. Der allgemeinere Begriff "Eigenschaften" wäre an dieser Stelle noch angebrachter! Ein gutes Merkmal im Sinne der Erkennbarkeit muss sich durch besondere Eigenschaften auszeichnen: Konstanz, Einmaligkeit, etc.

Schließlich: muss es nicht "quantifizierbar" statt "quantitativ" heißen? OK, das ist wahrscheinlich Wortklauberei. Aber wie wäre es mit "messbar"? Das dürfte wesentlich verständlicher sein!

ManfredoX 20:19, 28. Dez. 2006 (CET)Beantworten

Nachdem ich mir in Wikipedia mal die (nicht leicht zu verstehenden) Definitionen für Eigenschaft, Merkmal und Qualität angeschaut habe, nehme ich den vorletzten Abschnitt wieder zurück! Ich habe mich da von der Umgangssprache ins Boxhorn jagen lassen. Allerdings: Je nach Artikel ist Eigenschaft mal eine Untermenge von Merkmal oder auch umgekehrt. Die im Artikel benutzte Begriff "quantitatives Merkmal" könnte weiters als "quantitative Qualität" übersetzt werden. Spätestens hier ist für mich klar: Da muss was anderes her!

ManfredoX 08:33, 31. Dez. 2006 (CET)Beantworten

Gliederung

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Der Artikel Biometrie hat noch erhebliches Verbesserungspotenzial! So fällt eine gewisse Ungeordnetheit auf, die "klassische Biometrie" ist gemessen an ihrem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen und ihrer Verbreitung erheblich unterrepräsentiert, kleinere Fehler trüben das Bild und die Vollständigkeit lässt zu wünschen übrig. (Der englischsprachige Artikel scheint da auch ein Problem zu haben...) Zur Überarbeitung ist aus meiner Sicht zunächst eine bessere Gliederung erforderlich, bevor man sich an die Feinabstimmung macht. Hier mein Vorschlag:

0. Einleitung

  [Begriffsdefinition, Einteilungen und Abgrenzungen, Geschichte]

1. Biometrische Statistik (=klassische Biometrie)

  [Anwendungsgebiete, Methodik]

2. Biometrische Erkennungsverfahren (= "neuere" Biometrie)

  2.1 Biometrische Merkmale
  2.2 Realisierung
  2.3 Gütekriterien
  2.4 Anwendungen
  2.5 Sicherheitsaspekte
  2.6 Datenschutz
  

3. Quellen

4. Weiterführende Weblinks

Der Begriff "neuere Biometrie" ist eine Notgeburt. Habe ihn zugunsten des selbsterklärenden Begriffs "Biometrische Erkennungsverfahren" ersetzt. Das gleiche bei "klassischer Biometrie", die eigentlich auch nicht viel älter ist.

Wenn es keine Einwände gibt, würde ich den Artikel demnächst mit der neuen Gliederung umschreiben. Verbesserungsvorschläge zur Gliederung sind willkommen!

ManfredoX 21:19, 30. Dez. 2006 (CET)Beantworten


Nachdem kein Widerspruch gekommen ist, mache ich mich jetzt unter Berücksichtigung von Schluderbachers Hinweisen an die Umsetzung!

ManfredoX 10:42, 6. Jan. 2007 (CET)Beantworten


Das Gröbste ist jetzt geschafft! Was noch fehlt, ist das Thema Datenschutz. Der Abschnitt "Biometrische Statistik" braucht noch mehr Fleisch. Der Unterabschnitt "Anwendungen" ist dagegen etwas zu üppig, oder? Einen Teil davon müsste man auf Unterartikel über die einzelnen Merkmale verlagern können. Und ein Bild für die Einleitung wäre als Erkennungsmerkmal super. Ich denke da an den "Gesundheitskarten-Hampelmann" mit den Kreisen und Vierecken. Kennt da jemand was passendes?

ManfredoX 14:55, 6. Jan. 2007 (CET)Beantworten

Unterschrift

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Der letzte Absatz im Abschnitt "Biometrische Merkmale" (Unterschrift) macht einen etwas verlorenen Eindruck. Wenn keine Einwände bestehen, werde ich ihn demnächst löschen. Eigentlich fehlt unter Unterschrift das Kapitel "Automatische Unterschriftenerkennung".

ManfredoX 12:47, 14. Jan. 2007 (CET)Beantworten


Habe den Abschnitt gelöscht

ManfredoX 12:26, 21. Jan. 2007 (CET)Beantworten


Hallo ManfredoX, ich habe eine Frage:

Unter welchen Umständen wäre die Behandlung der Unterschrift als biometrisches Idnetifizierungsmerkmal Unterschrift hier akzeptabel. Immerhin wird die Unterschrift pro Tag alleine in Deutschland für Willenserklärungen, Empfangsbescheinigungen ca. 100 Millionen mal täglich erstellt / abgegeben und gilt in der Rechtssprechung als beweisfähiges Identifikationsmerkmal. D.h. im Klartext: Kein anderes biometrisches Authentifizierungs- / Identifizierungsmerkmal wird öfters genutzt als die eigenhändige Unterschrift.

Auch im Bereich elektronischer Signaturen ist die Unterschrift vor allem derzeit in Israel, in Südamerika, in zunehmendem Masse auch in den USA und Deutschland auf dem Vormarsch.

Ich verstehe voll, dass Werbung unterbleiben sollte, doch kann ich den von Dir erneut gelöschten Leitfaden elektronische Signaturen nicht als Werbung ansehen.

