Air Gap

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Als Air Gap (englisch für „Luftspalt“) wird in der Informatik ein Prozess bezeichnet, der zwei IT-Systeme voneinander physisch und logisch trennt, aber dennoch die Übertragung von Nutzdaten zulässt.

Ein Air Gap wird eingesetzt, um zwei oder mehr unterschiedlich vertrauenswürdige Rechner oder Rechnernetze voneinander zu isolieren, die jedoch Daten des jeweils anderen System verarbeiten müssen. Der Einsatzzweck ist dem einer Firewall ähnlich.

[Bearbeiten] Realisierung

Ein Air Gap wird oft als Prozess realisiert, bei dem Daten durch Transport eines magnetischen Mediums übertragen werden. Dabei wird ein transportables Medium in das Quellsystem eingelegt, dort beschrieben, aus diesem entfernt und in das Zielsystem eingelegt, wo der Inhalt gelesen und verarbeitet wird. Der Nutzen liegt in der Isolation der Systeme voneinander:

  • die Möglichkeit zur Datenübertragung in nur einer Richtung kann garantiert werden
  • das Zielsystem kann nicht durch das/die Quellsysteme adressiert werden
  • selbst bei Übertragung von Malware o. ä. steht (sofern das Zielsystem nicht über einen Anschluss an ein entsprechendes Rechnernetz wie z. B. das Internet verfügt) kein Rückkanal zur Verfügung, der zum Beispiel die Übertragung von vertraulichen Inhalten ermöglichen könnte

Neben der Realisierung als Prozess existieren technische Implementationen des Air-Gap-Konzepts:

  • die e-Gap-Produkte von Whale Communications
  • die Reflective-Gap-Produkte von Spearhead Technologies Inc.
  • die Data-Diode-Produkte von Owl Computing Technologies Inc.
  • die Interactive Link Data Diode von Tenix Datagate. (Aufgekauft von BAE Systems)
  • die Lock-Keeper-Technologie von Siemens

[Bearbeiten] Siehe auch

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