Alkoholhalluzinose

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Eine Alkohol-Halluzinose ist eine Form der Alkoholpsychose und die Folge krankhafter Veränderung des Gehirns durch Alkohol. Der Betroffene fühlt sich von (halluzinierten) Stimmen beschimpft und malträtiert. Dieses Störungsbild wird im ICD10 als F10.52 klassifiziert.

Symptome[Bearbeiten]

Das bedeutendste Symptom ist die akustische Halluzination. Im Allgemeinen geht diese mit dem zweiten Hauptsymptom der Angst einher.Bei der Alkoholhalluzinose treten selten optische, weitaus häufiger akustische Trugwahrnehmungen auf, die den Symptomen einer Schizophrenie ähneln können. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch akustische Halluzinationen (Beschimpfungen, Bedrohungen) und eine ängstliche, angespannte Grundstimmung mit Fluchttendenz.

Die typischen Alkoholentzugssymptome (Tremor) fehlen. Der Bewußtseinszustand ist in der Regel klar. Wenn im Rahmen der Halluzinose Verfolgungsideen überwiegen, wird auch von einer „Alkoholparanoia“ gesprochen.

Therapie[Bearbeiten]

Die Therapie ist ein Alkoholentzug unter fachlicher Aufsicht und eine zusätzliche Entwöhnung und Begleitung (z. B.: psychotherapeutisch, Selbsthilfegruppe).Bei rezidivierendem oder chronischem Verlauf ist die Gabe von Chlordiazepoxid (Benzodiazepin) oder Haloperidol (Neuroleptikum) indiziert.


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