Es wäre nett von DIr, wenn Du dazu Deine Vorstellungen darlegen könntest, wie eine solche Informationm gfs. auch als Auszug aussehen sollte.

mfg --RSchmoldt 11:39, 24. Jul. 2007 (CEST)Beantworten


Hallo RSchmoldt,

Das Papier über die elektronische Signatur ist damals nicht wg. Werbung rausgeflogen, sondern wegen des Zwangs, die Zahl der Weblinks überschaubar zu halten (Wiki-Regel). Diesem Zang ist an dieser Stelle alles zum Opfer gefallen, was nichts mit den Grundlagen der Biometrie oder nur mit einzelnen biometrischen Merkmalen zu tun hatte. Und wie bereits oben irgendwo erwähnt, ist dieses sicher wertvolle Dokument keines, das sich die Biometrie zum Ziel gesetzt hat, sondern auf 1 von 80 Seiten, also eher nebenher, eine sinnvolle Anwendung der Biometrie beschreibt.

(Ich gehe hier davon aus, dass bekannt ist, dass die Elektronische Signatur grundsätzlich wenig mit dem biometrischen Verfahren der automatischen Unterschriftenerkennung zu tun hat. Beides lässt sich jedoch wunderbar miteinander kombinieren, wie die israelische Fa. Wondernet schon vor vielen Jahren erfolgreich gezeigt hat.)

Ich halte es dringend für erforderlich, dass der Artikel über Unterschrift um die biometrische Komponente erweitert wird. (Frage nebenher: Willst du das nicht übernehmen?) Damit ist auch die Frage beantwortet, wo ich die Behandlung der Unterschrift am ehesten sehen würde. Das gilt generell für alle Einzelmerkmale, die an zentraler Stelle im Artikel verlinkt sind. Das Dokument über die elektronische Signatur hätte ich aber am ehesten im Artikel über die Elektronische Signatur erwartet, eigenartigerweise fehlt es dort.

Beste Grüße ManfredoX 21:43, 24. Jul. 2007 (CEST)Beantworten


Hallo ManfredoX,

das Dokument steht im Bereich Elektronische Signatur, jedoch unter dem Link "Eine Einführung in zertifikatsfreie und zertifikatsbasierte Signaturen".

Dass Du die Lösung von WonderNet positiv betrachtest, freut mich natürlich als deutscher Distributor. Dennoch habe ich versucht, produktneutrale Informationen in dem Leitfaden zur Verfügung zu stellen, was mir anscheinend auch einigermaßen gelungen ist. Immerhin sprechen die Reaktionen und inzwischen über 5.500 echte Downloads seit 2003(Suchmaschinen bereits ausgefiltert) für sich.

Für den Bereich "Biometrische Unterschrift" werde ich mich mit meinen Mitbewerbern noch kurzschliessen, damit wir dort eine technik-neutrale Information zur Verfügung stellen können. Dies wird einerseits die online Identifizierung (direkt nach dem Unterschreiben) durch servergestützte Vergleiche und andererseits die Identifizierung zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Schriftsachverständigen betreffen. Gib mir dazu ein wenig Zeit.

Bis dahin ... --RSchmoldt 13:13, 27. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Kritik

[Quelltext bearbeiten]

Kritik darf ja auch einmal positiv ausfallen, oder? Also bitte: Dank und Kompliment an ManfredoX, der es auf sich genommen hat, diesen übel verstrubbelten Beitrag einmal auszuputzen. Ich finde alle bisherigen Änderungen gerechtfertigt und gelungen.

Zur Sache: Ja, der Unterschriftenabsatz birgt an der Stelle wenig Informationsgewinn für den Leser; und der Abschnitt "Anwendungen" ist in der Tat immer noch etwas aufgebläht, ohne roten Faden und stellenweise veraltet. Auch dort existiert Kürzungspotential.

Hab gerade mal den Hinweis auf ISO 19795 reingeschrieben. Streng genommen ist die ja erst in Teilen verabschiedet. Sollte man darauf hinweisen, oder ist das unwesentlich? Auch wenn es sich um eine Norm handelt, verzichte ich doch lieber auf eine Formulierung mit normativem Charakter.

ColaBear 21:49, 18. Jan. 2007 (CET)Beantworten


Das mit ISO 19795 war eine super Idee! Der erste Teil (-1) ist ja verabschiedet, und der Rest braucht hoffentlich auch nicht mehr allzulang. Ich würde die Formulierung deshalb so lassen, und zwar schon allein deshalb, weil die meisten Leistungsangaben, die man heute so findet, reine Spekulation sind und ohne Norm(angabe) auch bleiben werden.

Habe im Abschnitt Anwendungen "Standard" 19794 durch Norm ersetzt, was ja im Deutschen genauer sein soll. Ferner wäre es sinnvoll für die einzelnen Normen eigene kurze Artikel zu schreiben, deshalb meine Verlinkungen.

ManfredoX 12:46, 21. Jan. 2007 (CET)Beantworten

Abschnitt Anwendungen bedarf der Überarbeitung

[Quelltext bearbeiten]

Moin moin,

zu den jüngsten Änderungen: M.W. fehlt für Retinaerkennung der praktische Beweis einer Eignung für große Datenbanken; es fehlt schlicht eine installierte Referenzdatenbank von relevanter Größe. Bei Fingerabdruck für vollautomatisierte (!) Erkennung muss man von Zehnfingersystemen ausgehen, jedenfalls wenn bei "großen" Datenbanken von Millionen Datensätzen die Rede sein soll. Das wollen wir hier mal annehmen.

Der Abschnitt Anwendungen ist immer noch ziemlich "unenzyklopädisch", unsortiert, ohne roten Faden. Da muss noch etwas passieren.

