Óscar Freire

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Oscar Freire bei der Tour Down Under 2012

Oscar Freire Gomez (* 15. Februar 1976 in Torrelavega, Spanien) ist ein ehemaliger spanischer Radrennfahrer und mehrmaliger Weltmeister.

Er gilt als untypisch für den spanischen Radsport: Im Gegensatz zu zahlreichen anderen spanischen Radprofis ist er kein Bergspezialist, sondern ein Klassikerjäger mit hervorragenden Sprintqualitäten.

Inhaltsverzeichnis

Karriere[Bearbeiten]

1999 gewann Freire als relativ unbekannter Fahrer sensationell die Straßen-Weltmeisterschaft, indem er sich in einer Spitzengruppe hochkarätiger Fahrer nie an der Führungsarbeit beteiligte, um dann im entscheidenden Moment zuzuschlagen und die Favoriten zu düpieren. Diesen Erfolg konnte der Spanier 2001 und 2004 wiederholen. Damit hält er zusammen mit den Rad-Legenden Alfredo Binda, Rik Van Steenbergen und Eddy Merckx den Weltmeisterschaftsrekord. Allerdings verdankt er seine Erfolge nicht nur seiner Cleverness, sondern der Fähigkeit zu einem technisch sauberen Sprint und einer sehr hohen Endgeschwindigkeit.

Jeweils im Sprint konnte er vier Etappen der Tour de France (1/2002, 2/2006, 1/2008) sowie sieben Etappen der Vuelta a España (2/2000, 1/2004, 3/2007, 1/2008) gewinnen. Bei der Deutschland Tour war er 2001 einmal erfolgreich. 2004 gewann er sein erstes wichtiges Eintagesrennen außerhalb der WM, den italienischen Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo vor Erik Zabel, der im Gefühl eines sicheren Sieges schon die Arme zum Jubeln erhoben hatte. Freire holte den ersten Sieg in San Remo für Spanien seit Miguel Poblet 1959. Auch 2007 und 2010 gewann er Mailand-San Remo im Sprint, jedoch jeweils recht deutlich.

2005 gewann er nicht nur drei Etappen sondern auch die Gesamtwertung der Tirreno-Adriatico. Als erster Spanier konnte er das Grüne Trikot bei der Tour de France 2008 gewinnen. Dazu konnte er folgende bedeutende Eintagesrennen als erster Spanier für sich entscheiden: 2006 die Vattenfall Cyclassics, im Jahre 2008 den Halbklassiker Gent-Wevelgem und 2010 das französische Eintagesrennen Paris-Tours.

Oscar Freires Karriere wurde immer wieder durch ein chronisches Rückenleiden unterbrochen. So mußte er auch 2005 auf die Tour-de-France-Teilnahme verzichten und konnte zur Weltmeisterschaft im eigenen Lande (Madrid) im September nicht antreten. Bei den Straßenrennen um die Weltmeisterschaft zeigte er stets besonderen Ehrgeiz und konnte sich elfmal unter den ersten zwanzig platzieren: 1998: 17., 1999: 1., 2000: 3., 2001: 1., 2003: 9., 2004: 1., 2007: 14., 2009: 15., 2010: 6., 2011: 9. und 2012: 10. Am 16. Juni 2006 bewies Freire bei der 7. Etappe der Tour de Suisse erneut seine taktische Cleverness, als er die Etappe aus einer Ausreißergruppe gewann, nachdem er eine Mittelinsel übersprungen hatte und sich so vom Rest der Gruppe, die einen längeren Weg in einem Kreisverkehr fuhr, absetzen konnte.


Anfang Juni 2010 verkündete Oscar Freire, daß er seinen Vertrag bei Rabobank bis Ende 2011 verlängert habe und anschließend seine Karriere beenden werde.[1] Er fuhr dann jedoch seine letzte Saison 2012 im Trikot des russischen Katjuscha-Teams und konnte noch zwei Siege verbuchen, sowie 10. bei der Straßen-WM werden.


In seiner Heimatstadt Torrelavega ist das dort befindliche Velodrom nach ihm benannt. Dort startete die 11.Etappe der Vuelta a España 2006.

Palmarès[Bearbeiten]

Freire im grünen Trikot der Tour de France 2008
Oscar Freire (2011)
Freire nach seinem Sieg bei den Vattenfall Cyclassics 2006 in Hamburg

1999 bis 2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010
2011
2012

Teams[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Óscar Freire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Radsport-News.com: "Freire beendet seine Karriere bei Rabobank"