Fritz Boden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fritz Boden (* 4. Juli 1845 in Einbeck; † 12. November 1920 ebenda) war ein deutscher Wasserbauingenieur. Er ist der Architekt des Nord-Ostsee-Kanals.

Fritz Boden studierte an der Technischen Hochschule Hannover Ingenieurwissenschaften. 1865 wurde er dort Mitglied des Corps Slesvico-Holsatia.[1] Nach Abschluss des Studiums trat er als Wasserbauingenieur in den preußischen Staatsdienst. Hier war er als Wasserbauinspektor und technischer Hülfsarbeiter bei der Königlichen Regierung in Schleswig tätig. 1890 wurde er auf die Wasserbauinspektorstelle in Glückstadt berufen.[2] 1893 wurde Fritz Boden zum Königlichen Baurath befördert,[3] später zum Königlichen Regierungs- und Baurat.

Auf Initiative des Hamburger Reeders Hermann Dahlström entwickelte Boden den Plan für den Bau eines Kanals von Kiel-Holtenau nach Brunsbüttel, den er 1878 vorlegte. Nachdem es Otto von Bismarck gelungen war, Kaiser Wilhelm I. von der strategischen Notwendigkeit zu überzeugen, und die Anforderungen an den Kanal geklärt waren, billigte der Reichstag 1886 ein Gesetz zum Bau des Nord-Ostsee-Kanals, der in seiner Streckenführung weitgehend dem Plan Bodens folgte. Die Grundsteinlegung fand am 3. Juni 1887 noch durch Kaiser Wilhelm I. statt. Am 21. Juni 1895, also nach acht Jahren Bauzeit, wurde der Kanal durch Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet.

  • 1895, vier Wochen nach der feierlichen Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals, wurde Fritz Boden der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen.[4]
  • Das Corps Slesvico-Holsatia ernannte ihn 1871 zum Ehrenburschen.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Corps Slesvico-Holsatia, Corpsliste, Wintersemester 1981/82, S. 24, Nr. 111.
  2. Amtliche Mittheilungen In: Centralblatt der Bauverwaltung, 10. Jahrgang, Nr. 13 (29. März 1890), S. 125.
  3. Amtliche Mitteilungen In: Centralblatt der Bauverwaltung, 13. Jahrgang, Nr. 51 (23. Dezember 1893), S. 533.
  4. Amtliche Mittheilungen In: Centralblatt der Bauverwaltung, 15. Jahrgang, Nr. 29 (20. Juli 1895), S. 309.