Gruß ColaBear


Hallo ColaBear,

mit deinen Änderungen hast du leider Recht! Retina erfüllt nur theoretisch sehr gute Werte, ein vergleichbarer Praxistest ist mir nicht bekannt. Üblicherweise glaube ich auf dem Gebiet auch nur das, was ich selber "gefälscht" habe. So komme ich zwar bei Einzelfingerprint auf eine extrapolierte FAR von 10^-8 bei einer FRR unter 10%, aber leider nur mit 3300 Fingern gemessen, und das auch noch matrixweise (jeder gegen jeden), um 10 Mio (dann leider korrelierte) Vergleiche zu produzieren. Das ist natürlich ohne jegliche statistische Signifikanz! (Die Werte wurden mit einem korrelationsbasierten Verfahren ermittelt, mit Minuzien allein tut man sich da echt schwer!)

Bei der Zahl der Datensätze war ich etwas zurückhaltender, ich hatte eher einige tausend in Hinterkopf. Vielleicht solltest du das mit den "Millionen Datensätzen" noch in den Artikel reinschreiben, dann gibt es keine Diskussionen! Obwohl, die tollen FARs der Iriserkennung gehören in der Praxis auch wieder nur zu hohen FRRs...

Leider habe ich zur Zeit wenig Zeit, schlage für den Anwendungsbereich aber vor, erst einmal mit einer Aufstellung den verbreitetsten und öffentlichkeitswirksamsten (das ist nicht das gleiche) Anwendungen zu beginnen (bitte direkt editieren):

  • AFIS zur Unterstützung von Dactyloskopen
  • PC-Anmeldung per Fingerabdruck
  • Biometrische Reisepässe
  • nicht übertragbare Dauerkarten (Zoo Hannover, Fitnessstudios, usw)
  • Türzutritt (Iris-Babystation, privat (Conrad-Katalog),...)
  • Bezahlen per Fingerabdruck
  • "Immigrantenabwehr" (mir fehlt gerade der EU-Systemname)
  • Exotische Anwendungen (die sind immer noch am interessantesten...)

Sobald wir uns hier mit der Community geeinigt haben, können wir mit dem Verschieben / Neuverfassen beginnen. Ich habe wahrscheinlich erst im März wieder etwas Luft.

ManfredoX 08:17, 4. Feb. 2007 (CET)Beantworten


Moin moin,

in aller Kürze:

- Danke, Manfredo, für den Hinweis auf die Klarstellung betreffend "große" Datenbanken - hab ich gleich mal geändert. - Die relevanten "Immigrationssysteme" mit Biometrie sind m. W. EURODAC, VIS (nationale und zentrale) und das derzeit entstehende Schengen-Informationssystem II (SIS II). - Die vorgeschlagene Anwendungsliste finde ich als Agenda sehr gelungen. Da das Thema derzeit in Deutschland wieder heiß diskutiert wird (anläßlich des Mainzer Feldversuchs des BKA), könnte man noch auf Gesichtserkennung in öffentlichen Räumen hinweisen. Da gibts im In- und Ausland mittlerweile eine ganze Reihe an Applikationen.

Kollegiale Grüße vom ColaBear


Hallo ColaBear,

Du sprichst da ein interessantes Thema an! Ich kenne zwar eine Reihe von gelungenen Verifikationsanwendungen mit Gesichtserkennung, von Gesichterkennung in öffentlichen Räumen dagegen nur gescheiterte. Ist auch kein Wunder, denn mit einer FAR von 10^-3 stößt man mit einer Identifikation schnell an die Grenzen der Machbarkeit, zumindest, wenn man damit vollautomatisch auf Verbrecherjagd gehen will. Kennst du eine einzige Applikation dieser Art, die sich bewährt hat?

ManfredoX 22:10, 7. Feb. 2007 (CET)Beantworten

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Hallo

Zum Abschnitt Biometrische Reisepässe:

"In der Schweiz ist die Aufnahme elektronischer biometrischer Charakteristika in den Pass freiwillig."

Gemäss Bundesbeschluss vom 13. Juni 2008 soll sich das ab 2010 ändern und sogar für Identitätskarten (Personalausweise) obligatorisch werden. Gegen dieses Ansinnen ist jedoch das Referendum ergriffen worden.

Quellen:

Bundesbeschluss: http://www.parlament.ch/ab/frameset/f/n/4804/273225/f_n_4804_273225_273453.htm

Referendumskomitee: http://www.freiheitskampagne.ch/

Gruss Teupel

Gesichtserkennung in Echtzeit

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So spontan fallen mir zwei öffentlich bekannte Anwendungen ein. Einerseits haben 4-5 Casinos in Deutschland die Geräte für die Detektion von gesperrten Spielsüchtigen in Betrieb (Wiesbaden, Hamburg, Bad Homburg, ...), andererseits ist der Flughafen von Dubai bei der Einreisekontrolle mit zahlreichen Kameras zur Gesichtserkennung bestückt. Zur dortigen Iriserkennung haben die Betreiber schon Daten herausgegeben (es gibt da einen Artikel von John Daugman), zu den Ergebnissen der Gesichtserkennung findet sich vielleicht auch etwas, muss nochmal schauen. Sehr spannend werden sicherlich die Ergebnisse des Mainzer BKA-Tests, da die Systematik des Experiments dort ganz vernünftig zu sein scheint, wenn man den Presseberichten Glauben schenken darf.

