Abriegelung aus der Luft

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Der Begriff Abriegelung aus der Luft, englisch Air Interdiction (AI), bezeichnet in der Militärluftfahrt den Einsatz von Flugzeugen, bei dem Ziele am Boden angegriffen werden, die sich nicht in unmittelbarer Nähe eigener Kräfte am Boden befinden. Jeweils ein Kampfflugzeug für einen möglichen Auftrag wird dabei als sortie bezeichnet. Dabei kann jeweils ein Kampfflugzeug an einem Tag mehrmals nach Betankung und Neubewaffnung als sortie eingesetzt werden.

Im Unterschied zur Luftnahunterstützung (Close Air Support – CAS) ist daher keine unmittelbare enge Koordination mit Feuer und Bewegung der eigenen Landstreitkräfte erforderlich. Dennoch ist Abriegelung aus der Luft keine völlig unabhängige Operationsart der Luftstreitkräfte.

Ziel von Abriegelung aus der Luft ist es, gegnerische Kräfte, Mittel oder Nachschub auf dem Weg in die Kampfzone zu verzögern, ihre Verbindungen zu unterbrechen, oder sie oder Baulichkeiten wie Straßen zu zerstören, bevor sie gegen eigene Kräfte zum Einsatz gelangen können.

Die in Zeiten des Kalten Krieges gebräuchliche Unterscheidung zwischen Abriegelung aus der Luft jenseits der Feuerunterstützungskoordinierungslinie (FSCL) und Gefechtsfeldabriegelung (Battlefield Air Interdiction – BAI) wurde Ende der 1990er Jahre aufgegeben. Zuvor war es noch üblich, dass die Luftfahrzeuge im Tiefflug Feindziele angriffen und damit in die Flugbahn von Artilleriegeschossen einflogen. Heute werden meist Abstandswaffen eingesetzt. Einziges Kriterium zur Kategorisierung ist heute das erforderliche Maß an Koordination mit den Landstreitkräften.

Die Operationsarten im Luftkrieg wurden bis ca. Ende der 1990er Jahre untergliedert in

Seitdem erfolgt die Unterscheidung in

  • Counter Air
  • Anti Surface Force Air Operations bestehend primär aus
  • Supporting Air Operations (wie z.B. Lufttransport)
  • Strategic Air Operations (früher nur atomar, heute auch konventionell)
AI BAI CAS.jpg

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