al-Mahwit

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al-Mahwit
Al-Mahwit
Basisdaten
Gouvernement al-Mahwit (Gouvernement)
Koordinaten 15° 28′ N, 43° 33′ O15.46944444444443.545277777778Koordinaten: 15° 28′ N, 43° 33′ O
Höhe 2120 m ü. NN
Einwohner 16.291 (Berechnung 2012) [1]

al-Mahwit (auch Machwiet, (arabisch ‏المحويت‎, DMG al-Maḥwīt)) ist eine Kleinstadt im zentralen Westen des Jemen. Die Stadt liegt im gleichnamigen Gouvernement ungefähr 50 km westlich von Shibam Kaukabān und doppelt so weit von entfernt von der Landeshauptstadt Sanaa.

Die Altstadt von Al-Mahwit liegt auf einem Burgberg. Die Bauweise der Stadt imponiert durch hellen Naturstein und seine oft hellblau gestrichenen Holztüren mit traditionell großen Holzschlössern. Die alten Häuser sind aus Steinquadern aufgeschichtet. Mittels Rauten und Zickzackbändern warten interessant gestaltete Fensterfronten auf. Daneben lassen sich pittoreske Bemalungen der Fensterläden und Regenbretter ausmachen, mit zum Teil weiter verzierenden Schnitzarbeiten.

Um die Stadt herum werden neben Kaffee und Tabak[2], Hirse, Qat, Mais und Gemüse angebaut. Die Stadt ist seit Jahren Schwerpunktgebiet für Entwicklungshilfeorganistationen. Die Fruchtbarkeit dieser Gegend brachte dem Jemen den Beinamen Arabia felix ein, was wörtlich mit glückliches Arabien, sinnvoll hier aber mit fruchtbares Arabien übersetzt wird.

Al–Mahwit umgeben etliche Wadis, wie das Wadi Sama’a, Wadi Eyan, Wadi Juma’t Saria, Wadi Hawar, Wadi Bour, Wadi Al-Hawdh, Wadi Thabab, Wadi Laa’a, Wadi Al-Ahjer und das Wadi Naa’wan. Ebenso zahlreich verteilen sich kleine Dörfer in der Umgebung, die auf und in Felsen gebaut wurden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de[3]
  2. Al-Mahwit

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Simper, Petra Brixel: Jemen. Reise-Know-How, Bielefeld 2002, ISBN 3-921497-09-4
  • Dietmar Schorlemer, Die Al Maḥwīt Provinz/Jemen: das natürliche Entwicklungspotential einer randtropischen Gebirgsregion : eine ökologische Landklassifizierung auf der Grundlage einer physiographischen Bodenkartierung, Selbstverlag des Geographischen Instituts der Justus Liebig-Universität Giessen, 1990 - 156 Seiten

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Meyer, Arbeitsemigration, Binnenwanderung und Wirtschaftsentwicklung in der Arabischen Republik Jemen: eine wirtschafts- und bevölkerungsgeographische Studie unter besonderer Berücksichtigung des städtischen Bausektors, L. Reichert, 1986 - 318 Seiten, ISBN 978-3-88226-292-6