Gruß ColaBear -- ColaBear 18:17, 9. Feb. 2007 (CET)Beantworten


Weißt du, wie die Spielsüchtigenaussperrung funktioniert? Ich kann mir da keinen rechten Reim darauf machen, wie das mit Gesichtserkennung funktionieren soll. Entweder machen die eine negative Identifikation. Dann gibt es zwei Probleme: 1. Das sich schützen wollende Opfer kann sich bei Aufkommen eines "Spielanfalls" soweit verstellen, dass die Gesichtserkennung es nicht automatisch erkennt und deshalb durchlässt. 2. Es ist mit einer hohen Rate (z.B. 0.1%) zu unrecht erkannter und abgewiesener "Normalspieler" zu rechnen, und das wäre geschäftsschädigend. Oder die machen eine positive Verifikation mit Ausweis und Gesichtserkennung (um geliehene Fremdausweise auszuschließen) bei jedem Spieler. Funktioniert zwar gut, belastet aber wieder den Normalspieler. Es gäbe noch eine 3. Möglichkeit: Das System nutzt negative Identifikation mit hoch eingestellter Schwelle, verlässt sich aber eher auf Abschreckung und würde im Ernstfall mit relativer Wirkungslosigkeit glänzen. Was den Mainzer Test angeht, bin ich auch der Meinung, dass er professionell aufgesetzt ist. Allerdings wird auch das deutsche BKA nicht elementare mathematische Regeln auf den Kopf stellen können.

ManfredoX 20:57, 9. Feb. 2007 (CET)Beantworten

Hab nur als Zaungast die Anwendungen kennen gelernt, aber dies ist, was ich weiß: Bei der Spielsüchtigenanwendung handelt es sich tatsächlich um ein Blacklist-Verfahren. Man darf vermuten, dass relativ häufig false positives auftauchen. Jedoch gibt es nur einen Alarm (oder sagen wir: Hinweis) und der wird sofort von einem Mitarbeiter verifiziert. Das alarmauslösende und das Datenbankbild werden drahtlos auf den PDA eines Securitymenschen übertragen und der spricht ggf. die jeweilige Person an. Da man dort seine Pappenheimer meistens kennt, ist die Effizienz recht gut, wie man so hört. Jedenfalls haben schon mehrere Casinos das Verfahren z.T. gegen anfängliche Bedenken der Datenschützer und trotz spürbarer Kosten eingeführt. Bei diesem Szenario kommen mehrere Faktoren zusammen, die den Einsatz der Gesichtserkennung erlauben: Das Casino erwartet keine 100% Treffer; das System braucht nur "Vorschläge" zu machen, die Entscheidung trifft das Personal. Im Grunde handelt es sich um eine Rationalisierungsmaßnahme, da man das gleiche Ergebnis vermutlich auch mit mehr Sicherheitspersonal erzielen könnte, vorausgesetzt, dass dieses nicht zu oft wechselt.

Gruß, ColaBear ColaBear 16:06, 11. Feb. 2007 (CET)Beantworten

Wie ich höre, liegen die Ergebnisse von Face Recognition Vendor Test 2006 und BKA-Test Mainzer Bahnhof nunmehr vor. Ich versuche mal, die Zahlen zu kriegen, soweit sie öffentlich sind. Aber wie es heißt, muss man möglicherweise bisherige Annahmen über Gesichtserkennung völlig revidieren und in dieser Hinsicht auch hier die diesbezüglichen Texte umschreiben. Kann sein, dass es Verbesserungen um Zehnerpotenzen gegeben hat. Ich begebe mich auf die Suche.

ColaBear 17:22, 31. Mär. 2007 (CEST)Beantworten

Hallo ColaBear,

habe einen Link gefunden zum Thema 1:N bei Gesichtserkennung, leider ohne nähere Quellenangaben: http://australianit.news.com.au/articles/0,7204,21568538%5E15306%5E%5Enbv%5E,00.html

Macht den BKA-Test noch spannender!

ManfredoX 18:30, 18. Apr. 2007 (CEST)Beantworten

Moin Manfredo,

herzlichen Dank für den Link. Hab leider erst jetzt die Zeit gefunden, hier mal wieder reinzuschauen. Interessanter Artikel, aber der gute Herr Taylor ist schlecht informiert, wenn er behauptet, es gäbe weltweit keine 1:N-Systeme mit Gesichtserkennung, die den Umfang der geplanten australischen Lösung habe. Mindest vier noch größere Systeme sind im scharfen Betrieb: State Department (Visa, ca. 50 mio Bilder), NADRA in Pakistan (Pässe, ca. 45 mio Bilder), Mexiko MoI (Wählerregistrierung, ca. 50 mio Bilder) und Illinois (Führerscheine, ca. 20 mio Bilder). Dazu diverse Systeme mit 1-10 mio Bilder bei Kripo, Justiz und US-Führerscheinbehörden. Um Missverständnisse durch andere Leser zu vermeiden: Das hat natürlich nix mit Echtzeit zu tun, sondern läuft typischerweise als Batch über Nacht.

Zwischenstand der Erkenntnisse aus FRVT2006 und BKA: FRVT zeigt eine Verbesserung um eine Zehnerpotenz seit 2002. Erreichbare FAR/FRR liegt nunmehr bei 0.001/0.01, nachzulesen bei www.frvt.org. Interessanterweise schneidet Iriserkennung im dort ebenfalls behandelten Test ICE gar nicht so viel besser ab, wie ich es vermutet hätte.

Tja, und das BKA? Das lässt die Katze vorerst noch nicht aus dem Sack. Warten wir ab.

Grüße, ColaBear 15:55, 12. Mai 2007 (CEST)Beantworten

Hallo ColaBear,

habe die FVRT2006-Studie auch gelesen und bin natürlich ebenfalls über das "schlechte" Abschneiden der Iriserkennung gestolpert. Wenn man allerdings den Bereich der ROC anschaut, in dem gemessen wurde, ist es eher erstaunlich, dass Iris so gut war. Die Unterschiede für Fingerprint und Iris sollten nämlich erst im Bereich sehr niedriger FAR (z.B. 10^-6) zum Tragen kommen. Und da wurde nicht gemessen - sicher, weil es nicht ganz trivial ist, 10 Millionen Testpersonen für die statistische Signifikanz anzuheuern. Fingerprint wäre im Bereich hoher FAR nach meiner Erfahrung unterlegen gewesen, schon wegen der relativ höheren FER.

