Alan Baker

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Alan Baker

Alan Baker (* 19. August 1939 in London) ist ein britischer Mathematiker.

Leben[Bearbeiten]

Baker begann sein Studium der Mathematik beim Zahlentheoretiker Harold Davenport an der University College London. Nach dem Bachelor Abschluss wechselte er ans Trinity College nach Cambridge, wo er 1964 bei Davenport promoviert wurde (Some aspects of diophantine approximation)[1] und 1964 “Fellow” des Trinity College wurde. Von 1964 bis 1968 forschte er an der Cambridge University als “Research Fellow”. 1968 bis 1974 war er “Director of Studies in Mathematics” und danach wurde er zum Professor für reine Mathematik ernannt. 1970 war er “Fellow” am Institute for Advanced Study in Princeton und 1974 Gastprofessor an der Stanford University.

Baker ist durch seine „effektiven Methoden“ in der Zahlentheorie bekannt geworden. Im Jahr 1970 wurde ihm mit 31 Jahren die Fields-Medaille auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Nizza verliehen, wo er einen Plenarvortrag hielt (Effective Methods in the Theory of Numbers). Die Auszeichnung erhielt er für seine Arbeiten im Gebiet der Diophantischen Gleichungen. Er ist “Fellow” der Royal Society, der American Mathematical Society sowie der Indian National Science Academy.

Des Weiteren gelang ihm der Beweis einer Verschärfung des Satzes von Gelfond-Schneider, indem er zeigte, dass eine Menge natürlicher Logarithmen über den algebraischen Zahlen linear unabhängig ist, wenn sie über den rationalen Zahlen linear unabhängig ist.

Zu seinen Doktoranden zählen John Coates, Roger Heath-Brown, David Masser und Cameron L. Stewart.

Schriften[Bearbeiten]

  • Transcendental number theory. Cambridge University Press, 1975, erw. 1979, (Cambridge Mathematical Library), aktualisiert 1990, Reprint 1999.
  • mit Gisbert Wüstholz: Logarithmic forms and diophantine geometry. (New Mathematical Monographs) Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0521882682.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mathematics Genealogy Project