200 (Punkband)

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200 (sprich tveyhundrað [ˈtvɛiˌhʊndɹa], färöisch für die Zahl 200) ist eine Punkband von der Inselgruppe Färöer. Der Name spielt auf eine „200%-ige“ politische Haltung für die Loslösung der Färöer von Dänemark an.

200 besteht aus drei Musikern, Frontmann Niels Arge Galán, Drummer Uni Árting und dem bekannten Bassisten Mikael Blak, der zum Beispiel auch bei der renommierten färöisch/nordischen Jazzband Yggdrasil spielt und das Debütalbum von Eivør Pálsdóttir (Jazz/Folk) begleitete.

200 zählt zu den beliebtesten Rockbands auf den Färöern. Sie debütierte 2001 beim Prix Føroyar und hat seitdem zwei Alben vorgelegt, die nicht nur die färöischen, sondern auch die isländischen Kritiker überzeugten, von denen einer sagte:

Wer den färöischen Punk nicht kennt, der weiß nicht, wovon Punk überhaupt handelt.

Ihre Texte sind ausschließlich auf Färöisch und stehen politisch „200%ig“ hinter den Zielen der linksrepublikanischen Tjóðveldisflokkurin, die eine Loslösung von Dänemark anstrebt. Allerdings verpackt die Band ihre Botschaft mit der nötigen Prise Selbstironie und Humor.

Auf einem T-Shirt wirbt 200 beispielsweise mit dem Slogan Okkara einasta kongshús er Graceland (Unser einziges Königshaus ist Graceland) in Anspielung an die dänische Monarchie und den King of Rock'n Roll Elvis Presley.

2005 erlebte die Band ein Comeback mit ihrem Album Viva La Republica, das auf dem Atlantic Music Event einen der 14 nationalen Musikpreise gewann, die das erste Mal vergeben wurden - für das beste CD-Cover.

Das Stück Muscleman-blað konnte sich über mehrere Wochen auf Platz eins der färöischen Charts halten. Darin setzt sich Tveyhundrað eindeutig für die Homosexuellen ein, die auf den Färöern einen schlechteren Rechtsstatus genießen als in Dänemark.

Das Kunstmuseum der Färöer zeigte zur Ólavsøkaausstellung 2005 eine 2,9 Meter hohe Skulptur aus Pappmaché, einen silberfarbenen, beleuchteten, rotierenden, Feuer und Rauch speienden Stinkefinger, der ebenfalls aus der Schmiede von Tveyhundrað stammt und normalerweise als Bühnendekoration dient[1].

Anfang 2006 erschien Viva la Republica als Langspielplatte. Es ist die erste färöische LP seit ungefähr 1990.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2001: 200%[2]
  • 2005: Viva La Republica
  • 2006: Graceland
  • 2008: 200 Decibel
  • 2009: Stokkhólmssyndromið
  • 2012: Vendetta

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Foto des Fingers
  2. Tonlist.is - Samples aller Titel von 200%