Diskussion:Desinfektion

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Letzter Kommentar: vor 4 Jahren von 2003:E4:719:BD00:61E2:8618:4096:D983 in Abschnitt Wirkstoff-Tabelle
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Alkohole gegen Sporen

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warum wirken Alkohole gegen Viren, nicht aber gegen Sporen? worauf beruht überhaupt die Wirkung?Smaug100 15:02, 10. Apr. 2007 (CEST)Beantworten

Wahrscheinlich wirken Alkhole deswegen gegen Viren, weil die Faltung der Proteinhülle, wie sie in wässrigen Medien vorliegt sich in Alkoholen verändert und so Bereiche im Virus freilegt, die bei Raumtemperatur chemisch reaktiv sind. Sporen haben allgemein eine (biologisch gesehen) chemisch inerte Hülle, wodurch sie wahrscheinlich durch Alkohole nicht angegriffen werden. (Ist nur Vermutung)--L3nnox 21:55, 17. Apr. 2007 (CEST)Beantworten
Gemäß FLUGS-Link am Artikelende Seite 4 unten besteht der Wirkmechanismus von Alkohol im Herauslösen von Membran-Lipiden. Sporen haben aber einen robusten Proteinmantel (suche "Protein" in Dressler/Koger: Sporen/Sporizide -- leider erfährt man das derzeit anscheinend auf keiner Wiki-Seite -- Spore, Endospore, Exospore), den es zu durchdringen gilt. Dazu wird die Baustruktur der Proteinmoleküle geändert. -- Uwe Lück 15:36, 12. Mai 2007 (CEST)Beantworten
"Sporen/Sporizide" ist nicht mehr im Netz, s. Desinfektion#Einzelnachweise -- Lückenloswecken! 19:28, 12. Sep. 2007 (CEST)Beantworten

Alkohole können sehr wohl gegen Sporen wirken! Ich weiss nicht von wo das die Informationen kommen aber ich habe es kürzlich selbst getestet. Ich arbeite an der eidg. Forschungsanstalt WSL und habe einen Abtötungsversuch mit Ascosporen von C.parasitica (Kastanienrindenkrebs) durchgeführt. Dabei hat eine Ethanolkonzentration von 50% gereicht um 100/100 Sporen abzutöten. Ich weiss allerdings nicht wie dies bei anderen Sporen ausschaut.
Ich denke man kann nicht sagen, das Alkohole keine Wirkung auf Sporen haben! --Kuriun 09:20, 18. Aug. 2011 (CEST)Beantworten

Gegen bakterielle Sporen, Helminthen, Kryptosporidien, Oozysten und Protozoen sind alle Alkohole und daher auch alkoholische Desinfektionsmittel unwirksam. [1] Seite 145 (nicht signierter Beitrag von 2003:E4:719:BD00:61E2:8618:4096:D983 (Diskussion) 03:47, 29. Feb. 2020 (CET))Beantworten

Resistenz

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Resistenzen von Mikroorganismen gegenüber Desinfektionsmittel: Grundsätzlich muss man immer zwischen primär Resistenzen, also natürlichen und sekundär Resistenzen also erworbenen unterscheiden. Das Thema Resistenz ist überhitzt und es verschwimmen die Wissensbereiche zwischen Antibiotika und Desinfektionsmitteln.

Es gibt noch keine wissenschaftliche Beweise dafür, dass gegen Desinfektionsmittel bei sachgemäßer Anwendung gegen Mikroorganismen unwirksam werden. Selbst bei unsachgemäßer Anwendung können Mikroorganismen nur widerstandsfähiger werden (i.e. Einwirkzeiten bzw. Konzentration muss erhöht werden). Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln zur Gänze unwirksam gegen Mikroorganismen werden. Da diese z.B. gegenüber Antibiotika andere Wirkungsmechanismen haben. Z.B. Reagiert Formaldehyd direkt mit den Eiweis. So haben Mikroorganismen keine Chance zu überleben. --212.17.94.126 08:25, 18. Okt. 2010 (CEST)Beantworten