Man kann erahnen, das Iris immer besser wird, wenn man die FAR-Testwerte für 10^-4 heranzieht. Da scheint nämlich die FRR für Gesicht stärker anzusteigen als für Iris. Aber, wie gesagt, eigentlich bräuchten wir eine Studie mit wesentlich mehr Testpersonen.

Die erste BKA-Veröffentlichung erwarte ich im Juli(?) bei einer Teletrust-Sitzung. Da FVRT2006 Laborwerte ermittelt, das BKA hingegen die rauhe Wirklichkeit herausgefordert hat, werden beide Studien allerdings kaum unmittelbar vergleichbar sein! Und die Kernaussagen aus dem Artikel werden wir wohl auch nicht ändern müssen, wenn es nach meiner (nicht unfehlbaren) Intuition geht!

Beste Grüße ManfredoX 10:50, 13. Mai 2007 (CEST)Beantworten

P.S.: Seit deiner letzten Aufräumaktion sind einige Diskussionskapitel doppelt. War das Absicht?


Oh je, was hatte ich denn da angerichtet? Fast komplett verdoppelte Beiträge! Habs gefixt und dabei hoffentlich nicht versehentlich zu viel gelöscht.

Manfredo, ich teile die Einschätzung, dass auch der BKA-Test es nicht erforderlich machen wird, die Biometrie komplett umzuschreiben. Allerdings pfeifen mir die Spatzen, dass es doch einige interessante, sogar überraschende Aussagen geben könnte. Jedenfalls werde ich die Veröffentlichung keinesfalls verpassen wollen.

Deine Anmerkungen zu ICE sind ebenfalls gerechtfertigt. Da bin ich wieder in die Falle der Signifikanz von Tests mit Datenmengen geraten, die nur Bruchteile von Promille hinsichtlich von Häufigkeiten ermitteln sollen. Dennoch verbleiben Fragezeichen. In der BTT äußerte sich John Daugman "enttäuscht" über die Resultate. Auch mir vermittelt die bisherige persönliche Erfahrung ein anderes Bild. Seit über einem Jahr spielen wir im Betrieb oft mit einem kleinen Iris-Handgerät 1:N-Tests durch, mit durchaus nicht ganz kleiner Datenbank (~10^3). Nicht ein einziges falsch positives Ergebnis bis jetzt, bei akzeptabler FNMR in der gefühlten Gegend von 0.05 oder so. Zugegeben ist das nicht gerade ein wissenschaftliches Vorgehen, aber es bedient bislang meine Vorurteile.

Für den Moment ist jedenfalls der Artikel schon in ganz vorzeigbarem Zustand. Mal schauen, was sich in nächster Zeit noch so tut. Wird ja zum Glück in diesem Betätigungsfeld nie langweilig. Viele Grüße, ColaBear 21:10, 14. Mai 2007 (CEST)Beantworten

Jetzt gibt es Ergebnisse vom Forschungsprojekt Foto-Fahndung Hauptbahnhof Mainz: http://www.bka.de/kriminalwissenschaften/fotofahndung/index.html. Wenn der Test richtig ausgewertet wurde (lässt sich aufgrund der dünnen Beschreibung schlecht abschätzen), hat die Gesichtserkennung einen hervorragenden Stand erreicht. (Interessant die Beurteilung der c't: http://www.heise.de/newsticker/meldung/92543) Nicht ganz koscher erscheint mir allerdings der Versuch, vergessene Transponder nachträglich zu ermitteln. Das würde nämlich voraussetzen, dass der Mensch immer noch wesentlich besser Gesichter vergleichen kann als die Maschine. (Zumindest für mich gilt das nicht!) Auch vermisse ich eine Auswertung in Abhängigkeit der Größe der Watchlist!

ManfredoX 22:47, 11. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Von den Mainzer Ergebnissen bin ich äußerst positiv überrascht, auch wenn die Presseerklärung des BKA seltsamerweise im Widerspruch zum eigenen Abschlussbericht steht. Auf einer Fraunhofer-Tagung in der gleichen Woche war zu vernehmen, dass die Fachabteilung des BKA die Einschätzung ihres Präsidenten nicht teile.

Neben einer Analyse der Abhängigkeit von der Watchlistgröße hätte ich mir noch eine Aufdröselung in Detektions- und Erkennungsfehler gewünscht.

Allerdings ist die vom BKA gewählte FAR von 0.001 so niedrig, dass der diesbezügliche Sprachgebrauch im Artikel irreführend wäre. Ich passe mal an.

ColaBear 13:09, 19. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Hallo ColaBear,

bist du sicher, dass deine Anpassung wirklich das ausdrückt, was du meinst? Eingangsvoraussetzung war ja die vollautomatische Suche nach Straftätern. Das impliziert eigentlich auch die automatische Festsetzung. Und die ist mit unseren deutschsprachigen Rechtssystemen kaum vereinbar, wenn pro Tag 23 Falschalarme ausgelöst werden, um einmal pro Jahr einen Verbrecher zu fassen. Ansonsten teile ich deine Interpretationen uneingeschränkt. Interessant die Kette: Spezialisten: "brauchbar" - Chef: "unbrauchbar" - Medien: "Desaster". Aber so läuft es wohl überall in der Politik: Alle haben Recht, weil alle von anderen Voraussetzungen ausgehen...

