Amati

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Dieser Artikel behandelt die Cremoneser Geigenbauerdynastie; zu anderen Personen mit dem Namen Amati siehe Amati (Begriffsklärung)
Ausschnitt aus der Stammtafel der Amati

Die Amati waren eine Cremoneser Geigenbauerdynastie mit möglicherweise deutschen Wurzeln, die sich bis 1097 zurückverfolgen lassen.

Zwischen 1520 und 1740 lebten die Fünf Großen Amati, die den Ruf Cremonas als Geigenstadt begründeten:

  • Mit Andrea Amati (1525–1577), begann die Geigenbauertradition der Amati. Er verwendete wertvolleres Holz, als es bisher für den Instrumentenbau üblich gewesen war und veränderte die spitze Gambenform, zu einem der heutigen Violinform ähnelndem Modell.
  • Seine Söhne Antonio Amati (1560–1649) und Girolamo Amati (um 1555–um 1630), auch als Brüder Amati bezeichnet, bauten erste Geigen in guter Qualität.
  • Nicola Amati (1596–1684), ein Sohn des Hieronymus Amati, war der prominenteste Vertreter der Dynastie. Er war möglicherweise Lehrer von Antonio Stradivari und Andrea Guarneri, die jeweils eigene Geigenbauerfamilien gründeten.
  • Girolamo (II.) Amati (1649–1740) war ein Sohn von Nicola Amati. Er steht trotz bedeutender Werke im Schatten seines Mitschülers Antonio Stradivari.
  • Amati-Denak ist ein führender tschechischer Musikinstrumentenhersteller (vorrangig Holz- und Blechblasinstrumente) in Kraslice (deutsch: Graslitz) nahe der deutschen Grenze und des vogtländischen Musikwinkels. Frühe Instrumente der Fabrik tragen nur den Schriftzug "Amati", spätere dann "Amati Kraslice"

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