Reduktion um einen Faktor von mindestens 10−5

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Hallo, ich halte die Formulierung "Keimreduktion [...] um einen Faktor von mindestens 10−5" in der Einleitung für problematisch. Gemeint ist doch, dass die Größe durch 105 oder eine größere Zahl geteilt wird, bzw. mit 10−5 oder einer kleineren Zahl multipliziert wird.
Ich kenne die Formulierung "Reduktion um den Faktor 10 [auf ein Zehntel]" und würde analog vorschlagen: "Reduktion um einen Faktor von mindestens 105", bzw. "Reduktion auf einen Faktor von höchstens 10^(-5)" (naja ;) ) oder "Reduktion auf höchstens das 10−5-Fache". Vorläufig werde ich mal die erste Variante eintragen, es kann ja immer noch verbessert werden. Gruß :) -- Pc3021 (Diskussion) 00:13, 21. Sep. 2012 (CEST)Beantworten

Die generelle Aussage mit der >Log5-Reduktion ist nicht unproblematisch. Sie gilt nur für bakterizide Desinfektionsmittel (bzw. bakterizide Wirkung der Desinfektionsmitteln), bei der Viruzidie und Sporizidie werden z.B. Reduktionsfaktoren von >Log4 als ausreichend (zumindest bei Oberflächendesinfektionsmitteln) angesehen. Es bedürfte einer Ausarbeitung; ich habe jedoch zur Zeit nicht die relevante Fachliteratur (würde aktuelle Ausgabe des „Wallhäußers“ empfehlen/nehmen). Grüße,--147.251.91.9 11:36, 30. Sep. 2012 (CEST)Beantworten

Ethylenoxid: ein Kaltsterilisierungsmittel ohne sporozide Wirkung?

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In der Tabelle ist Oxiran (Ethylenoxid) als "nicht sporozid" deklariert. Dies ist jedoch schon bei der einfachen Überlegung seiner Anwendungsgebiete unlogisch: das Gas wird zur chemischen Sterilisation thermolabiler Medizinprodukte angewandt. Bei einer Sterilisation ist eine wirksame Sporozide, also Abtötung von bakteriellen Endosporen eine der Grundanforderungen neben einer sicheren Baktereiozidie, Fungizidie und umfassenden Virozidie. Auch ist nach Dursicht eines Standardwerks bezüglich der Antisepse, Desinfektion und Sterilisation (ISBN 9783131411211 Kramer, A., Assadian, O. et al.: Wallhäußers Praxis der Sterilisation, Desinfektion, Antiseptik und Konservierung. Thieme, Stuttgart, 2008) die Angabe dass Ethylenoxid nicht sporozid wäre falsch: Auf S. 88:
„... aufgestellte(n) Forderungen an ein Sterilisationsgas haben heute noch Gültigkeit:

  • gute bakterizide, sporozide, viruzide und fungizide Eigenschaften. ...

... EO erfüllt die wichtigsten Forderungen nach Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen und guter Penetration in hohem Maße. ...

Ferner heißt es auf S. 92 unter „5.9.8 Validierung, Prüfung und Freigabe“:

Hierzu [Anm.: Leistungsbeurteilung einer EO-Anlage] werden neben der Messung und Dokumentation der Parameter an mehreren Stellen am und im Sterilisiergut Bioindikatoren nach DIN EN 866-2 in provozierenden Prüfkörpern (DIN EN 1422, Anhang F) im Halbzyklus verwendet (Hücker et al. 2001). Als Bioindikatoren für die Ethylenoxid-Gassterilisation sind nach den Normen sowie dem Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur. 6.0) Sporen von Bacillus subtilis (Bacilus atrophaeus) geeignet. Die Anzahl lebensfähiger Sporen soll nach Ph. Eur. 6.0 größer als 5 × 105 pro Träger sein. Als Resistenzparameter gibt das Europäische Arzneibuch einen D-Wert > 2.5 Minuten bei 54 °C und 60 % relative Luftfeuchte für einen Testzyklus mit 0.6 g EO/l an. Nach einer Behandlungszeit von 60 Minuten darf kein Sporenwachstum mehr nachweisbar sein.

Nach dem Ph. Eur. 6.0 muss also durch die Einwirkung von 600 mg EO/L Luft bei 54 °C/60 % RF/60 Minuten in geprüften Sterilisiergeräten eine Sporozidie um ≥5.7 log10-Stufen erreicht sein, damit das Gerät kommisioniert werden darf. Es ist auch unwahrscheinlich dass es bei der Verwendung des ganzen EO-sterilisierten Material (u.A. Einwegspritzen, Kathetern, Infusionsbeuteln und -schläuche u.v.m.) bei einer fehlenden Sporozidie des Sterilisationsmittels nicht häufig oder gar epidemieartig zu durch Sporenbilder hervorgerufene nosokomiale Infektionen käme. Einwände gegen eine entsprechende Abänderung..? Grüße,--5.56.202.194 15:37, 7. Apr. 2013 (CEST)Beantworten