Wenn man die Watchlist-FAR von 0.001 von 200 Mitglieder auf 1 umrechnet, müsste eine Verifikations-FAR von 0.000005 herauskommen. Ein Wert, den ich der Gesichtserkennung selbst bei einer FRR von 30% (gute Beleuchtung) nie zugetraut hätte - wenn er denn richtig ist.

Beste Grüße ManfredoX 16:57, 19. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Moin Manfredo,

in der Tat ist diese FAR (eigentlich FMR) so gering, dass auch ich ungläubig staune. Wie dem aber auch sei - ich käme ohnehin nie auf den Gedanken einer "automatischen Festsetzung". Ein realistischeres Szenario wäre beispielsweise die Identifikation von gesperrten Hooligans bei Anreise am Spielort. Watchlistumfang 200 käme hin. Nehmen wir an, dass alle Hooligans sich zu der Reise entschließten. Unter 25.000 Eintreffenden am Bahnhof käme es gemäß des BKA-Szenarios zu 200 x 0,6 + 24.800 x 0,001 Feststellungen, also 145 Fällen. Typische Intervention wäre Ausweiskontrolle bzw. erweiterte Personenfeststellung. In 120 Fällen gäbe es (berechtigte) Platzverweise, Ingewahrsam- oder Festnahme, in 25 Fällen (false positives) dürften die Leute nach der Kontrolle ins Stadion. Dieser Gedankengang spiegelt sich noch überhaupt nicht im Text wieder, gewiss. Aber ich wollte erstmal behutsam ändern. Das ganze Thema ist POV-verseucht, wie du ganz richtig feststelltest. Falsch ist der neue Text deswegen aber nicht. Das (technische) praktische Haupthindernis bei Gesichtserkennung in Überwachungsszenarien ist die miserable Datenqualität, die herkömmliche CCTV-Kameras liefern. In Mainz wurden von allen drei Herstellern/Errichtern HD-Kameras genutzt.

Meinen Gruß, ColaBear 18:17, 20. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Moin ColaBear,

Das ist doch ein gutes Beispiel für einen machbaren Einsatz. Willst du das nicht als neue Applikation einbauen? Auch wenn 40% Hooligans durchrutschen, ist das wahrscheinlich immer noch besser als rein manuell!

ManfredoX 07:38, 21. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Literaturverzeichnis

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Darf ich einmal fragen, weshalb ständig die Literaturangaben gelöscht werden? Neben Behrens/Roth und Jain et. al. gibt es zahlreiche weitere Literatur - zumal diese beiden auch ein paar Jahre alt sind. (nicht signierter Beitrag von Gerik (Diskussion | Beiträge) 22:40, 8. Mär. 2007)

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dann schau mal in die Diskussionbeiträge, unter "Werbung in Weblinks", vielleicht hilft dir das weiter!

84.152.167.61 16:50, 9. Mär. 2007 (CET)Beantworten

Wissenschaftliche Literaturangaben (z.B. Bücher oder Zeitschriftenartikel) dienen als Quellen und nicht als Werbung. Dass Bücher auch kommerziell erhältlich sind und nicht nur in Universitätsbibliotheken verstauben, ändert nichts an der Tatsache, dass es sich um wichtige und relevante Quellen handelt. Inwiefern rechtfertigt sich eine Löschung von aktuellen Abhandlungen über Biometrie im Literaturverzeichnis?


Ich weiß nicht, ob ich mich hier schlichtend einmischen soll oder kann, denn ganz neutral bin ich nicht! Wer hier das Literaturverzeichnis bereichert, sollte zunächst schaun, ob nicht die eine oder andere Wiki-Regel doch ganz vernünftig ist und dabei gleich den Unterschied zwischen den einzelnen Rubriken (z.B. Quellen vs. Literatur) kennenlernen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Literatur

Zitat: "Literaturhinweise sollen keine beliebige Auflistung von Büchern sein, die zufällig zum Thema passen, sondern sich auf die zentralen, in der Fachwelt maßgeblichen und richtungsweisenden Werke beschränken."

ferner:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Weblinks)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Was_Wikipedia_nicht_ist

Ich habe den Abschnitt Literatur damals eingeführt, um dort vertiefende Standardliteratur aufführen zu können. Leider gibt es im Deutschen nur wenig Auswahl über biometrische Erkennung, deshalb ist ein englischsprachiger Klassiker hinzugekommen. Der kommt sofort wieder raus, sobald jemand was besseres in Deutsch findet.

Was wir also dringend brauchen, ist ein umfassendes Standardwerk über biometrische Erkennung, das allgemein anerkannt ist. Anerkennung braucht Zeit, das schließt Neuerscheinungen, die noch keiner kennt, von vorherein aus. Schlechtes Buchmaterial über biometrische Erkennung gibt es leider genug, das brauchen wir hier nicht! Und fehlende Qualität sollte man schon gar nicht durch Quantität aufzuwiegen versuchen.

Was wir noch viel dringender brauchen, sind ein oder zwei Standardwerke über Biostatistik, die ist in den Literaturhinweisen völlig unterrepräsentiert.

Verspäteter Einschub. Es gibt einfach keine deutschsprachigen Standardwerke zur Biometrie/Biostatistik. Jeder in diesem Bereich tätige hat ein paar allgemein-statistische „Klassiker“ im Bücherregal, und greift sonst auf englischsprachige Textbooks oder Spezialliteraur zurück. Ich habe jetzt zwei einführende Werke angeführt; zwar nicht berauschend, aber immerhin. -- Alfie Diskussion 01:18, 22. Apr. 2009 (CEST)Beantworten

Was wir nicht brauchen, sind hochwissenschaftliche vertiefende Spezialwerke - egal wie gut sie sind, denn das würde das Literaturverzeichnis innerhalb kürzester Zeit explodieren lassen. Ein Link auf solche eine Literatursammlung wäre aber nicht schlecht!

Diskutieren sollte man darüber, ob es guter Stil ist, Literatur, die einem nicht passt, anonym herauszulöschen oder eigene Werke hier selbst einzubauen, um seinen Namen etwas bekannter zu machen. Letzteres wäre sicher nicht zu beanstanden, wenn dies nicht die einzige Motivation ist, sondern die Wiki-Kriterien erfüllt sind und dadurch die Qualität des Artikels steigt. (Na ja, und wem die Wiki-Regeln nicht passen: auch diese können durch jedermann geändert werden! Dann haben wir wenigstens das Hickhack an eine andere Stelle verlagert...)

Worüber ich mich wirklich geärgert habe, ist der neue Filmlink. D.h., weniger über den Link als vielmehr darüber, dass ich die Sendung gerade verpasst habe. Da es noch nicht einmal eine Wiederholung gibt, kann der Link wieder raus. Solche Aufräumarbeiten sollten aber bitte durch den Ersteller geschehen!

Weitere Baustelle: Es gibt immer noch zu viele Weblinks. Kürzungsvorschläge?

ManfredoX 19:37, 13. Mär. 2007 (CET)Beantworten


„Worüber ich mich wirklich geärgert habe, ist der neue Filmlink. D.h., weniger über den Link als vielmehr darüber, dass ich die Sendung gerade verpasst habe. Da es noch nicht einmal eine Wiederholung gibt, kann der Link wieder raus.“
Wo ist denn dein Problem, es wird in arte nur nicht angegeben, wann der Beitrag wiederholt wird. Ist das jetzt eine spontane Relevanz-Bedingung von dir?
Weiterhin muss ich dringend davor warnen, gerade in heiklen, sensiblen und umstrittenen Themenbereichen naiv von einer Allgemeingültigkeit und singulären Relevanz von sogenannten "Standardwerken" auszugehen. Je umstrittener eine Thematik ist, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, daß es ein Werk gibt, das die konträren Ansichten neutral wiedergibt. Es ist doch offensichtlich: im Bereich der Biometrie gibt es verschiedene Interessentengruppen: die Techniker, die Hersteller und die Menschenrechtler. So etwa dürften "Anwendungspotentiale und Marktpotentiale" von biometrischen Verfahren gerade die Datenschützer am wenigsten interessieren, und umgekehrt interessieren die Überwachungsgefahren auch keine Herstellerfirma. --Bonzo* 20:12, 2. Apr. 2007 (CEST)Beantworten

Da hier gerade Polemik angesagt ist: Da mache ich doch gerne mit!

1. "Wo ist denn dein Problem, es wird in ARTE nur nicht angegeben, wann der Beitrag wiederholt wird." Lesen kann ich gerade noch, trotz fortgeschrittenen Alters. Zitat von der unter Film verlinkten Arte-Seite: "Wiederholungen: Keine Wiederholungen".

2. "Ist das jetzt eine spontane Relevanz-Bedingung von dir?" Ich bevorzuge gute Gründe für das, was in einen Artikel eingebaut wird. Man kann den Spieß natürlich auch umdrehen, alles in die Artikel reinmüllen, und dann Andere Gründe finden lassen, den Müll wieder zu entsorgen (damit ist jetzt nicht der Arte-Film im Detail gemeint!)

3. "Weiterhin muss ich dringend davor warnen, gerade in heiklen, sensiblen und umstrittenen Themenbereichen naiv von einer Allgemeingültigkeit und singulären Relevanz von sogenannten "Standardwerken" auszugehen." Ja, und was will der Herr uns damit sagen? Was hat das mit Biometrie als Wissenschaft zu tun? Gilt das woanders etwa nicht? Könnte es sein, dass du Wikipedia mit einem Politmagazin verwechselst? Wikipedia-Artikel sollen neutral sein. Wenn du meinst, dass die Zusammenstellung der Literaturhinweise diesem Anspruch nicht genügt oder aber zu wenig konträr ist, dann schreib doch das, was du vermisst, in den Artikel rein. Aber mach bitte kein sektiererisches Traktat daraus. Dumm nur, dass man in dem Fall die angegebene Literatur (von der ich ganz spontan erwarten würde, dass sie Fakten vermittelt und nicht "Ansichten") erst mal lesen müsste...

ManfredoX 21:50, 2. Apr. 2007 (CEST)Beantworten

ISO-Konformität der Fachbegriffe

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Als nächste Aktion schlage ich vor, die Fachbegriffe an die Vorschläge von ISO/IEC SC37 anzupassen. Habe hier einen aktuelleren Stand als unter "Quellen" gefunden, sogar mit Übersetzung:

http://www.3dface.org/media/vocabulary.html

Natürlich ist dabei zu beachten, dass noch nicht alle Begriffe gefixt sind, z.B. die, die in der Liste ohne Erklärung erscheinen. Außerdem fehlt noch eine belastungsfähige Definition von "Identifikation" und "Verifikation". Das meiste wird sich aber nicht mehr ändern.