Wirkstoff-Tabelle

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In der Tabelle sollten auch die modernen Wirkstoffe Octenidin und Polyhexanid nicht fehlen. Leider habe ich nicht die entsprechenden Angaben parat. --Assistent (Diskussion) 20:54, 13. Aug. 2013 (CEST)Beantworten

Octenidin steht mittlerweile drin und Polyhexanid habe ich noch hinzugefügt. --85.181.122.180 17:01, 18. Jan. 2017 (CET)Beantworten

Auch Kaliumpermanganat ist ein Desinfektionsmittel. Leider fehlen auch mir die antsprechenden Angaben.--MaxHBB (Diskussion) 14:09, 31. Aug. 2013 (CEST)Beantworten

Kaliumpermanganatlösung wirkt desinfizierend auf Grund seiner starken oxidiereden Wirkung, (Diskussion) 15:48, 04. Aug. 2017

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195670120300463 (nicht signierter Beitrag von 2003:E4:719:BD00:61E2:8618:4096:D983 (Diskussion) 03:50, 29. Feb. 2020 (CET))Beantworten

Geschichte

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Wie wäre es mit einem Abschnitt zur Geschichte der Desinfektion? --Bin im Garten (Diskussion) 16:00, 27. Dez. 2013 (CET)Beantworten

Chloramin T

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Da ich mich nicht so auskenne, verstehe ich die Einteilung der Wirkstoffe in der Tabelle nicht so ganz. Eine Zeile sind die "Stickstoffverbindungen (z.b. quartäres Ammoniumsalz)", außerdem gibt es noch die oxidativen Wirkstoffe. Aber wie ist "Chloramin T" einzuordnen? Es zählt dem Namen nach ja zu den Aminen, genauso wie die quartären Ammoniumverbindungen. Laut Chloramin_T#Medizin_und_Technik ist es jedoch ein Oxidationsmittel. Auf Pharmazeutische Zeitung steht jedoch, daß alle Perverbindungen als Sauerstoffabspalter gegen unbehüllte Viren wirksam sind, jedoch mit begrenzter tuberkolozider Wirkung. Zu Chloramin T steht dort hingegen, daß es uneingeschränkt tuberkulozid einsetzbar ist aber nicht gegen unbehüllte Viren wirkt. Ist die Information dort falsch? Falls sie stimmt, wäre es vermutlich sinnvoller, Chloramin T nicht unter die oxidativen Wirkstoffe einzuordnen, da sich die Wirkungscharakteristik deutlich unterscheidet.

Des weiteren sind die Stickstoffverbindungen hier im Artikel pauschal als viruzid eingeordnet. Laut o.g. Quelle ist die antivirale Wirkung der Amine (Chloramin T) und Quats (Didecyl-dimethyl-ammoniumchlorid) als Beispiele von Stickstoffverbindungen jedoch recht begrenzt. Wie paßt das zusammen? --85.181.122.180 17:16, 18. Jan. 2017 (CET)Beantworten

Chloramin T ist kein Amin, sondern ein N-Chlorsulfonamid, ein „Chlorabspalter“ (Hypochloritanalog) gewissermaßen, eindeutig ein Oxidierungsmittel also (das müsste dem Leser auch bei der Lektüre des hiesigen Artikel über Chloramin T klar sein). Bzgl. viruzider Wirkung ist Chloramin T eines der zuverlässigsten viruziden Desinfektionsmitteln überhaupt, vergleichbar mit Natriumhypochlorit oder Peressigsäure; mir ist kein Virus bekannt, welches bspw. durch die Einwirkung einer 2% wässrigen Lösung von Chloramin T nicht innerhalb 30 Minuten inaktiviert wäre (zumindest bei der Prüfung auf viruzide Wirksamkeit bei Oberflächendesinfektionsmitteln, geringe Belastung, mit Mechanik, bei 20 °C). Als Quelle s. bspw. Rheinbaben et al.: Handbuch der viruswirksamen Desinfektionen. Springer, 2002, ISBN:9783642631795. Quarternäre Ammoniumsalze („Invertseifen“) wirken durch einen gänzlich unterschiedlichen Mechanismus, haben generell ein engeres Wirkspektrum und sind nicht so wirksicher wie die Oxidierungsmitteln. Gruß,--134.3.130.234 04:16, 23. Jul. 2017 (CEST)Beantworten