ManfredoX 10:03, 17. Mär. 2007 (CET)Beantworten

Kopien- und Lebenderkennung

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Da die Kopien- und Lebenderkennung - vielmehr deren häufige Abwesenheit - sich stets großer Beliebtheit bei den Medien erfreut, habe ich daran mal ein bisschen gearbeitet. In diesem Zuge habe ich auch den jüngsten Link von MaxD von der Link- in die Quellenabteilung verschoben. Grüße, ColaBear 11:47, 23. Dez. 2007 (CET)Beantworten


Hallo ColaBear, mir stellt sich hier die Frage, ob wir Wikipedia mit der Quellenangabe von MaxD nicht zum Forum halbseidener Biometriekritik verkommen lassen. Was mich stört, ist folgendes:

1. Die Überschrift der Quelle ist missverständlich. Der Link führt zu einem Blog von MAX DUCKWITZ und nicht, jedenfalls nicht direkt, zur angekündigten Dokumentation des CCC und der ARD zur Fälschungs"sicherheit" von Fingerabdrücken (was auch immer das sein soll). Korrekter wären diese Links:

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,y2i9gnyp0ejp1iqp~cm.asp

https://www.ccc.de/biometrie/fingerabdruck_kopieren.xml

Allerdings fällt genau der ARD-Beitrag unter "halbseiden", da hier wieder einmal mit bewusst dem Fälscher zur Verfügung gestellten Latenz-Fingerabdrücken gearbeitet wurde. Niemand zweifelt daran, dass ein nachgemachter Schlüssel funktionieren kann. Warum sollte das bei einem nachgemachten Fingerabdruck anders sein, insbesondere in Hinblick auf die Tatsache, dass heutige (und möglicherweise auch zukünftige) Fälschungserkennungsverfahren bei Fingerprint nur eine sehr eingeschränkte Wirksamkeit zeigen (außer, dass sie die FRR deutlich erhöhen können)? Meine Haustür hat auch keine Fälschungserkennung, trotzdem fühle ich mich in meinem Haus sicher. Die Schlussfolgerung, dass ein Bezahlsystem gefährlich sei, weil man Fingerabdrücke kopieren kann, unterschlägt, dass es für den Fälscher weitere Hürden zu überwinden gibt. Wissenschaftliche Untersuchungen, mit welcher Wahrscheinlichkeit bzw. wie leicht man latente Fingerabdrücke einer fremden Person tatsächlich in brauchbarer Qualität finden und so nachmachen kann, dass damit z.B. ein Bezahlsystem täuschbar ist, scheinen leider noch zu fehlen. Es ist keine saubere Methodik und riecht nach Meinungsmanipulation, so zu tun, als sei dieser Aufwand vernachlässigbar. Andererseits könnte man den Systemanbietern angesichts dieser unklaren Sachlage vorwerfen, hier leichtfertig vorzugehen. Das ist aber solange kein Problem, wie das Risiko vom Betreiber getragen wird, so wie man es ja auch von der Kreditkarte kennt. Solange die Kosten für Kulanzfälle durch die Einsparungen durch Betrieb des biometrischen Systems gedeckt sind, besteht noch nicht einmal Nachbesserungsbedarf.

Worauf bei der ARD allerdings niemand gekommen ist, ist folgender wirklich realistische Angriff, der ausschließlich auf dem Kopieren eines bekannten Fingerabdrucks basiert: Ein angemeldeter Käufer kopiert seinen eigenen Fingerabdruck, stellt die Kopie einem Mittäter zur Verfügung, der mit dieser Kopie einkaufen geht. Der Käufer selbst besorgt sich ein stich- und hiebfestes Alibi für die Zeit des Einkaufs und betreitet hinterher, selbst eingekauft zu haben. (Der Geschädigte wäre hier übrigens das Geschäft.) Aber selbst aus diesem Angriff kann man nicht schließen, dass Biometrie generell ungeeignet ist. Durch ein geeignetes Gesamtkonzept lässt sich auch dieser Angriff entschärfen, wenn dies aus wirtschaftlichen Gründen (s.o.) überhaupt erforderlich sollte.

2. Wenn, dann ist die Quellenangabe unter Fingerabdruck besser aufgehoben. Irgendwie sträubt es sich in mir, von möglicherweise schlecht designten Fingerprint-Applikationen auf die gesamte Biometrie zu schließen - das wäre aber auch schon für Fingerprint allein ein Fehler.

3. Der angegebene Link führt auf eine Seite, die bei meinen Sicherheitseinstellungen im IE6 zwei nicht anzeigbare Objekte enthält, die keine Bilder sind. Habe mir den Quellcode nicht genau angeschaut, gehe aber davon aus, dass diese Seite wegen enthaltener Skripte gefährlich sein kann!

Allerdings spricht für den Link, dass er die diffusen Ängste mancher Anwender dokumentiert, oder ist es nur eine Dokumentation, wie "Biometriegegner" diffuse Ängste unbedarfter Anwender zu schüren versuchen? Was meinst du dazu?

Vorweihnachtliche Grüße von ManfredoX 20:06, 23. Dez. 2007 (CET)Beantworten

Moin und weihnachtliche Grüße! Beim Rumwurschteln zwischen den Artikeln "Reisepass" und "Biometrie" hab ich glatt die Übersicht verloren. In der Tat sollte ein PoV-lastiger privater Blog nicht als Quelle verlinkt werden, sondern besser der Beitrag der ARD direkt. Im Reisepassartikel hatte jemand den Bericht als "Beleg" dafür angeführt, dass die Fingerabdrücke im ePass kein geeignetes Sicherheitsmerkmal seien. Das kam mir unsinnig vor, weshalb ich es dort geändert und hier aufgegriffen habe. Ich fände es aber grundsätzlich nicht schlecht, wenn die Wikipedia sowohl die Kritik (mit dem CCC als einem ihrer lautstärksten Organe) als auch ihre Erwiderung darstellte. Es herrscht erheblicher Aufklärungsbedarf! Bis bald, ColaBear 13:16, 26. Dez. 2007 (CET)Beantworten